(deu) Dokumentation Repression Italien (Teil II - Sept. - Dez. 1996)

A.P. (0625179964-0001@t-online.de)
Tue, 10 Dec 1996 01:31:26 -0800


Doku über die Repression gegen AnarchistInnen in Italien (Deutsch)

September - Dezember 1996
====================================
Durchsuchungen und Festnahmen in Italien
(e-mail aus München 18.09.96)
(Dokumentation eines Flugblatts aus Italien:)

Am Schwarzmarkt der Kronzeuginnen

Dort könnte sich der stellvertretende Staatsanwalt Antonio Marini und
sein Diener Ionta neue "BelastungszeugInnen" gekauft haben. In der Nacht
vom 16. zum 17.09.96 fand eine der unglaublichsten Repressionswellen
gegen einen Teil der anarchistischen Szene Italiens statt: 60
Hausdurchsuchungen, 70 Ermittlungsverfahren, 20 Haftbefehle, zusätzlich
noch 9 gegen die sowieso schon inhaftierten AnarchistInnen Jean Weir,
Antonio Budini, Carlo Tesseri, Christos Stratigopulos, Marco Camenisch
u.a. richten.
Unter den Festgenommenen befinden sich Alfredo Bonanno (Jean's Ehemann),
Guiseppina Ricobuoni (Antonios Partnerin), Stefano Moreale, Tiziano
Adreozzi, Salvatore Gugliara und Antonio Gizzo. Diese GenossInnen
befinden sich z.Zt. im Gefängnis Rebibbia in strenger Isolationshaft; sie
können nicht einmal mit ihren Anwälten sprechen. Die restlichen gesuchten
GenossInnen konnten dem Polizeiüberfall entkommen.
Die Begründungen der Haftbefehle sind ein buntes Sammelsurium ungelöster
Fälle der vergangenen 15 Jahre: "Entführung - Sprengstoffanschläge gegen
Polizei- und Armeekasernen, gegen die Kaufhauskette Standa - Autobomben
gegen Polizeiautos und ähnliches - und, als Gipfel, versuchter mehrfacher
Mord".
Den italienischen Tageszeitungen gefällt ihre Sensationsstory, in der sie
Alfredo Bonnano und seine "ExGefährtin" (die scheinen's ja genau zu
wissen !!) Jean Weir als führende Köpfe einer (in ihren paranoiden Hirnen
vorhandenen) "Revolutionären, Aufständischen, Anarchistischen
Organisation" dar, die im Unter- oder im "Ober"grund (da sind sie sich
wohl nicht einig) ihr Unwesen gegen den Staat treibe. Zu dieser gehören
dann natürlich all diejenigen GenossInnen und FreundInnen, die auf
irgendeine Weise Beziehungen zu den Gefangenen und Angeklagten haben.
Mit dieser neuerlichen Welle der Repression versucht der italienische
Staat offensichtlich, die Teilnahme möglichst vieler GenossInnen und
FreundInnen am Berufungsprozeß gegen Jean, Antonio, Christos und Carlo am
7. November in Trient zu verhindern. Es handelt sich um einen weiteren
Versuch, alle diejenigen einzusperren, die durch ihre Unbeugsamkeit die
Geschäfte der Mächtigen und ihrer Diener stören.
Was heute in Italien geschieht, kann morgen in Deutschland oder überall
in Europa ablaufen. Wir werden uns nicht einschüchtern lassen und, als
Antwort auf diese Staatsaktion, jetzt erst recht bei diesem Prozeß
erscheinen.
Anarchie kennt keine Grenzen - wir lieben unsere GenossInnen, egal, ob
sie sich in einer Zelle befinden oder nicht.
Wir grüßen die GenossInnen, die bis jetzt von diesem Polizeiüberfall noch
nicht direkt oder indirekt betroffen sind. Laßt euch nicht in den
Untergrund treiben! Wir werden unseren Kampf gemeinsam - jedeR nach
seinen Vorstellungen - fortsetzen!
Die internationalen, aufständischen Viren der Solidarität

Kontaktadresse:

Solidaritätskomitee Italien
c/o Infoladen
Breisacherstraße 12
80667 München

Verhaftungen von AnarchistInnen in Italien
freddy (freddy@mail.nadir.org) 18 Sep 1996 18:13:00 +0100
A-INFOS (D) EXTRA 1/9 1996
Folgender Text wurde am 17.9.96 im A-Infos Verteiler gepostet, in
italienischer Sprache. Hier die Uebersetzung ins Deutsche:

