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(de) FDA-IFA: Gai Dao N° 101 - Bis alle frei sind! - Interview mit einem Organisatoren zur Frauen-JVA in Chemnitz am 09.03.2019

Date Wed, 17 Jul 2019 10:17:09 +0300


Ein Tag nach dem internationalen Frauenkampftag versammelten sich in Chemnitz am Platz vor der Technischen Universität zum dritten Mal über 200 Personen, um zur Justizvollzugsanstalt für Frauen, also dem Frauenknast zu demonstrieren. Damit wollten sie die Gefangenen in ihren täglichen Kämpfen unterstützen und die Forderungen der Gefangenengewerkschaft GG/BO vortragen. Die GG/BO fordert Gewerkschaftsfreiheit hinter Gittern, die Auszahlung von Mindestlohn an die gefangenen Lohnarbeiter*innen und die volle Sozialversicherung - alles Dinge, von denen gern behauptet wird, der demokratische Rechtsstaat würde sie selbstverständlich gewährleisten. Unterstützt von Mitgliedern verschiedener FAU-Syndikate und von feministischen Gruppen zielte die Demo auch darauf ab, die Kämpfe gegen Lohnarbeit, Patriarchat und Gefangenschaft zu verbinden. Denn
eben die harte Mehrfachbetroffenheit von gesellschaft-
lichen Herrschaftsverhältnissen, verbunden mit Er-
fahrungen von Gewalt und Ausgrenzung, führen ja
erst zu den sozialen Problemen, die Menschen in Kon-
flikt mit ihnen aufgezwungenen Gesetzen bringen.

MA: Erst mal zum Einstieg: Wie fandest du die
diesjährige Demo zum Frauenknast persönlich?
Was hat dich bewegt?Warst du zufrieden?
Kevin: Ich fand es gut, dass zum dritten Mal über 200
Leute zur Demo zusammengekommen sind. Das zeigt,
dass es eine Gemeinschaft gibt, die an dem Thema
dran ist und die fest hinter der Demo steht. Toll waren
auch die verschiedenen Aktionen am Knast: die Paro-
len, die Redebeiträge, das Schreiben von Postkarten,
die Tanz-Choreographie einiger Demonstrant*innen
für die Gefangenen. Es wurden auch ein paar Raketen
gefeuert. Ansonsten war ich erstmal ziemlich erleich-
tert. Immer wenn es Demos gibt, wo ich Verantwor-
tung übernehme, bin ich dauerhaft ziemlich ange-
spannt und hibbelig.

MA: Schon zum dritten Mal in Folge fand die
Demo gegen die JVA in Chemnitz statt. Hat sich
die Teilnehmer*innenzahl gehalten oder verän-
dert? Welche Unterschiede gab es zu den
vorherigen Jahren?

Kevin: Wie schon gesagt, es waren wie schon die letz-
ten beiden Jahre stabil um die 250 Leute und auch aus
den selben politischen Strömungen: die Soligruppen
der GG/BO, die FAU, feministische Gruppen und
Anarchist*innen. Und natürlich die Antifa[lacht]. Das
ist erstmal eine gute Sache, vor allem wenn man be-
denkt, dass das Thema Knast bei uns in der Region,
also in Ostdeutschland, bis vor wenigen Jahren nicht
so präsent war in der Bewegung. Ich denke, wir haben
das Thema gut gesetzt und etabliert. Ich habe mich
trotzdem danach gefragt, was man anders machen
kann und wen man noch dazu holen kann. Am Tag
davor gab zum Beispiel in Leipzig und Jena ziemlich
große Frauenkampftagsdemos. Darüber hinaus aber
auch in etlichen kleineren Städten. Es ist deutlich, dass
sich mehr Menschen bewegen, als noch vor einigen
Jahren. Und es waren ziemlich verschiedene Leute,
nicht nur die üblichen Kreise und das liegt daran, dass
der Koordinierungskreis aus Jena Monate im Voraus
zu zig Initiativen hingerannt ist und die ins Boot
geholt hat. Die haben eine breite Gemeinschaft
geschaffen, die dann auf der Demo sichtbar geworden
ist. Also frag ich mich, wen können wir noch ins Boot
holen, welche Initiativen, an die man in "der Linken"
zuerst vielleicht gar nicht denkt.

MA: Wie gelingt deiner Ansicht nach die
inhaltliche Verknüpfung von Feminismus, Knast-
kritik und Antikapitalismus?

