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(de) Krasnodar (Russland): Die Geschichte geht weiter (en)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Thu, 20 May 2004 21:08:16 +0200 (CEST)


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http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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Ein paar weitere Nummern, wo man sich über die Scheiße beschweren kann, die in Krasnodar läuft:
- Verwaltung der Gosnarkokontrol der russischen Föderation im Gebiet
Krasnodar: +7-8612-62-08-90
- Büro des Staatsanwalts in der Zentralverwaltung des Gebietes
Krasnodar: +7-8612-68-41-44
Bereits bekanntgegeben hatten wir die Nummern:
Verwaltung für Innere Angelegenheiten (UWD) der Zentralverwaltung des
Gebietes Krasnodar: +7-8612 55 78 66.
Informationsabteilung der Verwaltung für Innere Angelegenheiten im
Gebiet von Krasnodar: +7-8612 24 25 22.

Vorläufige E-Mail-Adresse des Moskauer Anarchist Black Cross:
spt2003-at-email-Punkt-com

Alexej sollte morgen aus dem Arrest entlassen werden.

Übersetzung der neuen Presseerklärung der Autonomen Aktion, 20. Mai 2004

Illegale Durchsuchung im Haus des Journalisten und Antifaschisten Alexej
Tscherepanow in Krasnodar

Am Morgen des 19. Mai brachen unbekannte Personen in das Gebäude ein, wo
Alexej und seine Frau Oxana Musykina wohnen, und durchsuchten die
Wohnung. Als Oxana nach Hause kam und sah, was passiert war, rief sie
die Polizei an, aber auch die schaffte es nicht herauszufinden, wer die
Durchsuchung ausgeführt hatte. Unbekannte Leute hatten ungefähr 600
Rubel, etwa 15 verschiedene anarchistische Zeitschriften und mehrere
Familienfotos gestohlen. Die Polizei weigerte sich, eine Anzeige wegen
illegalen Eindringens in das Haus von Alexej und Oxana entgegenzunehmen,
bestätigten jedoch mündlich die Tatsache des Einbruchs und forderten
Oxana auf, einen Bericht zu schreiben. Der Hausverwalter des Gebäudes
hatte mit den Leuten gesprochen, die die Durchsuchung ausführten,
erinnert sich aber nicht mehr, von welcher Organisation sie waren und ob
sie eine Durchsuchungserlaubnis hatten oder nicht. Aber eine
Durchsuchung, die durchgeführt wird, ohne daß der Wohnungsinhaber davon
weiß, ist so oder so illegal.


Vorgeschichte des Falles

Am Morgen des 12. Mai wurde der Journalist Alexej Tscherepanow auf dem
Weg zum militärischen Einberufungszentrum von Beamten der
Gosnarkokontrol verhaftet. Am selben Tag um 17:30 rief er seinen Freund
auf der Arbeit an und sagte: "Ich bin verhaftet, sie haben Drogen bei
mir gefunden." Während des kurzen Gesprächs wurde klar, daß er für neun
Tage verhaftet ist. Freunde und Bekannte von Alexej sagen, daß er nie
Drogen genommen hat, also auch keine dabeihaben konnte.

Die Verwaltung für Innere Angelegenheiten (UWD) der Zentralverwaltung
des Gebietes Krasnodar gibt als Verhaftungsgrund "Weigerung, legale
Anweisungen von Beamten der Gosnarkokontrol zu befolgen" an (Paragraph
19.3 des Verwaltungsrechts). Wir haben nicht herausbekommen, was diese
"legalen Anweisungen" der Gosnarkokontrol-Beamten waren und wie Alex
genau dagegen verstoßen hat. Am 15. Mai erhielt Alexejs Frau Oxana
Musykina zwei Briefe, die aus dem Gefängnis herausgeschmuggelt worden
waren. Alexej Tschepanow schreibt, daß "der FSB (ex-KGB) in die Sache
verwickelt ist", und sie denken gar nicht daran, ihn nach 9 Tagen Haft
wieder freizulassen. Er schreibt, daß ihm Drogen untergeschoben worden
seien und er mit Strafverfolgung bedroht wird. Er bittet, einen Anwalt
zu suchen, weil er sicher ist, daß er ein ernstes Problem hat. Momentan
wird Alexej in einem Spezialgefängnis der Verwaltung für Innere
Angelegenheiten der Zentralverwaltung des Gebietes Krasnodar
festgehalten.

Alexej Tscherepanow, geboren 1979, absolvierte im Januar 2004 die
Journalistische Fakultät des K.W. Rossinsky-Instituts in Krasnodar.

Er schrieb für die Tageszeitungen und Zeitschriften Tschhelowek Truda
(der offiziellen Gewerkschaften in Kuban), Otkrytiy mir, Nascha Kuban,
MK na Kubany und andere regionale Zeitungen. In einigen seiner Artikel
griff er die Verfolgung illegaler Einwanderer im Gebiet Krasnodar an.
1998 war Alexej Vorsitzender der Ortsgruppe der antifaschistischen
Jugendaktion (AMD) in der Stadt Primorsko-Axtarsk, Gebiet Krasnodar.
Damals initiierte er eine Kampagne gegen die Aktivitäten der
faschistischen Partei RNE (Russische Nationale Einheit) in seiner Stadt.
Seit 1999 hat Alexej an Aktivitäten der anarchistischen Bewegung
teilgenommen, und derzeit ist er Mitglied der Autonomen Aktion. Er
wirkte bei der Veröffentlichung der Zeitschrift Awtonom mit und
beteiligte sich an der Organisation vieler Aktionen und Kampagnen.


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