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(de) P.S. Krasnodar (Russland): Telefonnummern (en)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Tue, 18 May 2004 11:49:42 +0200 (CEST)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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Zeit für ein paar wütende Anrufe für Ljoscha:
Verwaltung für Innere Angelegenheiten (UWD) der Zentralverwaltung der
Region Krasnodar: +7-8612 55 78 66.
Informationsabteilung der Verwaltung für Innere Angelegenheiten im
Gebiet von Krasnodar: +7-8612 24 25 22.
Anrufen. Egal in welcher Sprache. Die erste Nummer hat 24 Stunden
täglich Dienst – wir haben's ausprobiert;-)
Es folgt die Übersetzung einer Presseerklärung, die jetzt gerade
verschickt wird.
Sie klingt aus opportunistischen Erwägungen etwas liberal. Die
Kontaktadressen, die in der Presseerklärung standen, hab ich
weggelassen, wenn Ihr mehr Infos braucht, was über die weitere
Entwicklung erfahren wollt oder Unterstützungbotschaften an die
AktivistInnen in Krasnodar schicken wollt, wendet Euch an ABC Moskau
[sorry, kein Plan, ob die auch Deutsch können, Üs]:
spt2003@email.com (vorübergehende Adresse)

Presseerklärung
Journalist und Antifaschist Alexej Tscherepanow in Krasnodar in Haft

Am Morgen des 12. Mai wurde der Journalist Alexej Tscherepanow auf dem
Weg zum militärischen Einberufungszentrum von Beamten der
Gosnarkokontrol verhaftet. Am selben Tag um 17:30 rief er seinen Freund
auf der Arbeit an und sagte: "Ich bin verhaftet, sie haben Drogen bei
mir gefunden." Während des kurzen Gesprächs wurde klar, daß er für neun
Tage verhaftet ist. Freunde und Bekannte von Alexej sagen, daß er nie
Drogen genommen hat, also auch keine dabeihaben konnte.

Die Verwaltung für Innere Angelegenheiten (UWD) der Zentralverwaltung
der Region Krasnodar gibt als Verhaftungsgrund "Weigerung, legale
Anweisungen von Beamten der Gosnarkokontrol zu befolgen" an (Paragraph
19.3 des Verwaltungsrechts). Wir haben nicht herausbekommen, was diese
"legalen Anweisungen" der Gosnarkokontrol-Beamten waren und wie Alex
genau dagegen verstoßen hat. Am 15. Mai erhielt Alexejs Frau Oxana
Musykina zwei Briefe, die aus dem Gefängnis herausgeschmuggelt worden
waren. Alexej Tschepanow schreibt, daß "der FSB (ex-KGB) in die Sache
verwickelt ist", und sie denken gar nicht daran, ihn nach 9 Tagen Haft
wieder freizulassen. Er schreibt, daß ihm Drogen untergeschoben worden
seien und er mit Strafverfolgung bedroht wird. Er bittet, einen Anwalt
zu suchen, weil er sicher ist, daß er ein ernstes Problem hat. Momentan
wird Alexej in einem Spezialgefängnis der Verwaltung für Innere
Angelegenheiten der Zentralverwaltung der Region Krasnodar festgehalten.

Alexej Tscherepanow, geboren 1979, absolvierte im Januar 2004 die
Journalistische Fakultät des K.V. Rossinsky-Instituts in Krasnodar.
Er schrieb für die Tageszeitungen und Zeitschriften Tschhelowek Truda
(der offiziellen Gewerkschaften in Kuban), Otkrytiy mir, Nascha Kuban,
MK na Kubany und andere regionale Zeitungen. In einigen seiner Artikel
griff er die Verfolgung illegaler Einwanderer in der Region Krasnodar
an. 1998 war Alexej Vorsitzender der Ortsgruppe der antifaschistischen
Jugendaktion (AMD) in der Stadt Primorsko-Axtarsk, Region Krasnodar.
Damals initiierte er eine Kampagne gegen die Aktivitäten der
faschistischen Partei RNE (Russische Nationale Einheit) in seiner Stadt.
Seit 1999 hat Alexej an Aktivitäten der anarchistischen Bewegung
teilgenommen, und derzeit ist er Mitglied der Autonomen Aktion. Er
wirkte bei der Veröffentlichung der Zeitschrift Awtonom mit und
beteiligte sich an der Organisation vieler Aktionen und Kampagnen.


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