A - I n f o s

a multi-lingual news service by, for, and about anarchists **
News in all languages
Last 30 posts (Homepage) Last two weeks' posts Our archives of old posts

The last 100 posts, according to language
Greek_ 中文 Chinese_ Castellano_ Catalan_ Deutsch_ Nederlands_ English_ Français_ Italiano_ Polski_ Português_ Russkyi_ Suomi_ Svenska_ Türkçe_ The.Supplement

The First Few Lines of The Last 10 posts in:
Castellano_ Deutsch_ Nederlands_ English_ Français_ Italiano_ Polski_ Português_ Russkyi_ Suomi_ Svenska_ Türkçe_
First few lines of all posts of last 24 hours

Links to indexes of first few lines of all posts of past 30 days | of 2002 | of 2003 | of 2004 | of 2005 | of 2006 | of 2007 | of 2008 | of 2009 | of 2010 | of 2011 | of 2012 | of 2013 | of 2014

Syndication Of A-Infos - including RDF - How to Syndicate A-Infos
Subscribe to the a-infos newsgroups

(de) FDA-IFA, Gai Dào #36 - Die Zeit der schmutzigen Intrige -- Über die Krise und ihre Bewältigung im Arbeitskonflikt Von: Vince O'Brian

Date Wed, 08 Jan 2014 11:15:29 +0200


Die Krise hat Deutschland erreicht, und zwar in den letzten Wochen. Zu dieser recht kühn klingenden und definitiven Aussage komme ich nicht etwa durch die Lektüre des Börsenteils der Zeitungen. Dort braucht man nicht nach Nachrichten über die Krise zu suchen. Wenn die Krise an den Börsen sichtbar wird, ist sie in Wirklichkeit schon lange da gewesen, und dann ist schon alles zu spät. Die Krise kommt aus den Arbeitsbeziehungen, und dort wird sie als erstes sichtbar. Und sobald sie sichtbar wird, wird man sehen, wie nach Mechanismen ihrer Bewältigung gesucht werden wird. Der krampfhafte Griff nach ihnen beginnt im selben Moment, in dem die Krise sichtbar wird. ---- 1. Bisher hatte man die eigenartige Situation vor sich, dass dieses Land, oder genauer gesagt, diese Ordnung in der allgemeinen Krise stabil zu bleiben schien. Diese Stabilität verdankt sich einerseits einem scheinbaren Konstruktionsfehler des europäischen Währungsraumes, andererseits der eigenartigen Verfasstheit der deutschen Gesellschaft.

Diese Eigenart besteht darin, dass eine politische Selbsttätig-
keit der lohnarbeitenden Schichten weitgehend undenkbar
ist, und zwar anders, als es im Buche steht. Engels z.B. konnte
noch recht unbedenklich davon ausgehen, dass Arbeitskon-
flikte, selbst Streiks zum Funktionieren des kapitalistischen
Gesamtprozesses dazugehören, weil, wie er irgendwo nach-
lässig schreibt, sich durch sie hindurch eben das Lohngesetz
Geltung verschaffe. Anders ausgedrückt: Die Weiterführung
der ganzen Scheiße auf erweiterter Stufenleiter hängt eben
davon ab, dass irgendwie die Löhne auch ansteigen, auf eine
Weise, die zur Entwicklung der Produktivität nicht ganz außer
Verhältnis steht. Die einzelnen Kapitalist*innen aber wollen
nicht mehr zahlen als die anderen, weswegen man sie alle ge-
meinsam gegen ihren Willen zu ihrem Glück zwingen muss.
Die Stockung, die ohne die Lohnerhöhung einträte, würde zu
Ungleichgewichten führen, die den Gesamtprozess irgend-
wann zum Kentern brächten. Die Arbeiterklasse nimmt im
Lohnkampf paradoxerweise die Interessen des Ganzen wahr.
Ihre Aktivität ist ein objektives Moment des Gesamtprozesses
und ein Garant seiner Harmonie.

