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(de) GÇi DÃo #28 â Aus Forum wird FÃderation - Die FÃderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA)

Date Wed, 10 Apr 2013 12:15:59 +0300


Auf unserem Treffen in Witten haben wir beschlossen, dem Aufschwung in unseren Strukturen Rechnung zu tragen und uns in FÃderation deutschsprachiger Anarchist*innen umzubenennen. ---- Auch wenn wir noch lange nicht flÃchendeckend im deutschsprachigen Raum vertreten sind, wollten wir nun den Schritt wagen und die GrÃndung der FÃderation deutschsprachiger Anarchist*innen verkÃnden. Wir betonen dabei, dass wir uns sel bstverstÃndlich nicht als âdie FÃderation aller Anarchist*innenâ sehen und uns daher auch keinen Alleinvertretungsanspruch anmaÃen. Aber natÃrlich sind Anarchist*innen aller StrÃmungen willkommen, die sich mit unseren Prinzipien und Statuten identifizieren kÃnnen. ---- Mit âdeutschsprachigâ meinen wir in diesem Fall den geografischen Sprachraum, also vor allem Deutschland, Ãsterreich und den nÃrdlichen Teil der Schweiz.

Als Anarchist*innen wollen wir Nationen und Staatsgrenzen Ãberwinden, was wir durch die Ausweitung unserer Organisation auf den Sprachraum zum Ausdruc k bringen mÃchten. Sprache als Kriterium hat dabei keinen identitÃren Hintergrund, sondern erscheint uns aus rein praktischen GrÃnden sinnvoll, um arbeitsfÃhig zu bleiben â nicht jede*r von uns hat Fremdsprachenkenntnisse und ein Ãbersetzen aller relevanten Informationen wÃrde uns (zumindest im Moment) Ãberfordern.

Trotzdem pflegen wir gute Kontakte zu FÃderationen und Gruppen in anderen Regionen.

Der Ãbergang vom Forum zur FÃderation hat unterschiedliche GrÃnde: Zum einen gab nach
einer Stagnation der Arbeit der FdA in den letzten Ja hren wieder frischen Wind und viel
Interesse an Ãberregionalen Vernetzungen. Zum anderen gibt es seit 3 Jahren zahlreiche
NeugrÃndungen von anarchistischen Gruppen. Auch das Interesse an anarchistischen Ideen im
Allgemeinen ist spÃrbar gestiegen.

Innerhalb des vergangenen Jahres haben sich bspw. mit dem Beitritt des Anarchistischen
Netzwerks SÃdwest* als erste RegionalfÃderation viele Gr uppen aus dem SÃdwesten
Deutschlands der FdA angeschlossen. DarÃber hinaus sind wir auch in vielen anderen Regionen im deutschsprachigen Raum mit Gruppen, aber auch mit einem Druckereikollektiv
in ZÃrich vertreten. Aktuell findet eine starke Organisierung anarchistischer Gruppen in der Rhein-Ruhr-Region statt, mit denen die FdA in engem Kontakt steht. Seit Ãber zwei Jahren erscheint auch die Gaidao, unsere FÃderationszeitung, monatlich als Online-Ausgabe und seit Anfang dieses Jahres auch in gedruckter Form.

Wir finden es wichtig, herrschaftsfreie Strukturen aufzubauen, da mit zu experimentier en,
Erfahrungen zu sammeln und diese dadurch zu festigen. Wir wollen vorhandene Ressourcen
besser nutzen, voneinander lernen, SolidaritÃt organisieren und praktizieren. Gemeinsam
mÃchten wir Ãber unseren Tellerrand hinwegschauen, Ãberregional und global aktiv sein. U m
sich auch international zu vernetzen ist die FdA in der Internationale der Anarchistischen
FÃderationen (IFA) organisiert. Die IFA bietet fÃr uns die Gelegenheit, uns mit
Anarchist*innen auch in ande ren Winkeln der Erde auszutauschen und uns gegenseitig in
unseren KÃmpfen zu unterstÃtzen.

Im Gegensatz zu Regionen w ie die der Iberischen Halbinseln, dem frankophonen Sprachraum
oder den Britischen Inseln kÃnnen wir dabei n icht auf eine jahrzehntelange funktionierende Organisation zurÃckgreifen, sondern mÃssen uns noch noch viel erarbeiten. Doch dieser Umstand kann auch als Chance begriffen werden. Wir kÃnnen von den Erfahrungen anderer FÃderationen lernen. Dieser Prozess ist ein nie endender, denn es gilt uns, unsere Struktur en, unser Handeln und unsere Art zu Leben stÃndig in Frage zu stellen und zu verbessern. Mit der Ausrufung der Anarchistischen FÃderation sind wir noch lange nicht am Ziel. Gerade jetzt, da die sozialen KÃmpfe in vielen LÃndern z unehmen, die kapitalistische Krise sich ausweitet, unzÃhlige Menschen vor dem buchstÃblichen Nichts stehen, Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und andere menschenverachtende Ideologien zunehmen und faschistische Parteien und Gruppierungen wieder stÃrker zu werden drohen, ist es wichtig, sich in einem grÃÃeren Kontext gegen diese Zumutungen zu organisieren.

Wir wollen nicht mÃde werden, gegen Ausbeutung, UnterdrÃckung und Herrschaft zu
kÃmpfen und diese als Ganzes zu Ãberwinden.

In diesem Sinne:
Anarchie leben â Anarchismus organisieren!
FÃderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA â IFA)
MÃrz 2013
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