A - I n f o s
a multi-lingual news service by, for, and about anarchists **

News in all languages
Last 40 posts (Homepage) Last two weeks' posts

The last 100 posts, according to language
Castellano_ Deutsch_ Nederlands_ English_ Français_ Italiano_ Polski_ Português_ Russkyi_ Suomi_ Svenska_ Trk�_ The.Supplement

The First Few Lines of The Last 10 posts in:
Castellano_ Deutsch_ Nederlands_ English_ Français_ Italiano_ Polski_ Português_ Russkyi_ Suomi_ Svenska_ Trk�
First few lines of all posts of last 24 hours || of past 30 days | of 2002 | of 2003 | of 2004 | of 2005 | of 2006 | of 2007

Syndication Of A-Infos - including RDF | How to Syndicate A-Infos
Subscribe to the a-infos newsgroups
{Info on A-Infos}

(de) Fauchthunrundmail: 12.11.07 Antifa

Date Thu, 15 Nov 2007 15:45:30 +0200


1. Antifaschist von einem von einem Faschisten ermordet Madrid 11.10.07 --- 2. Text zum 6.10.07 von Anarchistischen Gruppen ---- 3. Antifa in Prag erfolgreich 10.11.07 ---- 4. Antifa Demo in Zureich 10.11.07 ---- 5. Kommuniqué zum Farbanschlag auf das Migrationsamt Zürich ---- 6. Demo 17.11. in Zürich ------ 1.Antifaschist von einem von einem Faschisten ermordet Madrid 11.10.07 ---- Info:Ralph ---- Madrid ist offensichtlich wieder mal in Aufruhr, nachdem ein Jugendlichergestern von einem Faschisten ermordet wurde. Eine Gruppe Antifaschisten war auf dem Weg zu einer Gegendemo gegen zwei Demonstrationen der faschistischen Jugend der Partei Democracia Nacional Es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen den Faschisten und den Antifaschisten, bei der ein 24jähriger Soldat den 16jährigen mit einer Machete ermordet hat. Ein zweiter Antifaschist ist schwer verletzt und hat einen Lungenstich erhalten. Die Wut entlud sich später in heftigen Auseinandersetzungen, Barrikaden wurden gebaut.... Die Polizei nahm Antifaschisten fest und verletzte einige.

Erstaunlich ist, wie die regierungsnahe El Pais darüber berichtet

Dem ermordeten Jugendlichen wird schon im Titel vorgeworfen, er habe den

"Protest" der Ultras "aufmischen" wollen, womit ihm eine Eigenschuld gegeben

wird. (

http://www.elpais.com/articulo/espana/Asesinado/Madrid/menor/iba/reventar/protesta/ultra/elpepunac/20071112elpepinac_10/Tes)

Statt sich über die Nazis aufzuregen, die bewaffnet auf ihre rassistischen Demos

gehen, denn es waren Demos unter dem Titel Ausländer raus, wird gegen

Antifaschisten gewettert, die Naziaufmärsche stören wollen. Das liegt auf der

Linie der Regierung, die linke baskische Parteien verbietet

http://de.indymedia.org/2007/05/175662.shtml und die faschistische Francopartei

Falange legal zu Wahlen antreten und auf der Straße maschieren läßt (

http://de.indymedia.org/2007/10/197004.shtml), obwohl sie den Faschismus

verherrlicht. Sie hat ja auch zugelassen, dass sogar mit dem neuen Gesetz zur

Rehabilitierung der Opfer erneut die Kirche ausgespart wurde, die darf weiter

faschistische Symole zeigen. http://de.indymedia.org/2007/11/198288.shtml

Heute Nachmittag gibt es neue Antifa-Demonstrationen und es werden neue

Konflikte erwartet, auch über Madrid hinaus. Viele Leute sind zudem noch sauer

darüber, dass der Rassist noch immer frei rumläuft, der kürzlich in Barcelona

eine Einwandererin brutal, rassistisch und sexistisch angegriffen, was sogar

gefilmt wurde.

Hier kann man sich Auszüge anschauen.

( http://www.elmundo.es/elmundo/2007/10/22/videos/1193070978.html)

Er behauptete zunächst, er sei betrunken gewesen, was das Opfer und ein Zeuge

bestritten haben. Er behauptete auch kein Rassist zu sein. Es war schon

erstaunlich, dass erst ein massiver öffentlicher Druck aus ganz Spanien und

Ecuador nötig war, darunter der spanische Justizminster, der ecuadorianische

Präsident, um die Staatsanwaltschaft dazu zu bringen,

den Schläger zu verhaften. Allerdings hat ihn der Richter auch nach der zweiten

Vorladung wieder frei gelassen. was immer noch nicht geschehen ist.

