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(de) [ Buenos Aires] Brief an die Genossinnen und Genossen der anarchosyndikalistischen Gewerkschaften...

Date Mon, 21 Apr 2008 20:35:52 +0200



...an die revolutionären Gewerkschafter/innen, die Ba sisgewerkschaften
sowie alle solidarischen Arbeiterinnen und Arbeiter weltweit! ---- Brief
an die Genossinnen und Genossen der anarchosyndikalistischen
Gewerkschaften, an die revolutionären Gewerkschafter/innen, die
Basisgewerkschaften sowie alle solidarischen Arbeiterinnen und Arbeiter
weltweit: ---- Genossinnen und Genossen, wir vom Sindicato de
Resistencia de Oficios Varios (Gewerkschaft der Widerständigen
verschiedener Berufssparten) aus Morón, Buenos Aires, wenden uns an
euch, um euch über die folgende Situation zu informieren und um eure
Hilfe zu bitten.

Wir sind eine kleine Gewerkschaft, die sich im Jahr 2005 im Westen der
Stadt Buenos Aires aus Genossinnen und Genossen verschiedener
beruflicher Bereiche gegründet hat, um die horizontale gewerkschaftliche
Organisierung in unserer Region voranzutreiben.

Vor über einem Jahr lernten wir im Rahmen von Aktionen für einen
Genossen, der aus einer Plastikfabrik entlassen worden war, einige
Arbeiter des nordamerikanischen Automobilzulieferers Dana (Fabrikant von
Achsen für LKWs) kennen. Aus dieser Begegnung hat sich eine sehr enge
Verbindung zu den Dana-Arbeitern entwickelt. Sie hatten es geschafft, in
einem multinationalen Konzern und innerhalb einer nicht nur bürokratisch
organisierten, sondern auch rechtsgerichteten Gewerkschaft eine
Basisorganisation zu etablieren. Wir konnten also viel von ihnen lernen.
Dabei geben wir zu bedenken, dass in Argentinien keine
Gewerkschaftsfreiheit existiert. Die einzigen Erfahrungen mit
Basisarbeit, auf die wir bisher zurückgreifen können, sind die internen
Kommissionen in jeder Fabrik oder Firma und die Stadtteilorganisationen.

Die Gewerkschaft SMATA, der die Genossinnen und Genossen angeschlossen
sind, ist eine der bürokratischsten und reaktionärsten Gewerkschaften in
ganz Argentinien. Ihre Führungsspitze hatte während der letzten Diktatur
mit der Militärregierung zusammengearbeitet und hatte sich ihrer
unliebsamen Aktivistinnen und Aktivisten durch Verschwindenlassen
entledigt.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen gelang es den Genossinnen und
Genossen, sieben Jahre lang eine interne Basisorganisation innerhalb der
Fabrik aufrecht zu erhalten, Übergriffe der Unternehmensleitung
abzuwehren und einige bedeutende Triumphe der Arbeiterschaft zu
erringen. So schaffte die Belegschaft es beispielsweise, das Unternehmen
aufgrund der in dem Viertel verursachten Verschmutzung anzuzeigen.

Selbstverständlich wollte sich das Unternehmen dieser Basisorganisation
entledigen, und so kam es am 7. Januar aufgrund angeblicher
Umstrukturierungsmaßnahmen in der Produktion zur Entlassung von über 60
Mitarbeitenden, darunter fast alle Aktivistinnen und Aktivisten der
Organisation. Daraufhin wurde vor dem Fabriktor ein Camp eingerichtet,
das tage- und nächtelang besetzt war und die Wiedereinstellung aller
Entlassenen forderte. Zwei Woche lang lag das gesamte Werk still. Die
ganze Zeit über war das Camp den permanenten Angriffen einer Bande von
etwa 60 Leuten ausgesetzt, die die Autos der Genossinnen und Genossen
anzündeten, sie zum Teil mit Messern und Macheten angriffen und
verletzten und alles Mögliche stahlen.
Nach telefonischen Einschüchterungsmaßnahmen und telegrafischen
Aufforderungen, die Arbeit wieder aufzunehmen, gelang es dem
Unternehmen, den Betrieb der Fabrik wieder anlaufen zu lassen, wobei die
Arbeitsaufnahme von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet
wurde.

