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(de) [PA] „Rechtsextreme Kontinuitäten auf der Uni und im Parlam ent bekämpfen“

Date Wed, 29 Oct 2008 10:44:04 +0100



„Rechtsextreme Kontinuitäten auf der Uni und im Parlament bekämpfen“
---- Utl.: „Raus aus dem Hörsaal – rauf auf die Rampe!“ ---- Wien,
Unirampe - Die Gruppe AuA! (Außeruniversitäre Antifa) begrüßt
ausdrücklich die morgigen Proteste gegen den Couleurbummel
deutschnationaler Burschenschafter an der Universität Wien. „Gerade in
Zeiten, in denen die FPÖ gestärkt aus den Wahlen hervorgeht und der
Burschenschafter Martin Graf zum Nationalratspräsidenten gewählt wird,
ist es notwendig gegen diese rechtsextremen Skandale zu protestieren“,
meint Lili Litwak, Pressesprecherin der AuA! „Es ist einerseits
inakzeptabel, dass deutschnationale Burschenschaften 70 Jahre nach dem
Anschluss an Nazideutschland nicht verboten sind, sondern auf der
Unirampe nach wie vor ihre reaktionäre Ideologie zur Schau stellen
können. Anderseits ist es skandalös, dass beinahe alle
Parlamentsparteien die Verbreitung völkischen und `revisionistischen´
Gedankenguts nicht nur hinnehmen, sondern durch ihre Unterstützung Grafs
auch noch aktiv fördern und gesellschaftlich salonfähig machen“, so
Litwak weiter.

Die deutschnationale Burschenschaft Olympia, der Graf angehört, lud in den
letzten Jahren immer wieder bekannte Akteure des internationalen
Rechtsextremismus und Neonazismus (wie David Irving, Frank Rennicke oder
Michael Müller) zu sich ein. Dazu Litwak: „An der rechtsextremen
Ausrichtung der Olympia ändert auch Grafs rhetorische Distanzierung von
allen 'im Namen einer fehlgeleiteten Ideologie verübten Verbrechen'
nichts.“ Burschenschaften fungieren in Österreich bis heute als
Kaderschmieden sowohl der FPÖ als auch noch weiter rechts stehender
Gruppierungen sowie als Hort völkischer Gesinnung und stellen somit auch
das gesellschaftliche Bindeglied zwischen (neo-)nazistischen
Zusammenhängen und dem Parlament dar, wie sich an der hohen Anzahl
korporierter Nationalratsabgeordneter zeigt.

Völkischer Größenwahn, Geschichtsklitterung sowie die Frauenfeindlichkeit
dieser Verbindungen stellen somit kein Randproblem dar, sondern werden
durch die ungetrübte Durchführung von Veranstaltungen wie dem
Mittwochsbummel oder der Wahl des Holocaust-Relativierers Graf (Zitat:
`Wenn sie so wollen, waren es Millionen.´) normalisiert und alltäglich.
„Dass reaktionäres Gedankengut und großdeutsche Propaganda für die
Unileitung nach wie vor salonfähig sind und offensichtlich von einer
breiten Mehrheit im Parlament protestlos und kritiklos hingenommen werden,
kann und darf jedoch nicht weiter toleriert werden“, meint Litwak
abschließend.

Raus aus dem Hörsaal – rauf auf die Rampe!
Treffpunkt: Mi, 29.10.2008, 11 Uhr 30, Rampe der Universität Wien

Kontakt:
AuA!
http://aua.blogsport.de/
aua[AT]lnxnt.org
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