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(de) Fauchthunrundmail: 17.12.06

Date Tue, 19 Dec 2006 18:40:50 +0200




1. Häftige Kämpfe in Kopenhagen betr. Ungdomshus 2. Langenthal: Antifaschistische Gruppen gegen die PNOS 3. Antifademo in Lübben (DE) 4. Aufruf Aktionstag am 27. Januar gegen das WEF in Davos und Umgebung!

1. Häftige Kämpfe in Kopenhagen betr. Ungdomshus

Die internationale Solidaritätsdemonstration für das nun illegalisierte, autonome Ungdomshus in Kopenhagen, die gestern spätnachmittags stattfand, artete in schweren Strassenschlachten mit der Polizei aus. Zahlreiche Banken und Unternehmen wurden entglast.

Dabei wurden um die 300 DemonstrationsteilnehmerInnen verhaftet. Darunter viele ausländische SolidaritätsaktivistInnen. Eine bislang unbekannte Anzahl von DemonstrationsteilnehmerInnen wurden verletzt. Einen Demonstranten wurden von einem explodierenden Feuerwerkskörper einige Finger abgesprengt. Einige Andere wurden von Polizeiautos angefahren.

Mehrere Polizei-Hundertschaften in voller Kampfuniform und zahlreichen gepanzerten Einsatzwagen -sogenannte ?Holländerwagen? - waren rund um das Ungdomshus, den Sammelplatz der Demonstration, in Stellung gegangen. Massive Verstärkung hatte die Polizeiführung zusätzlich aus der Provinz rekrutiert. Der Kopenhagener Stadtteil Nörrebro, in dem das Jugendhaus liegt, glich zu diesem Zeitpunkt einen Heerlager staatlich bewaffneter Organe. Die Stimmung war bereits von Anfang an angespannt und explosiv.



Als die Polizei sich weigerte die Demonstration zuzulassen und die Strasse an beiden Enden mit ihren Bullenwannen dichtmachte, war allen klar, das die Polizei zur Konfrontation provozieren würde. Die Demonstration mit ungefähr 1500 TeilnehmerInnen, bewegte sich schliesslich wenige hundert Meter vorwärts bevor sie gestoppt und von wild brüllenden Bullenhorden unvermittelt fysisch angegriffen wurde.

Während die vordersten Reihen der Demonstration von der Polizei eingekesselt wurden , starteten Polizeikräfte gegen den hintersten , weniger gut organisierten Teil der Demonstration, der sich vorwiegend aus sehr jungen TeilnehmerInnen zusammensetzte, eine regelrechte Prügelorgie.. In dem enstehenden panikhaften Szenarium, wurden viele von brüllenden Bullen zu Boden geknüppelt und in die ebenfalls abgeriegelten Seitengassen gejagt. Fliehende DemonstrantInnen wurden bis in die Hauseingänge verfolgt und dort regelrecht zusammengeprügelt.

Nach sporadischer, teilweise heftiger Gegenwehr, zogen sich die Bullen mit zahlreichen verhafteten AktivistInnen endlich zurück. Während sich die angespannte Stimmung zusehends beruhigte, wurden kleinere Barrikaden vor dem Ungdomshus errichtet, Parolen wurden gegen die gelaufene Polizeibrutalität gerufen und Eindrücke ausgetauscht. Einige hundert AktivistInnen gelang es etwas später, die Polizeiabsperrungen zu umgehen und auf die ?Nörrebrogade?, der Hauptverkehrsstrasse des Stadtteils zu gelangen.

Im folgenden wurden zahlreiche Banken und Geschäfte von Weltmarktketten entglast und Bullenautos, die sich zuweit vorwagten angegriffen. Die überrumpelte Polizei zog sich zunächst auf die Brücke die zur inneren Stadt führt zurück, um dort die Demonstration zu stoppen und einzukesseln. Die DemonstrantInnen bogen jedoch einige hundert Meter vor der Brücke in Seitenstrassen ab und bewegten sich in Richtung innere Stadt. Im Verlaufe kleinerer Zusammenstøsse mit Polizeigruppen, fragmentierte sich der Demonstrationszug zusehends in Kleingruppen, die sich im ganzen Kiez bis in die innere Stadt hinein verteilten.