Alles das natürlich, solange man in einer Welt lebt, in der es
weder Krise noch Staat noch Weltmarkt gibt, also z.B. auch
nicht das Kapital. In Wirklichkeit lohnt es sich nicht nur für
die einzelnen Kapitalist*innen, sondern kann sich im Vergleich
auch für die Arbeiter*innen lohnen, dass die Löhne stagnieren,
während die Arbeit produktiver oder sogar intensiver wird.
Diese erstaunliche Tatsache verdankt sich der internationalen
Konkurrenz und einigen Eigenschaften der Grundrechenar-
ten, und ihr Funktionieren verlangt notwendig eine gewisse
Bedingung, auf die wir noch zu sprechen kommen werden.
Aber erst zum Paradox der Zahlen.

Deutschland ist nach wie vor eine Hochlohnökonomie, und als
solches übrigens ein Attraktor für Arbeitsmigration (1). Gleich-
zeitig gab es in Deutschland seit fast einem Vierteljahrhundert
keine nennenswerte Erhöhung der Löhne, netto und real ge-
rechnet. Betrachtet man die Entwicklung auch derjenigen wei-
teren Arbeitskosten, die in den Preis der produzierten Güter
eingehen, und vergleicht sie mit der Entwicklung der Arbeits-
produktivität, erhält man die sogenannten Lohnstückkosten,
und diese gehen über Jahrzehnte tendenziell nach unten. Da-
mit erhöht sich die Konkurrenzfähigkeit deutscher Produkte
auf dem Weltmarkt (2). Das zieht, aufgrund der Außenwirt-
schaftsbilanzen, einen Druck zur Aufwertung der Währung
nach sich, welche diesen Vorteil wieder ausgleichen müsste.
Dem hat, zu Zeiten der D-Mark, die Bundesbank durch eine
rigide Geldpolitik entgegengewirkt. Diese Geldpolitik setzt,
um zu funktionieren, eine ebenso rigide Lohn- und Finanz-
politik voraus, anders ausgedrückt: Stagnierende Löhne und
hohe Arbeitslosigkeit sind die Kosten dieser Geldpolitik. Die
Bereitschaft, diese Kosten zu tragen, ist der materielle Grund
der rechnerischen Anomalie (3).

Die Anomalie besteht, deutlicher ausgedrückt, darin, dass
sich Lohnzurückhaltung rechnet, dass die Tendenz zu stag-
nierenden Löhnen und Steigerung der Produktivität im Inte-
resse der deutschen Arbeiter*innen liegen kann, solange der
unvermeidliche Widerspruch ins Ausland exportiert werden
kann. Und der angebliche Konstruktionsfehler der europäi-
schen Einheitswährung, die den gesamten Euroraum diesem
deutschen Amoklauf wehrlos ausliefert, begründet gerade das
Interesse der Deutschen an der Gemeinschaftswährung. In der
gleichzeitig triumphalen und knirschend-knappen Wieder-
wahl Angela Merkels spiegelt sich die Paradoxie dieser Lage
recht hübsch wieder.

Der materielle Grund aber, der das ermöglichte, ist der fortdau-
ernde Verzicht der deutschen Arbeiter*innen auf eine Prämie
auf die Steigerung ihrer Arbeitsproduktivität im Austausch
gegen die Prämie, die in der relativen Stabilität ihrer Löhne
besteht; das heißt, die Komplizenschaft mit der Strategie des
Kapitals; die Aufgabe ihrer regulativen (und ganz und gar bür-
gerlich-demokratischen) gewerkschaftlichen Selbsttätigkeit im
Austausch gegen ihre Aufnahme in den Staatszweck. Dass so
etwas in Deutschland funktioniert, und in anderen Ländern
nicht oder nicht in diesem Ausmaß - dass ist das reale Zeug-
nis der Fortdauer des Nationalsozialismus in der deutschen
Gesellschaft, das Weiterleben der Volksgemeinschaft. Und die
rechnerische Anomalie ein rasch verfliegendes Nachbild der
negativen Aufhebung, oder ihr Vorzeichen.

