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(de) leipzig fau L71: Ding Dong - Geld her! Trotz und grade wegen Corona.

Date Thu, 26 Mar 2020 09:09:48 +0200


Das Café Ding Dong. Ein feiner neuer Laden im Osten von Leipzig? Alle sind gut drauf und das Ambiente stimmt auch? ---- Die FAU-Leipzig befindet sich im Arbeitskampf mit dem Betreiber des Café Ding Dong. Im aktuellen Fall geht es um mehrmonatige Lohnansprüche, fehlendes Urlaubsentgelt und unbezahlte Krankheitstage. ---- Bis heute wurde kein akzeptables Angebot gemacht, welches den fehlenden Ansprüchen - einem mittleren vierstelligen Betrag -gerecht werden würde. Dies ist kein Einzelfall. Auch andere Mitarbeiter*innen berichten, dass Ansprüche verspätet oder gar nicht gezahlt wurden. Stattdessen müsse immer wieder nachgefragt werden. Hier werden Arbeiter*innen zu Bittsteller*innen für ihren verdienten Lohn.
Der Betreiber lässt sich für den Laden unbezahlt von Freunden*innen und Angestellten "helfen", verspricht etwas mehr als den Mindestlohn und zahlt diesen zum Teil nicht einmal.
Auch im CaféDing Dong macht man sich Sorgen um die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Laden. Sicherlich hat der Boss Einbußen zu verzeichnen, die den Bestand des Betriebs gefährden. Seine Arbeitnehmer*innen im Niedriglohnsektor ohne jegliche Rücklagen trifft es jedoch ungleich härter. Ohne Rücklagen und um den Lohn der letzten Monate geprellt, kann die Betroffene die nächste Miete schon nicht mehr zahlen. Gerade jetzt Zahlungen zu verweigern,während man gleichzeitig über die Sozialen Medien kommuniziert, dass man sich Sorgen um die Zukunft der Mitarbeitenden macht, ist Augenwischerei mit fatalen Folgen für die Betroffene.
Der Betreiber setzt nicht nur seine Arbeiter*innen unter Druck, auf arbeitsrechtliche Mindeststandards wie bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall illegalerweise zu verzichten. Darüber hinaus versucht er jetzt auch noch, das Kollegium gegen die Betroffene aufzuhetzen und erklärt ihnen, der Betrieb und ihre Arbeitsplätze wären gefährdet, wenn er den Lohn jetzt nachzahlen muss.
Möglicherweise geht der Betrieb durch die Corona-Krise tatsächlich insolvent. Das kann für uns und die Betroffenekein Grund sein, auf die berechtigten Forderungen zu verzichten, die sie selbst in Krisenzeiten benötigt. Natürlich sind wir bereit, eine Lösung zu finden, die der aktuellen Situation gerecht wird.
Wir sagen: Keine Arbeit ohne Lohn! Jetzt ist Schluss damit! Die Corona-Krise ist keine Ausrede! Geld her!

https://leipzig.fau.org/ding-dong-geld-her-trotz-und-grade-wegen-corona/
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