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(de) "Camp Inski 2006" - Anti-G8-Camping direkt an der Ostsee

Date Fri, 14 Apr 2006 23:43:25 +0200


First call!
"Camp Inski" - Anti-G8-Camping direkt an der Ostsee:
FÃr globale soziale Rechte und ein ganz anderes Ganzes!
4. bis 13. August 2006

Im Sommer 2007 treffen sich im Kempinski Grand Hotel im Ostseebad
Heiligendamm bei Rostock die VertreterInnen der wirtschaftlich und
militÃrisch fÃhrenden Staaten des Nordens. Aus guten GrÃnden ist schon
viel gegen die G8 geschrieben worden und auch dieser Aufruf kommt nicht
umhin, sich fÃr ihre Abschaffung auszusprechen. SchlieÃlich sind sie in
einer Welt der Ausbeutung, Armut und UnterdrÃckung, der Globalisierung
des Krieges, des sozialen Angriffs und der MigrationsbekÃmpfung zentrale
Knotenpunkte im institutionellen Apparat der herrschenden Weltordnung.
In der politischen Geographie des Protestes und des Widerstandes sind
Gipfel zugleich symbolische Orte eines kollektiven und vielstimmigen,
die neoliberale Illusion vom Ende der Geschichte erschÃtternden â YA
BASTA! â "Es reicht!" geworden. Was sich in den Protesten neu
entwickelte war die gemeinsame FÃhigkeit, sich das Ganze als etwas
vorzustellen, das ganz anders sein kÃnnte, und das global.

words...
Die Gipfelproteste in den 1990ern, im neuen Jahrtausend in Prag,
GÃteborg und Genua bis hin zu den Protesten in Gleneagles und St.
Petersburg stehen fÃr vielschichtige jÃngere Bewegungserfahrungen im
alten Themenfeld des Internationalismus. Wenn wir in unserer
Mobilisierung an eine Analyse vorangegangener KÃmpfe anknÃpfen wollen,
so lohnt es sich, in unserem sympathischen aktionsorientierten Milieu
auch mal Denkpausen als bewusste Zwischenetappe einzulegen. Gefragt sind
theoretische Ãberlegungen, die versuchen, die neoliberale
Umstrukturierung der Welt zu erfassen, genauso wie der neugierige
Austausch Ãber Widerstandspraxen, die sich lokal und global entwickeln.

Schon bei den Protesten in Gleneagles, beim BUKO in Hamburg, bei
mehreren Treffen der linksradikalen Netzwerke 'Dissent!' und
'Interventionistische Linke' und zuletzt bei der breit besuchten
Aktionskonferenz in Rostock ist deutlich geworden, dass
BasisaktivistInnen aus so unterschiedlichen Milieus wie der
gewerkschaftlichen Linken, antirassistischen Initiativen, der
Graswurzel-Bewegung, FlÃchtlingsselbstorganisierungen, Leute bei attac
und aus der autonomen Linken schon aus den StartlÃchern fÃr eine
Mobilisierung fÃr das Jahr 2007 heraus sind. Und AktivistInnen aus
unterschiedlichen ZusammenhÃngen aus ganz Europa fragen jetzt schon
nach, wie es um die Gipfelmobilisierung in Deutschland steht, um eine
inhaltliche und praktische KontinuitÃt der Proteste zu gewÃhrleisten.

In allen diesen Spektren mÃchten wir fÃr die Idee eines Camps schon in
diesem Jahr werben. Wir wollen kein ausschlieÃendes Spektrumlabel fÃr
das Camp, denn der Kampf um globale Rechte ist nur als Kampf und
Auseinandersetzung um unterschiedliche Gesellschafts- und
Emanzipationsvorstellungen denkbar. Stattdessen halten wir es fÃr
entscheidend, politische Formen zu finden, in denen Positionen
formuliert und Konflikte offen und Ãffentlich ausgetragen werden kÃnnen.

Das Camp 2006 soll ein solcher Ort der Begegnung, des Austausches und
selbstverstÃndlich auch des Streites unterschiedlicher Spektren der
heterogenen Bewegungslinken werden. Wir wollen den verschiedenen
europÃischen und internationalen Konzepten von Bewegung, Protest und
Widerstand nachspÃren, um "Unterschiede zu erkennen und Ãhnlichkeiten
anzuerkennen." NatÃrlich mit dem Ziel, die Energie und die Erfahrungen
aus dem Gipfel 2006 in St. Petersburg aufzugreifen und bis zum Sommer
2007 einen breiten, entschlossenen und wirkungsvollen internationalen
Widerstand zu organisieren.