Allerdings ist sowas ziemlich normal. Etwa zeitgleich dazu wurde der junge

Student Daniel Oliver in Valencia begraben, der hatte versucht die Freundin

eines Schlägers vor dessen Angriffen zu schützen. Er trat und schlug auf das am

Boden liegende Mädchen ein und Daniel wurde dann selbst Opfer. Auch er erhielt

Schläge, fiel auf den Hinterkopf und starb an den Verletzungen. Der Täter ist

vom Richter auf freiem Fuß gesetzt worden.

Der Fall des Rassisten in Barcelona hat sich aber weiter zugespitzt, weil der

von Einwanderergruppen (genannt werden die Latin Kings) Morddrohungen erhalten

hat, weil die angesichts der Straflosigkeit die Justiz selbst in die Hand nehmen

wollen.

---------------------------------------------------------------------

2. Text zum 6.10.07 von Anarchistischen Gruppen

-----------------------------------------------------------

Der Schwarze Block sei Wahlhelfer der SVP gewesen, denn die Ausschreitungen in

Bern hätten der SVP zum Wahlsieg verholfen, tönte es einhellig aus der Schweizer

Medienlandschaft. Besonders die linken Parteien wurden nicht müde diese Aussage

immer wieder als Erklärung für den Ausgang der Wahlen heran zu ziehen.

Doch welche Wahl?

Am 21. Oktober gingen nur die Hälfte der Stimmberechtigten wählen, die andere

Hälfte hat - bewusst oder unbewusst - die Wahlen boykottiert. AusländerInnen und

Jugendliche, welche einen grossen Teil der ArbeiterInnenschaft ausmachen wurden

noch nicht einmal gefragt. Und zur Wahl stand wie immer nicht das System sondern

nur VertreterInnen innerhalb desselben.

Und welcher Wahlsieg?

Die SVP ist bereits seit 4 Jahren die wählerInnenstärkste Partei der Schweiz.

Diese Schweiz wird seit Anbeginn von einem bürgerlichen Block regiert, daran

ändern auch die beiden BundesrätInnen der SP nichts. Der Eintritt der SP in den

Bundesrat war überhaupt erst möglich, nachdem sie ihre sozialistischen

Forderungen aufgegeben hatte und so zur bürgerlichen Partei mit leicht sozialem

Anstrich wurde. Die Schweiz war vor dem 21. Oktober bürgerlich regiert und

kapitalistisch organisiert und sie ist es auch heute noch.

Wer zahlt, gewinnt

Den Aufstieg von der kleinen Bauern-, Bürger- und Gewerbepartei zur Massenpartei

erlangte die SVP vor allem durch eine in letzter Zeit offen rassistische

Politik, welche die latent vorhandenen fremdenfeindlichen Tendenzen in der

Bevölkerung ansprach und zu schüren vermochte. Der Wahlkampf der SVP wurde

professionell geführt und Geld spielte dabei offensichtlich keine Rolle. Rund

5'000'000.- Fr.(liebe genossInnen - es waren mehr als 15 millionen) wurden

alleine nach Angaben der SVP investiert. Der Betrag dürfte aber tatsächlich viel

höher sein, wenn wir an die vielen Elemente dieser Kampagne denken: die weltweit

berühmt gewordenen Schäfchenplakate, das Zottelgame, indem gegen AusländerInnen

und Linke gehetzt wird, eine vollständig auf Bundesrat ?Duce? Blocher fixierte

Verschwörungstheorie, ganzseitigen Zeitungsinserate, Blocher-TV,

Massenaufmarsch, ?Himmel und Hölle? und weitere Propaganda-Videos...

Angesichts dieser massiven Wahlkampagne und dem enormen Mitteleinsatz erscheint

ein Stimmenzuwachs von drei Prozentpunkten eine doch eher bescheidene Ausbeute

zu sein. Den Punktegewinn der SVP jetzt mit den Krawallen zu begründen erscheint

vor diesem Hintergrund mehr als fragwürdig. Die Begründung wird für uns auch

nicht glaubhafter, nur weil Medien und PolitikerInnen dies weiterhin in selten

gesehener Eintracht behaupten.