Eine grössere Gruppe von Aktivisten verbarrikadierte sich im Ungdomshuset um eine eventuelle Räumung durch eine "schnelle Kommandoaktion" der Bullen im Vorfeld zu unterbinden.

Erst in den späten Abendstunden ebbten die Kleinkonfrontationen ab.



Vorläufige Bilanz



Es sind 273 Festanhmen bekannt, davon 87 GenossInnen aus dem Ausland und eine unüberschaubare Anzahl von Verletzten. Auch die Polizei hatte laut deren Pressesprecher einige Verletzte auf ihrer Seite.

Die überwiegend konservativ-bürgerlichen dänische Medien vermittelten fast ausschliesslich die Version der Polizeipressestelle und zeigte ausschliesslich Bilder militanter Angriffe von Seiten der AktivistInnen. Das diese durchwegs auf die vorausgehenden Polizeiübergriffe und den Eingriff in die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit zurückzuführen sind, scherte die meisten JournalistInnen reichlich wenig.





Der aktuelle Stand



Das Ungdomshuset hatte zu dieser Demonstration aufgerufen um der Öffentlichkeit und speziell den verantwortlichen Stadtratpolitiker zu zeigen, dass es KEINE andere Alternative im Spannungsfeld zwischen militanter Verteidigung und der Forderung einer konkreten politischen Initiative für den Erhalt des Ungdomshuset gibt.

Hintergrund der aktuellen Eskalation ist der juristisch veränderte Status des Ungdomshuset . Seit Donnerstag, den 14.Dezember 06, ist das Ungdomshuset durch einen Gerichtsbeschluss von einem legalen, selbstverwalteten Jugendhaus zu einen illegalen, besetzten Haus erklärt worden. Somit wurde es den bewaffneten Staatsorganen überlassen, das Jugendhaus an die christliche Sekte, die es durch einen lächerlichen Preis anonym erworben hatte, zu übergeben.



Breite Unterstützung



Bereits letzten Donnerstag abends, demonstrierte um die 5000 TeilnehmerInnen in Kopenhagen ? von Linksradikalen bis hin zum gewerkschaftlichen Spektrum ? für eine politische Lösung. Sie forderten die Politiker des Kopenhagener Stadtparlaments auf, den von ihnen verursachten Konflikt durch einen politischen Eingriff wieder gut zu machen, und der christlichen Sekte "Vaterhaus" das formale Eigentumsrecht durch Expropriation wieder abzuerkennen.



Die Doppelstrategi der Polizeiführung



Das Kalkül der Polizeistrategie scheint aufzugehen. Während der Polizeisprecher die Konfrontationen heuchlerisch in den Medien bedauern und willige Journalisten diese mit unkritischer, eindimensionaler Berichterstattung flankieren, zielt die polizeiliche PRAXIS genau in die gegenteilige Richtung!

Mit äusserster Brutalität provoziert sie die permanente Konfrontation um den existierenden Konsens zwischen Kiezbevölkerung und dem Ungdomshus-milieu aufzubrechen. Mit massiven Tränengaseinsatz in den Strassen , heftigen Auseinandersetzungen und chaotische Zustände, sollen einen bürgerkriegsähnliche Atmosfähre erzeugt werden , die letztendlich die Unterstützung für das Ungsdomshuset seitens der Bevölkerung auf eine übersichtliche Zahl reduzieren soll. Sollte dieses Konzept aufgehen, sind die Weichen für eine gewaltsame Räumung gestellt.