Am Morgen des 17 September 1996 haben ca. 300 Personen der
Sondereinheiten der roemischen Carabinieri Hausdurchsuchungen bei und
Verhaftungen von AnarchistInnen im gesamten italienischen Staatsgebiet
durchgefuehrt.
Die repressive Operation ist ein Teil eines Konstruktes, aufgebauscht vom
roemischen Richter ANTONIO MARINI und von den Staatsanwaelten IONTA und
VIGNA, mit dem Ziel die Existenz einer "Phantomaenlichen
umstuerzlerischen paramilitaerischen anarchistischen Organisation" zu
beweisen. Die erste Hausdurchsuchungswelle fand im Februar 1995 statt,
aber es wurden niemals und nirgends Waffen, Geld, Verstecke oder
Dokumente entdeckt, die der "BANDE" gehoeren koennten, welcher
tatsaechlich immer noch ein Name fehlt.
Die Aktionen am Dienstag den 17 September wurden von vermummten
Carabinieri der ROS (Spezialeinheiten, aenlich USK, a.d.Ue.) mit den
Waffen im Anschlag durchgefuehrt, die Ergebnisse sind aeusserst
grawierend: Dutzende Strafanzeigen und 29 Haftbefehle. Einige der
Beschuldigten sind sofort verhaftet worden und auf Veranlassung des
Richters MARINI sofort in das Gefaengniss von REBIBBIA ueberfuehrt
worden, andere sind zur Zeit noch untergetaucht. Die genaue Anzahl und
die Namen der Verhafteten sind noch nicht genau bekannt, sie koennen
niemanden sehen und nicht einmal mit ihren AnwaeltInnen sprechen.
Die Anklagen sind schwerwiegendst und gehen von "Umstuerzlerische
Vereinigung" ueber "Bewaffnete Raubueberfaelle" und "Waffenhandel" bis
hin zu "Mord". Praktisch wird versucht, der anarchistischen Bewegung
saemtliche ungeloeste Straftaten der letzten Jahre anzuhaengen, ohne das
es auch nur die geringsten Beweise dafuer gibt. Besonders hinweisend auf
das laufende Klima und die Akte der Verfolgung ist ein Ausspruch des
Richters MARINI: -"Bevor ich in Pension gehe werde ich eine
Terroristenbande einknasten".
Aeusserst beunruigend ist auch die Presseerklaerung der Carabinieri, in
der von einer (nicht vorhandenen) "umstuerzlerischen Organisation" die
Rede ist, welche auf "zwei Ebenen strukturiert" sein soll: eine interne,
offenbar versteckte und illegale Ebene, geschuetzt von einer "zweiten
Ebene", die sichtbarer ist, ideal um "sich in der sozialen Umgebung zu
tarnen und um gemeinsam mit andern umstuerzlerischen Subjekten in
gefaehrlichen kriminellen Vereinigungen zu wirken". Es ist eindeutig das
sie mit dieser "zweiten Ebene" vor haben, all jene Realitaeten und Orte
des Zusammenseins und der Solidaritaet treffen wollen (wie El Paso in
Turin oder andere besetzte Haeuser, Orte und Zentren in ganz Italien),
die all jene unterstuetzt haben und unterstuetzen, die sich nicht den
repressiven Apparaten des Staates unterwerfen.
Das Konstrukt der "Zweiten Ebene" ist der Mechanismus mit welchem in
naher Zukunft einer der gewalttaetigsten Angriffe auf viele Situationen
und Realitaeten der Bewegung durchgefuehrt werden koennte.
Mehr Neuigkeiten und neue Mitteilungen werden fuer die naechsten Tage
erwartet.

Ursprung: -> lucpac@freeenet.hut.fi (luc pac)> cslist@ecn.org>
http://www.geocities.com/Hollywood/3879
Uebersetzung von A-Infos (D) Nachdruck mit Quellenangabe erwuenscht,
ueber Belegexemplare wuerden wir uns freuen.
A-Infos (D) c/o Barrikade Bismarckstr. 41a 47443 Moers Deutschland
Fax.: 0(049)-2151-951806 E-Mail: 101607.2566@compuserve.com
freddy@mail.nadir.org ##

DRINGEND!
(Geist der Freiheit per e-mail + fax 18.09.96)
Repression gegen AnarchistInnen in Italien nimmt immer krassere Formen
an!

In der Nacht vom 16. auf 17. September 1996 gab es gegen die
anarchistische Szene Italiens 50 Hausdurchsuchungen in deren Folge 70
Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden (auch gegen Leute die bereits im
Knast sitzen). 20 Haftbefehle wurden ausgestellt bzw. die Leute in Haft
genommen; 9 Haftbefehle gab es gegen Leute, die bereits im Knast sitzen.
Die Vorwürfe reichen von Überfällen, subversiver Vereinigung
(italienischer § 129a) bis hin zum noch unsinnigeren Vorwurf des
(gescheiterten) "Bombenanschlags gegen Menschenmassen".
Anfang dieses Jahres wurden 4 AnarchistInnen mittels einer falschen
Kronzeugin für 2 Banküberfälle, die sie nicht begangen haben, zu 6 Jahren
Knast verurteilt. Auch von dieser Repressionswelle ist ihr Umfeld
betroffen. So wurden der Ehemann der Gefangenen Jean Weir Alfredo Bonano
sowie die Lebensgefährtin des Gefangenen Antonio Budini ebenfalls
verhaftet.
Am 07. November 1996 findet in Trient der Berufungsprozeß wegen der
beiden Überfälle statt; entsprechend waren viele der nun
kriminialisierten Menschen in der Soliarbeit für die Gefangenen und der
Vorbereitung auf den Prozeß tätig. Der AnarchistInnen-Hasser,
Staatsanwalt Marini, will wohl neben der "normalen", ständig zunehmenden
Repression gegen @-Zusammenhänge auch dafür sorgen, daß es am 07.11. in
Trient kaum noch Leute gibt die den Prozeß in Freiheit verfolgen können.
Veröffentlicht die Infos! Kommt zum Prozeß nach Trient!
Anarchie & Freiheit! Für ein Leben ohne Knäste!

