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(de) Israel-Palaestina, Immatin, Kolatition gegen die Mauer - Presseerklaerung, 25.08.2005

Date Mon, 29 Aug 2005 13:49:58 -0700 (PDT)


Eintausend Demonstranten, Palästinenser, Israelis und internationale
Teilnehmer protestierten gegen den Bau der Mauer nahe Immatin.
"Dies ist kein Sicherheitszaun, sonder ein Weg, um Palästinenser ihres
Landes zu berauben und es der Siedlung Immanuel zu geben."
"Die Route der Mauer verletzt 17 Kilometer des Landes in der West Bank und
dringt in einen grossen Teil des Landes des Dorfes ein."
Die Organisatoren: "Wenn die Armee von Provokationen absieht, können
solche Demonstrationen gewaltlos enden."
--

Einige tausend Demonstranten, Palästinenser, Israelis und internationale
Teilnehmer hielten heute Morgen (27.08.05) einen Protestmarsch in Richtung
des Ortes, an dem der "Sicherheitszaun" auf dem Land von Immatin gebaut
wird, ab. Immatin befindet sich tief in der West Bank, 17 KM von der
Grünen Linie ('67 Grenze) entfernt. Frühere Demonstration in diesem
Bereich wurden von der Armee mit viel Gewalt aufgelöst.

Etwa 50 israelische Demonstranten, Mitglieder der Anarchists Against
Fences, Gush Shalom und Ta'ayush, trafen in Immatin am Morgen ein, bereit,
sich Gewalt der Armee einzufangen, und ausgerüstet mit Zwiebeln - dieses
Gemüse ist ein exzellentes Mittel gegen Tränengas. Im Zentrum des Dorfes
erwarteten sie eintausend Bewohner von Immatin sowie eine Gruppe von
Bil'in - wo ein intensiver Kampf gegen den Trennungszaun seit Monaten
voranschreitet - und auch internationale Freiwillige, aus Amerika,
Italien, Argentinien und eine Gruppe französischer Kanadier.

Ein Armeeoffizier kam mit einem Jeep zum Ort des Geschehens und teilte den
Vertretern des Dorfes mit, dass sie eine Erlaubnis hätten, an der Route
der Mauer entlang zu marschieren "mit der Bedingung, dass es keine Gewalt
geben wird."

Die Demonstranten begannen entlang der Mauer zu laufen, 3 Kilometer unter
der brütenden Sonne, während sie ihre Stimmen gegen die Mauer und die
Besetzung erhoben. Als sie die Soldaten und Armeefahrzeuge trafen, welche
sie erwarteten, schrien sie laut "Passt auf, dies ist eine gewaltlose
Demonstration". Daraufhin saßen sie sich in einem Kreis hin, und Zahi
Sowan vom Immaton Popular Commitee sprach: "Wir haben keine andere Quelle
unseres Lebensunterhaltes als unsere Olivenbäume, die wir von unseren
Vorvätern erbten. Jetzt seht ihr die verdorrten Überbleibsel eines dutzend
Olivenbäume, entwurzelt durch die Militärbulldozer, und auf der anderen
Seite des Zaunes sind tausende von Bäumen, welche uns geraubt werden. Ihr
seht die Fabrik, die der Siedlung Immanuel gehört, auf dem Berg auf der
anderen Seite der Straße. Diese Fabrik wurde auch auf einem Platz gebaut,
wo Bäume, die uns gehören, gefällt wurden. Wir hören, dass der Staat
Israel die Siedlungen in Gazastreifen und in Jenin abgebaut hat, aber hier
vergrößern sie die Siedlungen, und machen unsere Leben bitter."

Nach ihm sprach Yonatan Pollak von den Anarchisten. "Sie erzählen der
israelischen Öffentlichkeit dass dies ein Sicherheitszaun ist. Das ist
eine ausgemachte Lüge. Wir sind hier 17 Kilometer östlich der Grünen
Linie, tief im palästinensischen Gebiet. Zu unserem Westen ist schon ein
Zaun. Was hier errichtet wird ist ein Zaun in einem Zaun. Er hat seinen
einzigen Zweck die Besatzung zu erweitern und die Palästinenser in kleinen
Enklaven einzusperren. Dies ist ein Akt der Ungerechtigkeit, welchen wir
Ablehnen und der klar eine Verletzung des internationalen Rechts und
Verstoß gegen die Menschenrechte darstellt."

Dann wurde ein muslimisches Gebet auf der Seite der Mauer abgehalten, und
danach kehrten die Demonstranten zum Dorfzentrum zurück - um sich leise
und ordentlich aufzulösen.

"In den Medien werden die, die gegen Annektierung und Landraub im Namen
der Mauer demonstrieren, als ein Haufen von gewalttätigen Aufständischen
beschrieben, obwohl die Demonstraten, israelische wie palästinensische,
gewaltlos gegen Ungerechtigkeit und Raub vorgehen. Heute hat die Armee den
Beweis dafür gegeben, dass so lange sie von Provokationen absehen, solche
Demonstrationen ohne jegliche gewalttätige Konfrontationen enden können",
sagte Gush Shalom Sprecher Adam Keller, der an dem Ereignis teilgenommen
hat.

"Könnte es sein, dass das neue Krtierium, welches von der Armee für die
Evakuierung der Siedler eingeführt wurde, auch das Verhalten der Soldaten
hier beeinflusst hat? Wenn es so wie hier auch morgen Mittag in Bil'in
wäre, dann hätten wir vielleicht ein Zeichen, ob es wirklich ein Änderung
der Einstellung der Armee gegenüber Israelis und Palästinensern, die gegen
die Aufstellung von Mauern auf gestohlenem Land protestieren, gibt.

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http://www.ainfos.org/05/aug/ainfos00319.html
(en) Israel-Palestine, Immatin, Coalition against the Wall - Press
release, 25.08.2005
>From Worker <a-infos-en@ainfos.ca>
Date Sat, 27 Aug 2005 14:46:03 +0300 (IDT)
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