(de) Gegen den Ball der Vampire (fr)

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Wed, 24 Apr 1996 11:54:40 +0200


Gegen die G7 in Lyon.
Gegen den Ball der Vampire.

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Auf dem Giepfeltieffen in Lyon vom 27 bis 29 Juni, werden sich die
Staatchefs der 7 reichsten Staaten der Welt versammeln (USA, Japon, BRD,
=46rankreich, Grossbrittanien, Italien, Canada und als Gast Russland) um in
Bereich Arbeit ihre Aktionen zu definieren und zu koordinieren. Weil die
Grossen dieser Welt sich vor allein dann f=F9r soziale Probleme
interessieren, wenn diese die Ordnung bedrohen, die sie herrschen lassen.
Die Politik der freien Marktwirschaft, seit 15 Jahren uberall auf dir
Okonomien und das massgebende Gewicht der multinationalen Firmen auf, die
so die Handlungsfreiheit der Staaten begrenzen. Die Finanzmarkk erzwingen
das Wesentliche. Die Regierungen spielen so gewissermassen die Rolle von
einfachen Untervermittlern der kapitalistischen Weltfirma "mit der Aufgabe
den sozialen Fieden" aufrecht zu erhalten, wahrend sie gleichzeitich die
Ausbentung aller, die din Kapitalismus erdulden, verschlimmern.
Im Angesicht dieser Ideologie zeigt sich ein Widerstand : sei es im Chiapas
oder in Frankreich im Dezember '95, mehr denn je muss man die Gelegenheiten
ergriefen um die Verbindung von Ursache und Wirkung aufzuzeigen, die
Entscheidungen der G7 und deren Folgen fur unser Leben (Arbeitslosigkeit,
Gesundheit, Rente, Lohne, usw.).
Lyon muss der Treffpunkt der Infragestellung der neuen Weltordnung sein,
fur die "Verdammten dieser Erde" und fur alle die, die nicht in einer Welt
leben wollen, in der die Freiheit sich am freien Verehr der Guter und der
politischen Interesseren der Staaten und herrschenden Eliten misst.
Umsturz der Verhaltnisse auf der Erde.
-ob es um den Neocolonialismus' Frankreichs ge in Africa geht (Rwanda,
Burundi), die Zerstuckelung Ex-Jugoslawiens oder die politische Macht der
USA, die wahre Weltpolizei...
-ob es um die Politik der Umweltzerstorung geht (Amazonien, Somport,
Meeresverschmutzung...) oder um die franzozischen und chinesischen
Atomtests...
-ob es um die Politik geht, die der IWF und die Weltbank den Landern
aufzwingen, die "in der Entwicklung stehen", und so noch mehr Elend und
sozialen Sprengstoff schaffen.
Die Volker werden auf dem Altar der kapitalistischen Weltwirtschaft und der
Krafteordnung zwischen Grossmachten geopfert. Gegen die Aufteilung der Welt
zwischen den Machtigen, die sich das Recht nehmen uber das Schicksal von
Volkern zu entscheiden, handeln wir und organisieren wir die internationale
Solidaritat.
Widerstand gegen die kapitalistische Ordnung.
-gegen die europaische Festung, die Tag fur Tag ihre
Anti-Einwanderungs-gesetzgebung verhartet (Abschaffung des Asylrechts,
Toubon-Gesetz) und so den Weg fur den Austieg des Rassismus bahnt.
-gegen die Ideologie der Sicherheit, die sich in sozialer Kontrolle und
grosserer Eingeschlossenheit niederschlagt.
-gegen den Versuch minoritare kulturen auzuloschen, seien es die Kulturen
von Einwanderern oder die der Bretonen, Korsen, Basken, Polynesier ; ein
potentieller Faktor von Widerstand und Solidaritat.
-gegen die Umschukturierung der Industrie, die Verlagerung der
Produktionsstandorte und die Entwicklung prekarer Formen von Arbeit, mussen
wir die sozial-nutzlischen Aktivitaten neudefinieren (was produzieren, fur
wen und wie ?).
-gegen die Art wie unsere Lebensverhaltnisse von unseren Gehaltern bestimmt
werden (Wuchermieten ; neue Discountmarkte, damit die Armsten weiter
konsumieren konnen, eine niedrigere Qualitat, naturlich !).
-gegen den alltaglichen Sexismus, der nur ein Relais zum dominanten Modell
darstellt, in dem man uns einsperren will (Franen zuruck zum Herd oder je
nachdem als Sexualobjekte, Homosexuelle in minderheitenghettos).
Wir lassen uns nicht vom kapitalismus in eine Ideologie der Ausgrenzung
einsperren. Wir weisen die Benennung von Sundenbocken zuruck.
Die Gesellschaft gegen den Staat durchsetzen.
-um mit der herrschenden Ordnung Schluss zu machen mussen wir unsere
Lebensverhaltnisse kennen und meistern konnen.
-fur eine konkrete internationale Solidaritat mit den kampfenden Volkern,
fur ihre soziale und nationale Emanzipation, und fur die Unterstutzung von
=46luchtlingen und Illegalen (Basken, Asylsuchenden, deren Anhag abgelehnt
worden ist, usw.).
-um zu realisieren, was wir als nutzlich ansehen, mussen wir uns
alternative Raume schaffen und konkrete antikapitalistische Alternativen
aufbanen : besetzt Hauser, alternative Orte, soziale Zentren, alternative
Schulen...
-um die institutionelle und staatliche Vermittlervolle zuruckzuweisen,
vermehren wir die Experimente von Selbstverwaltung und direkter Demokratie
um unsere Klasseninteressen durchzusetzen.
Horen wir auf zu glauben, dass es einem humanen Kapitalismus gibt und, dass
durch das Auswechseln von Politikern eine andere Politik in diesem System
moglich ist ! Der Staat und die nationalen und internationalen Bourgeoisien
haben keine anderen Interessen als die ihren ! Setzen wir unsere durch !
Zerstort den Kapitalismus !
Es ist nicht die Arbeit, die verandert werden muss.
Es ist der Kapitalismus, der eliminiert werden mus.
Gegen die kapitalistische Vernetzung der multinationalen Firmen,
Internationale Soildaritat.

Demonstration in Lyon am 22 Juni ! Wir debattieren uber alle diese Probleme
in den Foren vom 22-23 Juni in Lyon, um Kreative Utopien zu schaffen und
Alternativen fur diese Weltordnung zu konstruiren.

Koordination der Anti-G7 Gruppen (Lyon, Nantes, Tours).- Organisation
communiste Libertaire, RESEAU No Pasaran, Comite de solidarite avec les
peuples du Chiapas en lutte (Paris), Comite Chiapas (Nantes), Comite
Somport...

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e-mail: geronimo@easynet.fr