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(de) Germany, Dia Platform: Heraus zum Feministischen Kampftag! -- 99 Femizide in 2025! (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Sat, 18 Apr 2026 08:20:22 +0300
Der 8. März ist kein Feiertag. Er ist ein Tag, an dem wir kollektiv
sichtbar machen, was sonst normalisiert, relativiert oder
individualisiert wird. Weltweit erfährt jede dritte Frau und jedes
dritte Mädchen in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt.
Queere, trans, agender und nichtbinäre Menschen sind besonders häufig
betroffen. In Deutschland wurde 2025 fast jeden dritten Tag eine Frau
von ihrem (Ex-)Partner getötet. ---- Gewalt gegen Frauen und
TINA-Personen ist materiell verankert. Sie entsteht dort, wo
Abhängigkeiten produziert werden - sei es durch Wohnraum als Ware,
schlecht bezahlte Lohnarbeit oder unbezahlte, unsichtbare Care-Arbeit.
Viele Frauen und TINA-Personen bleiben in gewaltvollen Beziehungen, weil
sie sich eine Trennung finanziell nicht leisten können. Das
kapitalistische System benötigt die heteronormative Kleinfamilie als Ort
kostenloser Reproduktionsarbeit und zur Stabilisierung von
Privateigentum. Es braucht sexualisierte Körper, emotionale
Verfügbarkeit als Ressource und Konkurrenz statt Solidarität. Der
kapitalistische Staat schafft die materiellen und ideologischen
Bedingungen, unter denen patriarchale Gewalt - bis hin zum Femizid -
möglich wird.
Im Neoliberalismus schmücken sich Konzerne mit feministischen Slogans,
während sie Arbeiter:innen ausbeuten. "Girlboss"-Feminismus feiert
Frauen in Führungspositionen, während BiPoC Frauen und TINA-Personen
weiterhin die schlecht bezahlten und prekärsten Jobs machen.
Repräsentation wird gefeiert, als würde es einen Unterschied machen,
welches Geschlecht der:die Chef:in hat. Statt die Ursachen von Gewalt
und Herrschaft zu bekämpfen, fordern liberale Feminist:innen härtere
Strafen und mehr Polizei - sie appellieren an den angeblich versagenden
Staat und wünschen sich lediglich Reformen in seinen rassistischen,
patriarchalen Institutionen und Strukturen.
Der feministische Kampf darf keine Frage von Symbolpolitik sein, sondern
muss reale materielle Veränderungen fordern. Das heißt u. a.:
Vergesellschaftung von Wohnraum, Kollektivierung von Care-Arbeit,
Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, selbstorganisierte
Schutzstrukturen statt Polizei, solidarische Netzwerke statt
Vereinzelung, direkte Demokratie in Betrieben und Nachbarschaften statt
Stellvertreterpolitik. Die Feministische Revolution ist ein
langfristiger Aufbau von Macht von unten, in Form von feministischen
Streiks, die Produktion und Reproduktion systematisch lahmlegen.
Wir müssen Mietkämpfe und Hausbesetzungen organisieren, um den Wohnraum
der Verwertung wirklich zu entziehen. Selbstorganisierung in Pflege,
Erziehung oder Einzelhandel ist notwendig, weil patriarchale Ausbeutung
dort besonders sichtbar wird. Wir brauchen autonome Schutzräume und
kollektive Aufarbeitung von patriarchaler Gewalt. Organisierte
politische Bildung, die Gewalt systematisch analysiert und benennt, ist
essenziell. Wir brauchen eine Praxis, die feministische Solidarität
wirklich lebt.
In den aktuellen Kriegszeiten tritt patriarchale Gewalt nicht als
Nebenfolge, sondern als integraler Bestandteil der Kriegslogik hervor.
