(Dt.) Schweden: Straffreier rassistischer Mord

Robert (101607.2566@CompuServe.COM)
19 Jul 96 11:25:38 EDT


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From: INTERNET:Reinhard.Helmers@orgk1.lu.se, INTERNET:Reinhard.Helmers@orgk1.lu.se
To: Robert, 101607,2566
Date: 17.07.1996 12:11

Subject:Schweden: Straffreier rassistischer Mord

taz und FAZ verheimlichen Freispruch fuer rassistischen Mord!
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Schweden: DER STRAFFREIE MORD AN EINEM AFRIKANER

Im September 1995 wollte Gerard Gbeyo von der Elfenbeinkueste Bekannte in d=
er=20
suedschwedischen Kleinstadt Klippan besuchen. Zwei Skinheads, 18 und 16 Jah=
re=20
alt, entdeckten ihn und seine Hautfarbe.Sie beschlossen ihn abzustechen. De=
r=20
16-jaehrige streifte sich seine Hakenkreuzbinde ueber und schon begann die =
Jagd=20
mit dem gezueckten Messer.Bei dem gemeinschaftlich begangenen Mord hatte de=
r=20
16-jaehrige das Messer gefuehrt Anschliessend prahlten sie im Kumpanenkreis=
mit=20
ihrer Tat.Das Ortsgericht in Klippan verurteilte die beiden Taeter zu sechs=
bzw.=20
fuenf Jahren Gefaengnis.

Am 17.Juni verkuendete das Revisionsgericht in Malmoe sein Urteil: Die Stra=
fe=20
fuer den 18-jaehrigen wurde auf drei Jahre herabgesetzt; der 16-jaehrige wu=
rde=20
von der Mordanklage freigesprochen. Das Gericht behauptete, er haette nicht=
den=20
Vorsatz zu toeten gehabt.Diese Verneinung des Vorsatzes bezeichnete der=20
Strafrechtsprofessor Hans Klette als <fantastisch>.<Wir unterrichten so etw=
as im=20
ersten Semester und wenn die Studenten diese Regel nicht kennen,fallen sie=
=20
durchs Examen>.
Der Taeter wurde sofort aus der Haft entlassen, wird aber in ein idyllisch=
es=20
Jugendpensionat eingewiesen, wo die Aufwendungen pro Person 660 DM/Tag betr=
agen=20
- ein Traum fuer viele arbeitslose Jugendliche, die keine Bluttat begangen=
=20
haben. Schweden kennt weder ein Jugendstrafrecht noch Jugendstrafvollzug.

Den Leichnam des Ermordeten hatten die Behoerden ohne Einverstaendnis der=20
Familie und ohne Ruecksicht auf religioesen Brauch einaeschern lassen und d=
ie=20
Asche nach Abidjan geschickt.Unter den Einwanderern breiten sich Empoerung =
ueber=20
das Urteil und, besonders bei den Farbigen, Schrecken aus.Man spricht von z=
wei=20
Rechtsordnungen in Schweden, eine fuer echte Schweden - eine andere fuer=20
Einwanderer und Auslaender, sozusagen Apardheid auf Schwedisch.

In einem Kommentar fragt die gr=F6sste Tageszeitung Dagens Nyheter 19.6. <W=
er sind=20
die Verantwortlichen dafuer, dass es salonfaehig wurde, fremdenfeindlich=20
aufzutreten ?>. =20