Verschiedene Solidaritetsinitiativen



Die verschiedene Initiativen zwischen der Ungdomshus-szene und Kiezbewohnern werden dadurch eine noch bedeutendere Rolle für den Ausgang des Konfliktes spielen. In diesen Kontext haben alternative Medien wie das Pirat-Radio des Ungdomshuset, sowie linke, unabhängige Medien eine wichtige Funktion. Ebenso die verschiedenen internationalen Solidaritätsbekundungen im Ausland ( Dublin, Lübeck, Kiel, Berlin, Trondheim, Oslo, Moskau,etc.).



Nützliche Informationslinks:



- Fotos von den konfrontationen vom Samstag, den 16.Dezember 2006:



Indymedia-Danmark:

indymedia.dk//article/754

indymedia.dk//newswire.php



Ungdomshuset-news (auf deutsch und englisch)

ungdomshuset.info//en.php



2. Langenthal: Antifaschistische Gruppen gegen die PNOS



Gegen 100 Personen, mehrheitlich mit dem Zug angereist, haben heute in Langenthal spontan gegen die Partei National Orientierter Schweizer

(PNOS) demonstriert. Während die PNOS ungestört ihre bewilligte Platzkundgebung gegen das geplante Minarett durchführen konnte, wurde die Spontandemo der AntifaschistInnen von einem Grossaufgebot der Polizei mit einem Gummischrot-Einsatz im Keim erstickt.



Die PNOS hat heute zu einer Kundgebung gegen ?kulturfremde Bauten?

aufgerufen, um gegen das geplante Minarett in Langenthal zu protestieren. Mit Hilfe von salonfähigen Themen ? der Aufschrei gegen das Minarett eignet sich ausgezeichnet ? versuchen sie, ihre extreme und nazistische Gesinnung unter die Leute zu bringen.



Als Antifaschistinnen und Antifaschisten können und wollen wir die PNOS und ihr menschenverachtendes Gedankengut, egal unter welchem Vorwand, nicht hinnehmen. Deshalb haben wir heute ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus gesetzt. Die lautstarke Spontandemo in Richtung Langenthaler Stadtzentrum kam jedoch nicht weit: Nach wenigen hundert Metern wurde sie von der Polizei eingekesselt und unter Einsatz von Gummischrot gestoppt. Die Demoteilnehmenden verhielten sich zu jeder Zeit friedlich, was die Polizei nicht daran hinderte, aus wenigen Metern in die Menge zu schiessen. Die Demo zog sich geschlossen zum Bahnhof zurück.



Einmal mehr wurde die Konsumwut in der Innenstadt höher bewertet als die Ausübung von Grundrechten. Verhandlungen mit der Polizei, doch noch einen Umzug durchzuführen, sind leider ohne Einigung geblieben.



Wir danken allen Antifaschistinnen und Antifaschisten, die sich in dieser kurzen Zeit mobilisieren liessen!



Wir bleiben dran: Wir werden auch in Zukunft präsent sein, wenn die PNOS aufmarschiert. Und dafür sorgen, dass dem Rechtsextremismus ein heftiger Wind entgegenbläst.



Gegen Nazis ? immer und überall!



Antifaschistische Gruppen



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Flugblatt zur Demo:



PNOS ? die netten Rechten von nebenan?



Als «Sozialisten», «stramme Patrioten» oder «nette Rechte»: So verkauft sich die PNOS samt ihren Parteifunktionären, Mitgliedern und Sympathisanten heute. Dies war nicht immer der Fall: Die junge Partei verfolgte bis vor kurzem einen Kurs, der sich ganz offen in die nationalsozialistische und frontistische Tradition stellte. Und trotz der jüngsten Imagekorrektur: Die Leute sind dieselben, die politische Stossrichtung ist es auch. Die Mitglieder der PNOS sind Neonazis. Mit allen Konsequenzen, welche diese Ideologie mit sich bringt. Eine davon ist der Glaube an die Überlegenheit der weissen Rasse.



Rassistische Hetze salonfähig verpackt



Nun versuchen die Neonazis mit Hilfe von salonfähigen Themen ? der Aufschrei gegen das geplante Minarett in Langenthal eignet sich dazu ausgezeichnet ?, ihre radikale Gesinnung unter die Leute zu bringen.

