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(de) FDA/IFA - GÇi DÃo Nr. 28 â Weder Trauer noch Freude â es ist Zeit, soziale KÃmpfe autonom zu fÃhren!

Date Sun, 14 Apr 2013 11:57:51 +0300


Wenn eine Krankheit schwerwiegend wird, w enn die medizinische Versorgung zum Vehikel kurzsichtiger politisch motivierter Entscheidungen wird und wenn ein Patient berauscht von der eigenen Macht ist, kann es nur auf diese Weise enden. Der starke Mann ist gestorben und dadurch hat er eine bedeutende Vers chiebung in der politischen Landschaft Venezuelas ausgelÃst. ---- Die grÃÃte StÃrke des Regimes hat sich plÃtzlich in seine wesentliche SchwÃche verwandelt: ---- ChÃvez war all es und ohne ihn besteht die einzige LÃsung darin, absolute Hingabe an seine Erinnerung und seine NachfolgeplÃne zu erzeugen. Jetzt zeigt sich die tatsÃchliche FragilitÃt einer Regierung, die versucht hatte, ihren âsozialistischen und an den Massen ausgerichtetenâ Charakter durch einen grotesken Personenkult unter Beweis zu stellen - eine Praxis, die sich jetzt auf eine leere Anrufung von Geistern reduzi ert hat.

Dieses Ergebnis ist dem Verstorbenen selbst anzulasten, denn die GeheimniskrÃmerei um seine Erkrankung war von der gleichen Motivation angetrieben wie die extreme Zentralisation der Macht auf seine Person.
WÃhrenddessen hat der Mangel an ideologischer KohÃrenz seine AnhÃnger*innen im Streit um das Erbe der Herrschaft zurÃckgelassen. Die Vorteile liegen klar bei den hochrangigen chavista-roten BÃrokrat*innen und den hÃheren RÃngen des MilitÃrs, die dab ei sind, Straflosigkeit fÃr ihre verschiedenen Verfehlungen und KorruptionsfÃlle auszuhandeln.

In dieser neuen Situation sind die rechte und sozialdemokratische Opposition unfÃhig, ihre Verluste in den PrÃsidentschaftswahlen vom 7. Oktober und den Regionalwahlen vom 16.
Oktober zu Ãberwind en, da sie einen Yuppie-Populismus anbieten, der den WÃhler*innen verspricht, dass sie die klientelistischen Instrumente de r Regierungsmacht aufrechterhalten undfeinabstimmen werden, die sich fÃr ChÃvez als so nÃtzlich erwiesen haben. Diese fÃgsame Opposition glaubt, dass eine zufÃllige Metastase sie in Reichweite der Macht gebracht hat, die ihre eigene Gier, Fehler, Faulheit und Inkompetenz bisher von ihr ferngehalten habe - Macht, die sie mit Ãhnlicher Dummheit und Gier ausÃben werden, wie die chavistische Boli Bourgeoisie.

All dieser kleinliche Opportunismus - sowohl von der Chavistischen Koalition Gran Polo PatriÃt ico als auch von der oppositionellen Mesa de Unidad DemocrÃtica â spielt sich ab vor dem Hintergrund einer ernsten Kr ise des Landes: AuÃer Kontrol le geratene Inflation, zunehmende Arbeitslosigkeit und prekÃre BeschÃftigung, die Abwertung der WÃhrung, schockierende persÃnliche Unsicherheit, Krise n in der ElektrizitÃts-und Wasserversorgung, ein Bildungs- und Gesundheitssystem im Niedergang, Wohnungsknappheit, veraltete oder unvollstÃndige Ãffentlic he Bauten, eine demagogische Politik, die nur die extremsten Knappheiten, die von den am meisten verzweifelten Menschen erlitten werden, berÃcksichtigt ... eine Masse anderer Probleme, die gleichermaÃen verheerend sind.

Diese Probleme sind nicht das Hauptanliegen der beiden Cliquen, die um den Miraflores (den Sitz des PrÃsidenten) und die Beute aus dem ÃlgeschÃft konkurrieren. Unsere kollekt ive Antwort darf nicht darin bestehen, ihren Erpressungen nachzugeben: UnterstÃtzung an der Wahlurne im Tausch gegen âLÃsungenâ, die entweder nie zustande kommen oder lÃcherlich unzureichend sind. Jetzt ist es an der Zeit, die verrotteten Machthaber*innen zu Ãberwinden und von unten eine wirkliche Demokratie der Gleichheit, sozialen Gerechtigkeit und Freiheit aufzubauen. Wir mÃssen die weitverbreitete EmpÃrung Ãber die Situation, unter der wir leiden, entfesseln und sie in autonome soziale KÃmpfe, selbstorganisiert und weitreichend, umwandeln. Wir mÃssen den Politiker*innen, die an der Macht sind, klar machen, dass wir sie nicht brauchen, weder als Vermittler*innen, noch als groÃzÃgige Spender*innen de ssen, was wir selbst aufbauen kÃnnen â vereint und von der Basis aus. Daf Ãr brauchen wir weder âsaubere HÃndeâ noch ârote Baretteâ.

Redakt ionskollektiv EL LIBERTARIO

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