Rund 676 Millionen Frauen und Mädchen leben derzeit in militärischen
Kampfzonen, ein historischer Höchststand. Systematische,
geschlechtsspezifische Gewalt ist dabei kein Zufall, sondern Strategie:
Sexualisierte Gewalt wird gezielt eingesetzt, um Gemeinschaften zu
demütigen, zu zerstören und zu kontrollieren. Die Gewalt gegen Trans
Personen, non-binarys oder A-Gender ist dagegen weit weniger
dokumentiert, doch ihre Brutalität ist ebenso anzunehmen.
(TW: Erwähnung sexueller Gewalt)
Im Sudan berichten Genoss:innen von massenhaften Vergewaltigungen,
Gruppenvergewaltigungen und sexueller Sklaverei durch Milizen als Teil
ethnisch-politischer Gewalt, während Schutz- und Versorgungsstrukturen
kollabieren.
Auch in der Ukraine, in Palästina, in Rojava oder im Iran sind
geschlechtsspezifische Gewaltformen dokumentiert. Die Logik ist ähnlich:
bewaffnete Gruppen instrumentalisieren nationalistische
Männlichkeitsbilder, um Gemeinschaften zu brechen, "feindliche" Körper
symbolisch zu entwürdigen und patriarchale Vorherrschaft besonders dort
durchzusetzen, wo staatliche Ordnung brüchig wird.
Krieg ist damit Ausdruck imperialistischer Machtkämpfe, in denen
cis-Männer als Kämpfer und Beschützer privilegiert werden, während
Frauen und TINA-Personen systematisch verwundbar gemacht werden.
Patriarchat und Militarismus bedingen sich gegenseitig: Wo
gesellschaftliche Ordnung zerfällt, wird männliche Dominanz oft mit
extremer Brutalität durchgesetzt, um Kontrolle über Territorien,
Ressourcen und Körper zurückzugewinnen.
Diese Gewalt ist zugleich rassistisch und kolonial strukturiert. Welche
Leben als schützenswert gelten, folgt globalen Machtverhältnissen:
Gewalt in kolonial geprägten Regionen wird normalisiert oder
entmenschlicht, während sie in Europa skandalisiert wird. Imperialismus
wirkt fort in Militarisierung, Feindbildproduktion und der Entwertung
bestimmter Körper. Der feministischer Kampf muss daher Patriarchat,
Militarismus, Rassismus und Kolonialismus zusammendenken.
Als Anarchist:innen werden wir folglich nicht nur Symptome verurteilen
oder abstrakten Frieden fordern. Wir wollen die Kriegslogik selbst
angreifen und patriarchale Gewalt als strukturelles, systemerhaltendes
Moment begreifen und Bedingungen schaffen, unter denen Krieg,
Patriarchat und Kapitalismus nicht reproduziert werden können!
Am 8. März trauern wir um all die Ermordeten im feministischen Kampf.
Wir glauben den Überlebenden und benennen die Täter sowie die
Strukturen, die sie schützen. Wir kämpfen für alle, deren Leben
permanent bedroht ist: für queere Personen, die angegriffen werden, für
BiPoC Frauen und TINA-Personen ohne Papiere, für alle, deren Körper zum
Austragungsort patriarchaler Gewalt gemacht werden. Dieser Tag ist kein
Marketingevent und kein Appell an die Mächtigen. Er ist ein Kampftag.
Befreiung wird uns nicht gewährt, wir müssen sie kollektiv erkämpfen. Es
gibt keine Gleichberechtigung innerhalb der Ausbeutung.
Für eine Welt ohne Herrschaft, Kapitalismus und patriarchale Ideologie.
Für ein Leben in Würde. Für die anarchafeministische Revolution!
https://www.dieplattform.org/2026/03/08/erklaerung-zum-8-maerz-2026/#more-3543
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(de) Italy, FAI, Umanita Nova #8-26 - Ewige Armut. Sinkende Löhne, Armut und prekäre Beschäftigungsverhältnisse. (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
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(de) France, UCL AL #369 - Kultur - Lesen Sie Alain Bihr: "Kapitalistischer Ökozid" (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
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