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(de) fau berlin: Aufruf zur Demonstration zum Internationalen Frauen*kampftag 2018 am 08.März um 17.00 Uhr

Date Sat, 10 Mar 2018 08:39:13 +0200


Die FAU Berlin ruft ihre Mitglieder auf, sich den Demonstrationen zum Internationalen Frauen*kampftag 2018 anzuschließen. ---- Wie schon in den Jahren zuvor ruft die FAU Berlin ihre Mitglieder auf, sich den Demonstrationen zum Internationalen Frauen*kampftag 2018 anzuschließen. Unser offizieller Treffpunkt ist um 17.00 Uhr am Hermannplatz bei den schwarz-roten FAU-Fahnen. Diese Demo ist für alle Geschlechter offen. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen und eine kraftvolle Demonstration insgesamt. Nähere Infos zu der Demonstration findet ihr hier ---- Es gibt in Berlin auch noch eine Internationalistische Frauen*kampf Demo, die um 15.30 Uhr am Schlesischen Tor los geht. Diese Demo ist nur für Frauen, Lesben, Trans*und Inter* Personen, die sich als Frauen definieren. Nähere Infos zu dieser Demonstration findet ihr hier
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Anbei teilen wir noch die beiden Aufrufe:

Demonstration zum Internationalen Frauen*kampftag 2018 (17:00Uhr Hermannplatz)
Feminismus heißt Widerstand

"Der Internationale Frauentag ist die wichtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann." Clara Zetkin, 1911

Vor rund 100 Jahren erhielten Frauen nach langem Kampf und infolge der Deutschen Revolution von 1918 endlich das Wahlrecht in Deutschland. Seitdem haben wir viel geschafft! Frauen können studieren, dürfen selbst darüber entscheiden, ob sie arbeiten gehen, können sich scheiden lassen, Hosen tragen und haben Zugang zu Schwangerschaftsabbruch. Zu unseren Errungenschaften gehören Frauen- und Mädchenzentren, Frauenhäuser oder auch die Nein-heißt-Nein-Kampagne! Der Feminismus hat sich wieder Gehör verschafft.

Frauen sind in hohem Maße und in vielen Bereichen berufstätig, sie sind sichtbarer in den Medien, in der Kultur und in der Politik.
Und dennoch, trotz all der Zeit, die dieser Kampf schon dauert, haben wir bis heute keine wirkliche Gleichberechtigung erreicht!

Die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern hierzulande beträgt weiterhin über 20 Prozent. Hauptsächlich Frauen befinden sich in irregulären Beschäftigungsverhältnissen, sind in Teilzeit, prekär beschäftigt und von Armut betroffen, auch im Rentenalter. Frauen aus Migrationsfamilien müssen meist noch mehr unter wirtschaftlicher Diskriminierung leiden, weil sie zusätzlich Betroffene von Rassismus sind.

Wir kämpfen für eine gerechte Verteilung der Arbeit, gleiche Zugangschancen, radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich und für ein gutes Leben. Maßgeblich Frauen sind betroffen von häuslicher Gewalt. Sexismus und sexualisierte Übergriffe sind in allen Teilen der Gesellschaft alltäglich. Wer sie anprangert, wird belächelt oder als überempfindlich verunglimpft.
In vielen Ländern haben Frauen noch weniger Rechte und noch weniger Chancen auf rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung als hier. Weltweit gibt es aber auch wieder eine wachsende Bewegung gegen diese Verhältnisse. Hashtags wie #MeToo, in den Frauen bekennen, sexualisierte Übergriffe erlebt zu haben, verbreiten sich auf der Welt wie ein Lauffeuer, was zeigt: Sexuelle Übergriffe sind keine Einzelfälle. Frauen gehen überall für ihre Rechte auf die Straße, für bessere Lebensverhältnisse, mehr Geld, mehr Chancen.

Das letzte Jahr brachte unzählige Menschen gegen ein gesellschaftliches Rollback auf die Straße, das nicht nur in den USA, sondern auch in Europa deutlich zu spüren ist. Rechte und rechtsradikale Parteien und Gruppierungen sind erstarkt, die Frauen und Gleichstellungsrechte angreifen und die Frau wieder in die heterosexuelle Kleinfamilie unter männlicher Vormundschaft und an den Herd verbannen wollen.

Wir wehren uns gegen jede Gewalt, die insbesondere Frauen*, LGBTQI* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*-, Inter- und queere Menschen) und People of Color betrifft.
Wir wehren uns gegen Ausbeutung und Unterdrückung, insbesondere gegen sexuelle Ausbeutung.
Wir treten ein gegen Militarisierung und Krieg.
Wir kämpfen gegen Nationalismus, rassistische Alltagspolitik und gegen alle Gesetze zur Entrechtung von Geflüchteten.
Wir fordern die sofortige Streichung des Paragrafen 219 a StGB, der Ärztinnen und Ärzten "Werbung" für Abtreibung verbietet. Wir fordern: Weg mit dem gesamten Strafrechtsparagrafen 218!
Wir treten ein gegen Gesetze, die Sexarbeiter*innen diskriminieren.

