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(de) law.arachnia.ch: Anarchistisches Sommercamp vom 1. bis 8. August 2018

Date Wed, 25 Jul 2018 10:42:01 +0300


Vom 1.-8. August findet im Norden Österreichs ein anarchistisches Sommercamp statt. ---- Start ---- Aufbautage 30.7. ab 12:00h ---- Komm vorbei! ---- Das anarchistische Sommercamp ist ein gemeinschaftlich gestaltetes Camp, das es ermöglichen soll, Menschen die gelebten Anarchismus verfolgen, zusammen zu bringen, sich auszutauschen und über Entwicklungen in der Bewegung zu reflektieren. ---- Es ist ein Experimentierfeld, das selbstbestimmte, antiautoritäre Theorie und Praxis zusammenführt und die Möglichkeit schafft, Netzwerke aus Solidarität und gegenseitiger Hilfe aufzubauen, sowie Diskriminierungsformen bewusst anzusprechen und abzubauen. ---- Da es solche Momente/Gelegenheiten noch viel zu selten gibt wollen wir, dass das kommende A-Camp noch vielfältiger, intensiver und kreativer wird. ---- Aufruf: ---- Ein Experiment gelebter Anarchie,

Das A-Camp 2018 richtet sich an alle, die sich in anarchistischen Ideen wiedererkennen oder sich für solche interessieren. Auf der Grundlage von Solidarität, gegenseitiger Hilfe, freier Assoziation und Selbstorganisation soll über eine Woche mit Anarchie(n) experimentiert werden. Gerade in einem sich verschärfenden autoritären Gesellschaftsklima braucht es Versuche in gelebter Praxis Freiheit, Herrschaftslosigkeit und individuelle Autonomie mit Inhalten zu füllen. Genauso werden die eigenen Ideen auf die Probe gestellt, um an diesen Erfahrungen zu wachsen.

um den Kampf für die Freiheit zu stärken.

Das A-Camp werden Tage gefüllt mit Auseinandersetzung, Diskussionen, praktischen Workshops, Sport, Kreatives und allem, was Leute initiativ einbringen und daraus machen. Dabei steht der Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und das Vertiefen von bereits geknüpften Beziehungen im Vordergrund, um Perspektiven und Wege zu finden die Überwindung der bestehenden Ordnung voranzutreiben.

Die Schaffung einer individuellen und assoziativen Freiheit, die nicht durch Sicherheit definiert wird.

In Zeiten zu leben, in denen Sicherheit von den Herrschenden zum höchsten aller Gefühle und zur Bedingung eines guten Lebens erklärt wird, heißt für uns Sicherheit kritisch zu hinterfragen. Ohne ordnende Gewalt - ohne Staat - kann Freiheit nicht durch Sicherheit definiert werden, weil es keine Autorität mehr gibt, die sie garantieren kann. Die vom Staat zugestandenen Freiheiten sind Freiheiten auf Bewährung, die nur solange gewährleistet werden, wie wir uns konform verhalten und die uns demnach jederzeit wieder von den Herrschenden genommen werden können.

Wenn wir das A-Camp als ein Experiment verstehen, als einen Zeitraum, in dem es keine ordnende Gewalt gibt, in dem Individuen aufeinander treffen und mit anderen Formen des Zusammenlebens experimentieren, ist klar, dass es nur Gehversuche sein können. Wir alle sind geprägt von der Welt in der wir leben und Probleme, Fehler und Konflikte werden zum Camp dazugehören. Wir können keine Garantie aussprechen, keine Sicherheit gewähren, dass das A-Camp für alle so bereichernd wird, wie es potentiell sein kann. Grundlage für ein bereicherndes Camp ist, dass sich alle, die das Camp besuchen, versuchen es sich ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechend anzueignen, ohne Machtansprüche zu stellen - dann wird es ein Abenteuer für uns alle.

Das A-Camp wird das, was jede* Einzelne* daraus macht.
Für die Anarchie!

Wenn du teilnehmen, einen Workshop abhalten oder mithelfen möchtest, dann lass es uns wissen.

