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(de) FDA/IFA, Gai Dào #47 - Blick nach Kobanê - ein Reisebericht von Karakök Autonome -- Ein Aktivist der schweizerischen Gruppe Karakök Autonome, berichtet sehr eindrucksvoll von der türki

Date Mon, 24 Nov 2014 10:54:40 +0200


schen Grenze zu Kobane. Neben einem Überblick der aktuellen Lage und einem Einblick in die Repression durch den türkischen Staat, hat er die geflohenen Menschen vor Ort über die Selbstverwaltungsstrukturen befragt. ---- Nun bin ich in Suruc angelangt, einer Stadt in der Türkei, welche die Grenze zu Syrien bildet. Der Krieg ist allgegenwärtig. Hier ist das türkische Militär präsent mit seinen Panzern und Wasserwerfern. Die Bevölkerung im Dorf, in welchem ich mich aktuell aufhalte, besteht manchmal nur aus einigen Hundert Menschen, manchmal sind es mehrere Tausend. Viele flüchten von hier, viele kommen aber auch, weil sie über die Grenze möchten, um sich dem Widerstand in Kobane anzuschließen, in den Reihen der YPJ/YPG zu kämpfen, Lebensmittel zu bringen, mit anzupacken, auf irgendeine Art zu helfen.

Es herrscht eine ständige Fluktuation.

Immer wieder geht das türkische Militär zum Angriff
über, setzt Wasserwerfer oder Tränengas
ein, um die Menschen von hier zu vertreiben. Die Türkei möchte eine
Unterstützung der kurdischen Kämpfer*innen möglichst verhindern.
Hunderttausende von Menschen sind bereits von Kobane in die Tür-
kei geflüchtet. Die Menschen in Suruc haben ihre Häuser für die
Flüchtlinge geöffnet. In jedem Haus leben Dutzende bis mehrere
Hundert Menschen. Trotz des Mangels am Notwendigsten geht das
Leben weiter. Den ganzen Tag wird diskutiert, Informationen über
die aktuellsten Entwicklungen in Kobane werden weitererzählt. Die
Ereignisse ändern sich von Minute zu Minute. Niemand hier hat eine
Ahnung, was bis morgen geschehen wird. Es wird aber auch viel ge-
lacht, trotz allem. Der Umgang untereinander ist sehr herzlich, alle
sorgen sich um alle, jeder hilft dem anderen, niemand wird alleine
gelassen. Man teilt das Wenige, das man hat.

Ich erfahre, dass der IS gestern durch unterirdische Wasserschäch-
te ins Stadtzentrum von Kobane gelangt ist. Dort konnte die YPG
den Einmarsch jedoch erfolgreich abwehren, so dass die IS-Kämpfer
zurück in die Wasserschächte geflüchtet sind. Diese wurden dann
in der Nacht durch die USA und Frankreich bombardiert. Jeden Tag
beginnen abends um 16-17 Uhr die Kämpfe zwischen YPG und IS.

Nachts hingegen werden jeweils Bomben durch die USA und andere
Regierungen, welche die "Allianz gegen den IS" bilden, abgeworfen.
Tagsüber kreisen US-Flugzeuge über der Stadt. Da die Region eine
Ebene ist, höre und sehe ich die Flugzeuge, die Bomben, den Rauch
von hier aus, die Geschehnisse sind nur wenige Hundert Meter ent-
fernt. Auch sehe ich den Hügel, welcher letzte Woche in die Hände
des IS gelangte. Es handelt sich um einen strategisch äußerst wich-
tigen Hügel, da von dort die ganze Stadt Kobane beobachtet werden
kann. In den Medien waren letzte Woche Bilder von Flaggen, wel-
che der IS hier gehisst hatte. Mittlerweile konnte der Hügel wieder
rückerobert werden und ist in den Händen der YPG. Trotzdem ist er
aktuell menschenleer. Dies wohl deshalb, weil sich in rund 100 Meter
Entfernung ein weiterer Hügel befindet, welcher durch das türkische
Militär besetzt ist.

