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(de) Eine sibirische Machnowschtschina? aus Organise* Nr. 62, GB (en)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Tue, 5 Apr 2005 21:55:58 +0200 (CEST)


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Akademiker wie Paul Avrich haben uns gemeinsam mit Militanten wie Volin,
Gorelik und Arschinow nur Andeutungen über den Anarchismus in Sibirien
hinterlassen. Die bedeutende Rolle des Anarchismus' dort blieb bisher
verborgen. Jetzt wirft die Arbeit von Anatoli Schtirbul ein Schlaglicht
auf diese Region und ihre anarchistische Geschichte. Sein Werk "Die
anarchistische Bewegung in Sibirien im ersten Viertel des 20.
Jahrhunderts: antistaatliche Revolte und nichtstaatliche
Selbstorganisation der ArbeiterInnen" wurde 1996 von der Universität
Omsk veröffentlicht, ist aber bis jetzt noch nicht in Übersetzungen in
westeuropäischen Ländern erschienen. Sein zweibändiges Werk enthält
viele Dokumente aus den Archiven sowohl der Tscheka (der
bolschewistischen Geheimpolizei, des wichtigsten Repressionsorgans) als
auch der kommunistischen Partei, und ebenso AugenzeugInnenberichte aus
verschiedenen Quellen. Schtirbul ist sicherlich kein Anarchist, nicht
einmal ein Sympathisant des Anarchismus, aber er hat großen Fleiß darauf
verwendet, seinen Einfluß sowohl auf RevolutionärInnen als auch auf die
allgemeine Bevölkerung Sibiriens aufzuzeigen.
Schtirbul zieht eine Linie von der anarchistischen Tradition zu den
säkularen Traditionen in Sibirien. Er führt die Tendenz zur
anti-feudalistischen Autonomie der Kosakengruppen an, die starken
solidarischen Verbindungen zwischen Landbevölkerung und Banditengruppen,
die Staatsfeindlichkeit dissidenter russisch-orthodoxer Gruppen und den
Einfluß des Protestantismus in der Region im 19. Jahrhundert, und
schließlich die Existenz kooperativer Praktiken zwischen BäuerInnen und
ArbeiterInnen. Bakunin war oft lächerlich gemacht worden, auch von
MarxistInnen, für seine Unterstützung für BanditInnengruppen im
Russischen Reich. Dieses Werk gibt seiner Anerkennung der sozialen
Bedeutung des BanditInnentums und seiner radikalen Möglichkeiten einiges
an Glaubwürdigkeit. Tatsächlich glaubt Schtirbul, der sich auf die
Arbeit Lojdikows stützt, daß Bakunin seine libertären Überzeugungen
während seiner Verbannung in Sibirien vertieft hat. Sicher der Fall war
das bei Kropotkin, der sich dazu in seinen Memoiren bekennt.