a. vom GdF

Infos:

Brochüre zu den Anklagen gegen Jean Weir, Christos Stragopulos, Antonio
Budini und Carlos Terresi für 3.- & 1,50 Porto bei

Die Lunte
Haus 33
Dogmagstr. 33
80807 München

Hier gibt´s dann auch Infos zur aktuellen Repression.

Zusammenfassung im GdF Nr. 73 (2.- & 1,50 Porto)

Geist der Freiheit
c/o IL Moskito
Alte Bergheimer Str. 7a
69115 Heidelberg

Verhaftungen von AnarchistInnen in Italien
freddy (freddy@mail.nadir.org) 18 Sep 1996 18:13:00 +0100
-------------------------------------------------------------------A-INFOS (D) EXTRA 1/9 1996
Folgender Text wurde am 17.9.96 im A-Infos Verteiler gepostet, in
italienischer Sprache. Hier die Uebersetzung ins Deutsche:

Am Morgen des 17 September 1996 haben ca 300 Personen der Sondereinheiten
der roemischen Carabinieri Hausdurchsuchungen bei und Verhaftungen von
AnarchistInnen im gesamten italienischen Staatsgebiet durchgefuehrt.
Die repressive Operation ist ein Teil eines Konstruktes, aufgebauscht vom
roemischen Richter ANTONIO MARINI und von den Staatsanwaelten IONTA und
VIGNA, mit dem Ziel die Existenz einer "Phantomaenlichen
umstuerzlerischen paramilitaerischen anarchistischen Organisation" zu
beweisen. Die erste Hausdurchsuchungswelle fand im Februar 1995 statt,
aber es wurden niemals und nirgends Waffen, Geld, Verstecke oder
Dokumente entdeckt, die der "BANDE" gehoeren koennten, welcher
tatsaechlich immer noch ein Name fehlt.
Die Aktionen am Dienstag den 17 September wurden von vermummten
Carabinieri der ROS (Spezialeinheiten, aenlich USK, a.d.Ue.) mit den
Waffen im Anschlag durchgefuehrt, die Ergebnisse sind aeusserst
grawierend: Dutzende Strafanzeigen und 29 Haftbefehle. Einige der
Beschuldigten sind sofort verhaftet worden und auf Veranlassung des
Richters MARINI sofort in das Gefaengniss von REBIBBIA ueberfuehrt
worden, andere sind zur Zeit noch untergetaucht. Die genaue Anzahl und
die Namen der Verhafteten sind noch nicht genau bekannt, sie koennen
niemanden sehen und nicht einmal mit ihren AnwaeltInnen sprechen.
Die Anklagen sind schwerwiegendst und gehen von "Umstuerzlerische
Vereinigung" ueber "Bewaffnete Raubueberfaelle" und "Waffenhandel" bis
hin zu "Mord". Praktisch wird versucht, der anarchistischen Bewegung
saemtliche ungeloeste Straftaten der letzten Jahre anzuhaengen, ohne das
es auch nur die geringsten Beweise dafuer gibt. Besonders hinweisend auf
das laufende Klima und die Akte der Verfolgung ist ein Ausspruch des
Richters MARINI: -"Bevor ich in Pension gehe werde ich eine
Terroristenbande einknasten".
Aeusserst beunruigend ist auch die Presseerklaerung der Carabinieri, in
der von einer (nicht vorhandenen) "umstuerzlerischen Organisation" die
Rede ist, welche auf "zwei Ebenen strukturiert" sein soll: eine interne,
offenbar versteckte und illegale Ebene, geschuetzt von einer "zweiten
Ebene", die sichtbarer ist, ideal um "sich in der sozialen Umgebung zu
tarnen und um gemeinsam mit andern umstuerzlerischen Subjekten in
gefaehrlichen kriminellen Vereinigungen zu wirken". Es ist eindeutig das
sie mit dieser "zweiten Ebene" vor haben, all jene Realitaeten und Orte
des Zusammenseins und der Solidaritaet treffen wollen (wie El Paso in
Turin oder andere besetzte Haeuser, Orte und Zentren in ganz Italien),
die all jene unterstuetzt haben und unterstuetzen, die sich nicht den
repressiven Apparaten des Staates unterwerfen.
Das Konstrukt der "Zweiten Ebene" ist der Mechanismus mit welchem in
naher Zukunft einer der gewalttaetigsten Angriffe auf viele Situationen
und Realitaeten der Bewegung durchgefuehrt werden koennte.
Mehr Neuigkeiten und neue Mitteilungen werden fuer die naechsten Tage
erwartet.

