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(de) Freiheit für die Gefangenen des 1. Mai 2007!

Date Sun, 06 May 2007 19:27:45 +0300



Hallo zusammen --- Seit dem 1. Mai 2007 sitzen in Zürich noch immer mindestens
8 Leute in Untersuchungshaft. Es hat sich nun ein Komitee für die Freilassung
der Gefangenen des 1. Mai 2007 gebildet. Bitte unterschreibt den
Solidaritätsaufruf (mehr dazu weiter unten). --- Danke für eure Solidarität!
Solidarische Grüsse --- Revolutionäres Bündnis Zürich und Rote Hilfe
Freiheit für die Gefangenen des 1. Mai 2007!
Der 1. Mai 2007 war ein riesiger Erfolg. Weltweit gingen Hundert-tausende auf
die Strasse um gegen Sozialabbau und Krieg zu protestieren und eine bessere
Gesellschaft zu fordern. Auch in Zürich beteiligten sich mehrere Tausend Leute.
Zum ersten Mal seit Jahren konnte die revolutionäre 1. Mai-Demonstration, die
so genannte Nachdemo, dank der hohen Beteiligung wieder weitgehend ungestört
stattfinden.

Kampf gegen Zweiklassenbildung und Bildungsabbau!

Am 1. Mai wurden auch die Missstände im Bildungssystem thema-tisiert. Auf
einem unübersehbaren Transparent stand die Parole: "Bildung für alle... hat
keinen Platz im Bonzenstaat!" Zudem gab es Flugblätter und Reden gegen den
Bildungsabbau und den stei-genden Leistungsdruck. Die Zweiklassenbildung,
welche grosse Teile der Bevölkerung von höherer Bildung ausschliesst, wurde
genauso verurteilt, wie die Tatsache, dass die Unternehmen und Konzerne über
die Lerninhalte bestimmen. Auch wurde gefordert, dass die Interessen und
Be-dürfnisse der Lernenden in die Ausbildung miteinbezogen werden.

Farbanschlag gegen die Bildungsdirektion Am Abend des 1. Mai wurde das Gebäude
der Bildungsdirektion am Walchetor mit Farbe und Steinen angegriffen.

In der Erklärung zu dieser Aktion hies es:

"Wir haben heute am Kampftag der ArbeiterInnenklasse die Bildungsdirektion am
Walchetor mit Farbe und Steinen angegriffen.

Damit treffen wir die für den Bildungsabbau Verantwortlichen. Trotz starker
Proteste von SchülerInnen, Studierenden, Eltern und LehrerInnen hat die
Bildungsdirektion das "Sanierungsprogramm 04" durchgesetzt. Das bedeutet im

Klartext:

- Die Streichung von musischen Fächern, der Hauswirtschaftskurse
und Freifächern.

- Die Erhöhung von Beiträgen für Projekte und Exkursionen.

- Weniger Schulstunden: Also gleicher Stoff in kürzerer Zeit
lernen.

- Entlassungen von LehrerInnen, AssistentInnen und weiterem
Personal.

Doch damit nicht genug: Das nächste Sparprogramm ist schon eingeleitet. Was die
Konzerne später nicht unmittelbar verwerten können wird gestrichen: Die Schule
wird so mehr und mehr zur Lernfabrik.

Die Chancengleichheit, von der die Bildungsdirektion säuselt, ist eine hohle
Phrase. Studiengebühren und die Tatsache, dass die Leistungen oftmals nur noch
mittels teurer Nachhilfestunden erbracht werden können, machen das Schulsystem
zur Zwei-klassenbildung. Die Statistik zeigt klar: wer reiche Eltern hat,
schafft's an die Uni; Arbeiterkinder machen eine Lehre.

Wir wollen keine Bildung, die uns zu gut funktionierenden An-gestellten macht.

Wir wollen eine Ausbildung, die ihren Namen verdient, indem sie die Interessen
und Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigt. Dies kann nur erreicht werden,
wenn wir gemeinsam mit allen anderen Kämpfenden den Kapitalismus auf den
Müllhaufen der Geschichte entsorgen.

In diesem Sinne ist dieser Angriff ein Beitrag zum Kampf gegen den
Kapitalismus, der sich heute in verschiedenen Formen ausdrückte.

Kampf für Bildung heisst Kampf dem Kapital und seinen Handlangern!
Bildung für alle und zwar nach unseren Interessen!

Solidarität mit den kämpfenden SchülerInnen in Griechenland, Frankreich,
Deutschland und überall! 1. Mai - Strasse frei!" (nachzulesen auf revmob.ch)

Einzelne sollen bestraft werden, gemeint sind wir alle!

Die Bullen haben während dem ganzen 1. Mai ca. 110 Leute in Haft genommen.

Davon sitzen heute, entgegen der Angaben der Bullen, immer noch mindestens 10
im Knast. Die Bullen wollen Sieben von ihnen nun den Farbanschlag gegen die
Bildungsdirektion anhängen. Sie versuchen den Angriff, der aus einer Bewegung
gegen Zweiklassenbildung und Bildungsabbau kommt, einzelnen Leuten anzuhängen.

Dabei wird eine willkürliche Verhaftung im Bullenjargon schnell einmal zum "in
flagranti ertappt". Doch dass lügen zum Beruf der Bullen gehört, ist ja nichts
neues...

Mit der langen Haft versuchen die Schergen von der Zürcher Polizei die jungen
Leute einzuschüchtern. Doch der Widerstand lässt sich nicht so einfach
einschüchtern. Wir treffen uns jeden Abend und schicken den Gefangenen unsere
schallenden Grüße!

Wir fordern das Ende der Kriminalisierung der Bewegung gegen Bildungsabbau und
Zweiklassenbildung und die Freilassung aller Gefangenen des 1. Mai!

Solidarität ist eine Waffe!

Freiheit für die Gefangenen des 1. Mai 2007!

Freiheit für Mehmet Esiyok! Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Unterschreibt den Solidaritätsaufruf! (E-mail an revmob_zh@yahoo.de)
Spendenkonto: Solikasse Zürich PC 87-500165-2, Vermerk: 1. Mai
Komitee für die Freilassung der Gefangenen des 1. Mai 2007
Den Solidaritätsaufruf für die Freilassung der Gefangenen des 1. Mai haben
bisher unterschrieben:
SchülerInnen Netzwerk Zürich, Revolutionärer Aufbau Schweiz, Revolutionäres
Bündnis Zürich, Aktion Gegen Rechte Gewalt(AGRG), SchülerInnen Organisation KS
Freudenberg (SOKFR),Regionalgruppe Fauch Thun,Fauch Murifeld Einzelpersonen...
Die aktuelle Liste der Unterzeichnenden befindet sich auf www.revmob.ch
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