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(de) berlin fau: [Aufruf] Solidarität statt Ausgrenzung

Date Sat, 29 Sep 2018 09:54:40 +0300


Für den 13. Oktober ruft ein breites gesellschaftliches Bündnis zu einer Großdemonstration in Berlin auf. Die FAU Berlin hat sich dem Aufruf zu dieser Demonstration angeschlossen und mobilisiert mit zur Teilnahme. Wir stellen uns vehement gegen die rechte Formierung in Gesellschaft und Politik. Wir stehen insbesondere für eine #unteilbare Klassensolidarität und konsequenten Internationalismus. Als kämpferische Gewerkschaft wenden wir uns gegen die Ideologien von Kapitalismus und Nationalismus die in ihrer Geschichte und Gegenwart nichts als Trümmer und Leid hinterließen. ---- Die Rechten wollen ein Gestern, wir wollen ein Morgen! ---- Um es klarzustellen: Das rechte Pack in Gesellschaft und Politik hat uns nichts zu bieten außer einem Feindbild des angeblich "Anderen und Fremden". Wo Rechte regieren, wird weiter Politik für Reiche und (neue) Eliten betrieben, wird Meinungs- und Pressefreiheit beseitigt, werden Gewerkschaften bekämpft und die Gesellschaft autoritär gleichgeschaltet.

Wir stehen für die kämpferische und solidarische Organisierung von ArbeiterInnen "mit" und "ohne Migrationshintergrund", ob einheimisch oder geflüchtet - in einer kämpferischen Gewerkschaftsbewegung treten wir gemeinsam den alltäglichen Zumutungen der kapitalistischen Arbeitswelt entgegen. Weltweit!

13. Oktober | 13 Uhr
Alexanderplatz | #unteilbar
Eine solidarische Gesellschaft wird uns Zeiten der virulenten, rassistisch-nationalistischen Formierung nicht geschenkt - wir müssen uns dafür organisieren und kämpfen: In den Betrieben, aber auch auf der Straße. Die FAU Berlin schließt sich daher dem gemeinsamen Bündnisaufruf #unteilbar an.

#unteilbar
Für eine offene und freie Gesellschaft - Solidarität statt Ausgrenzung!
Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.

Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir halten dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen.

Das Sterben von Menschen auf der Flucht nach Europa darf nicht Teil unserer Normalität werden. Europa ist von einer nationalistischen Stimmung der Entsolidarisierung und Ausgrenzung erfasst. Kritik an diesen unmenschlichen Verhältnissen wird gezielt als realitätsfremd diffamiert.

Während der Staat sogenannte Sicherheitsgesetze verschärft, die Überwachung ausbaut und so Stärke markiert, ist das Sozialsystem von Schwäche gekennzeichnet: Millionen leiden darunter, dass viel zu wenig investiert wird, etwa in Pflege, Gesundheit, Kinderbetreuung und Bildung. Unzählige Menschen werden jährlich aus ihren Wohnungen vertrieben. Die Umverteilung von unten nach oben wurde seit der Agenda 2010 massiv vorangetrieben. Steuerlich begünstigte Milliardengewinne der Wirtschaft stehen einem der größten Niedriglohnsektoren Europas und der Verarmung benachteiligter Menschen gegenüber.

Nicht mit uns - Wir halten dagegen!

Wir treten für eine offene und solidarische Gesellschaft ein, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind. Wir stellen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung und Hetze. Gemeinsam treten wir antimuslimischem Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Antifeminismus und LGBTIQ*- Feindlichkeit entschieden entgegen.

Wir sind jetzt schon viele, die sich einsetzen:

Ob an den Außengrenzen Europas, ob vor Ort in Organisationen von Gefluchteten und in Willkommensinitiativen, ob in queer-feministischen, antirassistischen Bewegungen, in Migrant*innenorganisationen, in Gewerkschaften, in Verbänden, NGOs, Religionsgemeinschaften, Vereinen und Nachbarschaften, ob in dem Engagement gegen Wohnungsnot, Verdrängung, Pflegenotstand, gegen Überwachung und Gesetzesverschärfungen oder gegen die Entrechtung von Geflüchteten - an vielen Orten sind Menschen aktiv, die sich zur Wehr setzen gegen Diskriminierung, Kriminalisierung und Ausgrenzung.

Gemeinsam werden wir die solidarische Gesellschaft sichtbar machen! Am 13. Oktober wird von Berlin ein klares Signal ausgehen.

#unteilbar Für eine offene und freie Gesellschaft - Solidarität statt Ausgrenzung Demonstration: 13. Oktober 2018 - 13:00 Uhr Berlin

Für ein Europa der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit!
Für ein solidarisches und soziales Miteinander statt Ausgrenzung und Rassismus!
Für das Recht auf Schutz und Asyl - Gegen die Abschottung Europas!
Für eine freie und vielfältige Gesellschaft!
Solidarität kennt keine Grenzen!

https://berlin.fau.org/news/aufruf-solidaritaet-statt-ausgrenzung
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