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(de) Mobilisiert zur Solidarität mit Priama Dija in der Ukraine – Aktionstage am 20., 21., und 22 April!

Date Wed, 7 Apr 2010 02:43:40 +0200


AUFRUF ZUR SOLIDARITÄT! REPRESSIONEN GEGEN DIE GEWERKSCHAFT! ----
Internationale Solidaritätstage mit der "Priama Dija" am 20., 21. und
22. April 2010 ---- Auf Syndikalismus.tk konnten wir in den letzten
Monaten immer wieder
über Aktionen der unabhängigen StudentInnen-Gewerkschaft „Priama Dija“
(Direkte Aktion) sowie anderer AnarchosyndikalistInnen und
klassenkämpferischer AnarchistInnen aus der Ukraine berichten. Die
GenossInnen dort sind sehr aktiv und haben in einzelnen Bereichen viel
Bewegung angestoßen und sie tragen stark zur Verbreitung
anarcho-syndikalistischer Inhalte und Gesellschaftsvorstellungen bei.
Nun schlägt der ukrainische Staat mit zahlreichen Mitteln – u.a.
Einschüchterungen und Repressionen - auf unsere GenossInnen ein. Wir
bitten alle LeserInnen sich mit den GenossInnen der Priama Dija
solidarisch zu zeigen und vor ukrainischen Einrichtungen und
Konsulaten Unterstützungsaktionen durchzuführen. Bitte sendet den
GenossInnen auch schriftliche Solidaritätserklärungen. Es gilt die
anarcho-syndikalistische Bewegung in der Ukraine nach Kräften zu
unterstützen und den Regierenden zu zeigen, das sie mit unseren
GenossInnen nicht machen können was sie möchten. Solidariät jetzt!

Liebe GenossInnen!

Wir, die unabhängige studentische Gewerkschaft Priama Dija (Direkte
Aktion) aus Kiew in der Ukraine, wenden uns heute an Euch mit der
Bitte um Unterstützung.

Es geht darum, dass auf unsere Gewerkschaft seit mehr als einem halben
Jahr ein gewaltiger Druck ausgeübt wird. Begonnen hat es mit einer
Reihe erfolgreicher Kampagnen (die wir zusammen mit anderen
Jugendorganisationen durchgeführt haben) - gegen die Einführung
bezahlter Dienstleistungen, die Reduzierung von Haushaltsstellen und
die Abschaffung von Stipendien "bei einer 3 auf dem Zeugnis". Seitdem
haben die Geheimdienste in Zusammenarbeit mit der Administration der
Taras-Schewtschenko-Universität eine Hetzkampagne gegen die
Gewerkschaftsaktivisten begonnen.

Dabei werden alle verfügbaren Mittel eingesetzt - Einschüchterungen
und Repressionen eingeschlossen. In dem genannten Zeitraum wurden
Aktivisten unter Androhung der Entlassung ihrer Eltern
eingeschüchtert, Aktivisten wurden exmatrikuliert und mit jedem
Einzelnen, der uns jemals unterstützt hat, wurden Einzelgespräche und
Einschüchterungen durchgeführt. Die Einschüchterung erfolgte dabei
auch seitens der Geheimdienste.
Hier muss angemerkt werden, dass viele dieser Beamten in
Einzelgesprächen zu verstehen gaben, dass sie einem Druck von oben
ausgesetzt sind. Einige nannten es direkt "Krieg". In kurzer Zeit
wurde sogar der Kinoklub in der philosophischen Fakultät - ein kleines
Projekt von uns - ohne Angabe von Gründen geschlossen.

Die Administration zeichnete sich auch dadurch aus, dass sie der
Security verbot Gewerkschaftsmitglieder in das Rote Gebäude (das
Hauptgebäude der Universität) einzulassen, obwohl freier Zutritt zur
Universität ein gesetzliches Recht der Gewerkschaft darstellt.

Tatsächlich herrscht in "der besten Universität des Landes" insgesamt
eine Atmosphäre der totalen Kontrolle. Jegliche Aüßerungen des Unmuts
werden sofort unterdrückt. So wurden an der Universität jegliche
Anfänge von Protesten gegen die Mieterhöhung in Studentenheimen im
Keime erstickt. Die studentischen Initiatoren wurden nach unserer
Kenntnis exmatrikuliert.

Diese Situation steht im Zusammenhang mit einer brisanten Tatsache:
Die Taras-Schewtschenko-Universität wird faktisch von dem Prorektor
W.A.Bugrow geleitet, welcher nach einigen Informationen seit 1989
gleichzeitig ein Mitarbeiter des SBU (damals noch der
Inlandsgeheimdienst KGB) ist. Wir erinnern daran, dass der ehemalige
Vorsitzende des SBU Walentin Naliwaitschenko beschworen hat, dass er
seine Mitarbeiter im Rahmen der Kampagne "deKaGeBesierung" aus den
Bildungseinrichtungen entfernt hat.

Solche Vorfälle und Tatsachen bilden ein weiteres Schandmal für die
Universität und den Staat. Die Universität soll ein Platz für die
freie Entwicklung der Persönlichkeit sein, und nicht eine totalitäre
Kaderschmiede für die Geheimdienste.

Wir rufen Euch zur Solidarität auf!

Kontakt:
homepage: www.direct-action.org.ua
e-mail: priamadija@gmail.com
Ukrainische Fassung: http://direct-action.org.ua/?p=259

Am 20., 21. und 22. April 2010 rufen wir zu internationalen Protesten auf!
Wir freuen uns über jede Solidaritätskundgebung - ob es ein
Protestbrief, oder eine Kundgebung vor der ukrainischen Botschaft ist!

Siehe auch den Beitrag
Der ukrainische Staat mit Repressionen gegen die
StudentInnen-Gewerkschaft „Priama dija“ – Solidarität nötig vom 31.
März auf Syndikalismus.tk
http://syndikalismus.wordpress.com/2010/03/31/der-ukrainische-staat-mit-repressionen-gegen-die-studentinnen-gewerkschaft-„priama-dija“-–-solidaritat-notig/

www.syndikalismus.tk
Artikel online unter:
http://syndikalismus.wordpress.com/2010/04/06/mobilisiert-zur-solidaritat-mit-priama-dija-in-der-ukraine-–-aktionstage-am-20-21-und-22-april/
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