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(de) Spanien, PLUS entlaesst junge Mutter die Ihre Rechte fordert

Date Thu, 02 Feb 2006 22:16:22 +0100


PLUS entlässt junge Mutter die Ihre Rechte fordert

Fátima Fernandéz, Arbeiterin der PLUS-Filiale ?Carretera de Su Eminencia?
in Sevilla (Spanien) und Mitglied unserer Schwesterorganisation CNT-AIT,
wurde von Ihrem Arbeitsplatz entlassen, da sie die ihr als Mutter
zustehenden Rechte eingefordert hat.

Fátima arbeitete bereits 5 Jahre bei der Firma PLUS. Ihre
Wochenarbeitszeit betrug 24 Stunden, verteilt auf drei verschiedene
Schichten morgens, abends und nachts (in Spanien gibt es keinen
Ladenschluss). Sie verdiente dabei monatlich ungefähr 500 Euro. Nachdem
nun ihre Tochter geboren wurde, bat Fátima die Firma PLUS um feste
tägliche Arbeitszeiten von 12:00 bis 16:00 Uhr, um sich um ihr Kind
kümmern zu können. Nach wiederholten diesbezüglichen Anträgen, welche von
PLUS nie beantwortet wurden, zog unsere Kollegin im Mai 2005 vor Gericht.
PLUS wurde vom Gericht verurteilt, "die Kollegin zu festen täglichen
Zeiten zwischen 12:00 und 16:00 Uhr zu beschäftigen, damit ihr ermöglicht
wird, sich um ihre Tochter zu kümmern und zwar bis zum 31. März 2010, wenn
das Kind 6 Jahre alt sein wird." Weniger als 48 Stunden nach diesem
erfolgreichen Prozeß, kündigte die Firma PLUS unserer Kollegin zum 20.
Oktober 2005.

In der Zeit bis zu Ihrer Entlassung wurde Fátima durch PLUS gezwungen, an
einer völlig abgelegenen, niemals benutzten Kasse Supermarktes zu
arbeiten, um sie von ihren Kolleginnen zu isolieren. Im Sommer zwang die
Geschäftsleitung sie täglich um 14:30 Uhr mittags (bis 43 Grad C. in
Sevilla), die riesigen Müllsäcke in mehrere hundert Meter entfernte
Container zu tragen. Dies bewirkte, daß Fátima einen Schwächeanfall bekam
und in eine Klinik eingeliefert wurde.

Vor Gericht wurde erklärt, daß Fátima "unter täglich wechselnden
Essenszeiten leidet, sowie unter der Unmöglichkeit die Tochter mitzunehmen
oder sie zu festen Zeiten aus dem Kindergarten abzuholen." Ausserdem wurde
"die Schwierigkeit mit der Tochter zu Kinderärzten zu gehen oder mit der
ihr die Freizeit zu verbringen" sowie "die unablässige Suche nach
jemanden, der sich um die Tochter kümmert" beschrieben. Es wurde
festgestellt "dass die Arbeitszeiten zu denen Fátima gezwungen wird,
psychologische Beeinträchtigungen sowohl der Mutter als auch des Kindes
mit sich bringen wird".

Wir fordern von PLUS die sofortige Weiterbeschäftigung von Fátima zu den
von ihr gewünschten und vom Gericht festgelegten Zeiten.

Wir zeigen PLUS, dass ein Angriff auf eine von uns ein Angriff auf uns
alle ist. Wir protestieren international vor Filialen des
Tengelmann-Konzerns bis unsere Forderungen erfüllt sind.

Fettstr. 23, 20357 Hamburg

FAU-IAA

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