Wer zahlt, befiehlt

Warum will man uns aber dieses Bild übermitteln? Warum wurde nicht über die

mehreren tausend DemonstrantInnen berichtet, die sich der SVP mit bunten

Aktionen entgegenstellten? Warum wurde nicht über die Solidarität der

AnwohnerInnen berichtet, die Antifas in ihre Hauseingänge flüchten liessen um

sie vor der Polizei zu schützen? Über die PassantInnen, die applaudierten? Warum

überhaupt diese Schuldzuweisungen an RevolutionärInnen und AntifaschistInnen?

Die Tagesmedien entblössen hier ihr wahres Gesicht. Die ?vierte Gewalt? im Lande

ist letztlich eine bürgerliche Instanz, welche sich sobald Risse im System

sichtbar werden, mit aller Kraft auf die Seite des Staates und des Kapitals

stellt. Mit der absurden Behauptung, wer etwas gegen die SVP mache, nütze ihr

nur, wollen sie die Bewegung lähmen. Indem die Medien den Menschen, die den

Marsch der SVP verhindert haben, ein schlechtes Gewissen machen, sollen

zukünftige Aktionen im Vornherein sabotiert werden. Allgemeine Ohnmacht soll an

die Stelle von Widerstand treten. Auch die Taktik ?teile und herrsche? wird

wieder einmal angewendet: Die AntifaschistInnen sollen sich durch die

?Gewaltfrage? selbst zerfleischen.

Selbst kritische JournalistInnen haben dabei keine Wahl, da sie auf den Goodwill

ihrer Redaktion angewiesen sind, welche wiederum von den BesitzerInnen und dem

Verwaltungsrat (hier lohnt sich ein Blick zum Beispiel in das Organigramm von

Tamedia) abhängig ist. Zudem ist klar, dass auch die Medien nicht auf

Werbeeinnahmen verzichten können - streng nach dem Motto: Wessen Brot sie essen,

dessen Lied sie singen.

Aussen rot und innen?

Bei den Linken Parteien, allen voran der SP, erklärt sich diese Sündenbocksuche

nicht zuletzt aus ihren eigenen Wahlschlappen. Nicht fähig, selbst eigene Themen

in den Wahlkampf einzubringen, suchen sie nun bei andern die Fehler für ihr

eigenes Versagen. Selbst wenn man uns nachsagt, dass wir als AnarchistInnen

wenig vom Wahlkampf verstehen, ist uns dennoch aufgefallen, dass grosse Teile

der Linken sich alleine auf die Person Blochers konzentrierten - wobei

politische Inhalte gänzlich auf der Strecke blieben - während der andere Teil

bestrebt war, die SVP mit eigenen Forderungen rechts zu überholen (Knast für

14-jährige, Demoverbote, Gassen(küchen)hatz...). Diese Unentschlossenheit zeigte

sich bei der SP sowohl darin, dass Wahlplakate zwar entwickelt, im letzten

Moment jedoch zurück gezogen wurden, als auch im inflationären Gebrauch von

Distanzierungen - es fehlte nur noch eine Distanzierung der SP gegenüber sich

selbst. In Anbetracht dieses ?Wahlkampfes? ist es für uns ein Rätsel, wie es die

SP überhaupt geschafft hat, zweitstärkste Partei zu bleiben.

Gegen Gewalt?

In einem Punkt aber sind sich SP, grosse Teile der Grünen, die Medien und die

restlichen bürgerlichen Kräfte bis aufs Haar gleich. Ihre scheinbare Ablehnung

der Gewalt ist heuchlerisch. Solange die Gewalt von den Besitzenden des

staatlichen Gewaltmonopols (Polizei, RichterInnen) oder den KapitalistInnen

(strukturelle Gewaltformen wie Ausbeutung) ausgeht, haben sie nämlich kein

Problem damit. Im Gegenteil, sie unterstützen diese Gewalt sogar. Erst wenn das

Gewaltmonopol durchbrochen wird - oft gerade wenn sich Menschen direkt gegen

dieses System und seine Auswüchse zu wehren beginnen - sprechen sie überhaupt

von ?Gewalt?.

Kampf auf der Strasse, Kampf in der Fabrik...

