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(de) Berlin, Okt./Nov. 2011: "Was tun mit Kommunismus ?!" - Eine Veranstaltungsreihe

Date Tue, 27 Sep 2011 15:04:10 +0300


Montag, 31 Oktober, Mehringhof - 18 bis 22 Uhr (Gneisenaustr. 2a, Nähe U 6+7/Mehringdamm) „Die Linke und 'der real existierende Sozialismus'“ ---- Dienstag, 1. November, Haus der Demokratie und Menschenrechte - 18 bis 22 Uhr (Greifswalder Str. 4, Tram 3+4, zwei Stationen vom Alex) „Wie sozialistisch war der 'real existierende Sozialismus'?“ Sonntag, 6. November, Festsaal Kreuzberg - 17 bis 21 Uhr (Skalitzer Str. 130, U 1+8/Kottbusser Tor) ---- „Raus aus dem Kapitalismus - aber wohin? Konkrete Utopien heute“ - Veranstaltet von der Selbsthilfegruppe Ei des Kommunismus (SEK) http://eidesk.wordpress.com/ -Details: Was tun mit Kommunismus ?! ---- Kapitalismus – „real existierender Sozialismus“ -konkrete Utopien heute ---- Eine Veranstaltungsreihe ---- Die kapitalistische Weltwirtschaft und die bürgerlichen Demokratien sind von fundamentalen Krisen erfasst. Begleitet werden sie von einem Aufschwung des Rechtspopulismus in Europa. Gleichzeitig wächst aber auch
die Bereitschaft, über Alternativen und Wege zur Überwindung des
Kapitalismus nachzudenken.
Für Empörung, Aufstände und soziale Revolutionen gibt es reichliche
Gründe, wie die jüngsten Entwicklungen in der arabischen Welt, in
Griechenland, Spanien oder in Großbritannien zeigen. In dieser Situation
ist aber gerade in Deutschland auch eine Wiederbelebung der ML-Ideologie
der gescheiterten pseudo-sozialistischen Diktaturen des Ost-Blocks zu
verzeichnen.
Die dreiste Leugnung des repressiven Charakters dieser Polizeistaaten
gegenüber der Bevölkerungsmehrheit und jeder linken Kritik sowie Mythen
über „sozialistische Errungenschaften“, treiben neue Blüten. Überreste der
DDR-Nomenklatura finden dafür in der linken Öffentlichkeit, u.a. in der
„jungen Welt“ eine Plattform.
Angewidert von der antikommunistischen Propaganda entdecken aber auch
manch junge Linke plötzlich scheinbare „Vorzüge der DDR“. Auf diese Weise
tappen Linke aber nicht nur in die Falle der Neutralisierung
antikapitalistischer Strömungen durch die Herrschenden; diese können
nämlich die Erfahrungen vieler Menschen in Ost und West mit dem
untergegangenen System des „real existierenden Sozialismus“ dagegen
mobilisieren.
Jene Linken sind auch dazu verdammt, erneut autoritäre Wege zu betreten,
die nicht über den heutigen Kapitalismus und die in langen geschichtlichen
Kämpfen gegen Kapital und Staat erstrittenen Freiheiten hinausführen,
sondern dahinter zurückfallen.
Die bisherigen „real-sozialistischen“ Verhältnisse haben sich als
antiemanzipatorische Sackgassen erwiesen. Deshalb ist für die Suche nach
Alternativen zum Kapitalismus im 21. Jahrhundert eine radikal
emanzipatorische Neubestimmung von Theorie und Praxis der
antikapitalistischen Linken notwendig. Eine (selbst-)kritische
Auseinandersetzung mit den Fehlern und Irrtümern der eigenen Geschichte
ist dafür eine ebenso unverzichtbare Voraussetzung, wie neue Antworten auf
veränderte geschichtliche Bedingungen.
Diese Erkenntnisse sollten den Ausgangspunkt jeder heutigen Debatte über
antikapitalistische Perspektiven bilden. Deshalb wollen wir in drei
zusammengehörenden Veranstaltungen darüber diskutieren, ob und inwiefern
eine Alternative zum Kapitalismus für verschiedene emanzipatorische
Strömungen der antikapitalistischen Linken heute noch unter dem Leitstern
eines „Kommunismus“ stehen kann? Oder hat die geschichtliche Praxis von
Bolschewismus und Stalinismus Begriff und Idee so verschlissen, dass sie
durch andere Leitideen ersetzt werden müssten?
In einer ersten Veranstaltung unserer Reihe wollen wir deshalb darüber
diskutieren, wie das Verhältnis verschiedener emanzipatorischer Strömungen
der antikapitalistischen Linken zum „real existierenden Sozialismus“ war
und ist. Dabei wollen wir mit Lügen und Geschichtsmythen aufräumen.
Eng verbunden damit soll in einer zweiten Veranstaltung dem Problem
nachgegangen werden, wie sozialistisch der „real existierende Sozialismus“
jenseits aller Mythen überhaupt war? Damit sollen die verschiedenen
Strömungen, die wir eingeladen haben auch bestimmen, was sie unter
„Sozialismus“ überhaupt verstehen. Ebenso wollen wir ausloten, worin die
verschiedenen Strömungen die Ursachen für die Fehlentwicklung des
Ost-Blocks sehen und wie sie den Charakter dieser Gesellschaften
rückblickend einschätzen.
In einer dritten und letzten Veranstaltung wollen wir uns darüber
austauschen, welche emanzipatorischen Auswege aus dem Kapitalismus sich
nach dem Scheitern des „real existierenden Sozialismus“ ergeben. Können
diese gesellschaftlichen Alternative(n) noch mit dem Begriff „Kommunismus“
assoziiert werden?


