|
A - I n f o s
|
|
ein mehrsprachiger Informationsdienst von, fr und ber Anarchisten
**
Nachrichten in allen Sprachen
Die letzten 40 Artikel (Homepage)
Artikel der letzten
2 Wochen
Unsere
Archive der alten Artikel
Die letzten 100 Artikel, entsprechend
der Sprache
Castellano_
Català_
Deutsch_
Nederlands_
English_
Français_
Italiano_
Português_
Russkyi_
Suomi_
Svenska_
Türkçe_
The.Supplement
Die ersten paar Zeilen der letzten 100 Artikel auf:
Greek_
中文 Chinese_
Castellano_
Català_
Deutsch_
Nederlands_
English_
Français_
Italiano_
Polski_
Português_
Russkyi_
Suomi_
Svenska_
Türkçe
Die ersten paar Zeilen aller Artikel der letzten 24 Stunden
Links zu den Listen der ersten paar Zeilen aller Artikel der
letzen 30 Tage | von 2002 |
von 2003 |
von 2004 |
of 2005 | of 2006 |
of 2007 |
of 2008 |
of 2009
(de) LISA – Libertäre Initiative Sozial Arbeitender (WIEN) - Wer wir sind und was wir wollen (en)
Date
Mon, 27 Jun 2011 12:34:42 +0300
„Syndikat für alle Arbeiter(innen) im Sozial- und Gesundheitsbereich“ ---- LISA ist eine
Initiative zur Gründung einer lokalen Basisgewerkschaft (Syndikat) im Sozial- und
Gesundheitsbereich. LISA ist seit 2007 mit anderen Syndikaten in der FAS föderiert. Neben
LISA gibt es in Wien derzeit noch das „ArbeiterInnen-Syndikat Wissensindustrie“ und ein
„Allgemeines Syndikat“. Überregional gibt es noch ein föderiertes „Allgemeines Syndikat
Oberösterreich“. ---- Die LIBERTÄRE INITIATIVE SOZIAL ARBEITENDER gegen die Unfreiheit im
Sozial- und sämtlichen Lebensbereichen befindet sich im Aufbau, braucht keine Bosse und
steht für Selbstbestimmumg. Wir sind der Meinung, dass die „ExpertInnen“ schon an der
Basis sitzen und fähig sind, über ihr Leben und ihre Arbeit selbst zu entscheiden. Gerade
da wir die Logik der Dienstwägen und Chefetagen verstehen, sind wir gegen diese Realität
der Fremdbestimmung des ArbeitsLEBENS.
Auch wir SozialhacklerInnen sind von Hierarchien, ökonomischen „Sachzwängen“ und
Unfreiheit betroffen. Wir wollen keine institutionalisierten und wachsenden
Sozialkonzerne, sondern eine soziale Arbeit die sich selber weitestgehend überflüssig
macht. Wir wollen diese Gesellschaft, die krank und abhängig macht, überwinden. Soziale
Arbeit soll die KlientInnen von ökonomischer und geistiger Gefangenschaft befreien.
Soziale Arbeit muss sich auch selbst von dieser befreien. Fremdbestimmung weg,
Selbstorganisation her!
Wir wollen uns selbst vertreten und wollen auch keinem noch so engagierten Betriebsrat
unser Schicksal überlassen. Wir lehnen das Stellvertreter- und Funktionärswesen ab und
stellen dem eine solidarische Selbstorganisation gegenüber. Unsere Branche ist in Wien als
LISA in der Föderation der ArbeiterInnen-Syndikate (FAS) organisiert und wir versuchen,
uns in den einzelnen Betrieben in Betriebsgruppen zu organisieren. Hierbei gibt es kein
Delegieren von oben nach unten. Alle Betriebsgruppen sind innerhalb der vereinbarten
allgemeinen Statuten der LISA und alle Syndikate sind innerhalb der Prinzipien und
Statuten der FAS autonom.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Lisa?
Die Frage sollte eher lauten: Was ist LISA? Lisa ist die Libertäre Initiative Sozial
Arbeitender. Lisa ist eine Gruppe von Menschen, die sich zum Ziel gesetzt haben, eine
Basisgewerkschaft (-Syndikat) im Sozialen- und in verwandten Bereichen zu gründen.
