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(de) FdA/IFA Gai Dào #42 - Der Krieg nährt den Staat Von: IFA / Übersetzung: FdA

Date Fri, 06 Jun 2014 19:40:55 +0300


In der heutigen Welt ebenso wie in der Vergangenheit stellen Kriege eine Notwendigkeit für Staaten dar, um ihre Herrsch af über andere Teile der Welt zu sichern; um ihre eigenen Bevölkerungen hinter sich gegen einen äußeren Feind zu vereinen; um ihre eigenen Rüstungsindustrien anzukurbeln, die ein immer stärker werdender Teil ihrer eigenen Ökonomien sind. ---- Vermehrt zwingen riesige Firmen und Finanzinstitutionen wie der IWF und die Weltbank in Zusammenarbeit mit Staaten wie den USA, Frankreich , China, Russland etc. anderen ihre ökonomische Herrschaf durch militärische Gewalt auf. Zudem führt die Entwick lung der Atomindustrie zu einer nuklearen Gesellsch af der Kontrolle und Zentralisierung und zu einer sich anbahnenden Gefahr für das menschliche Leben und die Umwelt. Neue Technologien (Drohnen etc.) werden genutzt, um mehr und mehr Menschen zu ermorden und die staatliche Überwachung zu erhöhen, beispielsweise die Überwachung der Grenzen der Festung Europa gegen die Einwanderung von Menschen aus Afrika.

Die Suche nach Ressourcen für diese Industrien, vergrößert den Kampf
der verschiedenen Machtblöcke um die Kontrolle von wichtigen Roh-
stoffquellen wie Uran, Öl und anderen Rohstoff en. Krieg ist eng verbun-
den mit Umweltzerstörung, wie im Fall der Entlaubung des Urwalds
während des Vietnamkriegs und der riesigen Umweltzerstörung wäh-
rend des Golfkriegs durch die Bombardierung von Ölraffinerien.

Krieg beinhaltet die Vertreibung von ganzen Bevölkerungen, erzwingt
Migration und das Errichten von riesigen Flüchtlingslagern. Er verur-
sacht Hungersnöte durch Angriffe auf Ernten. Massenhaf e Vergewalti-
gungen werden gezielt als Mittel des Terrors eingesetzt und sie sind ein
Symptom für die verzerrte Maskulinität, die der Militarismus erzeugt.
Neben der Erfindung von Bedrohungen, wie dem islamischen Funda-
mentalismus und wieder einmal der des russischen Bärens bzw. der
westlichen imperialistischen Aggression, wird die Gefahr der Unord-
nung im Inneren, die of vom Staat selbst hervorgerufen wird, dazu
genutzt, einen Feind im Inneren zu postulieren. Der innere Feind - ob
Jugendbanden oder politische Gruppen - rechtfertigt schließlich die
wachsende Militarisierung der Gesellsch af und damit die verstärkte
Präsenz von Truppen in den Straßen sowie an Transportknotenpunk-
ten und die stärker werdende Militarisierung von Polizeikräfen. Die
konkurrierenden Machtblöcke - USA, Russland, China, Europäische
Union etc. - streben ihre eigenen Sphären des globalen Einfusses an,
was zu einer Erhöhung der Spannungen führt, wie man am Beispiel der
Ereignisse in der Ukraine sehen kann.

Wir stellen uns gegen die Militarisierung der Gesellschaf und dem
Kriegstreiben. Auseinandersetzungen um Grenzen werden von Macht-
blöcken und Nationalstaaten als Mittel genutzt, um Konfikte auszu-
lösen. Die Antwort darauf kann nicht ein Mikro-Nationalismus sein
(Schottland, Katalonien etc.) mit der Entwick lung von neuen kleinen
Staaten mit ihren eigenen bewaffneten Kräfen, sondern eine freie Fö-
deration der Menschen, mit der Zerstörung der Rüstungsindustrie, der
Aufösung der Armeen, dem Wegfall von Grenzen und der Absch af-
fung des Kapitalismus selbst. Auf praktischer Ebene entgegnen wir
ihrem Drang zum Krieg sowie zur Militarisierung der Gesellschaf
mit Kampagnen gegen militärische Rekrutierung, Unterstützung von
Deserteur*innen und Kriegsgegner*innen, zivilem Ungehorsam sowie
Block aden und Streiks gegen Lieferungen von Rüstungsgütern und Ar-
meen.

Gegen alle Grenzen!
Gegen jeden Krieg!
Für ein Teilen aller Ressourcen mit der Bevölkerung
des gesamten Planeten!
Krieg dem Krieg!

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