Dafür gehen wir gemeinsam auf die Straße und besinnen uns darauf, wie viel Kraft wir haben und wie viel wir erreichen können, wenn wir vereint kämpfen. Wir haben noch eine große Aufgabe vor uns. Es geht um einen Kampf gegen jede Diskriminierung, gegen eine rein profitorientierte Gesellschaft, gegen patriarchale Strukturen und für uneingeschränkte Gleichberechtigung.

Deswegen: Hinaus zum Frauen*Kampftag, hinaus zum 8. März! Heute wie vor 100 Jahren!

Internationalistische Frauen*kampf Demo (15.30Uhr am Schlesischen Tor)
8. März Internationaler Frauen*kampftag!

Frauen* wollen Revolution!
Wir organisieren uns gegen Patriarchat, Krieg, Rassismus und Faschismus.

Krieg, Faschismus, Kapitalismus, Armut und Gewalt sind Teil eines Systems. Wir wollen dieses System nicht ändern, wir wollen es weg!

Gegen Kriegspolitik, Kolonialismus und Imperialismus!
Deutschland und andere westliche Länder profitierten seit Jahrhunderten von der Kolonialisierung der Welt. Sie profitieren immer noch von Krieg und Völkermord und exportieren Waffen in Konfliktregionen. Wenn Menschen flüchten, treffen sie auf rassistische und sexistische Staatsgewalt.

Gegen wachsenden Rassismus und Faschismus!
Wir kämpfen gegen Rassismus und Faschismus auf den Straßen und im Parlament. Wir kämpfen gegen Versuche der Staaten den Widerstand zu kriminalisieren!

Gegen Gewalt an Frauen*!
Wir kämpfen gegen Frauen*morde und gegen häusliche Gewalt. Wir kämpfen gegen die Vergewaltigungskultur, in der Gewalt gegen Frauen*, Nichtbinäre-, Inter*- und Trans*menschen als normal wahrgenommen wird - bei der Arbeit, bei staatlichen Behörden, auf der Straße, zu Hause.

Gegen Unterdruckung und Ausbeutung!
Die Gesellschaft ist auf der Ausbeutung von Frauen* aufgebaut: unserer Arbeit, unseres Körpers und unseres Geistes. Sie isoliert Frauen* voneinander - in Gefängnissen, Lagern, an Arbeitsplätzen und in Heimen.

Egal wie schlecht die Situation einer Gruppe von Menschen ist, Frauen* dieser Gruppe haben meist schlechtere Bedingungen. Während die hegemonialen Regierungen der Welt beschlossen haben, die Angriffe und den Einmarsch von Faschist*innen überall zu unterstützen, haben wir keine andere Wahl als zusammenzukommen und uns zu wehren, haben wir keine andere Wahl als Revolution, um uns zu befreien!

Wir kampfen fur Gerechtigkeit!

Wir wollen eine Gesellschaft aufbauen, die auf kollektivem Leben und feministischer Solidarität basiert! In der Wasser und Land Gemeingüter sind, nicht Privateigentum!

Wir kämpfen für unsere Selbstbestimmung über unsere Existenz, unseren Körper, unsere Geschlechtsidentität und unseren Geist!

Wir werden gewinnen, indem wir uns organisieren und uns verteidigen! Indem wir uns miteinander solidarisieren! Internationale Streiks organisieren! Uns die Straßen nehmen!
DURCH UNSEREN GEMEINSAMEN KAMPF!

KOMM MIT UNS AUF DIE STRASSE!
Donnerstag, 8. MÄRZ 2018, um 15:30 Uhr,
Treffpunkt: Schlesisches Tor

**Wenn wir Frauen* schreiben meinen wir FLTI- FrauenLesbenTrans*Inter*.
**Diese Demo ist nur für Frauen, Lesben, Trans*und Inter* Personen.

Aufrufende:
Ezidischer FrauenRat Berlin / Frauenrat Dest Dan / International Women's Space Berlin / Frauen aus Rojhilat / IniRromnja / Sozialistischer Frauenbund Berlin SKB / Jinen Ciwanen Azad and JXK Berlin / FrauenRat der PYD Berlin (Rojava-Frauen) / FrauenRat der HDK Berlin / Ni una menos Berlin / Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I. / HUZUR Nachbarschaftstreffpunkt/ AG "Trostfrauen" vom Korea Verband / Netzwerk Behinderter Frauen (Neukölln) / Bundesverband Trans*/ Flamingo e.V.- Netzwerk für Geflüchtete Frauen und Kinder / Fabb-F-Antifa Brandenburg/ F-Antifa-Kongress-Orga-Postdam Berlin / Revolutionare Perspektive Berlin / Generation ADEFRA /Trixiewiz e.V./ M-Power / Sound Systers* / Women group at LouLou cafe / Feministische Kampagne Gemeinsam Kämpfen! Für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie / Koreanische Frauengruppe in Deutschland /Madalena-Berlin / Ban Ying e.V. / Stop Deportation Group /Anastacia-Berlin/
LARA Berlin e.V.

https://berlin.fau.org/news/aufruf-zur-demonstration-zum-internationalen-frauen-kampftag-2018-am-08-maerz-um-17-00-uhr
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