Ursprung: lucpac@freeenet.hut.fi
Uebersetzung von A-Infos (D) Nachdruck mit Quellenangabe erwuenscht,
ueber Belegexemplare wuerden wir uns freuen.
A-Infos (D) E-Mail: 101607.2566@compuserve.com - freddy@mail.nadir.org

Sun Sep 22 03:59:20 1996 GMT
freddy, email: freddy@mail.nadir.org
A-Infos Hyper-Archive: Ermittlungen in Italien gegen AnarchistInnen

Notizen des Verteidigungskomitees der AnarchistInnen ueber die letzten
Durchsuchungen und Ermittlungen.
DER LETZTE STAND SEIT DONNERSTAG DEN 19 SEPTEMBER

Aus den letzten Neuigkeiten die uns erreicht haben ist zu schliessen das
die Verhoere am Mittwoch den 18en in Rom begonnen haben um die
Gueltigkeit der Verhaftungen zu halten; Zwei Personen (eine von ihnen
ist mit Sicherheit Antonio Gizzo) sind verhoert worden. Die Ermittlungen
sind abgeschlossen, daher werden der Richter Marini und sein Diener Ionta
mit dem Antrag beginnen, 70 Personen vor Gericht zu stellen. Sollte
dieser Antrag angenommen werden, werden sowohl die bereits
Festgenommenen als auch die Beschuldigten auf freiem Fuss in kuerze eine
Vorladung zum ersten Prozesstag erhalten (wahrscheinlich in einem
Monat).
Die Festnamen folgender Personen sind noch nicht bestaetigt:

... Es folgen 6 Namen ...

Wir bitten um die Zusammenarbeit alternativer Informationsorgane und der
verschiedenen Situationen (Zentren, Gruppen o.Ae, a.d.Ue.) um die
fehlenden Daten zu vervollstaendigen und um diese und kommende
Nachrichten zu verbreiten; Ausserdem werden in kuerze Informationen ueber
kommende Aktionen und Initiativen verbreitet.
Wir bitten darueber hinaus all jene, die Flugblaetter, Dokumentationen
oder Pressemitteilungen ueber diese Sache produziert haben, uns
Belegexemplare zukommen per Post oder Fax zukommen zu lassen (Fax und
Telefon haben die selbe Nummer, also ruft bitte an, bevor Ihr was
schickt!).

INFORMATIONEN:
El Paso Occupato
Via Passo Buole 47
10127 Turin
(0039 von D) (0)11 - 317 41 07

Übersetzung:
A-Infos (D)
c/o Barrikade
Bismarckstr. 41a
47443 Moers
Deutschland
Fax.: 0(049)-2151-951806 E-Mail:101607.2566@compuserve.com

Infos über den weiteren Verlauf auch unter e-mail:
0625179964-0001@t-online.de

Prozeß gegen
Jean Weir, Christos Stratigopolus, Antonio Budini,
und Charlos Tesseri
am 07.11.1996 in Trento
(Geist der Freiheit, A-Flugschrift, Nov 96)

Am 07. November 1996 fand in Trento nun der erste Verhandlungstag des
Berufungsprozeßes statt. Für alle die die Story noch nicht kennen hier
eine kurze Zusammenfassung:

(...)

Zum Prozeß am 07.11.06:
Mit einer Stunde Verspätung und unter massiver Bullenpräsenz fing der
Prozeß um 1000 Uhr an. Wie schon in der Vergangenheit wurde ein kleiner
Gerichtssaal gewählt, der nur für 25 ZuschauerInnen zugelassen ist. Mehr
als diese 25 Menschen gelangten also erst gar nicht ins Gerichtsgebäude;
die anwesenden ca. 60 Leute mußten sich abwechseln. Wie üblich bei
"Terroristenprozessen" wurden die Personalien der BesucherInnen
festgestellt, sie wurden abgetastet und mit Metaldedektoren untersucht.
Erfreulicherweise waren auch Deutsche und Schweizer GenossInnen anwesend.
Der Prozeß lief dann so ab, daß die Kronzeugin Namsetchi sich
krankgemeldet hatte. Während die Verteidigung beantragte, daß der Prozeß
bis zu ihrem Erscheinen vertagt werde, gab sich der Staatsanwalt alle
Mühe denoch, auf Basis der Akten zu verhandeln. Angesichts der wackeligen
Aussagen Namsetchis, die zu 80 % aus "weiß ich nicht mehr" und "kann mich
nicht erinnern" bestehen, ein verständliches Unterfangen. Das Gericht
entschied erstmal in Abwesenheit der Zeugin zu verhandeln.
Es ging also mehr oder weniger den ganzen Tag so ab, daß der Staatsanwalt
die Aussagen Namsetchis zitierte und gebetsmühlenartig ihre
Glaubwürdigkeit betonte, während die Verteidigung auf die massiven
Unstimmigkeiten und Widersprüche hinwies. Bis auf wenige Ausnahmen (bei
den krassesten Unterstellungen) äußerten sich die Gefangenen nicht zu dem
ganzen Mist.
Zwichendrinn gab es Versuche der Staatsanwalt einen Deal zu machen, d.h.
die Angeklagten sollten die Tat gestehen und eine mildere Strafe dafür
bekommen (um die 3 Jahre statt 6,5) - dies wurde natürlich von ihnen
abgelehnt.
Gegen 2200 Uhr gelangt das Gericht schließlich zu dem Schluß, daß ohne
die Zeugin wohl doch kein Licht in die Sache zu bringen sei; der Prozeß
wurde auf den 13. Dezember 1996 vertagt.
Angesichts dessen blieb es (abgesehen von einigen luftarmen Zivi-Autos)
im Gericht und nach dem Prozeß ziemlich ruhig.