Ich spreche mit Menschen aus Kobane, die hierher nach Suruc ge-
flüchtet sind. Sie erzählen mir von den Volksversammlungen, von den
Selbstverwaltungsstrukturen. Bevor ich kam, war ich nicht sicher,
ob die Berichte stimmen, die wir hören und lesen. Könnte es sein,
dass die Erzählungen von Rojava, der befreiten Region, beschönigt
werden? Dass mir Bewohner*innen davon berichten werden, dass die
Selbstverwaltungsstrukturen gar nicht den ganzen Alltag prägen,
sondern nur am Rande vorhanden sind, während Parteien die we-
sentliche Regierung bilden? Fragen über Fragen... Als ich jedoch mit
den Bewohner*innen spreche, merke ich, dass meine Zweifel nicht
berechtigt sind - im Gegenteil: ich entwickle noch größere Achtung
vor den Entwicklungen hier, als ich die Berichte direkt aus erster
Hand, von Jugendlichen, Frauen oder Greisen höre. Sie schildern mir
die Volksversammlungen, davon, dass alles im Kollektiv besprochen
und entschieden wird, dass die gesamte Verwaltung von unten aus-
geht, von den Frauenkomitees, von den Kommunen. Mich verblüfft
jedoch, dass die Strukturen für die Bewohner*innen von Rojava gar
nicht so bedeutend sind, wie dies für uns aus Tausenden Kilometern
Entfernung oft ist. Für sie ist es Alltag. Sie sprechen nicht von einer
Revolution, sondern berichten einfach über etwas, das für sie selbst-
verständlich und alltäglich ist. Es ist nichts Besonderes dabei. Eine
ältere Frau erzählt mir von den Strukturen in Rojava und malt da-
mit ein Bild einer reellen libertären Gesellschaft, ohne jedoch mit
theoretischen Begriffen oder Namen irgendwelcher libertärer Gurus
um sich zu werfen. Vermutlich kennt sie diese auch gar nicht und es
spielt auch gar keine Rolle. Begriffe und Namen sind überflüssig, wo
etwas Realität ist.

Weiter fällt mir auf, dass manche bewusst hinter den Strukturen in
Rojava stehen. Manche jedoch finden die ganze Sache alles andere als
toll. Eine aus Kobane geflüchtete Bewohnerin sagt mir, sie wünsche
sich, dass in Rojava ein Staat errichtet wird. Als ich sie frage, wes-
halb, meint sie: "Dann müssen wir nicht immer alles selber machen,
sondern die Politiker können das Wesentliche organisieren und ent-
scheiden". Ein Staat würde der Bevölkerung zudem Schutz bringen,
ist sie überzeugt: "Hätten wir einen Staat, würden wir nun nicht von
allen Seiten angegriffen oder wir hätten zumindest Unterstützung
durch andere Staaten". Weiter berichtet sie, dass sie 90% des Ertrags
ihres Nutzlandes habe an Regionen, die über keine Landwirtschaft
verfügen, abgeben müssen. Dies, weil in der Volksversammlung ent-
schieden worden sei, dass die Güter möglichst gleichmäßig verteilt
werden, um die Bedürfnisse aller decken zu können. Es sollte kein
Überfluss an einem Ort und ein Mangel an einem anderen Ort ent-
stehen. Die Frau, mit der ich spreche, würde aber lieber den ganzen
Ertrag für sich behalten - oder zumindest einen größeren Teil.

Ich sehe, wie lebendig die Umwälzung in Rojava ist und welche Dis-
krepanzen sie auch in sich hat. Unter einer Diktatur würden alle
gleich denken. Hier gibt es verschiedene Ansichten, die auch offen
kommuniziert werden. Ich weiß von einer Umfrage, welche in Roja-
va vom Komitee für Forschung und Statistik durchgeführt worden
war. Ziel war es gewesen, zu eruieren, welches politische System sich
die Bewohner*innen wünschen. Fast 70% standen hinter der Idee des
Demokratischen Föderalismus. Rund 30% wünschten sich ein ande-
res System, beispielsweise einen islamischen oder nationalistischen
Staat oder ein kapitalistisches System.

Trotz allem besteht die Region seit nunmehr einem Jahr und erweist
sich als stärker, als von allen eingeschätzt. Als der IS in Kobane ein-
marschierte, gingen alle davon aus, dass die Stadt in wenigen Tagen
eingenommen werden würde. Doch die Bevölkerung leistet Wider-
stand. Alle halten Wache, haben sich bewaffnet. Nun ist der IS auf
dem Rückmarsch, immer mehr Teile von Kobane werden rückerobert.
Es geht weiter.

In Suruc herrscht Ausnahmezustand. (Teil 2)

Rund 160'000 Zelte verteilen sich in der Stadt, voll von Flüchtlingen,
die Kobane hinter sich gelassen haben. Die Grenzen zwischen pri-
vatem und öffentlichem Bereich sind aufgehoben: Alle Türen in der
Stadt stehen offen, alles gehört allen. Alle Häuser der Stadt bieten
Flüchtlingen Unterschlupf, selbst die Moscheen wurden zu Nacht-
lagern umfunktioniert. Tagsüber liest der Imam den Ezan, nachts
hingegen schlafen Hunderte, Tausende Menschen hier. Selbst im To-
tensaal liegen Schlafsäcke oder Decken am Boden, die Flüchtlingen
oder Stadtbewohner*innen eine Schlafgelegenheit bieten. Niemand
schläft zweimal im selben Bett, sondern legt sich dort zur Ruhe, wo
es sich gerade ergibt. Im Schlafsack, in welchem ich gestern geschla-
fen habe, schläft heute bereits jemand anderer. Das spielt aber keine
Rolle, denn ich werde auch so irgendwo einen Schlafplatz finden. Wer
gerade zwei Decken hat, teilt eine. Es fühlt sich an, als seien alle hier
seit Jahren enge Freund*innen, trotz oder gerade in Angesicht der
tragischen Umstände.

