A - I n f o s
a multi-lingual news service by, for, and about anarchists
**
News in all languages
Last 40 posts (Homepage)
Last two
weeks' posts
The last 100 posts, according
to language
Castellano_
Deutsch_
Nederlands_
English_
Français_
Italiano_
Polski_
Português_
Russkyi_
Suomi_
Svenska_
Trk�_
The.Supplement
The First Few Lines of The Last 10 posts in:
Castellano_
Deutsch_
Nederlands_
English_
Français_
Italiano_
Polski_
Português_
Russkyi_
Suomi_
Svenska_
Trk�
First few lines of all posts of last 24 hours ||
of past 30 days |
of 2002 |
of 2003 |
of 2004 |
of 2005 | of 2006 | of 2007
Syndication Of A-Infos - including
RDF | How to Syndicate A-Infos
Subscribe to the a-infos newsgroups
{Info on A-Infos}
(de) Fauchthunrundmail 24.6.07
Date
Wed, 27 Jun 2007 23:45:20 +0300
1. DARFUR ? Veranstaltung / Kasama Zürich 2. Reaktion auf die Räumung in Leuven
Belgien 3. Biel, gemeinsam gegen Rechtsextremismus-Bahnhof Biel, 27. Juni 2007,
18:15 Uhr ---- 1. DARFUR ? Veranstaltung / Kasama Zürich ----- In der Region
Darfur im Nordwesten des Sudans findet seit Jahren unten den Augen der
Weltoeffentlichkeit einer der blutigsten Genozide der juengeren Geschichte
statt. Millionen von Menschen befinden sich auf der Flucht und Hunderttausende
wurden niedergemetzelt. ---- Doch was sind die Hintergruende dieses Genozides?
Der globale Kampf um immer knapper werdende Bodenschaetze? Der Streit um
Ackerland und Wasserstellen? Und wer sind die "Janjawid", welche Rolle spielt
die Zentralregierung, wie könnte das Morden gestoppt werden und was koennen wir
hier dagegen machen? ---- Vortrag und Diskussion in deutscher Sprache mit:
Sharif Djidou Taker (DFEZ)
ueber die aktuelle Situation von Darfur-Fluechtlingen in der Schweiz und
Informationen zu den Hintergruenden des Genozides.
Gibreil I. M. Hamid (DFEZ)
Vorstellung des Projektes "Darfur Friedens- und Entwicklungszentrum" sowie
Informationen zu den Hintergruende des Genozides.
Esam Sidahmed
(linker Aktivist aus dem Sudan)
ueber die "Arabisierung"-Kampagne der Zentralregierung und die ethnischen,
oekonomischen und kulturellen Aspekte, welche hinter dem Konflikt stehen.
Lilo Koenig (augenauf Zürich)
Moderation
MITTWOCH, 4. JULI 2007 UHR 19:00 UHR
im Kasama, Militaerstr. 87a, Zuerich (neben Radio LoRa)
2. Reaktion auf die Räumung in Leuven Belgien
Am Sonntag den 17. Juni wurde die Villa Squattus Dei in Leuven, Belgien
geraeumt. Bei diesem Haus handelt es sich um eine Besetzung welche seit rund
sieben Jahren bestand und viele Menschen die Moeglichkeit hatten in
unkommerziellem Rahmen Konzerte zu veranstalten, zu arbeiten oder als lebensraum
zu nuetzen.
Im Oktober letzten Jahres wurde die Villa bereits mit einem Aufgebot von rund 70
Robocops auf brutalste Weise gerazzt. Legitimiert wurde dieses Vorgehen durch
anscheinendes professionelles anpflanzen und dealen von Drogen.
Nun, acht Monate spaeter wurde das Squat geraeumt, diesmal durch eine total
andere Vorgehensweise. Anstatt wie bei der Razzia alle Einsatzkraefte auf das
Haus zu konzentrieren und anschliessend aufgrund der dadurch entstehenden
Aufmerksamkeit in der Oeffentlichkeit massenweise Kritik zu ernten, setzten die
entscheidenden Koepfe an diesem Sonntag und in den folgenden Tagen auf die
stille Vorgehensweise.
Nachdem Opus Dei die Raeumung eingefordert hatte, das Gericht dies als
anscheinend angemessen empfand und einer 'sofortigen Ausfuehrung', also ohne
Vorwahrnung, nichts mehr im Wege stand, wimmelte es von unzaehligen silent cops
verteilt ueber die ganze Stadt. vor Orte jedoch handelte es sich nur um wenige
schnell und still arbeitende PolizistInnen und Arbeiter, welche sich direkt an
die Arbeit machten das Gebaeude total zu raeumen und in einer Mulde zu entsorgen.