Zur allgemeinen Repression gegen AnarchistInnen in Italien:
Unabhängig vom Prozeß wegen der angeblichen Banküberfälle wird es in
nächster Zeit noch viele Prozeße in Italien geben. Nach den
Durchsuchungen vom 16. auf 17.09.96 sind Staatsanwalt Marini und seine
Kollegen fleißig dabei Anklagen gegen AnarchistInnen zu konstruieren; ein
Teil dieser Konstrukte stützt sich auf die mittlerweile 70 Seiten
umfassenden Aussagen der Kronzeugin Namsetchi. Der Prozeß am 13.12.96 in
Rovereto hat somit eine Bedeutung über seinen Rahmen hinaus: Bleibt die
Aussage Namsetchis "glaubhaft" (was heißt das schon, wenn Leute darüber
entscheiden, deren erklärtes Lebensziel es ist AnarchistInnen
einzuknasten...), so bedeutet das für Leute in anderen Verfahren unter
Umständen 5 bis 20 Jahre Knast.

Wir finden es auch deshalb wichtig beim Prozeß am 13. Dezember so
zahlreich wie möglich zu erscheinen.
Die Bullen haben sehr nervös auf die Anwesenheit der Deutschen und
Schweizer reagiert. Scheinbar liegt ihnen nicht unbedingt viel daran,
ihre selbst nach gutbürgerlichdemokratischen Gesichtspunkten fragwürdigen
Justizpraktiken international publik werden zu lassen.
Leider sind die deutschen AnwältInnen, die eigentlich als BeobachterInnen
dem Prozeß beiwohnen wollten in letzter Minute abgesprungen, es werden
nun noch internationale AnwältInnen für den 13.12. gesucht...
Kommt zum Prozeß! Interveniert bei italienischen Konsulaten, Botschaften
und Behörden! Bedenkt dabei aber, daß die Angeklagten nichts, aber auch
gar nichts von dieser pseudo-demokratischen Justiz halten - Sie würden es
wohl alle ablehnen, sich auf diese herrschaftssichernden Gesetze zu
berufen...

Anarchie & Freiheit!
Sprengt die Mauern, holt die Menschen raus!

Geist der Freiheit, c/o IL Moskito im AZ, Alte Bergheimer Str. 7a,
D-69115 Heidelberg

Weiter Infos zum Thema:
M Solidaritätskomite "Italien", c/o Infoladen, Breisacher Str.
12, D-81677 München
M L´evasione, C.P. 45, I-38068 Rovereto (TN)

Notizen des anarchistischen Verteidigungskomitees
bezüglich der Ermittlungen Staatsanwalt Marinis
Stand 12.11.1996 (Deutsche Übersetzung: Soli-Komitee München)

Zu den Gefangenen:

In unserem letzten Info brachten wir die Notiz von einem weiteren
Hungerstreik, der von Giuseppina Riccobono, inhaftiert in Rebibbia ab dem
17 September aufgrund der Ermittlungen von Marini, gegen die
phantomatische ORAI (Organisazione Rivoluzionara Anarchica
Isurrezionalista - Revolutionäre Anarchistsiche Aufständische
Organisation - A.d.Ü.), der anarchistische bewaffnete Haufen. Auch
Tiziano Andreozzi ist aus Protest gegen die Haft nun im Hungerstreik. Aus
einem Info von Forte Prenestino (besetztes Zentrum in Rom - A.d.Ü.)
entnehmen wir, daß Tiziano Andreozzi ab dem 28. Oktober den Hungerstreik
auf den Durststreik verschärft hat. Es folgt die Erklärung von Giuseppina
Riccobono:

