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(de) FdA/IFA: Gai Dao, N°79 ­- Kohleausstieg ist Handarbeit -- Seid Zucker im Tank! -- Von: Zucker im Tank

Date Tue, 11 Jul 2017 07:40:22 +0300


Die Klimagerechtigkeitsbewegung ist in den letzten Jahren immer vielfältiger geworden: Mit Klimacamps, Wald-, Schienen- und Baggerbesetzungen, Sabotage, Demos und vielen anderen Aktionsformen zeigen wir immer wieder, dass Klimaschutz Handarbeit ist und bleibt. ---- Auch in diesem Sommer werden wir RWE und Co. keine Ruhe lassen, sondern uns der zerstörerischen Maschinerie entgegenstellen. ---- Während der Aktionstage im Rheinland vom 24. bis 29. August wollen wir die Vielfalt von Aktionsformen nutzen, um die Abläufe der Braunkohleverstromung effektiv zu stören und den Klimawandel direkt dort zu bekämpfen, wo er verursacht wird. ---- Die Kampagne "Zucker im Tank" wird dafür im Vorfeld Aktionswissen verbreiten und während der Aktionstage als Plattform zur Unterstützung von Kleingruppenaktionen vor Ort sein. ---- Ziel ist es, Menschen zu selbstbestimmten Aktionen zu ermutigen sowie Kleingruppenaktionen und deren Inhalte sichtbarer zu machen.

Wenn wir vom Klimawandel sprechen, müssen wir im gleichen
Atemzug Herrschaftsverhältnisse benennen, aus denen die
Klimakatastrophe resultiert und welche auch von ihr verstärkt werden.
Der Kampf ums Klima ist immer auch ein feministischer,
antirassistischer, anti-staatlicher und antikapitalistischer Kampf, ein
Klassenkampf und ein Kampf gegen Tierausbeutung und Militarismus.
Oder kurz: Ein Kampf gegen Herrschaft im Allgemeinen.

Die kurzsichtige Profitlogik und der Wachstumszwang im Kapitalismus
sind unvereinbar mit den endlichen Ressourcen auf dieser Erde.
Deshalb kann die Klimakrise nicht in einem kapitalistischen
Wirtschaftssystem gestoppt werden. Der Staat ist keine Institution, in
die wir Hoffnungen setzen, da er genau diese Wirtschafts- und
Gesellschaftsordnung sichert. Mit der Überwindung des Kapitalismus
allein ist der Klimawandel zwar noch nicht aufgehalten, aber die
Rettung des Klimas und unserer Lebensgrundlagen ist nur ohne
Kapitalismus möglich. Doch wir wollen nicht nur Kapitalismus und
Staat bekämpfen. Auch andere Herrschaftsstrukturen, wie das
Patriarchat oder Rassismus, sind eng mit der Klimakrise verknüpft.
Denn wir sind zwar alle von den Auswirkungen des Klimawandels
betroffen, jedoch unterschiedlich stark, abhängig vom Wohnort und
entlang von Kategorien wie Gender, Klasse und Race. (1)

Um den herrschaftskritischen Anspruch auch mit Aktionen zu zeigen,
rufen wir zu Kleingruppenaktionen diesen Sommer im Rheinland auf.
Aktionen in Kleingruppen sind selbstbestimmt, dadurch umso
unberechenbarer und stärken so den Widerstand. Dabei ist uns
wichtig, dass die unterschiedlichen Aktionsformen und inhaltlichen
Schwerpunkte sichtbar werden und sich aufeinander beziehen können.
Dazu braucht es kritische Solidarität und Respekt untereinander. Keine
Aktion sollte eine andere unmöglich machen. Wir wollen außerdem
erreichen, dass sich auch Menschen, die noch wenig Erfahrung in
Kleingruppenaktionen haben, das nötige Wissen und die Fähigkeiten
aneignen können, um selbst längerfristig direkte Aktionen
durchzuführen. Denn Selbstermächtigung in verschiedenen Bereichen
ist ein wichtiger Schritt um Herrschaftsverhältnisse zu überwinden.

Dazu werden wir in den kommenden Monaten in Kooperation mit
Anderen Skill-Share-Workshops in unterschiedlichen Städten
veranstalten. Dabei soll es unter anderem um Aktionswissen,
Organisierung und Achtsamkeit in Kleingruppen und praktische
Fähigkeiten gehen. Orte und Termine sowie sichere
Kontaktmöglichkeiten findet ihr auf unserer Homepage.

Also, bereitet euch vor, seid bei den Skill-Shares dabei
und kommt vom 24. bis 29.8. ins Rheinische Revier!

Lasst uns Zucker im Tank sein!

(1) Obwohl mit Race und Gender keine biologischen Realitäten gemeint sind, sondern soziale Konstruktionen,
finden wir es wichtig, Wörter dafür zu haben, wie Menschen von Rassismus und Sexismus betroffen sind.
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zuckerimtank.nirgendwo.info
zuckerimtank.netGai Dào
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