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(de) Germany, Gai DÃo Nr. 26 - Februar 2013 erschienen
Date
Sat, 09 Feb 2013 15:08:59 +0200
Liebe Freund*innen und Genoss*innen, ---- die nunmehr 26. Ausgabe unserer kleinen
Zeitschrift, der Gai DÃo ist erschienen. Wir wÃrden uns freuen wenn ihr dies im Rahmen
eurer MÃglichkeiten verÃffentlicht bzw. weiterleitet. ---- Alle Download-MÃglichkeiten
findet ihr hier: http://fda-ifa.org/gai-dao-nr-26-februar-2013/ Am Ende der Mail findet
ihr desweiteren einen Infotext Ãber den Inhalt der Febraur-Ausgabe. ---- Solidarische
GrÃÃe, ---- eure Gai DÃo - Redaktion ---- Die Februar-Ausgabe der [æé] GÇi DÃo, dem
Monatsmagazin des Forums deutschsprachiger Anarchist*innen. In der aktuellen Ausgabe mit
Artikeln zu Besetzungen in Dresden und Bonn, der Ausweitung der sÃchsischen
Â129-Ermittlungen nach Berlin, einem Beitrag Ãber kollektives Geschichtsbewusstsein,
DiskussionsbeitrÃgen zum Zusammenhang von Staat, Patriarchat und Geschlecht und
anarchistischer Organisierung und vieles mehr.
Monat 1 nach der ersten Ausgabe, die neben den bisherigen Online-Versionen auch erstmalig
als gedruckte Abo-Ausgabe erschienen ist. Die Bilanz die wir nun, kurz vor der nÃchsten
Ausgabe ziehen kÃnnen ist, bis auf wenige Abstriche, durchaus positiv. Wir bekamen viel
nettes Feedback und wurden in der Ansicht bestÃrkt, damit offensichtlich einen Nerv
getroffen zu haben, allem Zeitungssterben und Internetfixiertheit zum Trotz. Auch die
Abonennt*innenzahlen steigen langsam, aber stetig. Die erwÃhnten Abstriche betreffen die
aktuelle Ausgabe. Zum einen erreicht die gedruckte Ausgabe die Abonnent*innen leider
einige Tage spÃter, zum anderen findet ihr dieses Mal keine internationale Artikel. Zu
ersterem bleibt zu sagen, dass die Druckausgabe fÃr uns einiges an Umstellung, was
Deadlines und ArbeitsablÃufe angeht, bedeutet und hier noch nicht alles so rund lÃuft, wie
wir uns das wÃnschen. Aber wir sind zuversichtlich das mit der Zeit in den Griff zu
bekommen. Zu letzterem kÃnnen wir nicht mehr sagen als: GÇi DÃo ist auch das, was ihr
daraus macht. Dieses Mal waren leider alle unsere regelmÃÃigen Autor*innen und
Ãbersetzer*innen andersweitig eingebunden und leider haben wir auch keine externen
Zusendungen erhalten. Deshalb auch mal wieder der Aufruf: Wenn ihr euch mit verschiedenen
internationalen, oder sonstigen Themen auskennt, freuen wir uns immer Ãber
Artikelzusendungen, oder IdeenvorschlÃge.
Ansonsten freuen wir uns auf die anstehenden anarchistischen Buchmessen in Mannheim und im
slowenischen Ljubljana, wo wir beide Male mit eigenem Infostand vor Ort sein werden.
Zur aktuellen Ausgabe
Trotz der Abwesenheit der "Weltweit"-Rubrik findet ihr dennoch eine Vielzahl von
spannenden BeitrÃgen. In Dresden mÃndete der Kampf der Studierenden der Technischen
Hochschule um einen selbstverwalteten Freiraum in eine (Wieder-)Besetzung eines GebÃudes.
Genoss*innen des LibertÃren Netzwerks unterstÃtzen die Besetzung und berichten von der
aktuellen Situation. Den Wunsch nach selbstverwalteten FreirÃumen hegen auch
Aktivist*innen in Bonn. Dort wurde im Rahmen der "Liz-Kampagne" vor einigen Wochen ein
Haus besetzt. Die Besetzung Ãberdauerte leider nicht lange, die Kampagne geht dennoch weiter.