Gefängnis Rebibbia, 23 Oktober, Giuseppina Riccobono:
"...vorigen Sommer hatte Tiziano einen Autounfall der ein Gehirnhämathom
zur Folge hatte. Aus diese Grund ist er darauf angewiesen ein besonderes
Medikament (Gardenale) einzunehmen. Es handelt sich um ein
Anti-Epileptikum, dessen Einnahme auf keinen Fall unterbrochen werden
darf. Aber seit dem 30. Oktober hat die Krankenabteilung des Gefängnis
aufgehört es ihm zu geben mit der Begründung, daß er es nicht auf leeren
Magen nehmen kann. Diese Begründung mag wohl auch berechtigt sein, die
Situation Tizianos ist aber trotzdem gefährlich und verlangt nach
anderen Bedingungen. Außerdem wartet Tiziano nach eineinhalb Monaten
Haft, immer noch auf die Haftprüfung."

Salvatore Gugliara befindet sich seit Dienstag, den 2. November in
"Hausarrest" (Ist in Italien an Stelle von U-Haft möglisch - A.d.Ü.). Im
Gegensatz zu dem was wir gehört haben, ist dies nicht darauf
zurückzuführen, daß der Staatsanwalt sich entschieden hätte alle
Angeklagten gegen die wegen Vereinigungsdelikten ermittelt wird
(bewaffneter Haufen, subversive Vereinigung, Anschläge, Waffen und
Sprengstoffbesitz) in "Hausarrest" zu schicken, sondern hängt alleine mit
dem Gesundheitszustand von Salvo zusammen (dem es jetzt wieder gut geht).

Wir bringen in Erinnerung, daß Antonio Budini, Marco Camenish, Orlando
Campo, Gregorian Garagin, Salvatore Gugliara, Francesco Porcu, Paolo
Ruberto, Giuseppe Stasi und Carlo Tesseri, 9 der inhaftierten
Anarchisten, uns eine Erklärung zukommen haben lassen, die wir in voller
Länge am 30. Oktober veröffentlich haben.

Zum Prozeß am 7. November 1996:

Donnerstag, dem 7. November 96, fand der Berufungsprozeß in Trient gegen
Jean Weir, Carlo Tesseri Christos Stratigopulos, Antonio Budini (alle im
Gefängnis von Rebibbia, da auch gegen sie Ermittlungen Marinis wegen der
anderen Geschichten, ORAI etc. laufen) statt. Die vier sind in einem
anderen Verfahren wegen eines Banküberfalls, der in Serravalle
durchgeführt wurde, verurteilt worden. Dieser Prozeß jedoch betraf zwei
weitere Banküberfälle in Ravina di Trento. Die Anklagen beruhen auf den
Aussagen einer "Reuige" (Kronzeugin - A.d.Ü.), auf Grund der Aussagen
dieser "Reuhig" sind 68 Anarchisten in den anderen Verfahren wegen
bewaffneter Haufen etc. anklagt.
Die Verhandlung, welche von 9:00 Uhr in der Frühe, bis 20:30 Uhr dauerte,
wurde von ca. 100 Personen verfolgt. Ein großes Polizei- und und
Carabinieri-Aufgebot war vor Ort (voriges Mal kam es zu harten
Auseinandersetzungen bei ihrem Versuch, die anwesenden Freunde und
GenossInnen vom Gerichtsaal fernzuhalten). Nur jeweils 25 Leute konnten
der Verhandlung im Gericht beiwohnen.
Von der technischen Seite her haben die drei Verteitiger sehr gute Arbeit
geleistet. Sie stellten die ganze Angelegenheit im Gesamtrahmen der
Ermittlungen Marinis dar, um dann die gesamte Operation in ihrer
Aufbauschtheit und Willkür zu verdeutlichen. Sie hoben das Interesse der
Magistratur und der CC (Carabineiri) hervor, die eine "Reuige" benützen,
um sie in diesem Prozeß der Banküberfälle glaubwürdig erscheinen zu
lassen, damit sie dann im übergeordenten Rahmen der Ermittlungen im
Verfahren wegen "bewaffneter Haufen" etc. auch mit Glaubwürdigkeit
eingesetzt werden kann. Tatsächlich, im Ermittlungsprotokoll kann man
lesen, daß man nur Dank der Aussagen der obengenannten "Reuigen" dazu
gekommen sei, diese gefährlich Bande zu enthüllen, und daß es keinen
Grund gibt an ihrer "Reue" und somit ihrer Glaubwürdigkeit zu zweifeln,
da ihr ja schon die Richterschaft der ersten Instanz aus Trient, glauben
geschenkt hätte. Die Verteitiger haben die unfaßbaren Aussagen in allen
ihren Einzelheiten auseinandergenommen. Sie hoben alle Widersprüche
hervor, die schon im ersten Verfahren deutlich waren (näheres in der
deutschen Brochüre "Hands up", Adr. siehe am Schluß - A.d.Ü.) und haben
daher gezeigt, wie unglaubwürdig diese Person ist, und aus welchen
Gründen heraus sie gehandelt hat. Der Staatsanwalt wiederholte, daß wenn
die "Reuige" tatsächlich instruiert worden wäre, diese nie und nimmer in
Widersprüche gefallen wäre ( Erinnert ihr euch an die Hexenprozesse? Sie
wurden in einen See geworfen, wenn sie ertranken war es ein Zeichen ihrer
Unschuld, wenn sie nicht ertranken war es Zeichen von Hexerei und sie
wurden verbrannt).

