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(de) FdA/IFA Gai-Dao #77 - Postkoloniale Anarchismen ­- Intersektionale Kämpfe gegen Herrschaft Von: Benjamin

Date Thu, 18 May 2017 08:36:45 +0300


In diesem Artikel soll es darum gehen kurz drei neuere Strömungen der anarchistischen Bewegung vorzustellen, die den Anarchismus mit der Postkolonialen Kritik verbinden: den "Anarchismus of Color", den "Postkolonialen Anarchismus" und den "Schwarzen Anarchismus". ---- Alle drei anarchistischen Bewegungen vertreten die solidarischkritische These, dass es dem historischen Anarchismus, trotz der theoretischen Radikalität seiner Forderungen bisher an einer Anerkennung für die, im Sinne der Intersektionalität stattfindenden politischen Kämpfe gegen Herrschafts-strukturen fehlte. Diese Kritik wurde so konkret erst in den letzten Jahrzehnten formuliert und beruft sich sowohl auf persönliche Erfahrungen innerhalb anarchistischer Gruppen als auch auf die einzufordernde Anerkennung der Existenz von nicht-Weißen Anarchist*innen innerhalb der anarchistischen
Geschichte. Die inhärente postkoloniale Kritik der drei Theorien soll
aufzeigen, wie eine entsprechende Anerkennung bzw. ein gemeinsamer
aber eben auch intersektionaler Kampf gegen jede Herrschaft realisiert
werden kann. Wie konnte es nur passieren, dass die radikalste,
humanistischste und freiheitlichste politische Bewegung überhaupt,
strukturell bzw. psychologisch betrachtet, leider ebenso Menschen
ausschließen konnte bzw. sich Menschen von ihr ausgeschlossen
fühlten?

Anarchismus of Color

"APOC ist unser Quilombo1. Unser Rückzugsort, unsere Festung, wo wir
Leute mit gleichen Erfahrungen treffen können[...]APOC ist mehr als
eine safe-zone für Leute, um sich wohl zu fühlen, in einem Raum ohne
Weiße Leute, es ist ein bewusstes Projekt von Selbstbestimmung von und
für People ofColor" 2 --- (Pedro Ribeiro)

Der Anarchismus of Color ist unter diesem Begriff erst in den letzten
Jahrzehnten in den USA entstanden und bezieht sich vor allem auf die
Gruppe Anarchist People of Color, kurz APOC, welche aus mehreren
Lokalgruppen in verschiedenen US-amerikanischen Großstädten besteht
bzw. bestand. Unter anderem ist auch der Blog "People of Color
Organize!" als Medium der Gruppe entstanden, leider wird dieser zur
Zeit aber nicht mehr aktualisiert. Es heißt die Gruppe sei unter dem
Namen APOC durch eine Initiative des Anarchisten Ernesto Aguilar
entstanden, der deren Webseite und eine E-Mail-Liste betreute. Die
Mitglieder der Gruppe verstehen sich sowohl als Anarchist*innen als
auch als People of Color, was für sie konzeptuell bedeutet, dass sie
dadurch eine besondere Erfahrung und Perspektive teilen, aus der
heraus sie Machtstrukturen sowohl innerhalb der anarchistischen
Bewegung als auch in der People of Color-Community kritisieren
können. Darüber hinaus geht es ihnen um die Schaffung eines
gemeinsamen safe-space, aus dem sie selbstbestimmt ihre politischen
Aktionen organisieren können. Außerdem beziehen sich die APOC-
Gruppen auf die vielen historischen Anarchist*innen, welche sie
heutzutage als People of Color definieren würden, wie zum Beispiel die
mexikanischen Anarchist*innen um die Brüder Flores Magón und
Práxedis Guerrero, die puerto-ricanische Anarchistin Luise Capetillo
Perón oder die Schwarze Anarchistin Lucy Parsons. Außerdem
beziehen sie sich oft auf die zeitgenössischen Black - bzw. Panther
Anarchists Ashanti Alston, Lorenzo Kom'boa Ervin oder Martin Sostre.
Die zwei wichtigsten Texte der Bewegung sind wahrscheinlich der Text
"Anarchy in the town" der APOC-Gruppe Oakland, der 2015 in ihrem
paper zine erschienen ist und der auf den brasilianischen Kontext
anspielende Text "Senzala or Quilombo" von Pedro Ribeiro, welcher
bereits 2005 erschienen ist. In "Anarchy in the Town" begründet die
Gruppe aus Oakland in einem kämpferischen Ton die Notwendigkeit
der besonderen Rolle von People of Color in der anarchistischen
Bewegung. Der Bezug auf die Intersektionalitätstheorie, nach der
Diskriminierungs- bzw. Unterdrückungsformen immer auch strukturell
und mehrdimensional auftreten können, wird an dieser Stelle sehr
deutlich. Neben den im Anarchismus üblichen Kritikpunkten gegenüber
staatlichen Institutionen wie der Regierung, der Polizei, der
Gefängnisse oder einer elitären Oberschicht behandelt der Text
außerdem die Unterdrückungsformen der (Neo-)Kolonisation, des
Rassismus und des Sexismus. An Frantz Fanons Konzept der
Dekolonisierung anknüpfend heißt es entsprechend: "Deshalb muss
auch der Kampf für Dekolonisierung und Würde heutzutage
weitergehen. Und dieser beginnt damit, unseren Verstand zu
dekolonisieren, indem wir uns auf die Seite unserer Vorfahren stellen
und der andauernden Unterdrückung unserer Leute widersetzen." 3 Und
im Sinne eines progressiven, intersektionalen Kampfes gegen Herrschaft
heißt es über den Kampf gegen das Patriarchat: "Als Anarchist People
of Color sollten wir genauestens reflektieren wie wir diese
vermeintlichen Werte bereits internalisiert haben, um daraufhin diese
Unterdrückungsmechanismen in uns selbst und in unseren
Communities zu dekonstruieren. Wenn wir es mit der Bekämpfung der
White supremacy also ernst meinen, muss auch das Patriarchat jeder
Zeit mit gleicher Stärke bekämpft werden!"4 Pedro Ribeiro beschreibt
außerdem in seinem Text warum die Gründung der APOC-Gruppen für
diese notwendig war: "Ein paar von Rassismus Betroffene in den USA
entschieden sich dazu dort ihren eigenen 'Quilombo' zu gründen und
nannten diesen APOC - Anarchist People of Color. Die Gründung der
APOC war ein notwendiger Schritt um die Selbstbestimmung der
People of Color innerhalb der Bewegung zu beginnen. Unsere
Selbstbestimmung, besteht darin, Probleme des Rassismus innerhalb
und außerhalb der Bewegung aus unserer Perspektive zu analysieren
und uns einen eigenen Begriff von Autorität und was es heißt
Anarchist*innen zu sein zu machen." 5

