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(de) fau berlin - TVStud: FAU schließt sich Warnstreik an Bildung TV Stud

Date Thu, 18 Jan 2018 09:21:42 +0200


Die FAU Berlin ruft ihre Mitglieder, die als studentische Beschäftigte an den Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten, dazu auf, sich im Januar und Februar 2018 den TVStud-Streikmaßnahmen von verdi und GEW anzuschließen. Der erste Warnstreik-Tag findet am Dienstag, 16.1.2018, von Arbeitsbeginn bis Arbeitsende statt. Für 14 Uhr wird zu einer zentralen Kundgebung auf dem Bebelplatz (vor der Humboldt-Universität) mobilisiert. ---- FAU-Mitglieder erhalten im Falle von streikbedingten Lohnabzügen Streikgeldersatz in Höhe von 80 % des abgezogenen Netto-Lohns. Das gilt auch für erst im Rahmen des Streiks beigetretene Mitglieder. Aufgrund der Teilzeitbeschäftigung bei TVStud-Verträgen verzichtet die FAU darauf, ihre Mitglieder durch Streiklisten zur Kundgebungsteilnahme zu zwingen. Nichtsdestotrotz erwartet die FAU von ihren Mitgliedern eine aktive Beteiligung an den streikbegleitenden Aktionen.

Am Abend des Warnstreik-Tags lädt die TVStud-Arbeitsgruppe der FAU Berlin Mitglieder und FAU-Interessierte ein zu einem

Perspektiven-Treffen für kämpferische TVStud-Streiks
Dienstag, 16.1.2018, 19 Uhr
beim TU-Streik-Büro im AStA TU Berlin (TK-Gebäude).

Schon am Vortag werden Mitglieder der FAU-Bildungssektion auf Einladung der "huuls - Humboldt Universität Undogmatische Linke Studierende" ausgehend von der TV-Stud-Auseinandersetzung unsere basisdemokratische Gewerkschaftsarbeit vorstellen.

Etwas ganz Anderes? Alternativen im Arbeitskampf
Montag, 15.1.2018, 18 Uhr
in der Humboldt-Universität (Unter den Linden 6, Raum 2097)

Positionierung
Die FAU Berlin hat den Anspruch, sich mit einer basisgewerkschaftlichen Positionierung an der TVStud-Kampagne zu beteiligen. Diese Position wollen wir gemeinsam entwickeln. Damit ihr eine Idee habt, wohin die Diskussion beim Perspektiventreffen steuern könnte, stellen wir hier ein paar Baustellen vor, auf die wir bei unseren vorläufigen Diskussionen gestoßen sind:

Selbstbewusstsein und Forderungen
Wer arbeitet, muss vom Lohn das eigene Leben gestalten können. Das zu fordern, ist nicht frech. Vor dem Hintergrund von um 75 % erhöhten Mieten in Berlin seit der letzten TVStud-Aktualisierung wundert uns, dass verdi und GEW die Forderung nach 27,5 % Lohnanpassung (Inflationsausgleich seit 2001) offenbar so peinlich war, dass sie in den Verhandlungen kampflos zwei Drittel der finanziellen Forderungen aufgeben wollten.
Gemeinsame Kämpfe
Die Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten betreffen auch die anderen Angestellten der Hochschulen, die Outgesourcten und die Studierenden. Um zu verhindern, dass man gegeneinander ausgespielt wird, muss man zusammen kämpfen. Wir sehen die Gefahr, sich vom Dickicht an Status- und Beschäftigtengruppen, Drittmitteln, Befristungszirkus und 100-%-igen Töchtern, das sich die anderen ausgedacht haben, dumm machen zu lassen.
Basisdemokratie
Ein guter Arbeitskampf findet in enger Rückkopplung mit den Beschäftigten statt. Die Umfragen der TVStud-Kampagne weisen hier in eine super Richtung. Alleingänge der Gewerkschaftsführung in eine nicht so gute. Unsere Aktiven wünschen sich eine demokratische Kampagnenführung mit klaren Mandatierungen und fairen Prozessen der gemeinsamen Entscheidungsfindung.
Freie Bildung
Das Berliner Tutorienmodell war einmal ein progressiver Ansatz, um Studierende tiefer in die Gestaltung der Wissenschaft einzubeziehen. Heute ist es zu einem Sparmodell degeneriert, in dem Studierende vielerorts den dereinst von Assistent*innen getragenen Übungsbetrieb zum halben Preis wuppen. Die Bildungssektion der FAU kämpft für ein Bildungssystem, in dem die Grenzen zwischen Lehrenden und Lernenden, Forschenden und Verwaltenden selbstbestimmt überwunden werden können, das freie Menschen und nicht Ausbeutungsmaterial hervorbringt.
Wenn ihr diese Standpunkte mit uns weiterentwickeln möchtet, kommt zum Perspektiven-Treffen am 16.1.!

Unterstützt den Kampf der studentischen Kolleg*innen!

https://berlin.fau.org/news/tvstud-fau-schliesst-sich-warnstreik-an
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