Kevin: Ich denke sie ist total offensichtlich. Es geht
um inhaftierte Arbeiterinnen, das wird ja auch immer
wiederholt: im Aufruf, in den Redebeiträgen usw.
Ansonsten hab ich gar nicht den Anspruch, bei einer
Demo die ganze Welt zu erklären. Ich denke, die
wichtige inhaltliche Arbeit, die Diskussion findet im
Alltag statt. Also wenn wir mit den Gefangenen
schreiben, telefonieren, sie besuchen und diskutieren,
dann müssen diese Themen auf den Tisch. Die Demo
ist für mich ein besonderer Moment, ein Zeichen, das
diesen Prozess unterstützt. Also muss sie für mich
nicht alles leisten, also z.B. nicht die ganze Welt erklä-
ren.

MA: Im Vorfeld befürchteten die Teilnehmenden
massive Repressionen und Provokationen durch
die Polizei. In einem Zeitungsartikel stand zu
lesen, der Demo wäre untersagt worden, vor den
Knast zu ziehen, weil es im vergangenen Jahr zu
"Ausschreitungen" gekommen wäre. Kannst du
davon was erzählen? Was hatte sich da abge-
spielt?

Kevin: 2017 und 2018, also bei den ersten beiden
Demo, hat die Polizei Leute von der Demo nach Auf-
lösung der Demo angegriffen. Das erste Mal waren
wir ihnen nicht schnell genug bei der Auflösung, also
haben sie uns ein paar Meter über die Straße ge-
schubst und getreten und einige waren schon ganz
schön verstört von der Gewalt. Und letztes Jahr woll-
ten die Bullen einige Leute filzen, andere sind dabei
geblieben, da gab es schon schlechte Stimmung. Dann
haben die Bullen einen Typen, einen blinden Punker,
umgeworfen und sich auf den gestürzt und da sind die
anderen wohl eingeschritten und das war für die
Bullen perfekt. Sie haben dann die ca. 40 Leute
gekesselt, über zwei Stunden festgehalten, schikaniert
und kontrolliert und angeblich eine ganze Menge An-
zeigen wegen Landfriedensbruch und anderen Sachen
gestellt. Davon laufen auch ein paar und wir sind da
dran, haben also Spenden gesammelt und so. Über-
haupt haben die Bullen die letzten zwei Jahre schon
während der Demo dumm gefeixt und Kommentare
gemacht und uns einfach die ganze Zeit provoziert.
Vor dem Hintergrund dachten wir, das wir uns auch
dieses Jahr auf so was wieder gefasst machen müssen,
aber erstaunlicherweise hat der Polizeichef dieses Mal
wohl auf Deeskalation gesetzt.

MA: Eine Eins-zu-Eins-Betreuung durch die
Polizei war ja auch in diesem Jahr gewährleistet:
Für circa 200 Demonstrierende wurden laut Zei-
tungsangaben 200 Bullen aufgefahren. Und das,
obwohl auch in den Jahren zuvor keinerlei Be-
drohung von der Demo ausging. Wie kannst du
dir das erklären? Hat die sächsische Polizei ein-
fach nichts zu tun oder müssen da noch irgend-
welche Steuergelder ausgegeben werden? Oder
glauben sie ernsthaft, dort könnte eine Gefang-
enenbefreiung durchgeführt werden?

Kevin: Ich denke, es sind zwei Faktoren. Zum einen ist
es offensichtlich, dass wir alle "Linke" sind und das ein
großer Teil von uns auch Anarchist*innen sind und die
Polizei und der Staat, vielleicht in Sachsen noch mal
verschärft, haben darauf eigentlich keine Lust. Sie
identifizieren uns schon ziemlich klar als politischen
Feind. Der zweite Faktor ist, dass wir ja einfach zum
Knast demonstrieren und der Knast und überhaupt der
ganze Sicherheitsapparat sind für den Staat ein sehr
sensibles Thema. Das lässt der sich nicht so einfach
bieten. Aber klar, es ist allen klar, dass da nichts
Schlimmes passiert. Ich meine, guck dir mal den Knast
an. Es ist heutzutage ja fast vollkommen unmöglich,
dass irgendjemand ohne Erlaubnis in den Knast rein-
oder rauskommt. Die ganze Bullenpräsenz ist in mei-
nen Augen nur dazu da, um uns einzuschüchtern und
damit Leute von der Demo abzuhalten und es gibt sol-
che Leute, denen das zu stressig ist, und um uns in der
Öffentlichkeit zu stigmatisieren und damit zu isolie-
ren. Was sollen sich auch normale Leute denken, wenn
sie einen Demonstrationszug sehen, der von übelst
vielen Bullen, am besten noch mit Blaulicht begleitet
wird?