Postkolonialer Anarchismus

"Überall in den USA vernetzen sich Anarchist*innen of Color und
kämpfen miteinander. Das bezeugt vielleicht eine der wichtigsten
Entwicklungen in der US-amerikanischen Bewegung gegen soziale
Dominierung in den nächsten Jahren." 6 ---- (Roger White)

Der Begriff Postcolonial Anarchism wurde vor allem durch das
gleichnamige Buch von Roger White geprägt, welches eine Vielzahl
seiner Essays über anarchistische Themen und Perspektiven von People
of Color enthält. Postkolonialer Anarchismus, enthält wie der Name
bereits sagt, eine explizit Postkoloniale Kritik am Anarchismus bzw.
macht als eigener Anarchismus den Fokus auf die Dekolonisation von
Gesellschaften stark. Er teilt in diesem Sinne anarchistische Werte,
vertritt diese aber zusätzlich durch die Perspektive von People of Color.
Postkolonialer Anarchismus versteht sich als konsequent antirassistisch,
da Rassismen vor allem auf repressive und rassistische Konzepte wie
der White supremacy basieren, welche bekämpft werden müssen.
Hierzu ist es jedoch nötig auch eigene, zusätzliche Identitätsanteile von
Anarchist*innen zu berücksichtigen, sodass beispielsweise die Existenz
eines autonomen "Anarchism of Color", eines "Lateinamerikanischen",
"Asiatischem", "Afrikanischen Anarchismus" oder eines "Chicano
Anarchismus" anerkannt werden kann. Dies sollte jedoch keinesfalls
mit einem Nationalismus verwechselt werden, dem sich
Anarchist*innen schon immer entgegengestellt haben. Es geht vielmehr
um die Anerkennung einer multidimensionalen Identität einzelner
Personen, die in unterschiedlicher Weise Verant-
wortung tragen, keine Herrschaft über andere
Menschen auszuüben. An dieser Stelle wird die
Nähe zur Intersektionalität besonders deutlich, da
auch in dieser Analyse die mehrdimensionalen
Unterdrückungsformen erkannt werden und
bestenfalls bekämpft bzw. verhindert werden
sollen. Insbesondere scheint die von Marx und
den Kommunist*innen von einigen Anarch-
ist*innen übernommene materialistische Weltan-
schauung einen Konfliktpunkt zu markieren.
Gemeint ist die Annahme, dass erst mit der
"vollständigen Abschaffung der kapitalistischen
Produktionsweise" eine befreite Gesellschaft
möglich wäre. Dieses Diktum hat sich historisch
trotz seines radikalen Vorhabens jedoch eher als
kontraproduktiv erwiesen, da es unzählige Ereig-
nisse gab, in denen einzelnen autonomen
Kämpfen von Gruppen oder Einzelpersonen, die
unmittelbar von Herrschaft und Diskriminierung
betroffen waren, die Rechtfertigung aberkannt
wurde. So schreibt Roger White in seinem umgedeuteten "No war but
the class war"- Kapitel seine entsprechende Erfahrung mit marxistisch
orientierten Gruppen: "Gruppen wie die Spartacist League in den USA
haben Jahrzehnte damit verbracht, die Schwarze und die Feministische
Bewegung als "kleinbürgerlich" und "seperatistisch" zu verunglimpfen
und zu behaupten, dass ihre Klassenanalyse von Rassismus, Sexismus
und anderen hierarchischen Systemen (als Nebenfolgen oder "Teile und
Herrsche"-Taktiken des Kapitalismus") wichtiger sein würde für Frauen
und People of Color als deren eigene Studien darüber, wie White
supremacy und das Patriarchat Herrschaftsstrukturen etablierten." 7
Gerade der Kampf der Frauen und der LGBTQI*-Bewegung wurde und
wird immer wieder von einigen Vertreter*innen marxistisch geprägten