Verbannung

Die Anwesenheit der AnarchistInnen in den Gefängnissen wie auch in der
Verbannung in Sibirien infolge ihrer Aktivitäten gegen das Zarenregime
muß als eine der Grundlagen des sibirischen Anarchismus' angesehen
werden. Die ersten spezifisch anarchistischen Gruppen traten 1902 auf,
und während der ersten russischen Revolution 1905/6 traten sie
gesellschaftlich in Aktion. Da sie eine sehr kleine Minderheit waren,
konzentrierten sich die AnarchistInnen auf mündliche und schriftliche
Propaganda. Die Mißerfolge der reformistischen Parteien und die
Repression im Anschluß an die Revolution fielen mit einer sich
verschlechternden wirtschaftlichen Lage und sinkendem Lebensstandard
zusammen. Das drängte einen Teil der politisch aktiven ArbeiterInnen in
anarchistische Positionen. Die anarchistische Gruppe Tomsk, die sich
1907 zusammenfand, beschloß, Propaganda durch gesprochenes und
gedrucktes Wort zu verbreiten, in den Streitkräften zu agitieren, um
einen Aufstand vorzubereiten, legal aktiv zu werden durch Kooperativen,
Gewerkschaften und Solidarkassen, staatliche Banken und reiche
Privatpersonen zu enteignen und Anschläge auf bestimmte Individuen zu
begehen. In Zusammenarbeit mit den SozialdemokratInnen, den
SozialrevolutionärInnen und nicht parteigebundenen RevolutionärInnen
fanden verschiedene bewaffnete Aktionen statt: ein abgebrochener
Aufstand 1907 in Omsk, einer 1911 in Tschita, wo 30% eines Regiments
desertierten. Enteignungs- und Terrorakte waren gleich zahlreich.
1914 fand eine Konferenz von AnarchokommunistInnen in einem Dorf in der
Provinz Irkutsk statt. 30 Personen nahmen teil und beschlossen eine
zweigleisige Strategie von anarchistischer Propaganda und Terrorismus
gegen VertreterInnen der Macht. Gleichzeitig entwickelte sich die
Spaltung der anarchistischen Bewegung in drei Strömungen:
Anarchokommunismus, Anarchosyndikalismus und Individualanarchismus.
Schtirbul schätzt für die Periode 1906/7, daß es 100 AnarchistInnen gab,
verglichen mit 3.000 SozialdemokratInnen und 1.000
SozialrevolutionärInnen. Für 1917 kommt Schtirbul auf 46 anarchistische
Gruppen und Vereine mit 800 Militanten.
Die russische Revolution von 1917 wendete sich schnell zugunsten der
Bolschewiki, die bald den ganzen Regierungsapparat kontrollierten. Die
anderen revolutionären Gruppen, die mit dem Widerstand gegen die
Konterrevolution der Weißen beschäftigt waren, versuchten trotzdem,
Volksorgane zu etablieren, die gegen die Bolschewiki standen. Während
dieses Prozesses spalteten sich die AnarchistInnen in pro- und
antisowjetische Richtungen. In Sibirien begannen die AnarchistInnen mit
konstruktiven Aktivitäten, zu nennen wäre etwa ihre Organisationsarbeit
unter den Bergleuten von Keremowo. Das geschah trotz interner Probleme,
die mit der Anwesenheit "krimineller Elemente" in ihren Reihen zu tun
hatten. Im September und Oktober übernahmen die ArbeiterInnen Fabriken
und Werkstätten. Schtirbul bemerkt einen "spontanen Anarchismus" ohne
offensichtliche Verbindung zu den anarchistischen Organisationen. Das
erklärt Lenins Furcht, die Situation könnte der Kontrolle der
Bolschewiki entgleiten. In Irkutsk, wo der reaktionäre General Kornilow
an der Macht war, scheiterte im September 1917 einen Aufstand der
Garnison, aber es gab auch anarchistische Agitation unter den Garnisonen
in Tomsk, Kranojarsk, Tscheremchowo, Semipalatinsk, Tschita und in der
Bajkalsee-Flotte. Während die Aktivitäten der SozialrevolutionärInnen
und der Menschewiki rapide zurückgingen, wuchsen die der Bolschewiki und
der AnarchistInnen. Die AnarchistInnen waren relativ stark verankert in
den Regionen Tomsk, Krasnojarsk, Irkutsk und rund um den Bajkalsee.
Diese vier Regionen umfassen fast 3,5 Millionen Quadratkilometer, 12,7%
Sibiriens.