Alle wollen sie uns weiss machen, jene Gewalt vom 6. Oktober habe unseren

Anliegen nur geschadet. Doch wir wissen, dass das nicht stimmt. Denn wir haben

gezeigt, dass sich RassistInnen auch mit Grossaufmärschen und unter

Polizeischutz nicht sicher fühlen können, wenn AntfaschistInnen und

RevolutionärInnen Widerstand ankündigen und leisten. Und wir haben die Fronten

geklärt, indem wir die angeblich ?neutralen? Medien entlarvt haben. Wir haben

gesehen, dass sich Widerstand und direkte Aktion lohnen, dass wir gewinnen

können, wenn wir uns organisieren und zusammen halten! An diesen Erfolg gilt es

anzuknüpfen. Bauen wir den Druck der Strasse aus und machen wir Druck in den

Fabriken, auf den Baustellen, in den Schulen, den Quartieren...

...das ist unsere Antwort auf ihre Politik

Für uns gilt auch heute noch, was wir bereits am 7. Oktober gesagt haben: ?Wir

brauchen uns nicht zu schämen; im Gegenteil, wir können stolz sein. Wir haben es

geschafft einer Partei, die für Führerkult, Nationalismus, Rassismus,

Antisemitismus, Sozialdarwinismus und Kapitalismus steht, den Zutritt in unsere

Stadt zu verwehren - wir haben Stand gehalten!?

der Kampf geht weiter - jetzt erst recht!

Anarchistische Aktion Bern, Autonome Gruppe Bern, Bündnis Alle gegen Rechts,

Freie ArbeiterInnen Union Bern, Organisation socialiste libertaire Biel

--------------------------------------------------------------

3. Antifa in Prag erfolgreich 11.11.07

---------------------------------------

Für den letzten Samstag, den Jahrestag der Novemberpogrome, hatten tschechische

Neonazis (wieder) einen Marsch durch das jüdische Viertel in Prag angekündigt.

Die Nazidemo wurde behördlich untersagt, eine breite antifaschistische

Mobilisierung setzte sich zum Ziel die Nazis aufzuhalten bzw. zu vertreiben.

Schon im Vorfeld der Aktionen waren mehrere Gruppen von bewaffneten Neonazis an

diesem Tag von der Polizei festgenommen worden. Offensichtlich hatten die

politischen Verantwortlichen kein Interesse daran die Nazis marschieren zu

lassen. Zu hoch wäre wohl der Imageschaden für die Stadtverwaltung gewesen.

Bilder und Videos finden sich auf indy.de:

http://de.indymedia.org/2007/11/199008.shtml

Die antifaschistische Mobilisierung teilte sich hauptsächlich in eine bürgerlich

dominierte Kundgebung beim jüdischen Viertel und eine linksradikale Demo die vom

Platz der Republik eben dorthin lief.

Die linke Demo dürfte um die 1000-2000 Leute stark gewesen sein.

Als sie beim, von der Polizei abgesperrten, alten jüdischen Viertel ankam waren

noch keinen Nazis in Sicht. Ein wenig später hatte sich aber eine Gruppe von

30-50 Rechtsextremen ca. 200 Meter weiter versammmelt. Die Riot-Polizei zog

einen Sperrriegel zwischen den dorthin strömenden Antifas und den Nazis auf, die

sich für dem Moment in Sicherheit wähnten und weiter provozierten.

Schließlich wurde klar, dass die Polizeikräfte vorort zu schwach waren um die

Demo tatsächlich aufzuhalten und die Spitze der Antifademonstration brach in

Richtung der Neofaschisten durch den Polizeikordon. Etliche Nazis die nicht

schnell genug davonliefen wurden von den autonomem Antifas gestellt und schwer

zusammengeschlagen, der Rest der Nazis wurde mehrere Strassen weit verfolgt und

auseinandergetrieben.

Mehrere Gruppen des schwarzen Blocks begannen nun damit durch die Stadt zu

ziehen und Nazis zu verprügeln wo auch immer sich diese zeigten. In der

Hauptsache konzentrierten sich die Antifakräfte auf einen mehrere hundert Leute

starken black block der bis in die Abendstunden hinein quer durch die Stadt lief

und Faschisten attackierte bis er schließlich von riot cops unter Einsatz von

Schockgranaten aufgelöst wurde. Dabei wurden bis zum Abend wohl einige

Antifaschisten festgenommen, manche Quellen sprechen von an die 200.