Gruppen heruntergespielt. Zumindest in der anarchistischen Bewegung
war der Feminismus jedoch als Anarchafeminismus bereits von Beginn
an essentieller Teil der Bewegung. Gerade Anarchistinnen waren sich
ihrer intersektionalen Perspektive von Anfang an bewusst und mussten
die anarchistischen Prinzipien immer auch gegen Sexismus, Patriarchat
und Machismus einfordern. Ähnlich des Postkolonialen Anarchismus
verstanden sowohl die Vertreter*innen des Anarchafeminismus als auch
des Queer Anarchismus ihre autonomen intersektionalen Kämpfe als
einzelne, sich aber überschneidende und unterstützende Kämpfe für die
befreite Gesellschaft. Der in antirassistischen und queer Communities
schon lange verwendete Begriff der allies, für nicht-Betroffene jedoch
solidarische Aktivist*innen, trägt diesbezüglich eine ganz entscheidende
Bedeutung.

Schwarzer Anarchismus

"Ich glaube an Schwarze Befreiung, also bin ich Schwarzer Revolutionär.
Ich glaube, dass Schwarze Leute sowohl als Arbeiter*innen als auch als
eigene Gruppe unterdrückt werden und nur durch eine Schwarze
Revolution befreit werden können, welche jedoch intrinsischer Teil der
Sozialen Revolution bleibt. Ich glaube, dass Schwarze und andere
unterdrückte Gruppen, aufgrund ihrer bestimmten Erfahrungen ihre
eigene Agenda und ihre eigenen Organisationsformen des Kampfes
haben sollten." 8 ---- (Lorenzo Kom'boa Ervin)

Der Black Anarchism oder auch Panther Anarchism ist zuerst von
(ehemaligen) Mitgliedern der US-amerikanischen Black Panther
Bewegung formuliert worden. Über ihre interne Kritik an
Herrschaftsstrukturen und Hierarchiebildung innerhalb der
Schwarzenbewegung haben sich die bekanntesten Vertreter*innen des
Black Anarchism wie bspw. Ashanti Alston oder Lorenzo Kom'boa
Ervin dem Anarchismus zugewandt und einen eigenen intersektionalen
Anarchismus begründet, der sowohl konsequent Herrschaftskritik
innerhalb des Black Liberation Movements üben kann als auch die
anarchistische Bewegung auf ihren internen Eurozentrismus und ihre
bewusste oder unbewusste White supremacy radikal kritisiert. Neben
den schon erwähnten Alston und Kom'boa Ervin bekennen sich u.a.
Kuwasi Balagoon, Kai Lumumba Barrow, Greg Jackson und Martin
Sostre zum Black Anarchism. Da dieser Begriff aus dem US-
amerikanischen Kontext heraus entstanden ist, werden erst seit kurzem
andere unabhängig von dieser Definition gegründete Schwarze
Anarchist*innen-Gruppen wie bspw. die "Zabalaza Anarchist
Communist Front" (Südafrika), die "Awareness League" (Nigeria) oder
das "Libertarian Socialist Movement" (Ägypten) hinzugezählt.
Insbesondere die über die Amerikas hinweg agierende, in den USA
gegründete "Black Rose / Rosa Negra Anarchist Federation" engagiert
sich seit einigen Jahren stark für die Anerkennung des Begriffs
beispielsweise durch die von ihr herausgegebene Textsammlung "Black
Anarchism Reader" in welcher unter anderem Texte von Lucy Parsons,
Sam Mbah und Lorenzo Kom'boa Ervin veröffentlicht worden sind. Da
die "Black Rose / Rosa Negra Anarchist Federation" vor allem von
Anarchist People of Color getragen wird und zudem auch
spanischsprachigen Menschen der Amerikas zugänglich ist, leistet diese
in vielerlei Hinsicht eine wirklich erstaunliche und progressive Arbeit
auf den angesprochen Baustellen der anarchistischen Bewegung.