Was bedeutet „Libertär“?
Libertär kommt aus dem französischen (= libertaire) und bedeutet im Grunde nichts anderes
als freiheitlich (was in Österreich bekanntermaßen einen üblen Beigeschmack hat),
allerdings nicht zu verwechseln mit „liberal“. Libertär kann auch mit „anarchistisch“
übersetzt werden.
Also ist LISA anarchistisch?
Lisa ist unabhängig von politischen Parteien und Bewegungen, dem Staat und NGO’s. Du musst
keinE AnarchistIn sein, um bei uns mitzumachen. Jede Arbeiterin und jeder Arbeiter im
Sozialbereich, der/die die Prinzipien der Selbstorganisierung und der Direkten Aktion
unterstützt kann bei uns mitmachen. Wir wollen weder Politik (PolitikerInnen) in der
Gewerkschaft noch eine Gewerkschaft die (StellevertreterInnen-)Politik macht. Lisa will
eine selbstorganisierte Gewerkschaft, die eine selbstorganisierte, also Klassen- und
Herrschaftslose Gesellschaft zum langfristigen Ziel hat.
Aber so etwas wie Arbeiterklasse gibt es doch nicht mehr. Warum diese Rhetorik?
Wir wollen die Dinge beim Namen nennen. Der Lebensnerv des Kapitals ist die Lohnarbeit.
Daraus resultieren Unfreiheit und Fremdbestimmung. Der Kapitalismus kann nur als
Klassengesellschaft existieren. Wir ArbeiterInnen müssen arbeiten, um überhaupt leben zu
können. Ohne zu arbeiten oder zumindest der Bereitschaft dazu, landest du auf der Straße.
Da gibt es nichts zu beschönigen. Das ist ein Zwangsverhältnis und kennzeichnet unser
ganzes Leben. Die Klasse der Arbeitenden existiert allerdings erst dann so richtig, wenn
sie als solche auftritt. Sprich, wenn sich die Arbeitenden ihrer Rolle als Ausgebeutete
bewusst werden, und dies verändern wollen. Das ist ein Prozess und eine Basisgewerkschaft
kann ihren Teil dazu beitragen.
Was versteht man unter Selbstorganisierung und Direkter Aktion?
Selbstorganisierung ist eine Form der Organisierung ohne Hierarchie, Funktionärswesen,
Bürokratismus, ohne Oben und Unten. Also in unserem Fall eine Gewerkschaft, die von den
Mitgliedern verwaltet wird und nicht Mitglieder, die von der Gewerkschaft verwaltet werden
(direkte Demokratie im eigentlichen Sinn des Wortes). Direkte Aktionen sind Aktionen die
von den ArbeiterInnen ohne Vermittlung durch StellvertreterInnen selbst organisiert und
durchgeführt werden. Dazu gehören z.B. Streiks, Boykotts, dienst nach Vorschrift, Sabotage
oder Besetzungen. Die Logik der Direkten Aktion ist einfach. Wenn wir aufhören, das zu
tun, was uns befohlen wird, und wir anfangen, das zu tun, was wir selbst entscheiden zu
tun, gibt es kaum eine Möglichkeit uns zu stoppen. „Die Arbeiterinnen erreichen mehr, wenn
sie ihre Arme verschränken, anstatt sie zu benutzen!“
Was sind die Ziele von Lisa
Das Ziel von Lisa ist jenes der syndikalistischen Bewegung: die umfassende soziale
Selbstverwaltung. Da aber dieses zu erreichen aller Voraussicht nach noch ein Weilchen
dauert, wollen wir mittelfristig ein handlungsfähiges Syndikat aufbauen. Auch eine kleine
Gruppe kann durch direkte Aktionen viel erreichen, vorausgesetzt die Mitglieder handeln
solidarisch und entschlossen. Und Missstände gibt es, davon können wir alle ein Lied
singen, in unserem Arbeitsfeld sicher genug.
Wie ist Lisa organisiert?
