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(de) fau berlin: [Kundgebung] Lohnarbeit verdient Respekt - Tarifvertrag jetzt!

Date Sat, 2 Dec 2017 09:59:59 +0200


Beschäftigte des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg wehren sich gegen Angriffe durch die Leitung +++ Geschäftsführer Jörg Steinert verbreitet zweifelhafte Gerüchte und stellt das Bürgerrecht auf Gewerkschaftsfreiheit in Frage +++ Solidarische Kundgebung bei Vorstandssitzung am Donnerstag um 18.30 Uhr ---- Seit einigen Monaten setzt sich die Mehrheit der Beschäftigten des Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg (BLSB) gemeinsam mit der Basisgewerkschaft FAU für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen ein. Als zentrale Forderungen werden Veränderungen in den betrieblichen Abläufen verlangt. Dadurch sollen die starken psychischen Belastungen für die Beschäftigten minimiert werden, deren Ursache vor allem eine zweifelhafte Unternehmenskultur ist.

Kundgebung vor dem LSVD
Do. 30.11. | 18.30 Uhr
Akazienstraße 3a
S Julius-Leber-Brücke
U Kleistpark

Die Geschäftsführung und der Vorstand des BLSB sprachen jedoch nach begonnenen Verhandlungen 16 Kündigungen, zudem mehrere Abmahnungen aus. Daraufhin sah sich die FAU-Tarifkommission am 15. November gezwungen die Tarifverhandlungen abzubrechen. Es kann keine Vertrauensbasis existieren, wenn die Arbeitgeberseite sich weigert, den Beschäftigten eine Perspektive über das Jahresende hinaus zu gewähren und gleichzeitig gegen aktive Gewerkschafter*innen vorgeht.

Nach dem Abbruch der Gespräche legte der Geschäftsführer Jörg Steinert nach: Ein Mitglied der Tarifkommission wurde freigestellt. In Einzelgesprächen versuchte er zusätzlich die Kolleg*innen unter Druck zu setzen. Dafür nutzte er insbesondere die falsche Behauptung, dass die FAU nicht berechtigt sei, Arbeitskampfmaßnahmen durchzuführen.

Die Gewerkschaftsfreiheit ist ein Grundrecht. Wenn der Geschäftsführer einer Bürgerrechtsorganisation dieses öffentlich in Frage stellt, belegt das eindrucksvoll, dass ihm nicht klar zu sein scheint, auf welch dünnes Eis er sich zunehmend begibt.

Die Beschäftigten des BLSB fordern für ihren eigenen Betrieb nichts weiter als das, wofür sie sich in ihrer alltäglichen Arbeit in anderen Bereichen der Gesellschaft einsetzen: einen respektvollen zwischenmenschlichen Umgang und die Anerkennung ihrer (Grund-)Rechte.

Wir meinen: Das kann wohl kaum zu viel verlangt sein.
Deshalb: Tarifvertrag jetzt!!!
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