Intersektionale Kämpfe gegen Herrschaft

"Anarchist*innen wollen die Regierung und jede Form sozialer
Dominierung aka. Hierarchie abschaffen. Hierarchien wie Rassismus,
das Patriarchat und Heterosexismus existieren zwischen Individuen und
müssen dort auch dekonstruiert werden." 9 ---- (APOC Oakland)

Ich habe versucht in diesem Artikel zu zeigen wie wichtig die
Verbindung des Anarchismus mit der progressiven Postkolonialen
Kritik ist und an mehreren Stellen auf das Konzept der
Intersektionalität hingewiesen, das ich als sehr hilfreich und
emanzipatorisch betrachte. Am Beispiel neuester Bekenntnisse und
einem erweitertem politischem Bewusstsein der anarchistischen
Bewegungen aus den Amerikas, ist mir die Bedeutung der einzelnen,
aber stets alliierten Kämpfe unterschiedlichster Individuen klarer
geworden. Ich halte deshalb sowohl ein aufrichtiges Interesse an der
Situation von Diskriminierung betroffener Personen als auch das
anarchistische Prinzip der Herrschaftslosigkeit für jeweils unabdingbar
um letztendlich alle emanzipatorischen Bewegungen und persönlichen
Bestrebungen für eine bessere, befreitere Welt zu unterstützen. In
diesem Sinne möchte ich mich solidarisch den Menschen anschließen,
die für eine solche befreite Gesellschaft tagtäglich, in allen Sphären der10
Intersektionalität kämpfen und diese kurze Einführung mit einem Wort
von Pedro Ribeiro beenden: "Lasst uns weiter nach dieser befreiten
Gesellschaft streben, denn es gibt noch viel, sehr viel zu tun!" 10

Fußnoten

1 Quilombos waren und sind autonome Gemeinden in Brasilien, die zur
Zeit der Versklavung von sich selbst befreiten Menschen gegründet
worden sind um ein Leben in Würde und Freiheit unmittelbar zu
verwirklichen und so dem verbrecherischen System des Kolonialismus
und der Versklavung eine konkrete, notwendige politische Alternative
entgegenzusetzen.
2 Ribeiro, Pedro: "Senzala or Quilombo", S.3, Z.31-35
3 "Anarchy in the Town", S.2, Z.39-41
4 Ders., , S. 3., Z.11-14
5 Ribeiro, Pedro: "Senzala or Quilombo", S.2., Z.42-46
6 White, Roger: "Postcolonial Anarchism", S.6, Z.10-13
7 White, Roger: "Postcolonial Anarchism", S.17, Z.25 - S.18, Z.4
8 Kom'boa Ervin, Lorenzo: "Anarchism and the Black Revolution",
Absatz. "What I believe", Z.3-5
9 "Anarchy in the Town", Absatz "Conclusion", erste drei Zeilen
10 Ribeiro, Pedro: "Senzala or Quilombo", S.4, Z.20

White, Roger: "Postcolonial Anarchism"Jailbreak Press,

https://web.archive.org/web/20060103114336/http://colours.mahost
.org/articles/Post-Colonial%20Anarchism.pdf
Ribeiro, Pedro: "Senzala or Quilombo - Reflections on APOC and
the fate ofBlack Anarchism",
https://theanarchistlibrary.org/library/pedro-ribeiro-senzala-or-
quilombo-1
Kom'boa Ervin, Lorenzo: "Anarchism and the Black Revolution"
https://theanarchistlibrary.org/library/lorenzo-kom-boa-ervin-
anarchism-and-the-black-revolution
Kom'boa Ervin, Lorenzo: "Speaking ofanarchism, racism and
black liberation"https://libcom.org/library/speaking-anarchism-
racism-black-liberation
Anarchist People OfColor(APOC)-Group Oakland, "Anarchy in
the Town", https://theanarchistlibrary.org/library/anarchist-
people-of-color-anarchy-in-the-town
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