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(de) Plakat Mumia Abu Jamal Demo in Bern 8.12.07
Date
Sun, 02 Dec 2007 17:57:37 +0200
Samstag, 08. Dezember 2007 um 14:00 Heiligengeistkirche Bern, Schweiz Kundgebung
von FAUCH Murifeld ,Gruppe Denkmal...etc anlässlich des 26.
Inhaftierungsjahrestages von Mumia Abu-Jamal: Freiheit für Mumia und zwar sofort
.Die Demo findet gleichzeitig mit der Demo für die Freiheit von Mumia Abu Jamal
in Berlin statt! ---- Mumia Abu-Jamal sitzt aufgrund eines von Rassismus,
Klassenjustiz und politischer Repression geprägten Verfahren seit 25 Jahren mit
einem Todesurteil in den USA im Knast. 2x wurde angesetzte Hinrichtungen
aufgrund massiver internationaler Proteste verhindert (1995 und 1999). Seit
etlichen Jahren kämpft Mumia um ein neues Verfahren. Am 17.05.2007 fand darüber
in Philadelphia, USA eine Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht, also der
zweit höchsten möglichen juristischen Instanz statt.
Mit einer Entscheidung ist laut Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan ab
jetzt täglich zu rechnen mehr hier Nachdem auf indymedia vor einiger Zeit schon
über die Vorbereitungen zur Unterstützung von Mumia in den USA zu lesen war ,
gibt das Berner und Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal jetzt ein DAY
AFTER Konzept bekannt Kommentar zum Legal Update vom November 2007
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Mumia Abu-Jamal ist seit Anfang der 80er im Hinrichtungstrakt in Pennsylvenia,
USA. Im Mai diesen Jahres gab es eine Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht
in Philadelphia über Mumias Antrag auf ein neues Verfahren. Sein erstes von 1982
war von Manipulationen, Rassismus und politischer Repression geprägt. In einem
"legal update" informierte gestern Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan über
juristische aktuelle Vorgänge.
Wie Mumias Anwalt berichtet, hat die Anklagevertretung im Okober 2007 erneut das
3. Bundesberufungsgericht in seiner Zuständugkeit in Frage gestellt. Verwiesen
wurde auf verwandte Entscheidungen im Zusammenhang mit rassistischer
Beeinflussung bei der Auswahl von Geschworenen sowie die Entscheidung des
Surpreme Court, im Januar über die Verfassungsmässigkeit der Giftspritze bei
Hinrichtungen in den USA zu verhandeln.
Natürlich hat Mumias Verteidigungsteam darauf reagiert. Am 1.November
forderten sie mit Analyse des Anklageschreibens das Gericht auf, diese
Verzögerungstaktik zurückzuweisen.
Das wirft natürlich Fragen auf: Hat der Prozess über die zukünftige
Durchführung von Hinrichtungen in den USA Einfluss auf die
Entscheidung des 3. Bundesberufungsgerichtes in Mumias
Berufungsbemühungen? Doch wohl nur dann, sollte die Todesstrafe hier
noch im Raum stehen. Oder hat die Anklage Angst, Mumia könnte hier
Erfolg haben und versucht daher, die Entscheidung vor klarere
Befürworter_innen der Todesstrafe zu verlagern?
Es ist an sich eine müssige Spekulation, da solche Institutionen sich
nicht in die Karten schauen lassen. Nur eines steht mit Sicherheit
fest: Seit dem 17. Mai 2007 steht die Entscheidung des Gerichtes aus.
Sie ist schon überfällig. Auch das ist in Mumias juristischer
Geschichte keine Neuigkeit. Seit der Aussetzung der Todesstrafe und
Umwandlung in "Lebenslänglich" 2001 durch Bundesrichter Yohn hat es
bis zum Mai diesen Jahres gedauert, bis überhaupt eine öffentliche
Anhörung von Mumias Widerspruch stattgefunden hat.
Wie Mumias Anwalt völlig richtig kommentiert, müsste nach juristischer
Massgabe Mumia längst ein neues Verfahren erhalten haben. Jedoch
erwähnt er auch, dass er in seinen mehr als 100 Todestrafenprozessen
davor noch nie soviel "...entscheidene Verfassungsbrüche, Rassismus,
Manipulation und Ungerechtigkeit..." gesehen hat, wie in diesem Fall.
Im Dezember jährt sich Mumias Haft zum 26. Mal. Nach wie vor ist Mumia
auf öffentliche Unterstützung angewiesen, was auch immer auf
juristischer Ebene passiert. Die breite Öffentlichkeit und die daraus
resultierenden Proteste waren bekanntermassen in der Vergangenheit der
einzige Garant, der die Hinrichtung von Mumia bereits zweimal (1995
und 1999) verhindern konnte.
Free Mumia: DAY AFTER und Soliarbeit
Nachdem auf indymedia vor einiger Zeit schon über die Vorbereitungen
zur Unterstützung von Mumia in den USA zu lesen war (mehr hier) , gibt
das Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal jetzt ein DAY AFTER
Konzept bekannt.
Berlin:
Am Tag nach der Gerichtsentscheidung wird es eine Infoveranstaltung im
CLASH im Berliner Mehringhof geben:
CLASH, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (Ubhf Mehringdamm U6/U7)
Bern:
Am Tag nach der Gerichtsentscheidung wird es eine Infoveranstaltung im
Infoladen Reithalle,Neubrückstrasse Bern geben
Inhalt wird die Entscheidung mit juristischer und politischer Analyse
sowie die kommenden öffentlichen Reaktionen sein. Uhrzeit: werktags um
20:30 oder am Wochenende um 19:30.
Sollte Mumia das von ihm geforderte neue Verfahren bekommen, wird das
von öffentlicher Berichterstattung und Spendensammlung für das
Anwaltsteam begleitet werden (Spendenaufruf).
Wird aber das Todesurteil oder irgendeine andere negative Entscheidung
für Mumia gefällt, wird es innerhalb weniger Wochen zu
Demonstrationen in Berlin und Bern (und weltweit in anderen
städten)mit Ziel US-Botschaft kommen. Sinn und Zweck wäre es zunächst,
der öffentlichen Wut und Empörung über die Entscheidung sowie der
Forderung nach Freiheit für Mumia Nachdruck zu verleihen.
Ab wann und wo es Mobilisierungsmaterial (Plakate, Aufrufe etc) gibt,
wird auf dieser Veranstaltung und/oder über Betreff: "Notfallliste"
zu erfahren sein.
Natürlich wäre das nur der erste Schritt.
Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan weist in seinem jüngsten "legal
update" berechtigterweise darauf hin, dass diese Entscheidung nicht
sofort rechtskräftig ist, da die unterliegende Seite auf jeden Fall
den Surpreme Court anrufen wird. Dieser lehnt jedoch 98% aller Fälle
ab. Die Unterstützer_innenbewegung glaubt jedoch nicht, dass Mumia mit
einem negativen Urteil hier Gerechtigkeit bekommen würde.
Für die Bewegung heisst das also, lediglich mehr Zeit zum Mobilisieren
zu bekommen, als in der Vergangenheit manchmal angenommen wurde. Das
Bündnis denkt hier an überregionale Vernetzung und europäischen
Austausch mit dem Ziel, einen europäischen Aktionstag hinzubekommen.
Erste Kontakte bestehen bereits, an einem Ausbau besteht grosses
Interesse.
Für die Presse in Bern
Kontakttel:076 308 37 26
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