In Suruc gibt ein ein staatliches Krankenhaus. Vor dem Notfallemp-
fang steht ein Zelt, in welchem freiwillige Helfer*innen arbeiten, bei-
spielswiese Pfleger*innen oder Ärzt*innen aus anderen Städten. Vor
dem Empfang stehen aber auch die türkische Polizei und das Militär
mit Panzern bereit und bewachen das Geschehen. Niemand kann
vorbei, ohne an ihnen vorbei zu kommen. Als ich versuche, ein Foto
vom Notfalleingang zu schießen, möchte die Polizei meine Kamera
beschlagnahmen. Im Gemenge kann ich untertauchen und verstecke
mich in der Cafeteria. In erster Linie versucht die Polizei aber, Ver-
letzte aus den Reihen der YPJ/YPG abzufangen, die hierher gebracht
werden. In jüngster Zeit gab es 8-9 Festnahmen, da es vor dem Not-
fallempfang oft zu unfreiwilligen Identifikationen durch bestürzte
Szenen von Angehörigen kam. Durch Angehörige, die ihrem Schock
laut Luft verliehen oder anderen mitteilten, was geschehen ist, konnte
die Polizei erfahren, wer zu den Verletzten gehörte. Daher werden
mittlerweile Verletzte mit Tüchern verdeckt ins Spital transportiert.
Die Polizei kann die Gesichter dadurch keinen Namen zuordnen und
weiß nicht, um wen es sich bei den Verletzten handelt. Früher wurde
der Transport von Verletzten ins Spital oft durch die Polizei verhin-
dert, so dass viele Menschen an der Grenze verstarben. Aktuell ist
der Durchgang ins Spital erlaubt. Was morgen sein wird, weiß nie-
mand, alles kann sich von einem Tag auf den anderen ändern. Die
Bevölkerung im türkisch-syrischen Grenzgebiet ist ein Spielball von
Regierungen. Das Leben der Menschen wir zur Wahrung der politi-
schen Regierungsinteressen aufs Spiel gesetzt.

Neben dem Krankenhaus steht ein weiteres Gebäude. Aktuell leben
hier 6 Familien. Sie alle sind ehemalige Geiseln des IS in Kobane. Frau-
en und Kinder wurden im Verlauf freigelassen, so dass sie nun hier
Zuflucht gefunden haben und um die Männer in ihrem Familien- und
Freundeskreis bangen. Überhaupt herrscht ein Bangen, wohin man
schaut. Viele berichten über Abschiedsbriefe, die sie Zuhause vorge-
funden haben: Kinder, Enkel, Freund*innen, Greise, Eltern: Sie alle
entschieden sich, sich dem Kampf gegen den IS anzuschließen und
in den Krieg zu ziehen. Die Hinterbliebenen zittern Tag und Nacht
vor Angst, wenn sie auch Stolz empfinden. Jede noch so kleine Mel-
dung wird verfolgt, jede noch so winzige Information weitererzählt.
Jederzeit könnte es sein, dass jemand, der einem nahesteht, gerade
gestorben ist. Die Flüchtlinge in Kobane erwartet eine ungewisse Zu-
kunft. Sie alle fragen sich: Steht mein Haus noch? Kann ich jemals zu-
rück nach Kobane? Werden meine Kinder je wieder zur Schule gehen
können? Jedes Flugzeug, das über Kobane fliegt und Bomben auf den
IS abfeuert, macht Hoffnung. Jede Waffe, die nach Kobane gelangt,
macht Hoffnung. Doch jede Auseinandersetzung zwischen YPJ/YPG
und dem IS macht Angst: Ist jemand von uns gestorben? In Suruc gibt
es keine Musik, keinen Tanz, keine Feste, wie es sie sonst hier tag-
täglich geben würde. Die Augen der Menschen hier wirken leer: Sie
zeigen weder Hoffnung, noch Hoffnungslosigkeit. Vielmehr scheinen
sie noch nicht zu begreifen, was geschieht. Es ist noch kein Raum
dafür, entsetzt zu sein über das, was passiert. Trotzdem herrscht eine
vertraute und fürsorgliche Atmosphäre: Jeder kümmert sich um je-
den. Alle sind mit allen befreundet, ohne Alters-, Sprach- oder sozi-
ale Grenzen. Man sieht 70-jährige Frauen in traditioneller Kleidung
nachts mit 20-jährigen dreadlockstragenden Student*innen aus Istan-
bul bis in die Morgenstunden beisammensitzen, diskutieren, politisch
debattieren. Die Dörfer, die direkt ins Grenzgebiet fallen, sind geleert.
Auch ihre Einwohner*innen
sind nun Flüchtlinge. Über-
all an der Grenze finden öf-
fentliche Volksküchen statt,
organisiert durch die BDP (kurdische Partei für Frieden
und Demokratie). Morgens,
mittags und abends werden
hier Mahlzeiten gekocht. Alle
helfen freiwillig mit. Mindestens 3800 Personen essen pro Tag an ei-
ner einzigen Volksküche. Die Küchen bilden einen Haupttreff- und
austauschpunkt.