Auffällig war das insgesamt äußerst zurückhaltende Verhalten der Polizei die nur

sehr verhalten begann gegen die Antifagruppen vorzugehen und dabei ausgesprochen

viel Platz für Aktionen zuließ. Selbst in Situationen in denen Neonazis

unmittelbar vor größeren Polizeieinheiten zusammengeschlagen wurden reagierten

diese nur mit großer Verzögerung und zurückhaltend.

Die radikale Antifademo wurde offensichtlich auch stark von Gruppen mitgetragen

die von außerhalb der tschechischen Republik angereist waren. Die

Organisiertheit und Ortskenntnis der tschechischen Antifa war aber der Schlüssel

zum Erfolg der Aktionen, speziell abseits der offiziellen Demo.

Hoch die internationale Solidarität!

Nationalisten aufs Maul! Everywhere!

-----------------------------------------------------------------

4. Antifa Demo in Zureich 10.11.07

--------------------------------------

Zur Antifa-Demo vom Samstag in Zürich

Der offene Aufruf zur Demo am Samstag in Zürich hat gezeigt, dass das

Interesse an der Mobilisierung gegen Rechtsentwicklungen, Rassismus und

Fremdenfeindlichkeit sehr gross ist. Aus der ganzen Schweiz, selbstredend

den Städten Bern, Basel, Lausanne sind Leute aus dem Wallis, Welschland ja

selbst aus dem Emmental angereist, um sich gemeinsam, auch mit türkischen

Menschen die Strasse zu nehmen.

Da der offizielle Besammlungsort am Hirschenplatz von der Polizei besetzt

war und wir keine direkte Konfrontation wollten, wurde zum Bahnhof

Stadelhofen mobilisiert.

Auf dem Weg dahin und vor Ort kam es zu spontanen Bewegungen, welche den

Bullen trotz ihres Aufgebotes etliche Schwierigkeiten bereiteten.

Nach und nach gelang es trotz massiven Kontrollen am Central und hoher

Präsenz ziviler Bullen im Niederdorf ca. 300 Personen sich am Bahnhof

Stadelhofen zu besammeln, um gegen Rassismus, Faschismus und reaktionäre

Mobilisierung zu demonstrieren. Da sich der Demonstrationszug wegen der

hohen Polizeipräsenz nicht in Bewegung setzen konnte und wir keine direkte

Konfrontation wollten, haben wir beschlossen eine Platzkundgebung abzuhalten

und dann aufzulösen. Nach der Auflösung kam es zu Angriffen der Polizei

gegen TeilnehmerInnen der Kundgebung. Tränengas wurde direkt in einen Zug

hinein gesprüht, in dem Personen nach der Kundgebung den Bhf. Stadelhofen

verlassen wollten. Der Zug wurde angehalten und Personen wurden teils brutal

herausgezerrt. Vielen aber gelang es, auch dank der Unbeholfenheit der

Blauen, der Personenkontrolle zu entkommen.

Was den linken revolutionären Kräften verschlossen blieb, hat die

SP-Polizeivorsteherin den türkischen Ultranationalisten und Faschisten, die

bekanntlich bewaffnet auftreten, zugestanden:

Am Nachmittag konnten diese auf dem Helvetiaplatz, im Herzen linker

Quartiere ihren Aufmarsch ungehindert durchführen.

Das massive Aufgebot von Kantons- und Stadtpolizei, neue Fahrzeuge mit

Gitteraufsätzen der Kapo Zürich, Einführungsübungen junger Grenadiere und

ziviler Bullen usw. lassen keinen Zweifel aufkommen, dass es nebst dem

politischen Entscheid auch um eine Euro 08-Übung ging.

Bisheriges Fazit:

Das Interesse gemeinsam und überregional der wachsenden Rechtsentwicklung à

la SVP, Rassismus und Nazis gemeinsam entgegenzutreten wächst. Eher

schwierig ist es in der aktuellen politischen Situation, auf diese nicht

staatlich abgesegneten und kontrollierten Mobilisierungen offen aufzurufen.

Dies zumindest hier in Zürich.

Für uns kann dies nichts anderes heissen, als dass wir Infotours wie andere

verdeckte Kommunikationsmittel weiter auf- und ausbauen, direkter

kommunizieren und uns stärker vernetzen müssen. Insgesamt wird uns dieser

vielleicht etwas umständlichere Weg jeden und jede, da wo wir politisch

aktiv sind wie aber auch als gesamte linke Kräfte, mit all unserer

Verschiedenheit dem gemeinsamen Ziel, der Rechtsentwicklung im allgemeinen

oder dem Rassismus im Speziellen entgegenzutreten oder den Kapitalismus als

solchen infrage zu stellen, stärken. Nur gemeinsam können wir dieser

gesellschaftlichen Tendenz entgegentreten und nach revolutionären

Alternativen suchen.