Programm

Workshop Rahmen
Tag 1.8. Mi 2.8. Do 3.8. Fr 4.8. Sa 5.8. So 6.8. Mo 7.8. Di 8.8. Mi
Frühstück
Workshopslot 1
Mittagessen
Workshopslot 2
Abendessen
Abendprogramm
Workshop Ankündigungen
Zu den Workshops gibt es vorweg eines zu sagen: Es werden die Fetzen fliegen. Aber wenn, dann fetzen wir uns solidarisch! Abwertende, generalisierende Hintergedanken oder Aussagen schaden allen, denn sie stecken Individuen, egal welcher Meinung, in Klischees. Kämpfe und Praktiken können sich nur weiterentwickeln, wenn Kritik unter der Prämisse eines gemeinsamen Kampfes für Freiheit geäußert wird und sich auf konkrete Inhalte bezieht.

Wenn du einen Programmpunkt anmelden möchtest, lass es uns wissen!

Antifaschismus
Diskussion
"Now" by The Invisible Committee
DIY
Botanik und Wildkräuter
autonomous health-medicinal herb walk
Leben im (Bau)Wagen
DIY multicolor solidpainter
Feminismus
Selbstbestimmte Familienplanung
My Body, My Choice - auch wenn ich trans bin
respekt für alle jungs*, die unsere kämpfe supporten - workshop zu kritischen männlich*keiten
flirten wir eigentlich gerade miteinander? - workshop zum austausch über angenehmes flirten
Gemeinschaft
umgang mit konflikt und gewalt - kritik geben_annehmen und zustimmungsprinzip, als vorschläge für eine emanzipatorische praxis gegen machtverhältnissen
umgang mit konflikt und gewalt - positionierungen und ihre auswirkungen, solidarisch streiten, inhaltlich_ideologische zugänge
How-To A-Camp
Reproduktionsarbeit: Kochen, Putzen und emotionale Arbeit als anarchistische Praxis
Autorität erkennen und begegnen
Musik no Ego
Anarchistisch korrekter Humor
Kennenlern- und Wahrnehmungsspiele / Meeting and perception games
Kraft finden in der falschen Welt / Motivation sources in the wrong world
Alternativen zur Monogamie
Awareness-Basics
Geschichte
1968+50: Update Anarchism - Part 1
1968+50: Update Anarchism - Part 2
1968+50: Update Anarchism - Part 3
Schwarzer Faden - Überblick und Bezugspunkt für Weiterentwicklung
Kämpfe
Erzählungen aus dem Hambacher Forst
Geschichte des Anarchist Black Cross und Aktivitäten des ABC (Wien)
Vorstellung des Anarchist Defense Fund
Sport und Gesundheit
Let's talk about sex II: "Have you been tested?" Let's talk about safer sex
Let's talk about sex I: Anarchist sexual communications
Kampfsporttraining
BIRTH-power, politics and sexuality
Tech
Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft (Teil 1)
Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft (Teil 2)
Computer verschlüsseln und sichere Kommunikation

Wenn du einen Programmpunkt anmelden möchtest, lass es uns wissen!

Mitmachen und Teilnehmen
Du kannst auf viele Arten am anarchistischen Sommercamp teilnehmen. Du kannst einfach nur kommen und uns durch deine Anwesenheit bereichern. Wenn du Lust hast, kannst du aber auch mitorganisieren, Ressourcen beitragen oder Workshops abhalten.

Teilnahme anmelden

Workshop anmelden

Mithelfen

Downloads https://www.a-camp.net/downloads-2/

Infrastruktur https://www.a-camp.net/infrastruktur/

Es wird von Duschräumen, einem Kinderbereich, veganem Essen, Veranstaltungswänden (wo jede*r Veranstaltungen, Workshops, etc. ankündigen kann), Infotische (wo ihr euer mitgebrachtes Info-, Agitations- und Propagandamaterial zur Schau stellen könnt), Feuerstellen, ... etc. vieles geben.

Konflikte & Umgang miteinander
Wo viele verschiedene Menschen, mit verschiedenen Hintergründen, Interessen, Ansichten, etc., aufeinander treffen, kommt es zu Konflikten. Oft bergen Konflikte das Potential, Diskussionen und Selbstentwicklung zu provozieren, aber sie können auch eskalieren. Da es keine polizeiliche Struktur auf dem Camp geben wird, an die die Konflikte ausgelagert werden können, werden wir individuell und kollektiv Umgang damit finden müssen. Was auch heißt, dass wir alle Leute, die am Camp teilnehmen, dazu aufrufen, Verantwortung zu übernehmen und sich Konflikten zu stellen, bzw. andere gegebenenfalls dabei zu unterstützen. Deshalb wollen wir uns (pro)aktiv über Möglichkeiten, Wege und Methoden austauschen und uns mit verschiedenen Gewaltformen und dem Umgang damit bzw. miteinander auseinandersetzen. Dazu wird es am Camp Workshops und Diskussionen geben.