Räte

Die Veröffentlichung anarchistischer Bücher – von Kropotkin, Reclus und
Malatesta – durch den Neue-Welt-Verlag begann ebenso wie das Erscheinen
von Zeitungen wie Sibirskij Anarchist in Krasnojarsk und Buntownik
(Rebell) in Tomsk. Es begannen sich Konflikte zwischen AnarchistInnen
und Bolschewiki zu entwickeln.
Im Winter 1917/8 erklärten sich die AnarchosyndikalistInnen von
Krasnojarsk gegen die "Machtübernahme in den Räten" und beteuerten ihre
Bereitschaft zum Kampf gegen die Parteien, die keinen Platz für
"proletarische RevolutionärInnen" ließen. Im Frühjahr 1918 verteidigten
die AnarchistInnen von Tomsk eine Rätestruktur, die wirklich die
Interessen der ArbeiterInnen vertrat. Im Lauf des Jahres 1918 ist eine
anarchistische Präsenz auf verschiedenen Rätekongressen nachweisbar, z.
B. sieben von 104 Delegierten für Westsibirien im Januar in Irkutsk.
Neben solchen Zahlen weisen bestimmte Details auf einen anarchistischen
Einfluß in diesen Strukturen hin. Auf dem gesamtsibirischen
Sowjetkongreß, der im Februar in Irkutsk stattfand, waren acht von 202
Delegierten AnarchistInnen. Der Kongreß wählte zu seinem Vorstand 25
Bolschewiki, 11 SozialrevolutionärInnen, vier MaximalistInnen, vier
AnarchistInnen und zwei internationalistische SozialdemokratInnen.
(Somit waren gut 45% des Vorstandes nicht-bolschewistisch.)
Schtirbul erkennt den wachsenden Einfluß der AnarchistInnen unter den
EisenbahnerInnen und BäuerInnen an, der noch verstärkt wurde durch
SoldatInnen anarchistischer Überzeugung, die nach Sibirien geschickt
wurden. Interessanterweise kommt er zu demselben Schluß wie Machno und
Arschinow – es war der Mangel an Koordination und das Fehlen einer
taktischen Einheit, was eine Entwicklung des Anarchismus ähnlich der des
Bolschewismus auf sibirischer und gesamtrussischer Ebene verhinderte.
Die Bolschewiki gingen im Frühjahr 1918 gegen die AnarchistInnen vor,
indem sie die Tscheka benutzten, um sie anzugreifen und einzusperren.
Aber die Entwaffnung anarchistischer Einheiten in Sibirien durch die
Bolschewiki wurde verhindert durch den Angriff der Weißen unter Führung
von Koltschak im März 1918. Diese Einheiten, ebenso wie Einheiten, die
von den linken SozialrevolutionärInnen organisiert wurden, kämpften zu
effektiv, als daß es sich die Bolschewiki erlauben können hätten, sie zu
zerschlagen. Sie waren in den ersten Reihen des Untergrundwiderstands,
als die Weißen Sibirien besetzten. Im Herbst 1918 tauchten
anarchistische Bauernguerillagruppen in den bereits erwähnten Regionen
auf. Nowoselow war Kommandant einer Gruppe von -zig Kämpfenden, die "Der
Marsch der AnarchistInnen" sangen und schwarz-rote Fahnen mit dem Slogan
"Anarchie ist die Mutter der Ordnung" (ein Satz von Reclus, der auch auf
machnowistischen Fahnen verwendet wurde). Andere anarchistische
Abteilungen wählten ihre KommandantInnen. Schtirbul vermutet, daß eine
bedeutende Anzahl der 140.000 revolutionären KämpferInnen in Sibirien
unter anarchistischem Einfluß standen. Wie die machnowistischen
Abteilungen, die in entscheidender Weise zur Niederlage des weißen
Generals Denikin in der Ukraine beitrugen, trugen die sibirischen
anarchistischen PartisanInnen (Nowoselow und Rogow) zur Zurückschlagung
Koltschaks bei. Aus streng militärischem Blickwinkel war die
Unterstützung der AnarchistInnen im Kampf gegen die Weißen
unentbehrlich. Das erklärt, warum es trotz Anweisungen aus Moskau ernste
Probleme mit der Zerschlagung des sibirischen Anarchismus' gab, weil die
Bolschewiki vor Ort die AnarchistInnen als aufrechte RevolutionärInnen
betrachteten.