... and action
Neben gutem Leben an der schÃnen Ostsee (in anstrengender
Selbstorganisation) mit ausreichend Raum fÃr Diskussionen und
Veranstaltungen, Workshops und AGâs wird Camp Inski, das Anti-G8-Camp an
der Ostsee, selbstverstÃndlich mit Protesten und â wo es angebracht ist
â auch mit sozialem Ungehorsam in Aktion treten und in der Region
PrÃsenz zeigen:

* Unter dem Motto "Das globale Lagersystem lokal bekÃmpfen" wollen wir
an die Erfahrungen der no-lager-kampagne in Mecklenburg-Vorpommern
anknÃpfen. Lager fÃr FlÃchtlinge und MigrantInnen, diese Orte, die auf
keiner Landkarte eingezeichnet sind, lassen sich mittlerweile Ãberall in
Europa finden. Sie produzieren eine Hierarchisierung von Rechten und
sind damit zentraler Bestandteil eines globalen Ausgrenzungssystems. Wir
hingegen sagen: Die MÃglichkeit, sich frei zu bewegen, ist ein Recht,
welches es global zu teilen gilt!

* "Hanse Sail Rostock 2006 â 10. bis 13. August â dieses Datum hat sich
die Marine im Kalender besonders dick unterstrichen. Auf dieser
maritimen GroÃveranstaltung feiert die Marine ihr 50-jÃhriges JubilÃum.
Daher wird es in diesem Jahr ein Aufgebot der ganz besonderen Art
geben." (www.hansesail.com) Erwartet wird auch die im Rahmen von
"enduring freedom" im "Anti-Terroreinsatz" erfahrene Fregatte
MECKLENBURG-VORPOMMERN sowie Marineeinheiten anderer LÃnder. Lasst uns
gemeinsam antesten, wie viel antimilitaristischen Widerspruch die
verspielte "volksnahe" Zurschaustellung globalisierter
Kriegsbereitschaft der Industrienationen Rostock aushÃlt!

*Der Flughafen in Rostock/Laage wird sowohl von der zivilen Luftfahrt
als auch militÃrisch von der Bundeswehr genutzt und spielt somit auch
eine zentrale Rolle fÃr die NATO. Von hier aus starten die Eurofighter,
die ab Sommer 2006 auf dem sogenannten Bombodrom-GelÃnde nahe dem
brandenburgischen Wittstock den kombinierten Einsatz von Luft- und
Bodentruppen Ãben wollen. Rostock/Laage bietet als ein Ort der
Modernisierung der weltweiten NATO-KriegsfÃhrung reichlich theoretische
und praktische Ansatzpunkte fÃr das Camp Inski.

* Im September finden in Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahlen statt.
Die NPD rechnet sich gute Chancen aus, in den neuen Landtag einzuziehen.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist der Kampf gegen die "Globalisierung".
Das Angebot der extremen Rechten heiÃt Nationalismus, Rassismus und
Antisemitismus. Ein Grund von vielen, dass wir uns auch in den
NPD-Wahlkampf einmischen.

Migration, Antifaschismus und der Widerstand gegen Militarismus und
Krieg sind nur einige Themen, die beim Camp Inski 2006 eine Rolle
spielen werden. Doch wir wollen mehr, denn die neoliberale
Umstrukturierung der Welt ist vielfÃltig - unser Widerstand und unsere
Widerstandsformen auch. Daher rufen wir international auf, sich aktiv
mit Workshops, Aktionen und Diskussionen am Camp Inski zu beteiligen.

Organisiert Euch - Bringt Euch ein - FÃr ein ganz anderes Ganzes!

Kontakt:
www.camp06.org
Mailingliste: camp2006 -at- lists.so36.net
Campgruppe: info -at- camp06.org oder camp06 -at- riseup.net
Kontakt fÃr das Kulturprogramm: kultur -at- camp06.org
Post: Camp Inski, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

v.i.S.d.P.: S. Kemper, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
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