Ein paar grundlegende Infos um Diskriminierungen, Konflikte und Grenzüberschreitungen während des Camps zu verhindern:

Da wir * alle Teil der Gesellschaft sind, können wir nicht "außerhalb" sein. Wir konstruieren die Verhältnisse mit und reproduzieren ihre Mechanismen. Es gibt also keinen "sicheren" Raum, und noch weniger einen sicheren Raum für alle unterschiedlichen Positionen. Wir können temporär geschützte(re!) Räume für unterschiedliche Positionen schaffen. Gesellschaftliche Normen und Privilegien machen aber auch vor anarchistischen, aktivistischen und emanzipatorischen Zusammenhängen nicht halt.

Wir, also Menschen die sich im Vorfeld Gedanken zum Thema Gewalt und Konflikten auf dem A- Camp gemacht haben, wollen versuchen einen möglichst diskriminierungs-, hierarchie- und übergriffsfreien Raum zu schaffen. Um dem ein Stück näher zu kommen ist es wichtig, dass Menschen sich schon im Vorfeld und aktiv während dem Camp mit Problematiken im Zusammenhang mit Missachtung von körperlichen, psychischen und persönlichen Grenzen und Gewalt aktiv auseinandersetzen und sich bewusst sind über intersektionale Unterdrückungsmechanismen und Privilegien.

Gleichzeitig soll das Bilden und Reproduzieren repressiver, regelbewahrender Organe vermieden, und Freiräume für das Experimentieren mit kollektiver Verantwortungsübernahme möglich gemacht werden. Dazu soll es ein Base Camp geben, das aus wechselnden Personen aus unterschiedlichen Kontexten besteht.
Außerdem wird es diverse Workshops zum Thema Gewalt und Konflikten geben, unter anderem von zwei Kollektiven die sich schon seit über 10 Jahren mit der Thematik und dem Konzept "Awareness" auseinandersetzen.
Aber Freiräume bedeuten eben auch Verantwortung und Verpflichtungen zu übernehmen. Das Aufbrechen intersektionaler Unterdrückungsmechanismen fällt nicht einfach vom Himmel. Es bedingt das ständige Mitdenken, Reflektieren und Bewusstmachen derer. Da es auf dem Camp kein Orga- Team geben wird, sind wir * alle gemeinsam verantwortlich. Jede Person ist für sein */ihr * Handeln verantwortlich. Überlass es nicht "den anderen" aktiv zu werden!

Basecamp
Es wird auf dem Gelände ein Basecamp geben, wo ihr einerseits von Informationen über Verkehrsanbindungen bis zu wichtigen Gegenständen wie Erstehilfekoffern, Kondomen, Zeckenpinzetten, Hygieneartikel usw. alles finden werdet.
Dort wird es ebenso Raum geben, um Probleme und sensible Themen anzusprechen und Unterstützung zu bekommen. Dieser wird von verschiedenen Menschen freiwillig betreut, die bewusst da sind sowie nüchtern bleiben, wobei die Positionen immer rotieren sollen.

All-genders und FLITQ*-Chillout Area
Es wird Rückzugsräume in Form von Chillout-Areas geben. Sowohl eine, die für alle gender offen ist, wie auch eine, die Frauen*, Lesben*, Inter*, Trans* und Queer*personen vorbehalten bleibt (nicht für cis-Männer).

Rauschmittel
Was Rauschmittel anbelangt, setzten wir auf einen eigenverantwortlichen Umgang und Konsum. Wir wollen betonen, dass das Camp kein Festival oder große Party wird.

Hunde
Wir bitten eure Hunde eher zuhause zu lassen. Es gibt Menschen, die Angst vor Hunden haben. Außerdem haben vergangene Erfahrungen gezeigt, dass eine größere Anzahl an Hunden auf Camps unangenehm sein kann.

