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(de) Asien Aktuell 740

From bernhard@wildcat.rhein-neckar.de (be)
Date Sun, 14 Feb 1999 11:29:41 -0500


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Asien Aktuell: News, Daten, Kaempfe, Bewegungen

ASCII-Version der Webseite
http://www.rhein-neckar.de/~wildcat/aaktuell.html


Thailand
12.2.99
Bauern kehren heim
 740
  <img src="/~wildcat/aarchiv/bilder.htg/bau-thai740.jpg"
align="left" alt="Von den Besetzern gebauter Zaun">Nach
sechs Tagen haben die demonstrierenden Bauern (s. 721)
Bangkok verlassen. Sie akzeptieren ein Versprechen der
Regierung fuer ein einjaehriges Schuldenmoratorium.
Mit einem Grossaufgebot von 1000 Polizei, Vertretern der
Forstverwaltung und "Freiwilligen" sind die Waldbesetzer
in Khon Kaen (Nordost Thailand) (s. 692) auf ein Gelaende
ausserhalb des Schutzgebietes vertrieben worden. Bei den
Verhandlungen war auch der hoechste Polizeichef des Landes
vertreten, Truppen und Grenzschutz standen in Reserve.
Es gab keine koerperlichen Auseinandersetzungen.
aufgenommen: Sa., 13.2.1999
  Quelle: Bangkok Post, 13.2.99


Suedkorea
11.2.99
Streik bei Kia
 739
  Mit der Forderung nach Arbeitsplatzsicherheit und einer
Sonderzahlung von 600% haben die Arbeiter bei Kia Motors
von 9.30Uhr bis 15.30Uhr gestreikt. Die Abstimmung fuer
Streik war bereits am 5. Februar gewesen, aber zahl-und
ergebnislose Gespraeche zwischen Gewerkschaft und
Firmenleitung hatten eine tatsaechliche Arbeitsniederlegung
bisher hinausgezoegert.
aufgenommen: Fr., 12.2.1999
  Quelle: Maeil Business Newspaper, 12.2.99


Indonesien

Migranten verlassen Ambon
 738
  Mindestens 12 000 aus Suedost Sulawesi stammende Menschen
haben seit dem 26.1. Ambon (716) verlassen und sind in
ihre Doerfer zurueckgekehrt.
aufgenommen: Fr., 12.2.1999
 Quelle: Kompas Online, 12.2.99


Indonesien
10.2.99
Fabrik vorerst nicht angezuendet
 737
  Der Besitzer der Papierfabrik CV Indonesia Cone in
Pandeyan bei Solo hatte den 108 Beschaeftigten versprochen,
die Feiertagszulage zum Ende des Ramadan am 10.2. zu zahlen,
weil er grade finanzielle Schwierigkeiten habe. Statt dessen
entliess er sie aber. Am 10. erbrachen die ArbeiterInnen
das Tor der Fabrik; als sie aber den Besitzer nicht
vorfanden, besuchten sie ihn zuhause und drohten, die Fabrik
anzuzuenden, wenn er nicht zahlte. Er rief die Polizei
zuhilfe. Unter deren Vermittlung versprach er jetzt, einen
Monatslohn Zulage und 25% des Lohns fuer Februar am 18.2.
zu zahlen.
aufgenommen: Fr., 12.2.1999
 Quelle: Suara Merdeka, 11.2.99


Indonesien
6.2.99
Schiffsunglueck
 736
  <img src="/~wildcat/aarchiv/bilder.htg/seelverk740.jpg"
align="right" alt="Ein aehnliches Schiff im Holzhafen
Jakarta">Bei dem Schiffsunglueck am Samstag vor der Kueste
von West Kalimantan (Borneo) sind moeglicherweise fast 300
junge Arbeiter und Arbeiterinnen ums Leben gekommen. Sie
wurden, laut der Aussage eines Ueberlebenden, von oertlichen
Regierungsvertretern fuer Waldarbeiten auf Sumatra
angeheuert. Fuer die Ueberfahrt mussten sie nichts bezahlen;
dafuer wurden sie auf ein motorisiertes Segelschiff
geschickt, das fuer Passagiere gar nicht zugelassen war,
sondern normalerweise nur Holz transportiert. Das alte
hoelzerne Schiff leckte schon, bevor es in See stach. Einige
der Arbeiterinnen waren nicht aelter als 14 oder 15 Jahre.
aufgenommen: Fr., 12.2.1999
  Quelle: South China Morning Post, 12.2.99