MA: Womöglich war das massive Polizeiaufgebot
ja auch strategisch so platziert. Bot die Anti-
Knast-Demo vielleicht einen willkommenen An-
lass, um das zeitgleich stattfindende Nazi-Ge-
denken im Stadion unbe-aufsichtigt zu lassen?
Nach Zeitungsberichten erhoben sich beim Spiel
des CfC Chemnitz 4000 Menschen, die Ultras
brannten Pyrotechnik in den Farben schwarz-
weiß-rot ab, lauschten einer Gedenkrede des
Stadionsprechers und sahen im Bildschirm das
Bild ihres verstorbenen Anführers, des Nazis
Thomas Haller ein-geblendet. Haller war Chef
einer faschistischen Security-Firma, die beim CfC
für "Ordnung" sorgte. Daneben war er Mitbe-
gründer der einflussreichen Gruppe "Hooligans
Nazis Rassisten" (HoNaRa), ging also jahrelang
völlig offen mit seiner faschistischen Ideologie
um. Einzig Hitler-Grüße und Hakenkreuze fehl-
ten beim Gedenken in der Stadt, deren Politiker-
*innen auf lächerliche Weise bemüht sind,
Rechtsextremismus - und auch die Ausschrei-
tungen und Menschenjagden im August 2018
gefolgt von einem "breiten" Demo-Bündnis aller
Faschist*innen von Hooligans, Pro Chemnitz,
Pegida-Anhänger*innen, NPD, Dritter Weg und
AfD - als ein auswärtiges Problem darzustellen.
Die Faschos werden sich jedenfalls über jeden
Bericht zum Gedenken an ihr verstorbenes Arsch-
loch freuen... (Zehn Tage später, am 18.03., kamen
dann 1000 Faschos zu Hallers Beerdigung). Wie
steht dieses zeitgleiche (der Polizei bekannte)
Nazi-Gedenken im Stadion deiner Ansicht nach
im Verhältnis zur Demo ge-gen den Frauenknast?
Kevin: Puh, dazu kann ich nicht soviel sagen, weil ich
nicht aus Chemnitz bin und mich mit der dortigen
Fascho- und Hoolszene nicht so auskenne. Allgemein
denke ich, dass die Polizei natürlich strategische Ent-
scheidungen trifft. So ein ähnlicher Skandal war ja,
dass die Polizei den Anis Amri, also den Attentäter
vom Breitscheidplatz, nicht weiter observiert hat, weil
es ihr wichtiger war, die Rigaer Straße zu räumen und
da haben die ihre Kräfte drauf konzentriert. Ob solche
Entscheidungen nun daran liegen, weil sie die Rechten
oder Islamist*innen fördern wollen oder weil wir
ihnen einfach ein lieberes Ziel sind, dazu müsste man
wohl in die Köpfe der Polizei reinschauen und das
können wir leider nicht. Oder zum Glück[lacht].

MA: In diesem Zusammenhang muss ich selbst-
verständlich noch eine unangenehme Frage stel-
len: Bekanntermaßen ist Beate Zschäpe in der
JVA Chemnitz eingesperrt. Aufihren Wunsch hin
konnte sie in den Knast ihrer zweiten Heimat
verlegt werden, wo der NSU in den 2000ern auch
Banküberfälle und - dann von Zwickau aus -
seine bundesweiten Morde durchführte. Nun kri-
tisieren einige Einzelpersonen, dass man keine
Demo zum Knast machen könne, wo Zschäpe ihre
Haftstrafe verbüßt. Was denkst du dazu?

Kevin: Das haben wir ja auch im Aufruf thematisiert
und ich hab's auch ganz am Anfang der Demo noch-
mal erklärt. Ich glaube, wenn irgendwo Faschist*innen
auftauchen, dann ist die richtige Herangehensweise
nicht, ihnen das Feld zu überlassen, sondern ihre Ge-
gner*innen zu sammeln und eine Gegenströmung
aufzubauen und zwar eine Strömung, die nicht nur
gegen Nazis ist, sondern auch eigene Ziele und

Forderungen hat. Und genau das ist ja auch im Knast
der Fall. Das ist ja kein schwarzes Loch, sondern es ist
eine kleine Teilgesellschaft mit den verschiedensten
Leuten, mit den verschiedensten Hintergründen und
mit der GG/BO gibt es dort halt auch eine Gegen-
strömung und die müssen wir stärken. Überhaupt
finde ich diesen Antifa-Reflex von wegen "da ist die
Zschäpe, also Finger weg davon" total dumm. Wir
würden ja auch keine*n Mieter*in oder Gewerk-
schafter*in fortschicken, weil es in der Platte oder in
dem Unternehmen auch Nazis gibt. Das führt ja genau
zum Gegenteil, nämlich dass die Faschos noch stärker
werden. Das alles heißt aber natürlich nicht, dass wir
die Zschäpe-Sache einfach ignorieren. Natürlich bezie-
hen wir da eine klare Position, auch in den Gesprä-
chen mit den Gefangenen und auch gegenüber der
Öffentlichkeit. Ich komme beispielsweise aus Jena.
Dort gibt es logischerweise immer noch Leute, die in
den 90ern mit dem Umfeld des sogenannten NSU -
also UweBeateUwe - André Kapke oder Ralf
Wohlleben selbst zu tun hatten. Da gab es auch ver-
schiedene gewaltsame Konfrontationen. Die Fronten
sind hier meiner Ansicht nach schon klar.