Smartphones und Fotografieren/Filmen
Wir bitten euch auch, dass ihr eure Smartphones und Handys zuhause lasst. Behaltet im Kopf, dass ihr mit Smartphones eine mobile Wanze mit euch herumtragt, die euch und andere gefährdet. Auch das Fotografieren oder Filmen auf dem Camp ist unerwünscht.

No Facebook, No Twitter
Was auf dem Camp passiert bleibt auf dem Camp.Wir bitten euch, das Camp währenddessen und danach nicht in den sozialen Medien zu kommentieren. Dies ist in der Vergangenheit schon vorgekommen und schafft nicht nur eine komische Dynamik auf dem Camp selbst, sondern ist auch ein gefundenes Fressen für repressive Kräfte und Faschos.

Ort und Anreise
Das anarchistische Sommercamp findet beim Böllerbauern am Salaberg 32, 3350 Haag, Österreich statt.

Anfahrt Auto https://www.a-camp.net/ort/

Von Wien
Du nimmst die A1 Westautobahn Richtung Linz und folgst ihr ca. 1,5 Stunden (rund 150km). Dabei auf die Ausfahrt 142 "Haag" achten (ca. 20km nach "Amstetten West). Von dort nimmst du die "Haager Straße" durch die Stadt Haag, fährst beim Kreisverkehr gerade weiter, wobei du immer dem Schild "Tierpark" folgst. Wenn du dann links auf die Straße "Salaberg" abbiegst, siehst du zur rechten Hand den Tierpark. Folge gegenüber von dessen Parkplatz, auf der linken Seite ca. 100m der "Steyrer Sraße" und biege dann sofort die erste Straße nach rechts ab. Wenn du dieser Straße folgst, siehst du auf der rechten Seite schon den Böllerbauer und die Parkplätze.
Solltet ihr euch trotzdem verfahren, fragt einfach Menschen auf der Straße bzw. im Ort, der Böllerbauer sollte vielen ein Begriff sein. Damit macht ihr auch gleich Werbung für das Camp

Von Linz
Hier kommst du ebenfalls auf der A1 Westautobahn, nur eben aus der anderen Richtung. Die Wegbeschreibung ist somit ab der Haager Straße.

Autostoppen
Falls du noch nicht so viel Erfahrung hast, gibt es viele nützliche Infos und die besten Locations zum wegtrampen von z.B. Wien oder Linz aus auf dem Hitchwiki.
Du solltest darauf achten, der fahrenden Person rechtzeitig zu kommunizieren, dass du bei der "Ausfahrt Haag" aussteigen möchtest.

Zur Orientierung:
Wenn du von Wien kommst, ist die Ausfahrt Haag ca. 20km nach "Amstetten West".
Wenn du von Linz kommst, ist die Ausfahrt ca. 10km nach "St. Valentin". Zusätzlich gibt es aus dieser Richtung die Raststation Haag einige Kilometer vor der Ausfahrt.
Du solltest versuchen, die fahrende Person mit all deinen Überredungskünsten zumindest dazu zu bringen, dich in die Stadt Haag zu fahren(von dort sind es nur 2km zum Camp).

Falls dies nicht klappt:
Direkt von der Ausfahrt Haag sind es ca. 1 Stunde Fußweg (5,5km) zum Camp. (Stadt Haag - Tierpark - Böllerbauer)

Wenn der Weg zu Fuß für dich problematisch ist, dann kannst du versuchen, uns am Camp-Handy zu erreichen. Wir werden dann versuchen, ein Shuttle zu organisieren.

Auch auf der Website vom Böllerbauer (Veranstaltungsort) findet ihr eine Wegbeschreibung

Anfahrt Bahn
Mit der Webseite der ÖBB kannst du deine Anreise per Bahn planen.

Als Zielbahnhof müsst ihr "Stadt Haag" eingeben, nicht nur "Haag".

Über uns

Wir sind eine sich wandelnde, bunt gemischte Gruppe von Menschen, die am Anarchismus interessiert sind und Lust haben gemeinsam dieses Projekt zu starten.
Wir sehen uns zurzeit nur als diejenigen, die die Initiative ergreifen und NICHT als "die" Orga-Gruppe (auch wenn wir definitiv Lust haben, uns nach unseren individuellen Ideen einzubringen).

Du willst mitmachen? Du hast Fragen? Schreib uns doch! Hier gibt's den Schlüssel.

a-camp@riseup.net

Mehr Infos: https://www.a-camp.net/
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