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(de) berlin.fau.org: „Raise your Fist against Barist!“: Kundgebung der FAU Berlin vor dem Restaurant Barist am Hackeschen Markt

Date Tue, 26 Jan 2016 13:17:34 +0200


Am Freitag, dem 15. Januar, versammelten sich mehr als 30 AktivistInnen – im Schnee – um gegen die Weigerung des Restaurants Barist zu protestieren, einem ehemaligen Angestellten die mehr als 1.000,- Euro zu zahlen, die sie ihm für Überstunden und Urlaubstage schulden. Entgegen der beharrlichen Behauptung des Managers, das Restaurant und seine Angestellten seien „eine Familie“, weigert sich dieses Restaurant, wie so viele andere in Berlin, selbst die grundlegendsten Rechte zu respektieren: dass es Arbeit nicht umsonst gibt. ---- Kundgebung vor dem Restaurant Barist ---- Am Freitag, dem 15. Januar, versammelten sich mehr als 30 AktivistInnen – im Schnee – um gegen die Weigerung des Restaurants Barist zu protestieren, einem ehemaligen Angestellten die mehr als 1.000,- Euro zu zahlen, die sie ihm für Überstunden und Urlaubstage schulden. Entgegen der beharrlichen Behauptung des Managers, das Restaurant und seine Angestellten seien „eine Familie“, weigert sich dieses Restaurant, wie so viele andere in Berlin, selbst die grundlegendsten Rechte zu respektieren: dass es Arbeit nicht umsonst gibt.

Nur drei Stunden vor dem Beginn der Kundgebung rief die Polizei einen der OrganisatorInnen an, um mitzuteilen, der Protest müsse im Namen der „öffentlichen Sicherheit“ und „um Fluchtwege freizuhalten“ an einen anderen Ort wechseln. Als wir ankamen, erfuhren wir, welche neue Stelle festgelegt wurde... zwanzig Meter hinter dem Restaurant – vollkommen außerhalb der Sichtweite! Noch dazu fuhr alle fünf Minuten eine Tram zwischen der Kundgebung und dem Restaurant vorbei, die völlig den Blick auf uns abschnitt und unsere Sprechchöre übertönte.

Fast könnte man auf die Idee kommen, die Polizei habe mit den Chefs zusammengearbeitet, die (zufällig?) ihren ganzen Hintereingang mit Papier abgeklebt hatten, um den Protest vom Blickfeld der Gäste abzuschirmen.

Schließlich konnten wir aushandeln, dass der Protest zur Vorderseite des Restaurants umziehen durfte. Nachdem die erste Hälfte der Kundgebung erfolgreich von der Polizei stillgelegt worden war und nach Verhöhnungen und Provokationen von Seiten der Restaurantleitung und deren Leuten waren die Protestierenden verärgert... aber entschlossener als je zuvor.

Ausgestattet mit Lautsprechern, Transparenten, Flugblättern und Fahnen war der Protest nicht zu übersehen. Er war laut und fröhlich und ging den Chefs von Anfang bis Ende auf die Nerven. Neue Slogans wurden erfunden wie:
„Pizza, Cocktails, unpaid labour!“ (Pizza, Cocktails, unbezahlte Arbeit!)

„Say it loud, say it clear, the workers are in struggle here…“ (Sag es laut, sag es deutlich, die Arbeiter kämpfen hier...)

„Raise your fist against barist” (Erhebe deine Faust gegen Barist)

Die Gegenseite fand das nicht witzig... Sie hatten ihre Freunde und Sicherheitspersonal vor dem Laden versammelt und Sonnenschirme halb aufgestellt, um den Blick auf den Protest abzudecken.

Am Montag, dem 18. Januar, erhielten wir einen Anruf vom Barist-Management, in dem man uns mitteilte, dass man nicht mit unseren Berechnungen der ausstehenden Löhne einverstanden sei. Wir schlugen ein Treffen vor, um dieses Thema zu besprechen, und sie versprachen, uns per Mail einen Ort und Zeit zu nennen. Wir haben bis jetzt nichts mehr von ihnen gehört. Das ist nicht das erste Mal, dass wir ein Treffen gefordert haben, um den Fall zu besprechen, und ignoriert wurden.

Dieser Kampf wird weitergehen. Wir machen so lange weiter, bis unser Mitglied bekommt, was ihm zusteht! Wir machen so lange weiter, bis wir Barist als das entlarvt haben, was es ist – eine weitere typische Firma, die für den Profit die Bedürfnisse der Belegschaft opfert – und keine „Familie“, die sich um die ihrigen kümmert.

https://berlin.fau.org/news/raise-your-fist-against-barist-kundgebung-der-fau-berlin-vor-dem-restaurant-barist-am-hackeschen-markt
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