2. Dass die Krise aber kommen würde, musste klar sein. Natür-
lich hat Deutschland, während es sich seines erträglichen ei-
genen Befindens als "Konjunkturlokomotive Europas" feiern
konnte, eine ganze Weile seine Kosten damit bestreiten kön-
nen, eine europäische Ökonomie nach der anderen der Krise in
den Rachen zu werfen. Und selbstverständlich können Europa,
Japan und Amerika sich eine Zeit lang retten, indem sie ihre
Währungen abwerten und damit den Ruin nach China, Indien
und Brasilien tragen. Aber alles das kauft nur Zeit, und die
gekaufte Zeit, die ohnehin nie ein besonders solides Aussehen
hatte, ist um.

Fünf Jahre der Krise sind vorbei, und in Deutschland ist an-
scheinend alles noch beim alten. Man kann die Probe machen
und eine Zeitung desselben Datums von 2008 aufschlagen. Die
gespenstische Fortdauer der Dinge, wie in einer Zeitblase, ver-
deckte aber kaum das Geräusch des Wurms, der im Gebälk
schon fraß. Unter der Oberfläche sind die Dinge hohl gewor-
den. Der Glaube an ihre Haltbarkeit ist lange dahin. Der Auf-
schub hat nur das bewirkt, dass die Leute in diesem Land sich
auf das unausweichliche desto gründlicher eingeübt haben;
viele werden zu allem bereit sein.

Es war eine Zeit, in der jedes Schwindelunternehmen, kühn
genug angefasst, gelingen hätte können; auch weil es sich in
nichts von allen anderen Unternehmen unterschieden hät-
te, wie jeder gewusst hat. Solange es eben gut ging, und jetzt
scheint es damit vorbei zu sein.

Die untrüglichen Vorzeichen der nahenden Klemme sind über-
all zu sehen. Eines ist paradoxerweise die rasant steigende Aus-
lastung der Kapazitäten, jedenfalls in kleinen Betrieben wie
dem, in dem ich arbeite. Die Arbeitskraft wird anscheinend
knapp. Namentlich die kleinen Kapitalist*innen, die blanke
Panik im Nacken, können gar nicht genug Hände bekommen;
aber einen anständigen Lohn zu zahlen, fällt ihnen nicht ein.
Die Belegschaften sind überarbeitet und frustriert. Alles hängt
jetzt immer von einer neuen, diesmal letzten Anstrengung ab.
Es ist allen klar, dass es eine Täuschung ist. In Wahrheit wird
falliert werden. Die Angestellten wissen es sehr gut. Ihre ele-
mentare Form der Gegenwehr nimmt die Form offener Abspra-
chen an. Aus der Absprache wird Intrige. Die Lage eskaliert
bis an die Schwelle des offenen Konflikts, ohne diese indessen
jemals zu überschreiten.


Kolleg*innen, die sich nicht ausstehen können, sieht man heu-
te ihr Einverständnis miteinander beteuern in Worten, die of-
fen wie die dreiste Lüge aussehen, die sie auch wirklich sind.
Plötzlich sind Leute per Du, die sich hassen. Aber niemand
glaubt dem anderen auch nur ein Wort, und während man
verabredet, sinnt man schon auf Betrug. Es gehört in kleinen
Betrieben zur vorhersehbaren Verlaufsform solcher Konflikte,
dass sie schon ganz zu Anfang die Form der bloßen kleinli-
chen Intrige gegen den*die Chef*in annehmen, so als ob alle
wirklich schon wüssten, dass kurz darauf fast zwangsläufig
der*die Chef*in in die Intrige aufgenommen, und deren Rich-
tung gegen die Langsamen, die Renitenten und überhaupt die
schlechter ausbeutbaren Arbeitskräfte gewendet werden wird,
was dann auch unfehlbar eintritt.

Tastend suchen die Kolleg*innen einen Konsens, denn ein sol-
cher muss unter allen Umständen gefunden sein. Auf einmal
wird auch das übliche rassistische Geschwätz auf seine Ähn-
lichkeit mit ihrer verlogenen Intrige hin durchsichtig: Es dient
der Versicherung eines Einverständnisses, das sich von vorne
herein gegen einen völlig wahnhaften Feind richtet. Nicht ein-
mal ihren Rassismus würde man ihnen glauben, wenn man
nicht wüsste, dass das der Ort ist, wo das Pack seine Lügen
ausnahmsweise einmal ernst meint, wie zum Ausgleich. Das
alltägliche Geschwätz nähert sich der Einübung auf den Ernst-
fall in dem Maße an, wie die Stoßrichtung der Intrige und ihre
wahre Funktion deutlich wird: das Produktionsverhältnis des
Faschismus.