Nachdem sich die Richter für drei Stunden zurückgezogen hatten,
beschlossen die dann den Prozeß auf den 13. Dezember 96 zu vertagen um
neue Beweise zu finden. Also sie möchten Mojdeh Namsetchi (die "Reuig")
und den Marschall Farini (der Carabinieri der sie "überzeugt" hätte, sich
zu reuen) nocheinmal vernehmen und möchten Unterlagen bzgl. einer
Operation prüfen, welcher sie zwei Monate vorher hatte und die ihre
Teilnahme an den Banküberfällen in Frage stellen würde.

Unsere Beurteilung aus politischer Sicht ist, daß die Richter es nicht
gewagt haben, die vier (plus die anderen 4 untergetauchten Angeklagten)
angesichts solch einer widersprüchlichen Beweislage nocheinmal zu
verurteilen. Dies ist jedoch ein Prozeß, der von Rom gewollt und
gesteuert ist, von Staatsanwalt Marini, der alles daran setzten muß
seinen einzigen Beweis gegen die Anarchisten glaubwürdig zu machen. Also
hat die Richterschaft ein typisches "die heiße Kartoffel weitergeben"
gemacht und hat das Verfahren vertagt - da schau an - genau auf drei Tage
nach der Vorverhandlung der Ermitttlungen Marinis in den andren Fällen,
die für den 10. Demzember 96 festgesetzt ist. So haben sie nicht nur
Zeit, die "Reuige" besser zu instruieren, sondern bei diesem Anlaß werden
die offensichtlichen Lügen der Kronzeugin noch nicht festgestellt sein.
Es ist auf alle Fälle kein negatives Zeichen, daß die Richter nicht
gleich das Urteil gesprochen haben. Niemand erwartete sich etwas
besonders anderes von der Justiz.

Infos der letzten Minuten: Wir erfahren, daß Carlo Tesseri, einer der
Gefangen wegen der Prozesse in Trient, beim Transport vom Gericht ins
Gefängnis, nach dem Verlassen des Gerichtes von sieben Knastwärtern
brutal zusammengeschlagen wurde. Wir haben es nicht geschafft uns die
Kenntniss anzueignen, in welchen Knast er genau ist. Vielleicht in
Verona, oder vielleicht in Fossombrone (Pesaro).

Soweit die Übersetzung

Weitere Infos in deutscher und englischer Sprache über:

"Solidaritõtskomitee Italien"
c/o Infoladen München
Breisacherstr. 12
D-81667 München

es berichtet auch regelmäßig:

Geist der Freiheit (NEUE ADRESSE!)
c/o Cafe Exzessß
Leipzigerstraße 91
D-60487 Frankfurt

in italienischer Sprache im Internet:
http://www. geocities. com/Hollywood/3879/canenero.htm
http://www. ecn.org./zero/canenero.htm
mailing lists mailto: a-infos@global.com
A-Infos Hyper-Archive: luc pac / mailto: lucpac@freenet. hut.fi

Jean Weir, Christos Stratigopolus, Antonio Budini, und Charlos Tesseri
erneut verurteilt!
(Geist der Freiheit, A-Flugschrift, 16. Dezember 1996)
Kurzinfo zum Berufungsprozeß am 13.12.1996 in Trento
(Ausführliche Berichterstattung folgt in den nächsten Tagen)

Kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte:

(...)