Verdächtigungen

Die kommunistische Partei hatte Probleme in Sibirien mit der Ernennung
von FührerInnen von außerhalb der Region und der Benennung ehemals
zaristischer Offiziere als Führer der Roten Armee durch Moskau. Diese
Umstände bestätigten anarchistische Verdächtigungen über die Bolschewiki
und ihre Vorschläge, daß die Revolution durch die Massen selbst
kontrolliert würden. In der 4. Armee der BauernpartisanInnen, geführt
von Marmontow, schlug Kommandant M. W. Kosyr vor, die Räte ohne die
Bolschewiki zu organisieren. Die kommunistische Partei ließ ihn
entfernen und durch einen Bolschewiken ersetzen. Sofort beschloß eine
Massenversammlung der Garnison die folgende Resolution: "Die von uns
gewählten revolutionären Militärkomitees haben keine Macht... niemand
kann unsere unsere VertreterInnen entlassen und sie durch Leute
ersetzen, die wir nicht kennen..."
Kosyr selbst sagte: "Laßt uns die besten aus unseren Reihen benennen,
laßt uns die wählen, die unser Vertrauen verdienen und unsere
Bedürfnisse verstehen." Ein Regierungsbericht vom Januar 1920 für die
Altai-Region stellte fest, daß die Landbevölkerung die Entwicklung
regionaler Kontrolle erwartet hatte. Als diese Erwartung mit den
Zentralisierungstendenzen der Bolschewiki in Konflikt kam, war wachsende
Abneigung das Ergebnis.
Organisierten Widerstand gegen die Eingliederung der
PartisanInneneinheiten gab es um die Einheiten, die von den Anarchisten
Nowoselow, Rogow, Lubkow und Plotnikow kommandiert wurden, in den
Regionen Altai, Tomsk und Semipalatinsk. Die Anarchisten führten eine
Kampagne für die Schaffung selbstorganisierter Landwirtschaftskollektive
und die Befreiung von Rogow, die sie im April 1920 erreichten. Am 1. Mai
jenes Jahres fand eine gewaltige anarchistische Versammlung im Dorf
Julanich, 120km nordöstlich von Barnaul, statt, wo die RednerInnen den
Opfern des weißen Terrors die Ehre erwiesen. Tausend PartisanInnen
beteiligten sich und mehrere tausend BäuerInnen nahmen teil, wobei sie
rot-schwarze Fahnen hißten. Zwei Tage später brach ein Aufstand aus.
Tausend Menschen versammelten sich. Nowoselow, der eine Einheit von 100
anarchistischen KämpferInnen kommandiert hatte, die von Dezember 1918
bis Dezember 1919 fast 1000 Kilometer in den Regionen Altai und Kusbas
durchstreift hatten, schlug die Gründung einer Anarchistischen
Föderation Altai (AFA) vor, was von Rogow und sieben anderen
Kommandierenden unterstützt wurde. Die militärische Abteilung wuchs auf
1000 und erhielt die Unterstützung Tausender BäuerInnen aus der Region
Pritschensk. Dieser Aufstand wuchs dank der Aktivitäten der AFA in der
Roten Armee, der Miliz und der Tscheka (letztere besonders bedeutend,
weil sie der bewaffnete Arm der Repression der Bolschewiki war und das
Maß der Unzufriedenheit zeigt). Anarchistische PartisanInnen besetzten
den Nordosten der Region Barnaul und die Regionen Biiski, Kusnezkow und
Nowonikolajew.
Entgegen Anweisungen der Moskauer Zentrale schritten die örtlichen
bolschewistischen Behörden nicht ein, vermutlich, weil sie fürchteten,
daß die Unzufriedenheit auf andere Armeeeinheiten übergreifen würde. Als
die Rote Armee endlich begann anzugreifen, lösten sich die
Rogow-Einheiten in kleine Einheiten auf, die sich in der Taiga
verteilten. Im Juni 1920 wurde Rogow gefangengenommen und tötete sich
selbst (?). Nowoselow setzte den Kampf bis September 1920 fort, ehe er
mit seinen PartisanInnen in den Untergrund ging. Gleichzeitig löste
Lubkow einen neuen Aufstand in der Region Tomsk aus, wobei er
2.500-3.000 KämpferInnen zusammenbrachte.
