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(de) Griechenland: Polizei foltert Migranten (en)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Sun, 16 Jan 2005 14:15:24 +0100 (CET)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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Hände weg von den MigrantInnen - Solidarität ist unsere Waffe
Das Ende der Olympischen Spiele und der meisten Großbauprojekte ist ein
Punkt, wo der griechische Staat seine Politik gegenüber den ArbeitsmigrantInnen
aufs Neue bestätigt.
Eine neue Periode bricht an, weil eine Vielzahl der konsumierbaren
Sklaven, die den "grossen Ideen" der Bosse dienten, jetzt überflüssig sind.
Zusätzlich ist diese Periode gekennzeichnet von einem erweiterten
repressiven Angriff auf Widerständische im Gleichschritt mit dem weltweiten
"Anti"-Terror-Feldzug der Herrschenden. Und eine der Bestrebungen des
griechischen Staates ist es, gepanzerte Grenzen zu schaffen gegen die,
die aus Kriegsgebieten flüchten.

So befinden wir uns vor der Operation "Gesetz und Ordnung", wie sie von
Innenminister P. Paulopoulo präsentiert wurde, die die Begrenzung der Zahl
der MigrantInnen, ihre Registrierung und Kontrolle zum Ziel hat. Und so soll
ein neuer Rahmen geschaffen werden, um die Interessen der Bosse zu gewährleisten.
Die Bewegung soll nach dem Bedarf der Wirtschaft kontrolliert werden und die
Überlebensmöglichkeiten der MigrantInnen erstickt.
Diese Operation heisst in der Praxis: verschärfte Terrorisierung und
Einschüchterung der MigrantInnen durch den Unterdrückungsapparat.
Ausserdem findet eine parallele Unterstüzung durch die Massenmedien
statt, die den national-rassistischen Nährboden schaffen, um breitere
Gesellschaftsteile einzubeziehen.
Momentane Methoden dieser Operation sind die weitverbreiteten Progrome
gegen albanische MigrantInnen durch staatliche und paramilitärische Banden nach
einem Fussball-Länderspiel Anfang September 2004 gewesen. Die tägliche
Massenabschiebung, hunderte von Mördern an den Grenzübergängen, die
Minenfeldgrenzen, die Versenkung der Schrottschiffe, die "zufälligen" Schüsse bei
polizeilichen Strassenkontrollen, die alltäglichen Schläge und Demütigungen in
Polizeiwachen, die Sammellager, die Rückendeckung der gesamten
demokratischen Staatsinstitutionen für die Bullen, Zuhälter und Vergewaltiger
von Migrantinnen.

Momentane Methoden dieser Operation waren auch die Folterungen, die Anfang
Dezember 2004 dutzende afghanische Migranten in einem Wohnhaus in der
Pipinoustrasse in Athen und in der nahegelegenen Polizeiwache von Ag.
Panteleimona. Dorthin wurden die Migranten gebracht, um Information zu
beschaffen über einen afghanischen Migranten, der aus dieser Wache
ausgebrochen war.

Momentane Methode dieser Operation waren ebenfalls das tagelange
Verprügeln von gefesselten und wehrlosen Menschen in den Polizeikellern von Ag.
Panteleimona, die Folter, das Nacktausziehen und die Vergewaltigungsdrohungen
gegenüber Minderjährigen, die Prellungen und Verletzungen, die geschundenen Körper
der gequälten und gejagten Menschen, die Angst in den Augen derer, die auf
ihrer Haut die staatliche Bestialität erleben mussten.

Gegen die systematische Gewalt des Staates und der Bosse - setzen wir auf
soziale Praktiken der Gegengewalt und tragen zur Verschärfung der sozialen und
Klassenkämpfe bei.

Eine wichtiger Moment unter anderen dieses Kampfes war der
Demonstrationszug am Freitag 24.12.2004 zu der Polizeiwache Ag. Panteleimona,
wo etwa 150 wütende AnarchistInnen, antiautoritäre und autonome GenossInnen die
Wache angegriffen und das Gebäude, sowie umherstehende Polizeiautos stark
beschädigt haben (eine Wache, die schon gesellschaftlich stigmatisiert war nach
den Foltervorwürfen, die an Guantanamo und Abu Ghraib errinnern).

Die Repressionsorgane haben nach diesem sozialen Wutausbruch 18 Leute in
Gewahrsam genommen und ein Genosse wurde festgehalten, der die Rache der
Staatsdiener erleben musste. Es ist der Genosse N.M., der aus Solidarität mit den
Migranten an der Demonstration teilgenommen hatte, der aber alle Vorwürfe gegen ihn
zurückweist. Seine Verhaftung hatte noch eine Solidaritätswelle ausgelöst und er
wurde am 29.12. wieder freigelassen, aber mit Auflagen.

Der Angriff auf die Polizeiwache Ag. Panteleimona ist eine Tat der
sozialen Gerechtigkeit und hat dazu beigetragen, dass die Stimme der sozialen und
Klassensolidarität weiter gehört wurde als in dieser kleinen Ecke. Es ist
eine Solidarität der Unterdrückten im Kampf gegen die Herrschaft von Staat und
Kapital, im Kampf gegen die Barbarei und die alltäglichen Verbrechen dieser
Herrschaft.

KEIN VERBRECHEN VON STAAT UND KAPITAL LASSEN WIR OHNE ANTWORT
- GEWALT GEGEN DIE GEWALT DER HERRSCHENDEN


30. Dezember 2004

Offene anarchistische und antiautoritäre Versammlung

Quelle:
http://www.geocities.com/anar_gr

Übersetzung:
Anarchosyndikat "eduCat" (http://anarchosyndikalismus.org)

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http://www.ainfos.ca/05/jan/ainfos00098.html
(en) Greece, Athens, HANDS OFF THE IMMIGRANTS ! SOLIDARITY
IS OUR WEAPON!
anarchist assembly <anarchist_assembly@yahoo.gr>
Sat Jan 08 09:24:26 GMT 2005

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