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(de) Mall of Shame -- FAU Berlin fordert Lohn für Bauarbeiter -- Basisgewerkschaft prangert Ausbeutung bei "Mall of Berlin" an.

Date Wed, 26 Nov 2014 15:35:56 +0200


Die FAU Berlin vertritt eine größere Gruppe Bauarbeiter aus Rumänien die bei dem Großprojekt "Mall of Berlin" bis September 2014 arbeiteten und dabei einen erheblichen Teil ihres Lohns nicht ausgezahlt bekommen haben. Die Subunternehmen "Metatec-Fundus GmbH & Co. KG" aus Berlin-Kreuzberg sowie "openmallmaster GmbH" aus Frankfurt am Main sind für die offenen Löhne verantwortlich, jedoch trägt ebenso der Bauherr der Mall, "Fettchenhauer Controlling & Logistic GmbH" durch die Vergabe von Subverträgen an diese Firmen, eine Mitverantwortung. ---- Den Arbeitern wurde nicht nur der Lohn vorenthalten. Sie waren mehrfach Willkür und Drohungen (auch von Gewalt) ausgesetzt, insbesondere fehlende Deutschkenntnisse wurden hier ausgenutzt. Generell wurde ihnen von Beginn an nur ein Stundenlohn zwischen fünf und sechs Euro bei dem Millionen-Bauprojekt in Aussicht
gestellt. Den Arbeitern wurden zudem schriftliche Arbeitsverträge vorenthalten oder schlicht verweigert und zeitweise keine oder unzureichende Unterkünfte gestellt. Durch das fehlende Geld sind die Arbeiter mittlerweile mit der Obdachlosigkeit konfrontiert.


"Hinter dem Glanz der ,Mall of Berlin' steckt auch diese Geschichte von übler Ausbeutung und menschenunwürdiger Behandlung von Arbeitern. Das macht einen nur noch wütend!", so Nina Matzek, Sekretärin der FAU Berlin. "Eins ist klar, ohne den Lohn werden die Kollegen nicht aufhören zu kämpfen. Wir werden sie dabei unterstützen!"

Die FAU Berlin wird in der kommenden Woche von Montag den 24. bis Freitag den 28. November (12 - 18 Uhr) vor der "Mall of Berlin" über das Schicksal der Kollegen informieren und prüft derweil weitere gewerkschaftliche und juristische Schritte.
Berlin den 23.11.2014
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