MA: Nun noch mal zurück zu den Personen, mit
denen sich die Demo-Teilnehmer*innen solidari-
siert haben: Wie haben die gefangenen Frauen
auf die Demo reagiert? Was kannst du davon aus
den letzten Jahren berichten und hast du schon
Rückmeldungen von diesem Jahr?

Kevin: Von den Gefangenen haben wir im Anschluss
erfahren, dass die Demo gut ankam, dass die Rede-
beiträge zu verstehen waren und dass sie die
Grußworte ihrer Mitgefangenen richtig toll fanden.
Einige fragen sich halt, was das bringen soll. Es ist ja
im Knast weit verbreitet, dass man sich lieber zurück-
hält und bei so offenen Sachen skeptisch ist, weil die
halt Angst haben, dafür Repression abzukriegen. Aber
viele verstehen wohl, was unsere Grundaussage ist: Ihr
seid da drin, wir haben euch nicht vergessen und wir
sind an eurer Seite. Überhaupt ist die Demo natür-lich
im ganzen Knast irgendwie Gespräch. Das ist gut. Weil
so erfahren die von der GG/BO und wissen auch, wer
an ihrer Seite steht: wir "Linken" halt.

MA: Du machst ja als Unterstützer der GG/BO
von außen selbst öfters Knastbesuche. Möchtest
du dazu noch kurz deine Eindrücke schildern?
Was bewegt speziell die gefangenen Frauen?

Kevin: Themen, die aufkommen, wenn ich Gefangene
in Chemnitz besuche, sind: die sozialen Probleme wie
Armut, Drogenabhängigkeit, Perspektivlosigkeit. Die
Probleme im Vollzug wie Schikanen von der Anstalt,
keine medizinische Versorgung, sinnlose Streits und
Konflikte unter den Gefangenen selbst. Es geht auch
darum, wie schwierig es ist, Mitgefangene zu über-
zeugen mitzumachen oder überhaupt gut zu finden,
was man macht. Es geht auch viel um Frauenthemen:
Vergewaltigung, Missbrauch, Gewalt durch Männer,
Kinder, die draußen sind, um die man sich nicht wirk-
lich kümmern kann. Es gibt immer wieder Leute, die
wollen was zum Thema "Trans im Knast" machen. Das
ist ein Thema, das irgendwie attraktiv ist in der Szene,
von Seite der Gefangenen aber bisher kaum ange-
sprochen wurde. Einmal hat eine Gefangene geschrie-
ben, die meinte, "sie leide unter Transsexualismus", da
wollte ich mit ihr gerne mehr darüber schreiben, aber
dann hat sie sich nicht mehr gemeldet. Irgendwie sind
es insgesamt einfach die Probleme der Unterschicht
und der Arbeiterklasse[damit ist nicht die Transsexu-
alität gemeint, sondern die Selbstwahrnehmung
davon].

MA: Möchtest du sonst noch etwas bei dieser
Gelegenheit zum Abschluss sagen? Und wird es
auch nächstes Jahr wieder eine Demo zum Frau-
enknast in Chemnitz geben?

Kevin: Ich find's total toll, wie die Demo lief und dass
es auch dieses Jahr so viel Unterstützung gab. Ich
denke schon, dass wir das im nächsten Jahr wieder-
holen werden und ich würde mir auch gerne Gedan-
ken darüber machen, wie wir das Format weiter-
entwickeln können. Z.B. dass wir länger an der JVA
bleiben und Musik spielen, dass es weniger Fahnen-
marsch ist, sondern halt mehr gemeinsames Erlebnis.
Dass wir mehr Menschen, z.B. mit Kindern, oder
irgendwelche Leute, die beruflich mit Gefangenen zu
tun haben, wie Sozialarbeiter*innen oder Angehörige
überzeugen, mitzudemonstrieren. Also dass wir es ir-
gendwie schaffen, dass es, salopp gesagt, nicht ein
Schaulaufen der linken Szene bleibt, sondern dass eine
breitere soziale Bewegung auf die Straße geht und ihre
Bedürfnisse zum Ausdruck bringt. Ansonsten ist es
mir wichtig zu betonen, dass Demos schön und gut
sind, aber der soziale Kampf findet im Alltag statt und
es braucht einfach verlässliche Genoss*innen, die sich
alltäglich und verbindlich in die Solidaritätsarbeit ein-
bringen. Meldet euch also gerne bei den Soligruppen
der GG/BO, wenn ihr Lust habt, uns zu unterstützen.
MA: Vielen Dank für das Gespräch. Und weiterhin
viel Erfolg mit der Soli-Arbeit für die GG/BO!
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