Seit einigen Jahren versuchen die sÃchsischen BehÃrden mit aller Gewalt eine kriminelle
Vereinigung, gemÃÃ des SchnÃffel-Paragrafen 129, zu finden. Die Ermittlungen, die je nach
politischer Lage mal erweitert oder gesplittet werden, betreffen eine Vielzahl von
radikalen Strukturen in Dresden und dem restlichen Sachsen und haben nun auch Berlin
erreicht, was durch eine Vorladung an einen Genossen bekannt wurde.
Im Beitrag "Wenn wir uns an sie erinnern" geht es um das Geschichtsbewusstsein
emanzipatorischer Bewegungen und um die Arbeit des Interessenkreis Dokumentation des
LibertÃren Netzwerks Dresden und des Projektes gedenkplaetze.info.
In der Rubrik Kultur und Alltag findet ihr dieses Mal einen Reisebericht nach Barcelona,
eine neue Folge des Syndikaters, zwei Gedichte sowie eine Rezension zum Buch von Philippe
Kellermann "Anarchismus, Marxismus, Emanzipation".
Besonders gefreut hat uns ein Beitrag in der Sparte Analyse und Diskussion. Gerade
letzteres kam unserer Ansicht nach in unserer Zeitschrift bisher viel zu kurz, obwohl wir
bisher auch einige - fÃr uns - kontroverse Artikel abgedruckt haben. In der letzten
Ausgabe haben wir einen Artikel Ãber den Zusammenhang von Staat, Patriarchat und
Geschlecht am Beispiel des Â218 gebracht und drucken nun eine feministische Erwiderung.
Daneben findet ihr noch "ein paar Worte zur Wichtigkeit von Verantwortung und Transparenz
in anarchistischen Organisationen".
Vier Aufrufe schlieÃen schlussendlich die Ausgabe ab. Am 23. Februar wollen Ewiggestrige
aller Colour in Pforzheim aufmarschieren, um angesichts des Jahrestages der Bombardierung
durch die Allierten im zweiten Weltkrieg ein paar KrokodilstrÃnen zu verdrÃcken. Mehrere
BÃndnisse rufen zur Blockade und zu Protesten gegen den Aufmarsch auf, darunter auch
alert|a Pforzheim und das Anarchistischen Netzwerk SÃdwest*, deren Aufruf wir hier abdrucken.
Eine Woche zuvor findet in Berlin der nunmehr 16. europÃische Polizeikongress statt, in
dessen Rahmen sich Vertreter*innen verschiedener SicherheitsbehÃrden und Zuliefererfirmen
treffen, um zu beraten wie unser Leben noch weiter kontrolliert und normiert werden kann.
Wie in den vergangenen Jahren hat sich auch 2013 ein autonomes VorbereitungsbÃndnis
zusammen gefunden und zu Aktionen im Vorfeld des Kongresses und einer Demonstration am 16.
Februar aufgerufen.
Seit nun fast 1 Jahr protestieren Refugees in ganz Deutschland gegen ihre unmenschliche
Behandlung, Abschiebungen, rassistische Gesetzgebung und die Lager-/ Residenzpflicht. In
WÃrzburg gestartet, breitete sich der Protest schnell in mehrere StÃdte aus. VorlÃufiger
HÃhepunkt war schlieÃlich ein Marsch der FlÃchtlinge von WÃrzburg nach Berlin, wo sie
zunÃchst ein Protestcamp auf dem Kreuzberger Oranienplatz errichteten, einen mehrwÃchtigen
Hungerstreik vor dem Brandenburger Tor durchfÃhrten und zuletzt eine leerstehende Schule
besetzten. Anfang MÃrz wollen sie nun im Rahmen einen Refugee Struggle Congress ihr
weiteres Vorgehen diskutieren und planen.
Zum Abschluss wollen wir euch noch auf den aktuellen, libertÃren Podcast des
Anarchistischen Radios Berlin hinweisen. Dort findet ebenfalls einen Beitrag zum Â129-Fall
in Berlin, der aktuellen Situation der anarchistischen Bewegung in Griechenland, den
Refugee-Protesten und einiges mehr.
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