Urspruenglich war vorgesehen gewesen unmittelbar am Tag der Raeumung mit einer
Demo und verschiedenen Aktionen in der Stadt aufzufahren. Kurzfristig wurde
diese jedoch auf den naechsten Freitag verschoben. Als Alternativprogramm gab es
in den folgenden Tagen brennende Container, Autos und ein Bagger, welcher damit
beschaeftigt war Vorarbeiten fuer die neue Shoppingzone in nice leuven zu leisten.
Major Tobback und die Bullenkoepfe, von den Aktionen etwas ueberrumpelt und
eingeschuechtert, mobilisierte fuer den Tag der angekuendigten Demo ein beinahe
noch nie vorher gesehenes Aufgebot an Einsatzkraeften aus ganz Belgien.
Witzigerweise haette gerade an diesem Tag eine Medaillenuebergabe an die
ehemaligen Organisatoren des jaehrlich stattfindenden marktrock im cityhouse
ueber die Buehne gehen sollen. Um diese Leute nicht der von den krakers
ausgehenden Gefahr auszusetzen, mussten die Ehrungen auf ein anderes Datum
verschoben werden- wir bitten um Verzeihung...
Zusaetzlich wurde der 'grote markt' auf welchem normalerweise uebers Wochenende
den ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch gefeiert und gesoffen wird, total
mit Barrieren abgesperrt (urspruenglicherweise war auf diesen Platz mobilisiert
worden.)
Um 20.00 fanden sich auf dem Alternativtreffpunkt ca. 400 Personen ein. Die
Stadt wimmelte von Bullen. Bereits waren auf dem Weg dahin un im besonderem am
Bahnhof ca 40 Menschen festgenommen worden.
Als erstes machte sich die Demo auf den Weg zu ihrem ersten Zwischenstop, dem
Opus Dei Gebaeude, wessen Fassaden mit paintbombs etwas veraendert wurden.
Spaeter kam es immer wieder zu Sackgasssituationen in denen die Bullen mit
Robocops und Autos den Weg versperrten und die Leute sich daraufhin einen
anderen Weg suchten um in Bewegung bleiben zu koennen. Als sich die Demo
richtung highway begab, starteten die Blaugekleideten eine Attacke, worauf
insgesamt rund 100 arrestet wurden, einige von ihnen mittel bis stark verletzt.
Gleichzeitig und in den darauffolgenden Stunden kam es zu einer Umstellung der
Vaartkom, einem anderen squat in Leuven. Immer wieder sah es danach aus als ob
sie es zu stuermen versuchen wuerden. Schlussendlich pfiff ihr Fuehrer sie
unverrichteter Arbeit zueruck.
Bis am naechsten Morgen um ungefaehr sieben Uhr befanden sich bis auf zwei der
Eingeknasteten alle wieder auf relativ freiem Fuss.
So, der Text endet hier.
Zeit sich etwas auszudenken und umzusetzen...
SOLIDARITAET KENNT KEINE GRENZEN
3.Biel, gemeinsam gegen Rechtsextremismus-Bahnhof Biel, 27. Juni 2007, 18:15 Uhr
Bienne, tous ensemble contre l?extrême droite Communiqué zu den Vorfällen vom
16. Juni 2007 in Biel Bienne Die Sonne scheint. Der Himmel ist klar. Noch ahnt
niemand, welch Sturm sich an diesem Samstag Abend in Biel ereignen wird? Der FC
Biel-Bienne steht an der Schwelle zur Challenge League und bestreitet auf der
Gurzelen das entscheidende Aufstiegsspiel gegen den SC Cham. Über 4'000
ZuschauerInnen aller Nationalitäten, aller Religionen, Kulturen und Hautfarben
pilgern ins altehrwürdige Stadion. Alle freuen sich auf einen spannenden und
fairen Match. So präsentiert sich die erste Spielhälfte auch. Nach dem Pausentee
ziehen am Himmel die ersten (grauen) Wolken auf. Auch neben dem Platz wird die
heitere Stimmung getrübt. Das Augenmerk verlagert sich auf eine Gruppe
Kahlrasierter, die lautstark rassistische und antisemitische Parolen skandiert.
Die Bieler Multikultur ist ihnen offensichtlich ein Dorn im Auge, sie suchen
bewusst die Konfrontation, die gewalttätige Auseinandersetzung.