Lisa ist Teil einer (anarcho-)syndikalistischen Föderation in Österreich. Neben Lisa
existieren zur Zeit auch ein Allgemeines Syndikat Oberösterreich, das
ArbeiterInnen-Syndikat Wissensindustrie (Wien) und das Allgemeine Syndikat Wien. Die
Syndikate genießen dabei allerdings völlige Autonomie. Das ist das Prinzip des
Syndikalismus, der föderalistisch gegliedert ist. Keine FunktionärInnen und
KarrieristInnen, keine BerufsaktionistInnen, keine Bosse und Parteisoldaten. Alle
Entscheidigungen werden von den Mitgliedern selbst getroffen und nicht von einer
allmächtigen Gewerkschaftszentrale. Dadurch können Betriebsgruppen, Syndikate und
Ortsgruppen schnell und effizient handeln. Das alles unabhängig von der Größe der
Organisation.
Was unterscheidet LISA von NGO’s wie z.B. sozial attack oder dem Berufsverband der
SozialarbeiterInnen?
Zum einen die klar antikapitalistische Ausrichtung. Das heißt nicht, dass wir gegen
Reformen sind. Das wäre dumm. Aber bei allen zu erreichenden Verbesserungen behalten wir
das Ziel einer Klassen- und Herrschaftslosen Gesellschaft nicht aus den Augen. Zum anderen
wollen wir es vermeiden, an den Staat zu appellieren oder in ihm ein mögliches Instrument
sozialen Fortschritts zu sehen. Wir glauben nämlich, dass jene Verhältnisse die besten
sind, in denen wir solidarisch und so selbstbestimmt wie nur irgend möglich leben, werken
und gestalten können. Darum sind es auch die ArbeiterInnen selbst, die Veränderungen
erkämpfen können und nicht Parteien oder selbsternannte Arbeiter(Ver-)FührerInnen. LISA
legt ihr Augenmerk auf die Arbeitsverhältnisse im Sozial- und Gesundheitsbereich. Dass das
Erkämpfen bestmöglicher Arbeitsbedingungen letztendlich auch den KlientInnen und
PatientInnen (Neusprech: KundInnen) zugute kommt, versteht sich von selbst. Zu guter Letzt
wendet sich LISA nicht an diese oder jene Berufsgruppe, sondern alle die im Solzial- oder
Gesundheitsbereich arbeiten oder einen Zwangsdienst leisten müssen!
Kann ich ÖGB Mitglied sein und gleichzeitig bei Lisa mitmachen?
Im Prinzip schon. Allerdings nicht, wenn du FunktionärIn bist. Das würde unseren
Überzeugungen widersprechen. Den ÖGB und sein hierarchisches Organisationsmodell, sowie
seine reformistische Ausrichtung lehnen wir ab. Da er aber im Moment die einzige
gewerkschaftliche Organisation von relevanter Größe hierzulande ist, mag eine ÖGB
Mitgliedschaft – unabhängig davon, ob seine Organisationsform und Ausrichtung unterstützt
werden – für den Einen oder die Andere Sinn ergeben (Auch wenn er es geschafft hat, seine
Streikkassa zu verzocken!).
Wie trete ich mit Lisa in Kontakt? Wie werde ich Mitglied?
Am einfachsten indem du uns eine E-Mail schreibst und wir uns bemühen, dass diese auch in
einem angemessenen Zeitraum beantwortet wird. Du kannst uns auch schreiben, wenn du
weitere Fragen hast. Über Termine und Treffen kannst du dich auf diesem Blog informieren.
Post bitte an „LISA c/o Hängematte, Stiftgasse 8, 1070 Wien“. Mitglied bist du dann, wenn
du unsere Grundsätze teilst und Mitglied sein willst.
www.syndikate.at
YOU ARE THE UNION!
Du bist die Gewerkschaft!
================================================
Links http://lisasyndikat.wordpress.com/wer-wir-sind-und-was-wir-wollen/
_________________________________________
A - I n f o s Informationsdienst
Von, Fr, und Ber Anarchisten
Send news reports to A-infos-de mailing list
A-infos-de@ainfos.ca
Subscribe/Unsubscribe http://ainfos.ca/cgi-bin/mailman/listinfo/a-infos-de
Archive: http://www.ainfos.ca/de