(deu) Antifa (M) im Internet

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Thu, 14 Mar 1996 16:58:53 +0100


Presseerkl=E4rung

Autonome Antifa (M) im Internet

Die Autonome Antifa (M) pr=E4sentiert sich seit dem 1. M=E4rz 1996 mit einer
eigenen Home-Page im World Wide Web (WWW) des Internets. Zudem
ist die Gruppe per E-Mail zu erreichen.
Der Einstieg ins Internet war urspr=FCnglich als Erg=E4nzung zu den schon
vorhandenen Kommunikationsm=F6glichkeiten gedacht. Das sich
zunehmend versch=E4rfende politische Klima in der BRD schr=E4nkt die
M=F6glichkeiten der Autonomen Antifa (M), durch die etablierten Medien
oder =F6ffentlichkeitswirksamen Aktionen am politischen Diskurs
teilzunehmen, weiter ein. Am 2. Oktober 1995 ist nicht nur die seit 1990
stattfindende Demonstration am Vorabend zum Tag der deutschen
Einheit verboten worden, sondern sogar eine AgitProp-Aktion der
Autonomen Antifa (M). =C4hnliches wiederholte sich am 14. Januar 1996
bei der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration in Berlin: die AgitProp-
Aktion konnte wiederum nicht aufgef=FChrt werden, weil Polizei die
Auff=FChrung st=FCrmte und verhinderte. Vor kurzem wurde einem Mitglied
der Autonomen Antifa (M) eine Vorladung der Polizei wegen des ,Inhalts
des Redebeitrages anl=E4=DFlich der Kundgebung zum 5. Todestag des
Alexander Selchow am 1.1.96" zugestellt. Die Kundgebung sollte an
Alexander Selchow erinnern, der 5 Jahre zuvor von Neo-Nazis erstochen
wurde.
Diese Beispiele zeigen, da=DF der Stellenwert des weitgehend zensurfreien
Internets aufgrund der massiven staatlichen Verhinderung
antifaschistischer Arbeit zwangsl=E4ufig gegen=FCber den traditionellen
=46ormen politischer Vermittlung steigt. Die aktuelle Diskussion um
staatliche Zensurm=F6glichkeiten im Internet zeigt, da=DF auch dieses
Medium polizeilich verst=E4rkt kontrolliert werden soll, um es der political
correctness eines Manfred Kanther anzupassen. Gegen=FCber den bisher
praktizierten Holzhammermethoden deutscher Staatsanwaltschaften hat
sich das Internet aufgrund seiner technischen Struktur als auf lange Zeit
nicht einnehmbare Bastion erwiesen. Wachsamkeit ist allerdings
geboten; wenn sich die deutsche Justiz erst einmal ein Instrumentarium
zur Strafverfolgung im Internet geschaffen hat, so wird sie davon auch
ausgiebig Gebrauch machen - und dies wahrscheinlich nicht gegen Nazis
und Pornographie wie derzeit publikumswirksam behauptet wird, sondern
prim=E4r gegen=FCber einer linken und kritischen Opposition.
Der Internetprovider der Autonomen Antifa (M) befindet sich in Holland
und unterliegt damit nicht dem Zugriff deutscher Beh=F6rden - solange das
EU-Recht nicht entsprechend ge=E4ndert wird. Damit kann die Autonome
Antifa (M) unzensiert eine interessierte internationale =D6ffentlichkeit
politisch informieren. Insbesondere im Hinblick auf den auf den 14.
August 1996 terminierten Proze=DF gegen 17 vermeintliche Mitglieder der
Autonomen Antifa (M) wegen ,Bildung einer kriminellen Vereinigung (|
129)" vor der Staatsschutzkamer L=FCneburg erweist sich das Internet als
ideal zur Koordinierung internationalen Protests gegen die
bundesdeutsche Anti-Antifa-Politik.

E-Mail: aam@paxo.nadir.org
WWW: http://www.nadir.org/Gruppen/aam/ (empfohlener Web-
Browser: Netscape Navigator)

Autonome Antifa (M), 1. M=E4rz 1996

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AUTONOME ANTIFA (M)
c/o Buchladen
Rote Strasse 10 E-mail: aam@paxo.nadir.org
D-37073 Goettingen WWW : http://www.nadir.org/Gruppen/aa=
m/

Spendenkonto fuer die Prozesskosten:
Antifaschistische Liste
Kto-Nr.: 150497006, Sparkasse Goettingen, BLZ: 26050001
Stichwort: "Solidaritaet"