Der Kampf geht weiter – mehr denn je!

Nächster Anlass: das WEF 08 mit seinen Ehrengästen Henry Kissinger (seine

Blutspur beginnt in Chile und liest sich wie eine Geschichtslektion

aggressiver US-Politik) und dem Kriegstreiber Tony Blair.

AG Antifa des Revolutionären Aufbau Schweiz und BündnispartnerInnen

-----------------------------------------------------------------

5.Kommuniqué zum Farbanschlag auf das Migrationsamt Zürich

-------------------------------------------------------

Zeitgleich zum geplanten Beginn des Antifaschistischen Abenspaziergangs haben

wir die Fremdenpolizei Zürich mit schwarzer Farbe symbolisch angegriffen.

Kommuniqué zum Farbanschlag auf das Migrationsamt Zürich

Zeitgleich zum geplanten Beginn des Antifaschistischen Abenspaziergangs haben

wir die Fremdenpolizei Zürich mit schwarzer Farbe symbolisch angegriffen.

Die unter dem harmlosen Namen Amt für Migration sorgfältig aufgebaute Fassade,

hat damit wortwörtlich Risse und Flecken bekommen. Und durch die Risse kommt der

altbekannte institutionelle Arm des staatlichen Rassismus zum Vorschein: Die

Fremdenpolizei. Sie ist verantwortlich für die Kontrolle und Überwachung von

Ausländerinnen und Ausländern, ihre Inhaftierung in Ausschaffungsgefängnissen

und die Organisation ihrer Rückführung.

Wir haben die Aktion bewusst während des Antifaschistischen Abendspaziergangs

durch geführt, solidarisch mit allen MigrantInnen und Antirassist/innen und

symbolisch gegen die stark zunehmende rassistische Hetze in Politik und

Gesellschaft. Auch wenn das massive Polizeiaufgebot die Demonstration wieder

einmal im Keim erstickt hat: Wir haben genug andere Möglichkeiten und Ziele, um

unseren Protest auszudrücken.

Grenzen Abschaffen

---------------------------------------------------------------------------

6. Demo 17.11. in Zürich

---------------------------------

Aufruf zum anarchistischen/anarchokommunistischen Block am 17.11.2007

Am 17. November 2007 findet in Zürich wieder einmal eine

Flüchtlingsdemonstration statt. Der Anlass dafür sind die Verschärfungen

im Asylwesen und die anhaltende repressive und rassistische Politik der

Parteien.

Diese Verschärfungen sind nichts anderes als Produkte einer auswegslosen

Politik, die sich schon seit jeher im Kreis dreht. Die kapitalistischen

Rahmenbedingungen lassen ein Ausbrechen gar nicht zu. Die PolitikerInnen

sind dazu verpflichtet innerhalb von Gesetz, Kapital und Nation zu

handeln. Das zeigt den zwangsläufig repressiven, rassistischen und

prekären Charakter ihres Handlungsspielraums.

Wir finden uns mit dieser Tatsache nicht ab, stecken wir doch unweigerlich

selber mittendrin. Zwischen Alltagsgraus und Massenmord fordern wir ein

Ende der kapitalistischen Ära. Wir sind bereit für ein schönes Leben zu

kämpfen. Nicht nur für andere sondern zusammen für uns selbst.

Genauso wie die Flüchtlinge sind wir ebenso betroffen von diesem ganzen

Falschen.

Für unser Anliegen ist es wichtig, dass wir uns zusammenschliessen und

gemeinsam den Kampf auf die Strasse tragen.

Dies ist ein Aufruf, den anarchistischen/anarchokommunistischen Block am

17. November 2007 an der Flüchtlingsdemonstration in Zürich zu

unterstützen.

Wir sind ein Zusammenschluss bestehend aus AGL, Systembruch und

Einzelpersonen

a-team[at]undergrounddogs[punkt]net
_________________________________________
A - I n f o s Informationsdienst Von, Fr, und Ber Anarchisten
A-infos-de mailing list
A-infos-de@ainfos.ca
http://ainfos.ca/cgi-bin/mailman/listinfo/a-infos-de
http://ainfos.ca/de


A-Infos Information Center