ZUM PROZEß AM 13.12.96:
Der für 9:00 Uhr angesetzte Prozeß begann mit erheblicher Verspätung erst
um 14:30. Grund hierfür war, daß die "Reuige" Mojdeh Namsetshi sich lange
weigerte den Gerichtsaal zu betreten.
Als nach stundenlagem Warten der ca. 50 FreundInnen und GenossInnen der
Schauprozeß endlich begann, wurde zuerst ein Angestellter der
überfallenen Bank als Zeuge gehört. Seine Aussage konnte keine/n der
Angeklagten belasten, zudem verwickelte er sich in Widersprüche zu seinen
früheren Aussagen.
Bei der folgenden mehrstündigen Aussage Namsetchis wurden die
ZuschauerInnen ausgeschlossen (Zeugenschutz!?) - auch lehnte es das
Gericht ab, den Ton über die Lautsprecher in den Voraum zu übertragen,
was technisch jederzeit möglich gewesen wäre. So wurden die
ZuschauerInnen um das "Vergnügen" gebracht, sich die haarsträubenden
Horror-Märchen Namsetchis selbst anzuhören. Konkrete Details ihrer
Aussage werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Im Wesentlichen
versuchte sie, unsinnige, frührere Aussagen zu korregieren und verwicklte
sich damit in erneute Widersprüche, welche sie durch ihre sattsam
bekannten "weiß nicht mehr", "kann mich nicht mehr erinnern" etc.
blabla... zu kaschieren versuchte. Waren, laut ihrer bisherigen Aussage,
die Leute zu sechst in einem Kleinwagen vom Bahnhof zur Bank gefahren und
dannach auch so geflüchtet, sagte sie nun aus, sie seinen zu fünft vom
Bahnhof zur Bank gelaufen (mehrere km!) und danach zu fünft im Auto
geflüchtet (Der/die 6. TäterIn fällt eben mal so nebenbei unter den
Tisch). Mehrfach brach sie wärend der Befragung in Tränen aus; am Schluß
ihrer Vernehmung brach sie zusammen - es schien als hätte sie unter
starkem Einfluß von Psychopharmaka gestanden.
Der Carabinieri, welcher Namsetchi zur "Reue" bewegt hatte, sollte
eigentlich auch aussagen. Er erschien allerdings nicht - (angeblich?) da
er einen Dienstunfall in Form einer Kugel zwischen die Rippen hatte und
noch geraume Zeit im Krankenhaus verbringen müsse.
Nach Abschluß der Beweisaufnahme hielten Staatsanwaltschaft und
Verteidigung ihre Plädoyers - welche von beiden Seiten nichts neues
enthielten: Der Staatsanwalt seierte seine Glaubwürdigkeitsbekundungen
herunter und erklärte die Unstimmigkeiten in Namsetchis Aussagen mit
allem möglichen und unmöglichem pseudepsychologischem Müll. Die
Verteidiger nahmen abermals die unglaublichen Behauptungen der "Reuigen"
Stück für Stück auseinander.
Danach zog sich das Gericht für ca. 2-3 Stunden zu Beratung zurück. Gegen
23:00 Uhr dann die Urteilsverkündung: Ungeachtet der erneuten wirren
Behauptungen der Kronzeugin kommt die dreiköpfige Kammer zu dem Schluß,
daß die 4 AnarchistInnen schuldig seien. Da die Tat als Wiederholungstat
zu sehen sei, verurteilt die Kammer die vier allerdings "nur" zu 2 Jahren
(statt 6 Jahren in 1. Instanz). Die Angeklagten nahmen das Urteil ohne
erkennbare Regung auf, aus den Reihen der ZuschauerInnen wurden
Beschimpfungen laut. Die Bullen drängten die Leute aus dem Gerichtssaal.
So weit, so schlecht... Abgesehen davon, das keine/r auch nur mit einem
Tag Knast zufrieden sein kann - speziell wenn es um eine Tat geht, die
er/sie gar nicht begangen hat - könnte mensch hier versucht sein, von
einem Teilerfolg zu sprechen (2 Jahre sind besser als 6) - aber das ist
Unsinn!
Erneut manifestiert eine total bekloppte und/oder anarchophobe Kammer die
Glaubwürdigkeit der "Reuigen" (Entweder die 3 RichterInnen sind jenseits
jeglichen "gesunden Menschenverstands" oder es ist ganz offenkundig, daß
AnarchistInnen nunmal verurteilt werden müssen, mit, ohne oder mit
Pseudo-Beweisen - etwas anderes ist da nicht zu sehen).
Es werden jede Menge Prozesse folgen, welche sich beweistechnisch
ebenfalls ausschließlich auf Namsetchis Aussagen stützen, es werden Leute
deshalb zu etlichen Jahren Knast verurteilt werden...
Die einzige Möglichkeit (außer dem generellen, ständigem Kampf gegen alle
staatlichen Intitutionen natürlich) daran etwas zu ändern, ist mehr
Öffentlichkeit zu diesen unglaublichen (d.h. auch für viele "Bürgerliche"
nicht nachvollziehbaren) Vorgänge zu schaffen und auf jeder Ebene, ganz
nach den individuellen Vorstellungen und Möglichkeiten einzelner Menschen
oder Gruppen, den Druck auf die italienische Justiz- und Regierungs- und
Presse- etc.-Strukturen zu erhöhen.

FEUER & FLAMME FÜR JEDEN STAAT!
SEINEN BÜTTELN WAS AUF´S MAUL! ÜBERALL!

ANARCHIE = FREIHEIT!

Geist der Freiheit, c/o Cafe Exzess, Leipzigerstraße 91, D-60487
Frankfurt

"Der Ausbruch"
"Informationen über die Repression gegen italienische AnarchistInnen"
Dezember-Ausgabe erschienen. Deutsch & engliche Ausgabe gegen 2 DM pro Ex
und 1,50 Porto zu erhalten beim

Solidaritätskomitee "Italien"
c/o Infoladen
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Fax: +49-(0)89-4802006