Bloss muss diese rhetorisch etwas umgemodelt werden ? so dass auch die örtliche Jung-SVP in den rassistischen Kanon mit einstimmen kann.



Beispielhaft für diese Augenwischerei ist die heute in Langenthal stattfindende Platzkundgebung der PNOS, an der gegen «kulturfremde Bauten» protestiert werden soll. Was hier als Kampf für die Erhaltung einer ominösen «Schweizer Kultur» verkauft werden soll, ist nichts anderes als ein weiteres Beispiel für die rassistische Stimmungsmache der PNOS. Verharmlost wird sie einmal mehr mit dem Ersetzen des Ausdrucks «Rasse» durch den Begriff «Kultur».



Die PNOS instrumentalisiert die Minarett-Frage für die Verbreitung ihrer Ideologie und werkelt gleichzeitig weiter am Aufbau einer rechtsextremen Lebenswelt, zu der nicht nur Konzerte und Partys, sondern auch Auftritte und Aufmärsche in der Öffentlichkeit gehören.



Wir setzen Zeichen ? gegen Rassismus und Rechtsextremismus



Dem Treiben der PNOS gilt es energisch und entschlossen entgegen zu treten. Wir können und wollen nicht tatenlos zusehen, wenn sich Neonazis die Strasse nehmen und ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten. Deshalb setzen wir heute in Langenthal ein unmissverständliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und zeigen auf, was die PNOS wirklich ist: ein Rudel von Wölfen im Schafspelz.



Gegen Nazis ? immer und überall!



Keinen Fussbreit den Faschisten!



Antifaschistische Gruppen



3. Antifademo in Lübben (DE)

Monday, 11 December 2006

Was heute in Lübben los war, hat diese Stadt so noch nicht gesehen.

Aufgrund eines dort angemeldeten Naziaufmarsches gab es eine Gegendemo von der ?Autonomen Antifa Lübben?. An dieser linksradikalen, antifaschistischen Demonstration nahmen ca. 60 Leute teil.

Neben der Antifa-Demo gab es ab 8.00 Uhr eine Mahnwache gegen Nazis am Bahnhof mit ca. 80 Leuten und später ab 11.00 Uhr eine bürgerliche Kundgebung mit dem Motto ?Lübben lehnt Extremismus ab? auf dem Marktplatz mit ca. 350 Leuten. Die Nazis, welche unter dem Motto ?Menschenrecht bricht Staatsrecht? aufmarschierten, waren, nach unserer Schätzung, ca.100. Von den Nazis aus Lübben aber wurden gerade mal ca.10-20 erkannt.



Die Antifa-Demo, sowie die Nazidemo hatten als Auftaktort den Bahnhofsplatz, welcher von der Polizei fein säuberlich in links und rechts und mitte getrennt wurde. Ab 9.30 Uhr sammelten sich dann auch die Leute. Da wir direkt zwischen dem Platz, wo die Nazis sich sammelten und dem Bahnhofsparkplatz standen, konnten wir diejenigen Nazis direkt begrüßen, welche mit dem Auto anreisten.



Gegen elf Uhr gingen wir dann mit Sprechchören und Musik Richtung Lübbener Neustadt, die Homezone der Nazis, los. Auf dem Weg lagen überall Schnipsel mit dem faschistischen Demo-Motto. Wie erwartet standen in Lübben an fast jeder Ecke die einheimischen Nazis rum, die nicht beim Aufmarsch waren.



Auf der Hälfte der Strecke die durch die Neustadt führte, fand eine Zwischenkundgebung mit Redebeiträgen statt. Hier wurden auch die sich in der Nähe befindenden Nazis erst abfotografiert und dann aufgefordert sich zu verpissen?



In der Zeit bewegte sich auch der Naziaufmarsch durch die Stadt. Die Nazis liefen die selbe Demo-Strecke wie wir, außer einem Abstecher durch die Altstadt, entgegengesetzt. Aber dafür, dass die Demos sich nicht begegneten, sorgten die in fünf Hundertschaften vor Ort gewesenen Polizisten. Die Rechte Route führte sie an der Bürgerkundgebung vorbei und dort konnten sie sich sogar frei bewegen.