Viele Genossinnen und Genossen und Mechaniker setzen den Kampf um die
Wiedereinstellung der Entlassenen fort, versuchen, die eigene Angst zu
überwinden und die Arbeitenden zu motivieren, ihre Arbeit wieder
niederzulegen. Dieser wichtige Kampf darf nicht an ökonomischen Fragen
scheitern.

Deshalb haben wir versucht, in diesem Brief die wesentlichen Ereignisse
zusammenzufassen, den Schlag gegen die Arbeiterschaft und den Widerstand
dagegen zu schildern und deutlich zu machen, welchen Stellenwert die
aktuelle Situation für die Arbeiterbewegung in Argentinien hat – vor dem
Hintergrund der Konsolidierung von Regierung und Arbeitgeberverbänden
gegen die Interessen der Arbeiterklasse und dem Aufwind, den die
Bürokratie nach den letzten Präsidentschaftswahlen erhalten hat.

Die Bankverbindung für unser Spendenkonto ist:
Bitte teilt uns nach der Übersendung einer Spende mit, wie viel
überwiesen wurde und im Namen welcher Organisation, um den Genossinnen
und Genossen ihre Löhne weiterzuzahlen.

Banco Santander Rió filial 147, número de cuenta: 365134/2.
Código IBAN: IT34Y0313501719000000002103 . El código Swift es: UNCRITMM.

Gesundheit und Freiheit – Salud y Libertad!

Emilio Spataro
Sindicato de Resistencia de Oficios Varios- Morón. – Gewerkschaft der
Widerständigen verschiedener Berufssparten Morón, Buenos Aires.
Angeschlossen an FORA-AIT (Regionaler Arbeiterverband Argentinien
–Internationaler Arbeiterbund)

Wenn Ihr mehr Informationen wünscht, könnt Ihr Euch hier mit den
entlassenen Arbeitern in Verbindung setzen:
solidaridadcondespedidosdana@yahoo.com.ar
oder richtet Eure Fragen an das Sindicato de Resistencia de Oficios
Varios de Morón: oficiosvariosmoron@gmail.com






---------------------------------

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Demotores y Yahoo!.Ahora comprar o vender tu auto es más fácil.
Visitá http://ar.autos.yahoo.com/



Brief an die Genossinnen und Genossen der anarchosyndikalistischen
Gewerkschaften, an die revolutionären Gewerkschafter/innen, die
Basisgewerkschaften sowie alle solidarischen Arbeiterinnen und Arbeiter
weltweit:

Genossinnen und Genossen, wir vom Sindicato de Resistencia de Oficios
Varios (Gewerkschaft der Widerständigen verschiedener Berufssparten) aus
Morón, Buenos Aires, wenden uns an euch, um euch über die folgende
Situation zu informieren und um eure Hilfe zu bitten.

Wir sind eine kleine Gewerkschaft, die sich im Jahr 2005 im Westen der
Stadt Buenos Aires aus Genossinnen und Genossen verschiedener
beruflicher Bereiche gegründet hat, um die horizontale gewerkschaftliche
Organisierung in unserer Region voranzutreiben.

Vor über einem Jahr lernten wir im Rahmen von Aktionen für einen
Genossen, der aus einer Plastikfabrik entlassen worden war, einige
Arbeiter des nordamerikanischen Automobilzulieferers Dana (Fabrikant von
Achsen für LKWs) kennen. Aus dieser Begegnung hat sich eine sehr enge
Verbindung zu den Dana-Arbeitern entwickelt. Sie hatten es geschafft, in
einem multinationalen Konzern und innerhalb einer nicht nur bürokratisch
organisierten, sondern auch rechtsgerichteten Gewerkschaft eine
Basisorganisation zu etablieren. Wir konnten also viel von ihnen lernen.
Dabei geben wir zu bedenken, dass in Argentinien keine
Gewerkschaftsfreiheit existiert. Die einzigen Erfahrungen mit
Basisarbeit, auf die wir bisher zurückgreifen können, sind die internen
Kommissionen in jeder Fabrik oder Firma und die Stadtteilorganisationen.

