(de) Totalverweigerung in Spanien

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21 May 1997 22:03:00 +0200


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## Nachricht vom 21.05.97 weitergeleitet ## Ursprung : fautbb@fautbb3.free.de ## Ersteller: babylon@berlin.snafu.de

DIE TOTALVERWEIGERUNG IN DEN KASERNEN

Die Totalverweigerung in den Kasernen ist eine neue Kampagne zivilen Ungehorsams den Militarismus und den Heeren gegenueber, die sich jetzt in ganz Spanien auf den Weg macht, um den Zusammenstoss zwischen Gesellschaft und Armee zum Ausdruck zu bringen. Auch wir wollen damit anfangen, ueber das Verteidigungsmodell unserer Gesellschaft zu diskutieren (Rolle der Leiter, Stellungsnahme zu den Problemen, usw). In der vorigen Kampagne folgten wir der Einberafung nicht, aber jetz gehen wir hin und, sobald wir Soldaten geworden sind (dafuer braucht man ein paar Tage), verlassen wir die Kaserne und machen bekannt, dass wir jetz nicht gehorchen. Wie kann diese Ungehorsam bestraft werden? Zwischen zwei Jahren, vier Monaten und einem Tag und sechs Jahren Gefaegnis. Da wir schon Soldaten sind, laeuft ganze Prozess unter Militaerautoritaet: die Militaerpolizei verhaftet uns, das Militaergesetz wir angewandt, und am Ende: Militaergefaengnis (es gibt eins, in Madrid und zwar in Alcala de Henares). Das haben wir aus vielen Gruenden gemacht. Besonders, weil wir unser konkretes Angriffsziel der OEffenlichkeit zeigen wollen: das Militaer. Das Militaer ruft, verhaftet, beurteil und sperrt uns ein. Deshalb gibt es keine Moeglichkeit zum Verwechseln, es geht uns um die Militaerstruktur und nicht um den Dienst, es ist klar (auch wenn man es verstecken will), was das Militaer ist und welche Ideen wir dagegenstellen. Die Armee muss gerade ihre Aufgabenbereiche aendern. Einerseits sieht man, dass verschiedene Polizeieinheiten anstelle der Armee (wie bisher) den Sozialfrieden und die Innenkontrolle garantieren und andereseits hat das Argument der Vaterlandsverteidegung keine Bedeutung mehr, besonders nach dem Fall des sowietischen Regimes, des sogenannten "ersten Feindes des Westens". Um die soziale legitimation der Heere zu erreichen, spricht die Macht von Weltordnung, internationalen Kompromissen, menschlicher Hilfe, usw, und selbsverstaendlich davon, die Schwachen und den Frieden zu verteidigen. Aber, wann haben die Heere denn Frieden verteidigt, wenn es nicht einFriedhofsfrieden ist? Wann haben sei der Macht (politisch oder wirtschaflich) nicht gehorcht? Welche Menschkeit koenen fanatische , bis zu den Zaehnen bebaffnete, zum Ermorden bereitete Leute verteidigen?Kurz, was versteht man unter "Weltordnung" und welche Rolle spielen die Heere? Die Veraenderung ist nicht so tief wie man auf den ersten Blick glaubenkoennte. Die Heere verteidigen die politishe und wirtschaftliche Macht weiter. Die Marktwirtschaft und die Technologie hat sie w eltweit sehr weiter entwickelt. Deshalb bewegt sich das Kapital ueberallund schnell: das Kapitas veranlasst das Militaer, sich ebenso schnell und unter Gefahr wirksam zu bewegen. Und dazu dienen die Wehrpfligtigen nicht. Die Tendenz zur profesionalisierung das Militaers ist deutlich. Auch dieMacht verneint nicht, dass es mit Berufssoldaten schneller und wirksamer ist, Truppen in den ganze Welt zu schicken um "konflik te zu loesen". Es gabe keine Ablehnung gegen den einsatz vonWehrpflichtigen an einem fernen Krieg. Die mit dieser Veraenderung verbundenen Ziele sind nicht so klar. Von derMacht aus wird darueber gesprochen, dass eine internationale Armee noetig ist um die Schwachen zu verteidigen, aber das ist verd aechtig. Nur der Gewinn, in Geld oder in Ruhm, wird gesucht. Den Soldaten, dieInternationalen Interventionen eingesetz werden ist die Bevoelkerung (die Schwachen, die sie verteidigen sollen) unwichtig. Beisp iele dafuer gibt es viele. Aber jede Sache heisst so, wie sie heisst, und trotz der Legitimation,bleibt ein Heer immer ein Heer. Und die Geschichte zeigt uns klar, wie die Heere sich benehmen. Wir Gegner des Militaers, nehmen diese Beherrschung, Ungerechligkeit undTodesgefahren nicht hin. Wie sind gegen das Existenz der Heere, aber das ist nur ein Teil der sozialen AEnderungen die noetig si nd, um den Frieden zu erreichen. Der Frieden ist nicht der Nichdasein der kriegerischenAusaindersetzungen, sondern die alltaegliche Praxis sozialer Gerechtigkeit. Deshalb glauben wir, dass Weg zu einer entmilitarisierten Gesellschaf t unbedingt eine soziale Veraenderung in allen Bereichen des Lebensbraucht,angefangen beim einzelnen Individum bis zu den Internazionalen Onganisationen. Wir glauben an die soziale Gerechtigkeit, andie nicht hierarchisierten Beziehungen, an die selben Rechte derGeschlechter, Rassen, usw...Auch verneinen wir alle, was Militarismus bedeutet: Staaten, Hierarchien, Beherrschung, Kontrolle, Ungleic hkeit, usw. Die Liste waere zu lang, aber wir sind sicher, dass Du uns schonverstanden hast. Und da die Liste sehr lang ist, glauben wir. Dass es etwas zu sagen gibt.Deshalb fangen wir an, unser Leben selbst zu bestimmten. Deswegen lassen wir es niemand anderes machen, dasher sind wir die e rsten, die sich dem Problem entgegensetzten, hier und jetz. Demzufolgeueben wir zibilen Ungehorssam aus, denn wir wollen an dieser Situation nicht teilnehmen. Wir wollen auch, dass Du Dir diese Fragen ernst haft stellst.

Wenn du mehr Information darueber willst, kans du an die folgende Adresseschreiben:

IZAR BELTZA (Talde Anarkista) Apartado 1188 E-31080-Iruinea/Pamplona Baskenland (Spanien)

BABYLONIA e.V. Cuvrystr. 20 D-10997 Berlin +49306116089 babylon@berlin.snafu.de ## CrossPoint v3.11 ##

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