Es waren irgendwann mehr Nazis auf dieser Kundgebung am Marktplatz als Bürger.



Der ?rbb? schreibt fälschlicher Weise: ?Neben einer Gegenveranstaltung auf dem Marktplatz gab es nach Veranstalterangaben eine Mahnwache sowie einen Demonstrationszug durch die Stadt. Organisiert wurden die Veranstaltungen von Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU) sowie Landtagsabgeordneten und Kirchenvertretern.? Die Verallgemeinerung der ?Veranstaltungen? ist völliger Blödsinn. Die Gegenkundgebung der Bürger war gegen ?jeden ?Extremismus ? egal ob links oder rechts? und das die Nazis auf dem Marktplatz anscheinend geduldet wurden, weist nur ein weiteres Mal darauf hin, dass die Stadtoberen mehr Angst vor ?linksextremen Steinewerfern? hat, als sich des Naziproblems in der Stadt bewusst zu werden. Weiterhin hat die Antifa ihre Demo selbst organisiert und nicht etwa in Absprache mit dem Bürgermeister.



Entgegen der Hoffnungen der Stadtoberen haben uns einige Leute zugejubelt und ein paar schlossen sich auch der Demo an.



Wir hatten im Vorfeld versucht, dass ?Forum gegen Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit? anzusprechen. Dieses Forum hatte aber eher Angst vor uns und wollte nicht mit uns gemeinsam die Protestform absprechen und hielten als Reaktion darauf eine Mahnwache ab. Es gab aber auch auf der Mahnwache einige linksradikale Antifaschist_Innen, die ein Transparent hielten mit der



Aufschrift: ?Extrem gegen Faschismus, Extrem gegen Verbrechen, Extrem Vernünftig, Extrem links?. Auf der Mahmwache waren auch Leute der DKP und das bürgerlich-antifaschistische Halbe-Bündniss unterstützte diese Mahnwache, wollte aber aufgrund der Hetze gegen Antifaschist_Innen nicht unter den Aufrufer stehen wie uns die brandenburger MdL Karin Weber von der Linkspartei.PDS. Nach ihrer Mahnwache gingen die Leute auf den Marktplatz.



Dieser Tag hat gezeigt, dass von den Stadtoberen, den Kirchen und Landtagsabgeordneten nicht viel zu erwarten ist. Jahrelang haben sie die Nazis ignoriert und toleriert. Es wird ein ?Extremismusproblem?

konstruiert, dass es in Lübben so nicht gibt. Aber ihr ?Extremismusproblem? sind die Nazis und nicht etwa linksradikale Antifaschist_Innen. Dies wurde bestätigt, als nach den Demos Antifaschist_Innen gejagt wurden. Es ist davon auszugehen, dass es nunmehr, nach dem Outing von David Schmidt, welcher heute bei der Jagd vorn dabei war, zu vermehrten Übergriffen in Lübben kommt.



Die Sicherheit der Menschen in Lübben ist einzig durch die Faschos der Stadt gefährdet!



Es gab aber trotz allen ?friedlichen Protestes? von Seiten des Staates Repressionen gegen Antifaschist_Innen. So beschwerten sich einige über die zügellosen Gewaltausbrüche der Polizei am Rande des Nazi-Aufmarsches und beklagten sich über Prellungen.



Fünf Minuten nachdem die Nazis losgegangen sind, wurden Antifaschist_Innen die den Nazi-Aufmarsch begleiteten brutalst niedergeknüpelt und einer von ihnen in Gewahrsam genommen und nach Königs Wusterhausen verbracht! Die Person ist wieder frei.



Eine andere Anzeige bekam eine Person wegen einem Küchenmesser das sie versehentlich vergaß aus dem Rucksack zu packen.



4.Aufruf zu einem Aktionstag am 27. Januar gegen das WEF in Davos und Umgebung!



