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(de) Berlin: ALEx im September 2008 im BAIZ
Date
Fri, 29 Aug 2008 12:02:56 +0200
Das A-Laden Kollektiv trauert um seinen Freund und Genossen Uli Melcher,
der Mitte Dezember 2007 plötzlich und unerwartet verstorben ist. Uli war
der Designer und Administrator unserer Wwweb-Seiten www.a-laden.org
und www.terminator-berlin.tk (anhaltende Unzulänglichkeiten der sites
bitten wir daher zu entschuldigen!). Uli stand, immer zu einem Scherz
und Lachen aufgelegt, auf der richtigen Seite der Barrikade für die
mögliche andere und freie Welt. - "Ein Lachen wird es sein, das SIE
beerdigt." Wir vermissen dich, alter Freund!
ALEx-September-PROGRAMM 2008 im BAIZ
Alle ALEx-Veranstaltungen in der Kulturschankwirtschaft BAIZ
(Ecke Tor/Christinenstr., Nähe U Rosa-Luxemburg-Platz - www.baiz.info)
Eintritt frei - Spenden erwünscht.
Freie Kultur Aktion e.V. / ALEx (A-Laden im Exil) presents:
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Mittwoch, 10. September 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Bock aufs Kapital? Einführung ins Marx'sche Hauptwerk ohne Murx.
Mittwoch, 24. September 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Ba Jin - Chinesischer Schriftsteller und Anarchist. Vorstellung & Lesung
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Mittwoch, 10. September 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Bock aufs Kapital? Einführung ins Marx'sche Hauptwerk ohne Murx.
Jetzt wildern schon Anarchisten im Kommunistenrevier! Schon?:
"Um nun den Arbeiter[inne]n wenigstens das Wesentliche dieses
hochwichtigen Werkes um billigen Preis und in leicht fassliche Formen
gekleidet zugänglich zu machen, habe ich unter anderem meine Zwangsmuße
dazu benutzt, Das Kapital auszugsweise zu popularisieren.", schrieb der
bekannte antiparlamentarische Sozialist Johann Most vor mehr als 100
Jahren im Vorwort seines Werkes. Most war wiedermal wegen
staatsabträglicher Reden im Knast. Most, der zum bekanntesten
deutsch-amerikanischen Anarchisten seiner Zeit werden sollte, hatte eine
von Marx und Engels persönlich abgesegnete Kurzfassung des KAPITAL Bd.1
geschrieben.
Inzwischen ist der grüne "Realo" implodiert und der Turbokaptialismus
global auf anscheinend ungebremstem Eroberungszug, bsonders in den Ländern
des gewesenen "Sozialismus"/Staatskapitalismus. Die ArbeiterInnenklasse
sei verbürgerlicht und fast am Nullpunkt jeglichen Klassenkampfes
angekommen, schreibt der Publizist Heleno Saña. Mal wieder höchste
schwarzrote Eisenbahn, Mosts Marx hervorzukramen. Dabei wollen wir Mosts
Freund Kropotkin nicht vergessen, der ja bekanntlich den freiheitlichen
Kommunismus propagierte.
Mittwoch, 24. September 2008 ab 19h, A-Laden im Exil (ALEx) im BAIZ:
Ba Jin - Chinesischer Schriftsteller und Anarchist.
Vorstellung & Lesung
Der NeoKaPiChalismus ist nur die Fortsetzung des alten chinesischen
Staatskapitalismus mit anderen Mitteln. Hunderte Millionen Menschen in der
VR China werden im nationalstaatlichen Machtinteresse gnadenlos durch den
Fleischwolf gedreht. Sozusagen eine Dauer-Olympiade der totalen Ausbeutung
mit Weltrekorden der Umweltzerstörung und Menschenverachtung.
Aber das war nicht immer so. Es gab im China des frühen 20. Jahrhunderts
eine revolutionäre Aufbruchsstimmung gegen das Althergebrachte und
Patriarchalische, gegen das konfuzianische System, gegen das Kuli-Syndrom.
Der anarchistische Schriftsteller Bā Jīn (*1904, Pseudonym aus:
BAkunin / KropotJIN) war der berühmteste Schriftsteller des revolutionären
China und rüttelte v.a. mit seinem Roman "Die Familie" (1931) die junge
Intelligenz auf. Selbst Mao soll zeitweilig Anarchist gewesen sein. Im
"kommunistischen" Staat mußte Ba Jin seine Texte von allen anarchistischen
Passagen "säubern". Unter Mao's "Kulturrevolution" ab 1966 wurde er als
Intellektueller gefoltert, entwürdigt und beinahe umgebracht - seine Frau
starb. In der BRD und anderswo liefen derweil studierende RevoluzzerInnen
mit "Maobibeln" und Maokitsch jeder Art auf und sangen Lobeshymnen auf die
"Volksrepublik". Rückblickend beschrieb Ba Jin die "Kulturrevolution" als
chinesischen Faschismus. Erst 1977 rehabilitiert wurde er Vorsitzender des
Chinesischen Schriftstellerverbandes, konnte aber nach wie vor nur
verschlüsselt schreiben. Hundertjährig starb Ba Jin am 17.10.2005 in
Shanghai, dem Ort der ersten revolutionären Erhebung.
Der Publizist Ralf G. Landmesser stellt den Autor vor und liest aus seinen
Werken.
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Der A-Laden in der Brunnenstr.7 am [U] Rosenthaler Platz ist jeden
Donnerstag von 18-22 Uhr mindestens geöffnet. Weitere Termine nach
Absprache.
a-laden@free.de
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