3 Die kleinen Betriebe sind immer und zu allen Zeiten fürchter-
lich gewesen. Und ich will gar nicht sagen, dass es nicht etwas
gäbe, was dagegen hülfe. Aber es gibt zu wenig davon. Ich sehe
gut genug, dass in dem Prozess, wie ich ihn beschrieben habe,
ein anderer Weg angelegt, d.h. möglich und denkbar ist: Man
könnte ja etwa auch den Konflikt wagen. Man könnte offen er-
klären: Ich riskiere nicht weiter meine Gesundheit für deinen
Scheißladen, der sowieso bald pleite geht. Man könnte sagen:
Nichts ist das alles hier wert. Kurz, man könnte sich als genau
das verhalten, wogegen die Intrige in Wahrheit gerichtet ist;
wogegen das neue Einverständnis geschmiedet wird. Vielleicht
ist es in der großen Industrie einfacher, ich weiß es nicht; aber
man muss wohl dazu auch erst den Mut haben.

Was uns retten könnte, wäre der Streik. Nicht, sich irgendwie
anzupassen; irgendwie eine Lösung finden, vielleicht um ein
paar Cent mehr Lohn. Es geht nicht mehr um den Lohngro-
schen. Wer weiß ohnehin, was er noch wert ist. Es geht schon
um alles. Um Zeit, und um Luft für die Rettung. Wir sehen
nach Griechenland, wir sehen nach Ungarn. Wir sehen nach
Syrien. Dort führt man uns vor, was uns erwartet in diesem
Hund von einer Welt. Und wir sind völlig wehrlos. Und um un-
seretwillen wird dieses blutige Spiel doch gegeben: Weil man
uns ja doch zu fürchten scheint, dass man uns derart im Zau-
me halten muss. Solcher Art ist unsere Ohnmacht.

Es weiß ja doch jede*r, dass alles noch nicht einmal angefan-
gen hat, und schon hat niemand mehr eine Ahnung, was nun
zu tun ist. Die Klügsten schweigen ganz. Natürlich muss man
sich organisieren, selbstverständlich, damit fängt es an. Aber
je öfter man diese immer gleiche Weisheit hersagt, desto scha-
ler wird sie; und was, dass ist nämlich die Frage, dann? Was
ändert sich damit? Die Wahrheit ist, dass der kleine Betrieb,
in dem ich arbeite, nicht verdient zu existieren, weil er etwas
produziert, das keinen Nutzen hat. Die Wahrheit ist auch, dass
niemand streiken, oder sich organisieren kann, ohne zumin-
dest gewillt zu sein, die Existenz des Betriebes zu riskieren,
oder aber ihn zu übernehmen. Und sonnenhelle Wahrheit ist,
dass, wo so etwas ins Blickfeld käme, vielem Übel der Boden
entzogen wäre. Aber wo soll die Bereitschaft dazu herkom-
men?

Das Problem ist, wie ich glaube, nicht, dass die Zusammen-
hänge der jetzigen Ordnung zu dicht wären. Sie sind im Ge-
genteil unglaublich zerbrechlich. Diejenigen Massen, die heute
in den Streik zu treten gedächten, fänden sich morgen mit den
Trümmern dieser Ordnung in den Händen wieder, und vor die
ungeheure Aufgabe gestellt, alles neu aufzubauen. Und kein,
wirklich kein Glied der Kette hat irgend ein sinnvolles Mittel
dazu in der Hand. Welche Belegschaft kann von sich sagen,
etwas zu produzieren, das wirklich jemand braucht? Sei dies in
Hinsicht auf eine etwaige Tauschökonomie besetzter Betriebe
oder auch auf eine großen Kommune. Wie organisiert man so-
gar das eigene Überleben? Das kleinste Rädchen hängt an dem
großen Rad, und das große Rad muss immer gedreht werden,
wenn man das kleine bewegen will. Und wer von uns könnte
das große Rad noch drehen?