Hong Kong
10.2.99
Sitzstreik vor Einwanderungsbehoerde
 735
  (s.724) Die Migranten aus der VR, die seit 6 Tagen vor
der Einwanderungsbehoerde fuer ihr Bleiberecht demonstrieren,
sind mit drei Gegendemonstranten aneinandergeraten. Diese
trugen Plakate, auf denen sie sich ueber die Einwanderer
lustig machten. Am Morgen war es bereits zu einem
Zwischenfall gekommen, als Beamte der Einwanderungsbehoerde
versuchten, einen der Demonstranten zu verhaften, als dieser
eine oeffentliche Toilette aufsuchen wollte. Bis gestern
sind bereits neun Einwanderer verhaftet worden, weil ihr
Einreisevisum abgelaufen ist. Inzwischen hat sich auch
das chinesische Amt fuer Ein-und Ausreisen zu Wort gemeldet:
Denjenigen, die erst nach Ablauf ihres Ausreisevisums
zurueckkehren, droht in der VR Bestrafung.
aufgenommen: Do., 11.2.1999
  Quelle: South China Morning Post, 11.2.99


Indonesien
9.2.99
Arbeiterdemos
 734
  Mehr als 3000 ArbeiterInnen des Moebelherstellers PT
Sinarindo Megantara haben in Surabaya fuer hoeheren Lohn
und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Sie
demonstrierten vor der lokalen Arbeitsbehoerde.
Sicherheitskraefte waren nicht zu sehen.
Ebenfall in Surabaya demonstrierten 5000 ArbeiterInnen
des Haushaltswarenherstellers PT Maspion (s. 573, 155)
vor der Fabrik. Sie bezweifeln die Zusage der Firma, den
Fahrkostenzuschuss ab 1. April zu erhoehen. Die Buerofenster
wurden mit Steinen eingeschmissen, aber es waren nur 40
Mann des Werkschutzes vor Ort.
aufgenommen: Mi., 10.2.1999
Quelle: CNN interactive, 9.2.99


Indonesien
7.2.99
Pluenderungen
 733
  Obwohl das Militaer gedroht hat, auf Pluenderer zu schiessen,
haben in Lampung, Sumatra, 1000 Leute fuenf Lebensmittellaeden
und ein Elektronikgeschaeft gepluendert.
In Distrikt Cilacap, Mitteljava, haben tausende von
Dorfbewohnern eine staatliche Teakholzplantage ueberfallen
und 800 Baeume gestohlen.
aufgenommen: Mi., 10.2.1999
Quelle: The Straits Times interactive, 10.2.99


Hong Kong
9.2.99
Arbeiterprotest
 732
  30 von insgesamt 113 entlassenen ArbeiterInnen der New
World Telefongesellschaft haben vor der Firma fuer die
Wiederaufnahme von Verhandlungen mit der Gewerkschaft
demonstriert. Die Firma hat Abfindungen gemaess dem
Arbeitsgesetz zugesagt, damit sind die Beschaeftigten aber
nicht zufrieden.
aufgenommen: Mi., 10.2.1999
Quelle: Soutn China Morning Post, Hong Kong Standard,
10.2.99


Suedkorea
Januar 99
Keinen Bock auf schwere Arbeit
 731
  Eine Zulieferfirma fuer Daewoos neue Model Matiz hat drei
Indonesier eingestellt und plant die Einstellung von sieben
weiteren. Der Eigentuemer der Fabrik sagt, dass er Auslaender
anheuert, weil die einheimischen Arbeiter "immer noch in
unzufriedener Stimmung" sind. Obwohl die die
Arbeitslosenzahl beinahe zwei Millionen ist, werden eher
mehr Arbeitsmigranten angefordert. Besonders schwere Arbeit
ist bei jungen Koreanern nicht beliebt. Ausserdem haben
Auslaender den Vorteil, dass sie wegen ihres Arbeitsvertrags
mindesten zwei bis drei Jahre bei derselben Firma bleiben
muessen.
aufgenommen: Mi., 10.2.1999
 Quelle: JoongAng Ilbo, 10.2.99