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>> Trotz allem besteht die Region seit nun-
mehr einem Jahr und erweist sich als stär-
ker, als von allen eingeschätzt. Als der IS
in Kobane einmarschierte, gingen alle davon
aus, dass die Stadt in wenigen Tagen einge-
nommen werden würde. <<
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Das Dorf Mahser liegt direkt gegenüber Kobane in nur ca. 300-400 m
Entfernung. Da die Region eine Ebene ist, haben wir von hier einen
Überblick über ganz Kobane. Tag für Tag sammeln sich am Dorfrand
jeweils 500 Beobachter*innen, die aus freiwilligen und solidarischen
Personen bestehen - aus Dorfeinwohner*innen, aus Journalist*innen,
aus politischen Aktivist*innen. Die Besetzung der Beobacher*innen
fluktuiert ständig und setzt sich spontan auf freiwilliger Basis zu-
sammen. Ihre Funktion ist es einerseits, zu beobachten, was in Ko-
bane aktuell geschieht, um die Informationen weiterzutragen. Ande-
rerseits entsteht dadurch aber auch ein Kontrollmechanismus: Sollte
die türkische Regierung dem IS helfen, so bleibt dies hier nicht unbe-
merkt. Es gibt keinen weiteren Zugang von der Türkei nach Kobane
als über diese Grenze, so dass nichts, was hier geschieht, unbeobach-
tet bliebe. Auch das türkische Militär hält Stellung auf zwei Hügeln
links und rechts der Grenze. Auch sie beobachten. Kobane selbst liegt
in Schutt und Asche. Die ganze Stadt ist ein Trümmerhaufen. Hie und
da ragen vereinzelte Gebäube gen Himmel. Ein fünf- bis sechsstöcki-
ges Gebäude fällt besonders auf: auf dem Dach flattert eine IS-Flagge.
Tag und Nacht hören wir Kanonenkugeln, sehen wir Bomben hoch-
gehen und Feuer entzünden, hören wir Schüsse. Es herrscht Krieg.
Bisher sind noch keine Peshmerga nach Kobane gelangt, nachdem die
türkische Regierung kommuniziert hat, einen Konvoi nach Kobane
zu schicken. Wären sie hier, hätten wir sie unweigerlich gesehen. Es
wurden zwar Videos vom Konvoi veröffentlicht, wie er mit Panzern
und Flaggen unterwegs ist - neuesten Informationen zufolge handelt
es sich aber um Aufnahmen, die an einem
Ausbildungsort der Peshmerga aufgenom-
men wurden. Ob sie tatsächlich noch kom-
men werden? Das wird sich zeigen. Fakt ist:
Die Menschen hier wünschen sich eigent-
lich gar keine Hilfe durch die Peshmerga.
Sie sagen: "Wir können uns selber helfen.
Wir haben unsere Guerilla-Kämpfer*innen,
unsere Verteidigungsstrategien. Was wir
jedoch brauchen, ist militärische und medizinische Hilfe, insbeson-
dere aber offene Grenzen, so dass ein Import dieser Dinge möglich
ist. Nur so kann Kobane weiterkämpfen". Aktuell ist Kobane isoliert.
Unter diesen Umständen dem Krieg entgegenzutreten, ist praktisch
aussichtslos. Der Konvoi der Peshmerga ist zudem für Kobane auch
eine Gefahr: mit ihm könnten gefährliche Personen nach Kobane ge-
langen, die beispielsweise im Auftrag des IS, der türkischen oder der
US-Regierung tätig sind. Man hat sich daher entschieden, die Hil-
fe des Konvois zwar anzunehmen, sollte er hier eintreffen, aber nur
in einem begrenzten Umfang. Es soll nur eine begrenzte Anzahl an
Peshmerga-Kämpfer*innen hinein nach Kobane gelassen werden. Zu-
dem werden Passkontrollen aller Peshmerga durchgeführt werden.
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