Vom 24. bis zum 28. Januar 2007 lädt das World Economic Forum WEF zum alljährlichen Meeting in Davos. Eingeladen sind die tausend mächtigsten Konzerne der Welt und so genannt wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft. Hinter verschlossenen Türen und unter sich wollen die selbst ernannten ?Globalen Führer? die Zukunft der Welt planen.



In diesem selbst erlesenen Club, vor einer Fassade, die den Kapitalismus als einzige mögliche Gesellschaftsform erscheinen lassen soll, ist Profit und Status die höchste Leitlinie. Ausbeutung gehört zum Standard, Menschenrechtsverletzungen und hemmungslose Umweltverschmutzung werden zu unwichtigen Details. Die Folge sind nicht zuletzt Tausende von Menschen, die wegen der Ausbeutung der Ressourcen ihrer Länder und wegen der Unterstützung von Terrorherrschaften unter Lebensgefahr und menschenunwürdigen Verhältnissen in der ?Festung Europa? eine neue Zukunft suchen.



Bewacht wird das WEF von einem riesigen Aufgebot von Polizisten, Armeeangehörigen und privaten Securities. Grundrechte wie die Bewegungsfreiheit und freie Meinungsäusserung werden während des WEF in der Landschaft Davos faktisch ausser Kraft gesetzt. Protestaktionen werden zum Gegenstand polizeilicher und militärischer Kontroll- und Abschreckungsstrategien, und die Militarisierung der inneren Sicherheit schreitet von vielen unbemerkt voran. Wir wehren uns mit unserem Protest nicht nur gegen das WEF, sondern auch gegen diese andauernde und stets zunehmende Einschränkung von Grundrechten.



Machen wir es dem WEF nicht zu einfach: Unsere Zukunft nehmen wir selber in unsere Hände. Der Welt des WEF stellen wir die Utopie einer freien Gesellschaft entgegen, in der das Zusammenleben auf Gleichberechtigung und Solidarität beruht. Wir kämpfen für eine Welt, in der viele Welten Platz haben.



In den letzten Jahren ist Widerstand gegen das WEF in Davos immer schwieriger geworden. Durch die anhaltende Repression und die Kriminalisierung (Landquarter Kessel) der Anti-WEF-Bewegung hat sich der Protest in die Städte zurückgezogen. Dies garantierte dem WEF einen ungestörten Ablauf, Konfrontationen mit Kritik konnte bestens ausgewichen werden. Das lassen wir uns nicht länger gefallen und wollen darum dieses Jahr unseren Protest wieder nach Davos tragen.



Wir rufen für den 27. Januar 2007 zu einem Aktionstag in Davos und Umgebung auf. Mit diesem Aktionstag in Davos wollen wir den reibungslosen Ablauf des WEF stören. Statt weitab von Davos zu demonstrieren, tragen wir den Protest wieder dorthin, wo sich die Reichen und Mächtigen treffen. Um zu verhindern, dass die Polizei Protestäusserungen im Keim ersticken kann, gibt es keinen Besammlungsort, keine bestimmte Zeit und keine gemeinsame Anreise.

Alle bereiten sich in kleineren oder grösseren Bezugsgruppen vor und agieren autonom. Kreative und direkte Aktionen, wie dezentrale Blockaden, Störaktionen, Infostände, Strassentheater, absurde Interventionen und Flash Mobs, sollen unseren Widerstand gegen das WEF und die von seinen TeilnehmerInnen betriebene Politik deutlich machen.



Wipe out WEF and what it stands for!

Von Davos über München nach Heiligendamm: WEF, NATO, G8 verhindern!



Infos: _www.dadavos.ch <http://www.dadavos.ch/>_



ErstunterzeichnerInnen: Dadavos, Basiskollektiv ReBelle (ehemals Anti-WTO-Koordination Bern & Aktion ungehorsamer Studierender AUS), Grüne Partei Bern-Demokratische Alternative GPB-DA, Autonome Gipfelblockade, attac Schweiz
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