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(de) FAU-IAA Direct Action #220 - Intro - FAU-Ticker + Catwalk + Editorial

Date Tue, 19 Nov 2013 16:46:31 +0200


FAU-Ticker ---- +++ Die FAU Mannheim hat sich dem lokalen "Recht auf Stadt"-Bündnis angeschlossen +++ Die FAU Berlin unterstützte die MieterInnendemo am bundesweiten Aktionstag "Keine Profite mit der Miete! Die Stadt gehört allen" +++ Die FAU Köln unterstützte die "soziale Kampfbaustelle" im Rahmen des Kölner Prostestcamps vom 28.9. bis 3.10. Um die Probleme der teilnehmenden 50 bulgarischen WanderarbeiterInnen anzugehen wurde das Rathaus gestürmt und legale Meldeadressen gefordert. Zusätzlich fand im Jobcenter ein "Zahltag" statt +++ Die FAU in Thüringen erklärt sich mit der Besetzung der Langenwiesener Straße 17 in Ilmenau solidarisch +++ Die FAU Mannheim hat auf ihrer Homepage Positionspapiere zur Betriebsrats - und zur Gewaltfrage veröffentlicht +++ Die FAU Stuttgart beteiligte sich an den Protesten gegen die zentrale Einheitsfeier in Stuttgart +++

Die FAU Hannover beteiligte sich an der DGB-Großdemo in Hannover am 7.9. +++ Die FAU Dresden beteiligte sich an "Pflege braucht Zukunft!"-Demonstration am 17. Oktober +++ Wer wissen möchte was die FAU Düsseldorf so macht, kann dies nun über ihre kostenlose App für Android-Geräte erfahren +++ Die FAU Berlin demonstriert wieder vor der Heinrich-Böll-Stiftung (mehr auch im Artikel dazu in dieser Ausgabe https://www.direkteaktion.org/220/wir-sind-gekommen-um-zu-bleiben) +++

Catwalk

"FIRST WE TAKE MANHATTAN, THEN WE TAKE BERLIN"... WEM GEHÖRT DIE STADT, WAS PASSIERT IN IHR, WO MANIFESTIERT SICH WIDERSTAND?

Die Stadt als Ort globaler sozialer Kämpfe beleuchten wir in dieser Ausgabe der DA. Aus der Sicht einer föderal organisierten Basisgewerkschaft, die sowohl in die lokalen Kämpfe der Produktion als auch in die Verteidigung der Stätten der Reproduktion in den Vierteln vor Ort involviert ist.

Städte sind selbst zu Fabriken geworden. Einige florieren, andere gehen bankrott. In den durchkapitalisierten urbanen Zentren wird bereits am Wohnungsmarkt entschieden, wer in ihnen arbeiten, also leben darf.

I-BNG: CHEFDUZEN? NACHFRAGEN!

Die Dresdner FAU stellt ihre Initiative Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie (I-BNG) vor, die seit drei Monaten besteht. Die GenossInnen berichten über ihre Anfangserfolge, die sie mit der bewährten Registermethode errungen haben.

Die Branchensektion ist inzwischen in sieben Betrieben vertreten und versucht, mit einem öffentlichen Lohnspiegel ein betriebsübergreifendes Grundlohnniveau durchzusetzen. Ein interessanter Versuch basisgewerkschaftlicher Organisation in einem Sektor prekärer Beschäftigung, der in vielen Städten ähnlich ablaufen könnte.

Mehr Info über I-BNG im Artikel dazu. https://www.direkteaktion.org/220/hallo-bist-du-hier-chef-nein-super

KAUF DICH GLÜCKLICH!

Für viele ist er in den nunmehr acht Jahren seines Bestehens zum unverzichtbaren Begleiter durch das Jahr geworden: "SyndiKal", der kleine kollektive Organisator und Taschenkalender gegen die Zumutungen des Kapitals und der Lohnarbeit. Auch für das Jahr 2014 hat die Kalenderredaktion des Syndikat-A-Medienvertriebs wieder eine Vielzahl von Themen, Hinweisen und nützlichen Adressen für den täglichen Widerstand am Arbeitsplatz, beim Amt, in Schule, Uni und Stadtviertel zusammengestellt.

(6.50 Euro / Syndikat-A Medienvertrieb / www.syndikat-a.de)


Editorial

Zurzeit ist ja wieder viel los in den Städten der Welt. Und zumindest medial scheint es so, als ob sich mittlerweile alle großen Bewegungen explizit auf die Stadt oder zumindest auf einen ihrer Plätze beziehen. Oppositionelle besetzten den Taksim-Platz in Istanbul, in Rio de Janeiro ist aus den Demonstrationen gegen Fahrpreiserhöhungen der städtischen Busse eine Protestbewegung entstanden und irgendwie scheint es als hätte die ägyptische Revolution ausschließlich auf dem Tahrir-Platz stattgefunden. Auch in Deutschland sind es nicht nur grünkonservative "WutbürgerInnen", die gegen ein gigantisches Bauprojekt und für alte Parkbäume zum ersten Mal auf die Straße gehen, sondern auch illegalisierte Flüchtlinge, die offensiv Plätze besetzen, um gegen ihre prekäre Situation zu kämpfen.

Und wahrscheinlich wird das so weiter gehen. Nicht nur, weil mittlerweile weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land leben, sondern auch weil in den Städten viele Widersprüche des Kapitalismus aufeinandertreffen.

Als Redaktion "Betrieb und Gesellschaft" hat uns natürlich die Frage beschäftigt, ob diese Kämpfe auch einen gewerkschaftlichen Charakter haben, vielleicht sogar einen syndikalistischen? Oder lenken diese "Lifestyle"-Kämpfe von den sowieso viel zu sehr vernachlässigten Kämpfen in den Betrieben ab? Darum beschäftigt sich auch der Leitartikel auf Seite 1 mit dem Zusammenspiel der Kämpfe in Fabrik und Stadt.

Außerdem wollten wir euch noch ein positives Bild mitgeben. Eine Utopie wie denn eine syndikalistische Stadt aussehen könnte. Die derzeit stattfindenden Kämpfe versuchen ja meist konkrete (neoliberale) Umgestaltungen der Stadt zu verhindern. Leider haben wir auf der Suche nach dem ganz großen Entwurf für eine "Stadt für alle" nichts gefunden was über Phrasen wie dezentral, ökologisch, selbstverwaltet, ... hinausgeht. Aber das muss ja kein Manko dieser Bewegungen sein. Im Gegenteil, dass sich auch mit kleinen Schritten der Syndikalismus, sozusagen auf Sicht, umgesetzt werden kann, zeigt das Beispiel der NachbarInnen-Netzwerke in Dresden Löbtau auf Seite 4.

Viel Spaß beim Lesen,

Eure Redaktion "Betrieb und Gesellschaft"
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