Selbst die Nachwuchsspieler des FC Biel-Bienne bleiben nicht von den
Rechtsextremen verschont, sie werden mit Bierflaschen attackiert. Es ist nur dem
vorbildlichen Einsatz des privaten Sicherheitsdienstes zu verdanken, dass die
Eskalation vorerst verhindert werden kann. Trotz mehrmaliger Intervention bei
der Stadtpolizei, reagiert diese nicht. Erst nach Spielschluss, als die Lage
bereits ausser Kontrolle geraten ist, rückt ein Korps der Kantonspolizei an.
Nach der Beendigung der Scharmützel, scheint die Situation durch die Präsenz der
Ordnungshüter unter Kontrolle.
Am Bahnhof gerät das Geschehen aber aus den Fugen. Eine aufgebrachte Meute
erwartet die Rechtsextremen bereits. Selbst Passanten empören sich über die
rechtsextreme Provokation. Stehen für die Gerechtigkeit ein und wehren sich
gegen das Unrecht. Die Polizei schützt die Anhänger der nationalsozialistischen
Bewegung, obwohl diese mit ihren rassistischen und diskriminierenden
Äusserungen, kombiniert mit dem Hitlergruss, in mehreren Punkten gegen die
Verfassung und das Antirassismusgesetz verstossen. Die Rolle und das Vorgehen
der Polizei werfen Fragen auf: Warum lässt sie die Rechtsextremen gewähren,
obschon sie gegen das Gesetz verstossen?
Warum wird gegen die (verständlicherweise) erzürnte Bieler Multikultur so
rigoros vorgegangen? Warum werden die Opfer von Diskriminierung als Schuldige
abgestempelt? Warum werden Menschenrechte blind missachtet? Warum??
Mit diesem Communiqué wollen Betroffene des 16. Juni 2007 und die Angesprochenen
Folgendes klarstellen: In den Medien wird von gewalttätigen Sport-Fans
gesprochen und ihnen wird unterstellt, sich gewissermassen aus Spass an den
Krawallen beteiligt zu haben. Diese Medienaussagen sind unkorrekt und richtig zu
stellen. Die Bieler Fan-Kultur ist friedlich und lehnt gewalttätige
Auseinandersetzungen kategorisch ab. Die beteiligten Sportfans haben sich
keinesfalls aus Spass an den Krawallen beteiligt, sondern als politisch
engagierte Menschen, die nicht zulassen wollen, dass die Gesetze mit Füssen
getreten werden und auf die Menschenrechte gespuckt wird! Wir wollen es nicht
auf uns beruhen lassen, in den Medien als gewalttätige Hooligans dargestellt zu
werden, während die echten Schuldigen ungeschoren davon kommen! Die Menschen die
sich gegen diese Ungerechtigkeit gewehrt haben, sind keine Spass-Randalen,
sondern Menschen, welche für ihre Rechte einstehen.
Die Eskalation und die Konfrontation mit Rechtsextremen haben viele Zuschauer
des Fussballspiels wie auch Passanten in der Stadt zutiefst berührt und schockiert.
Eine beeindruckende Solidaritätswelle erfasste die Bieler Bevölkerung. Der
gewaltsame Gegenschlag auf die Vorkommnisse ist aufs Schärfste zu verurteilen,
aber aufgrund der Provokation der Nationalsozialisten und Reaktion der Polizei
nachvollziehbar. Wir wollen den beispielhaften Zusammenhalt der BielerInnen
fördern und das gemeinsame Ziel, die Bieler Multikultur als Chance zu nutzen,
weiter verfolgen. Aus diesem Grund rufen die Betroffenen des 16. Juni 2007 und
die Angesprochenen zum gemeinsamen, friedlichen Protestmarsch ?Biel, gemeinsam
gegen Rechtsextremismus
- Bienne, tous ensemble contre l?extrême droite? auf! Damit soll ein Zeichen
gesetzt werden, dass Rechtsextremismus keine Chance gegeben werden darf und von
Grund auf zu verurteilen ist. Alle sind mittragend und verantwortlich für unsere
Zukunft. Die Weichen werden heute gestellt.
Auch in Zukunft wollen wir ein
buntes und multikulturelles Biel.
Bahnhof Biel, 27. Juni 2007, 18:15 Uhr
_______________________________________________
A-infos-de mailing list
A-infos-de@ainfos.ca
http://ainfos.ca/cgi-bin/mailman/listinfo/a-infos-de
http://ainfos.ca/de
A-Infos Information Center