Thailand
8.2.99
Lehrerstreik
 730
  Ueber tausend Lehrer traten in Ubon Ratchathani aus Protest
gegen den Vorstand der Lehrerkooperative in den Streik.
Bei der Demo vor der Kooperative protestierten sich Lehrer
gegen die hohen Gehaelter des Vorstandes und gegen die
Verweigerung der Dividendenzahlung an Lehrer, die ihre
Schulden nicht rechtzeitig zurueckzahlen. Die Vorstaende
sollen sich die nichtausgezahlten Dividenden als Extrabonus
unter den Nagel gerissen haben.
 aufgenommen: Di., 9.2.1999
Quelle: Bangkok Post, 9.2.99


Indonesien

Entlassungen bei Reebok
 729
  Der amerikanische Sportwarenhersteller Reebok hat die
Entlassung von 3000 ArbeiterInnen in seinen indonesischen
Fabriken angekuendigt. Die Massenentlassung soll nichts
mit der derzeitigen Situation im Lande zu tun haben, sondern
mit geaenderten Markterfordernissen. Reebok schliesst ausserdem
eine seiner fuenf Fabriken in Bandung und Jakarta.
 aufgenommen: Di., 9.2.1999
 Quelle: The Straits Times interactive, 9.2.99


Suedkorea
7.2.99
LG-Streik zu Ende?
 728
  (s.707) Gewerkschaft und Management sind bei LG Semicon
zu einer Uebereinkunft gelangt. Die Arbeiter sollen als
Entschaedigung fuer die Abtretung der Firma an Hyundai eine
Summe in Hoehe von sechs Monatsloehnen bekommen, ausserdem
vier Monatsloehne als Produktionsanreiz. Die 9000 Streikenden
sollen heute die Arbeit wieder aufnehmen. Das Uebereinkommen
sieht jedoch keine Arbeitsplatzgarantie nach der Uebernahme
vor. Hyundai hat das zwar versprochen, aber die
Streikforderung war diesbezueglich vertragliche Festlegung.
 aufgenommen: Mo., 8.2.1999
Quelle: Korea Herald, 8.2.99


Indonesien
6.2.99
Allgemeiner Schiessbefehl
 727
  Der indonesische Militaerchef Wiranto hat seinen
Kommandeuren freigestellt, jederzeit die Anwendung von
scharfen Schusswaffen anzuordnen. Er will "feste und
repressive Massnahmen" gegen Rioter und Gesetzesbrecher
anwenden und zwar nicht nur an Orten der Unruhe, sondern
"im ganzen Land". Ausserdem soll eine "schnelle
Eingreiftruppe" gebildet werden. Diese soll "vorbeugende
Schritte gegen das Sichausbreiten von Riot-Aktivitaeten,
repressive Massnahmen gegen Riots, die Suche nach den
Ursachen und die Verfolgung der Taeter" durchfuehren. Eine
"Quelle aus dem Militaer" hat, der Straits Times zufolge,
bekannt gegeben, dass die ABRI einige "heisse Flecken" unter
besondere Beobachtung stellen will: Neben Aceh nannte er
die Industriestaedte Medan, Surabaya, Solo und Ujung Pandang.
 aufgenommen: So., 7.2.1999
 Quelle: Kompas Online; The Straits Times, 7.2.99


China
1.2.99
Internet-Forum geschlossen
 726
  Nachdem die Zeitung des Generalstaatsanwaltes das
BBS-System "Alles unter der Sonne" kritisiert hatte, wurde
es Anfang Februar geschlossen. Im Dezember und Januar waren
60 000 Beitraege eingegangen, darunter auch Beitraege, die
die Niederschlagung des Beijinger Aufstandes 1989
diskutierten. Das Forum war von einer chinesischen
Software-Firma unterhalten worden.
 aufgenommen: So., 7.2.1999
Quelle: CNN, 5.2.99


Indonesien/Ost Timor
6.2.99
Milizen
 725
  <img src="/~wildcat/aarchiv/bilder.htg/milisi740.jpg"
align="left" alt="Rekrutierung">Das indonesische Militaer
will in Ost Timor 1000 Leute fuer eine neue Miliz
rekrutieren. Sie soll "nicht bewaffnet" werden, sondern
nur mit Schagstoecken und Handschellen ausgeruestet werden,
"um der Polizei zu helfen". (CNN)
Gleichzeitig hat der Militaerchef in Ost Timor jetzt
zugegeben, an Pro-Indonesien-Milizen 100 Gewehre ausgegeben
zu haben, "zur Selbstverteitigung". (TheAge)
Einer der Fuehrer einer solchen Miliz hat gesagt, es tue
ihm "wirklich leid", dass bei einem Angriff seiner Miliz
auf ein Bauernhaus in der Naehe von Suai im Dezember eine
schwangere Frau, ein alter Mann und ein Teenager ermordet
worden sind. (SMH) (s.702)
 aufgenommen: So., 7.2.1999
 Quelle: CNN; The Sydney Morning Herald, 6.2.99; The Age,
5.2.99