WAS TUN MIT KOMMUNISMUS ?!


Montag, 31. Oktober, Mehringhof
(Gneisenaustr. 2a, Nähe U 6+7/Mehringdamm), 18 bis 22 Uhr:

„Die Linke und 'der real existierende Sozialismus'“

Podiumsteilnehmer/innen: Bini Adamczak (Autorin), Hauke Benner (autonomer
Grenzgänger in den 80er Jahren), Willi Hajek (Europ. Netzwerk
Basisgewerkschaften), Thomas Klein (Zeithistoriker), Elfriede Müller (jour
fixe initiative berlin), Monika Runge (RLS Sachsen, MdL Sachsen), Jörn
Schüttrumpf (Karl Dietz Verlag)

Moderation:
Anne Seeck, Bernd Gehrke


Dienstag, 1. November, Haus der Demokratie und Menschenrechte
(Greifswalder Str. 4, Tram 3+4, zwei Stationen vom Alex), 18 bis 22 Uhr:

„Wie sozialistisch war der 'real existierende Sozialismus'?“

Podiumsteilnehmer/innen: Helmut Bock (Historiker, Historische Kommission
der PDL), Renate Hürtgen (Historikerin, AK Geschichte sozialer Bewegungen
Ost-West), Christoph Jünke (Historiker und Publizist), Ralf G. Landmesser
(libertärer Publizist, LPA), Anne Seeck (Aktivistin) Harry Waibel
(Historiker und Publizist)

Moderation:
Bernd Gehrke, Willi Hajek


Sonntag, 6. November, Festsaal Kreuzberg
(Skalitzer Str. 130, U 1+8/Kottbusser Tor) 17 bis 21 Uhr:

„Raus aus dem Kapitalismus - aber wohin? Konkrete Utopien heute“

Podiumsteilnehmer/innen:
Christian Frings (Aktivist und Autor), Bernd Gehrke (AK Geschichte
sozialer Bewegungen Ost-West), Detlef Hartmann (linker Aktivist und
Theoretiker), Lucy Redler (Partei Die Linke, SAV), Michael Wilk
(libertärer Autor und Aktivist), N.N. Theorie Organisation Praxis (TOP
Berlin)

Moderation:
Ralf G. Landmesser, Harry Waibel


Der Eintritt ist frei – Spenden sind erwünscht!

Veranstalter: Selbsthilfegruppe Ei des Kommunismus (SEK)

http://eidesk.wordpress.com/

Die Veranstaltungen werden unterstützt von:
A-Laden Berlin, Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost/West,
Assoziation A, ASTA TU Berlin, Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll
Stiftung, Buchladen Schwarze Risse, North-East-Antifa, Netzwerk
Selbsthilfe e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung, Teilhabe e.V., Zeitschrift
Analyse & Kritik (ak), Zeitschrift Antirassistischer Gruppen (ZAG),
Zeitschrift telegraph.
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