Nach seiner Niederlage versuchte Lubkow, einen Waffenstillstand mit den
Bolschewiki auszuhandeln, ehe er mit einigen seiner PartisanInnen in der
Taiga verschwand. Im Januar 1921 beteiligte sich Nowoselow an einer
neuen Erhebung bei Julianich. Seine Bauernarmee versammelte 5-10.000
KämpferInnen. In einer extrem verzweifelten Situation versuchte er, eine
Allianz mit antikommunistischen Kräften zu bilden, einschließlich der
Weißen. Er hoffte, gegen sie vorgehen zu können, wenn der Sieg über die
Bolschewiki erst einmal errungen war (die MachnowistInnen in der Ukraine
lehnten eine solche Allianz aus politischem Prinzip ab und gingen
tatsächlich eine militärische Allianz mit den Roten ein, obwohl die
gegen sie vorgingen). Sowohl die Haltung der Nowoselow- als auch der
Machno-Bewegung legen die Einsicht nahe, daß absolute Autonomie von
jeglicher antianarchistischer Strömung nötig ist. Nowoselow wurde
schnell aufgerieben.
Schtirbul glaubt, daß die "sibirische Machnowschtschina" ein Faktor war,
der dazu beitrug, daß die Bolschewiki die Neue Wirtschaftspolitik (NWP)
annahmen.
Die Bolschewiki setzten ihren Krieg gegen die fort, die im Untergrund
gegen die Weißen von Koltschak heldenhaft gekämpft hatten. 1923 wurden
in einem weiteren Anschlag gegen revolutionäre Kräfte außerhalb der
bolschewistischen Partei die Mannschaften der irregulären Einheiten in
Nikolajewsk am Amur erschossen – darunter die Maximalistin Nina
Lebedjewa und der Anarchist Trjapitzin (die MaximalistInnen waren eine
Abspaltung der Sozialistischen Revolutionären Partei, die schließlich
Positionen sehr nahe am Anarchismus einnahmen). Diese Irregulären hatten
die japanischen Invasionstruppen besiegt. Ebenfalls erschossen wurden
Mitglieder des örtlichen Sowjets (Rates), das KP-Mitglied Sasow und
andere, die die Errichtung der Fernostrepublik durch die Bolschewiki als
künstlichen Pufferstaat in Frage gestellt hatten. Zwischen Februar und
April jenes Jahres fanden Massenverhaftungen von AnarchistInnen,
MaximalistInnen und SozialrevolutionärInnen statt. Am schlimmsten waren
die Aktionen in Wladiwostok am 26. Februar, eine Razzia gegen Mitglieder
der ArbeiterInnen-Untergrundorganisationen und irregulärer Einheiten.
Darunter waren acht MaximalistInnen und vier AnarchistInnen,
einschließlich des Herausgebers der Zeitung "Schwarze Fahne" und die
irregulären Partisanen Khanienko und Ustimenko. 38 weitere, wieder
sowohl MaximalistInnen, linke SozialrevolutionärInnen und
AnarchistInnen, wurden am 10. April in Blagowjestschensk verhaftet. In
einem Prozeß gegen die Verhafteten in Tschita wurde von der Tscheka eine
Intrige der "Weißen Garde" konstruiert. Acht wurden erschossen, zehn
weitere zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Ein Gegner der
Bolschewiki schrieb es in einem Brief so: "Mit Unterstützung der linken
SozialrevolutionärInnen und der AnarchistInnen stellten die
ArbeiterInnen und BäuerInnen während der Wahlen zum Sowjet ihre eigene
unabhängige, revolutionäre, aber parteiunabhängige Liste auf und
weigerten sich, für die KommunistInnen zu stimmen."


Nach einer Buchbesprechung von Frank Mintz im französischen
anarchistischen Magazin A Contretemps

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* Bulletin der AF - Anarchist Federation - Britannien


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http://www.ainfos.ca/05/mar/ainfos00069.html
(en) Britain, *Organise! #62 - A SIBERIAN MAKHNOVSCHINA?
>From Worker <a-infos-en@ainfos.ca>
Date Sat, 5 Mar 2005 08:29:21 +0100 (CET)


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