Die Gewerkschaft SMATA, der die Genossinnen und Genossen angeschlossen
sind, ist eine der bürokratischsten und reaktionärsten Gewerkschaften in
ganz Argentinien. Ihre Führungsspitze hatte während der letzten Diktatur
mit der Militärregierung zusammengearbeitet und hatte sich ihrer
unliebsamen Aktivistinnen und Aktivisten durch Verschwindenlassen
entledigt.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen gelang es den Genossinnen und
Genossen, sieben Jahre lang eine interne Basisorganisation innerhalb der
Fabrik aufrecht zu erhalten, Übergriffe der Unternehmensleitung
abzuwehren und einige bedeutende Triumphe der Arbeiterschaft zu
erringen. So schaffte die Belegschaft es beispielsweise, das Unternehmen
aufgrund der in dem Viertel verursachten Verschmutzung anzuzeigen.

Selbstverständlich wollte sich das Unternehmen dieser Basisorganisation
entledigen, und so kam es am 7. Januar aufgrund angeblicher
Umstrukturierungsmaßnahmen in der Produktion zur Entlassung von über 60
Mitarbeitenden, darunter fast alle Aktivistinnen und Aktivisten der
Organisation. Daraufhin wurde vor dem Fabriktor ein Camp eingerichtet,
das tage- und nächtelang besetzt war und die Wiedereinstellung aller
Entlassenen forderte. Zwei Woche lang lag das gesamte Werk still. Die
ganze Zeit über war das Camp den permanenten Angriffen einer Bande von
etwa 60 Leuten ausgesetzt, die die Autos der Genossinnen und Genossen
anzündeten, sie zum Teil mit Messern und Macheten angriffen und
verletzten und alles Mögliche stahlen.
Nach telefonischen Einschüchterungsmaßnahmen und telegrafischen
Aufforderungen, die Arbeit wieder aufzunehmen, gelang es dem
Unternehmen, den Betrieb der Fabrik wieder anlaufen zu lassen, wobei die
Arbeitsaufnahme von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet
wurde.

Viele Genossinnen und Genossen und Mechaniker setzen den Kampf um die
Wiedereinstellung der Entlassenen fort, versuchen, die eigene Angst zu
überwinden und die Arbeitenden zu motivieren, ihre Arbeit wieder
niederzulegen. Dieser wichtige Kampf darf nicht an ökonomischen Fragen
scheitern.

Deshalb haben wir versucht, in diesem Brief die wesentlichen Ereignisse
zusammenzufassen, den Schlag gegen die Arbeiterschaft und den Widerstand
dagegen zu schildern und deutlich zu machen, welchen Stellenwert die
aktuelle Situation für die Arbeiterbewegung in Argentinien hat – vor dem
Hintergrund der Konsolidierung von Regierung und Arbeitgeberverbänden
gegen die Interessen der Arbeiterklasse und dem Aufwind, den die
Bürokratie nach den letzten Präsidentschaftswahlen erhalten hat.

Die Bankverbindung für unser Spendenkonto ist:
Bitte teilt uns nach der Übersendung einer Spende mit, wie viel
überwiesen wurde und im Namen welcher Organisation, um den Genossinnen
und Genossen ihre Löhne weiterzuzahlen.

Banco Santander Rió filial 147, número de cuenta: 365134/2.
Código IBAN: IT34Y0313501719000000002103 . El código Swift es: UNCRITMM.

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Widerständigen verschiedener Berufssparten Morón, Buenos Aires.
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–Internationaler Arbeiterbund)

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oder richtet Eure Fragen an das Sindicato de Resistencia de Oficios
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