Solange es aber so bleibt, geht die allgemeine Niedertracht
noch weiter, und gerade in den Renitenten erkennen die, die
mitmachen, ihren größten Feind. Sie halten sich fest an dem
wenigen, was sie haben, und werden zu allem bereit sein, um
es zu behalten. Ich bin ein geduldiger Zuhörer in allen mögli-
chen Debatten. Aber ich werde in Zukunft laut schreiend jede
unterbrechen, in der dieser Gedanke nicht vorkommt, und die
große Gefahr (4).

Fußnoten

1 Schon da wird es undurchsichtig. Die gewerkschaftsnahe
Linke z.B. hat die exakten Zahlen über die Lohnsumme, und
der ganze Rest kümmert sich gar nicht darum. Aber genau
der Haufen hat keinerlei Interesse für z.B. Flüchtlinge, weil sie
das scheinbar für einen Nebenwiderspruch halten oder was.
Aber es gibt tatsächlich Arbeitsmigration, und auch illegale,
und es gibt einen guten Grund dafür, der aber genau in dem
Zahlenparadoxon steckt. Vielleicht ist es ein Widerspruch,
den Arbeiter*innen zu erzählen: Ihr verdient zu wenig, und
gleichzeitig: Leute kommen hierher wegen der stabilen und ho-
hen Löhne. Das liegt an demselben Paradoxon. Und so etwas
kommt von so etwas, wenn man Leuten etwas nicht erklären
will, was sie und jeder andere ohnehin wissen. Jede Erklärung
ist zuletzt nur so gut wie derjenige, der sie unterlässt, weil er
sie nicht versteht.

2 Die Rechnung ist sehr komplex. Der hier allerorten und un-
bedingt gewahrte Betriebsfrieden, d.h. die endemische Abnei-
gung gegen Streiks u.ä., oder die Gelehrsamkeit unserer Aus-
zubildenden, insgesamt der allgemeine Konformismus gehen
in die Größe Produktivität ein. Diese schafft wiederum auf
dem Weltmarkt die Menge an harter Währung her, die solche
Dinge anscheinend bezahlt; welche Währung natürlich die
unsere ist, die dann so ausschaut, als ob sie die in Metall, Pa-
pier oder irgendwas gegossene Masse an Disziplin ist, die man
für den Spaß verausgabt, während sie in Wirklichkeit ihre Re-
alität nirgendwo hat als an einem Vergleich unterschiedlicher
Gesellschaftsmodelle entlang ihres inhärenten Konformismus
und ihrer historisch erworbenen Stellung, d.h. zweier gleich
schlechter Gründe.

3 Die gewerkschaftsnahe Linke hat irgendwann einmal dar-
in ein Problem gesehen. Das ist lange her. Die Literatur um
den VSA-Verlag oder www.sozialismus.de war vielleicht nie
besonders gescheit, aber mir scheint, sie hätten früher einmal
weniger über Amerika und Israel, zwei völlig illusorische Geg-
ner, gesprochen, und mehr über den sozusagen Klassenfeind,
d.h. die Gestalt dieser Gesellschaft, ihre Stellung im internati-
onalen System und deren Grundlagen auf dem hiesigen Boden.
Das ist lange her, und ich will es nicht betrauern. Nur macht
das niemand mehr, und v. a. die antideutsche Linke hat nicht
das leiseste Interesse daran, ebenso wenig als ich noch an ihr
habe, während Griechenland z.B. aus keinem anderen Grund
in hellen Flammen brennt.

4 Namentlich diejenigen, in denen sich Leute für oder gegen
Polyamorie, Gender, Veganismus, Critical Whiteness oder an-
deren Banalitäten ereifern.
_________________________________________
A - I n f o s Informationsdienst
Von, Fr, und Ber Anarchisten
Send news reports to A-infos-de mailing list
A-infos-de@ainfos.ca
Subscribe/Unsubscribe http://ainfos.ca/cgi-bin/mailman/listinfo/a-infos-de
Archive: http://www.ainfos.ca/de


A-Infos Information Center