Hong Kong
5.2.99
Demo vor Einwanderungsbehoerde
 724
  Mehr als 200 Chinesen aus der VR demonstrierten vor der
Einwanderungsbehoerde in Hong Kong fuer ihr Bleiberecht.
Sie glauben, dass sie von einem Urteil des Obersten
Gerichtshofes profitieren koennen. Dieses gibt jedem das
Aufenthaltsrecht, der einen Einwohner von Hong Kong zum
Elternteil hat. Aber die Einwanderungsbehoerde forderte
sie auf, nach China zurueckzukehren und von dort aus ihre
Antraege zu stellen. Mehr als 300 000 Personen sind von
dem Urteil betroffen. Die Regierung sucht nach Massnahmen,
um einen Massenzustrom zu verhindern.
 aufgenommen: Sa., 6.2.1999
 Quelle: BBC News, 5.2.99


Thailand
4.2.99
Illegale Fabrikarbeiter protestieren
 723
  In Mae Sot, (in Nordwestthailand, nahe der Grenze zu
Burma/Myanmar) blockierten die aus Burma stammenden 1000
Arbeiter die Textilfabrik Colour Best Dyeing and Finishing
Co. und verlangten von der Firma, einen ihrer Kollegen
zu suchen, der von Sicherheitsleuten der Firma am Mittwoch
abend zusammengeschlagen worden war und seitdem verschwunden
ist. Er hatte in der Kantine zusammen mit anderen Kollegen
Fernsehen geguckt. Nach den Regeln in der Fabrik muessen
die Leute vor 11 Uhr abends schlafen gehen. Um 11 Uhr kamen
also Wachleute in die Kantine und schalteten das TV-Geraet
und das Licht aus. Einige Arbeiter schalteten es kurz darauf
wieder ein. Die Wachen kamen mit Schlagstoecken zurueck,
die Arbeiter fluechteten. Der jetzt Verschwundene wurde
aber erwischt und geschlagen und mit Handschellen gefesselt.
Alle Beschaeftigten der Firma sind Illegale.
Beim Protest der Arbeiter gingen die Kantine, einige Mopeds,
das Fabriktor und anderes kaputt. Die Polizei kam mit 100
Mann in Riot-Ausruestung. Die Firmenleitung versprach
schliesslich, bei der Suche nach dem vermissten Kollegen
zu helfen und die Polizei verhaftete zwei Wachleute.
Daraufhin beendeten die Arbeiter ihren Protest.
 aufgenommen: Fr., 5.2.1999
Quelle: Bangkok Post, 5.2.99


China

Smog in Beijing
 722
  "Die Leute klagen, dass es ueber Beijing keinen blauen
Himmel gibt", so der stellvertretende Generaldirektor der
staatlichen Umweltschutzbehoerde. 1998 war an 265 Tagen
Smog. Hauptverursacher sind die 18 Millionen Tonnen Kohle,
die in Privathaushalten verheizt werden und die 1,8
Millionen Autos, die meisten davon auf dem Abgas-Stand
von Autos in den 70ern in Europa. Aber auch die Industrie
traegt zum Dauersmog bei.
 aufgenommen: Fr., 5.2.1999
 Quelle: The Straits Times, 5.2.99


Thailand
4.2.99
Grosser Bauernprotest
 721
  10 000 bis 20 000 Bauern, meist aus dem Nordwesten
Thailands,  sind in Bangkok eingetroffen, um fuer ein
5-jaehriges Schuldenmoratorium zu demonstrieren (siehe auch
200, 109). Sie wollen die Mobilisierung noch ausweiten
und solange in Bangkok bleiben, bis ihre Forderungen erfuellt
sind.
 aufgenommen: Fr., 5.2.1999
Quelle: Bangkok Post, The Nation, 5.2.99
Eine Webseite von WELT IN UMWAeLZUNG Mannheim-Ludwigshafen
  13. Februar 1999


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