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(de) Solidaritaet mit Werner Braeuner – DIE REPRESSION GEHT WEITER (fr)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Fri, 23 Jan 2004 20:53:40 +0100 (CET)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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>From darker-A-hotpop.com
Solidarität mit Werner Braeuner: nach zwei Jahren dauert die Repression an
Vor zweieinhalb Jahren haben zehn Leute das Dokumentationszentrum der
deutschen Botschaft [in Paris] besetzt, aus Solidarität mit Werner
Braeuner, einem deutschen Arbeitslosen, der für die Tötung seines
Arbeitsamtsdirektors im Knast sitzt. Diese Aktion hatte damals schon zu
einer maßlosen Mobilisierung der Polizei geführt: RG-Einheiten in
Überzahl, bevor die Aktion überhaupt stattgefunden hatte, dann in den
folgenden Monaten Durchsuchung und zweimalige Verhaftung eines
Teilnehmers, der schließlich zu 1000 Euro Strafe verurteilt wurde wegen
"willkürlicher Gewalt gegen einen Diplomaten".

Heute, zweieinhalb Jahre später, hat der französische Staat beschlossen,
diese Sache wieder auszugraben und neue Ermittlungsverfahren gegen die
Beteiligten an dieser Aktion einzuleiten: Zwei Teilnehmer (von denen der
eine bereits vor zwei Jahren verurteilt worden war) werden vor Gericht
geladen und diesmal anklagt, ...

« IN DIE RÄUME EINGEDRUNGEN ZU SEIN » (SIC) !!!

Welche Enttäuschung! Dem Staatsanwalt ist nichts anderes eingefallen!

Wir hätten uns so gefreut, von Mr Staatsanwalt wegen krimineller
Vereinigung, Geiselnahme, Drogenhandel, Terrorismus, Fahren in
betrunkenem Zustand oder sonst irgendwas Durchgeknalltem angeklagt zu
werden. Sowas von phantasielos!

Im Ernst, die Lächerlichkeit dieser Anklage (die öffentlich zugängliche
Räume betrifft) illustriert gut die laufende Repressionsoffensive und
den Willen, jede Form der sozialen Mobilisierung zu kriminalisieren,
indem man systematisch Strafverfahren einleitet. Das Justizministerium
möchte hier eine neue Rechtsprechung einführen, um Besetzungen
öffentlicher Gebäude leichter kriminalisieren zu können. So ist auch die
Absicht hinter dieser Affäre ein bißchen besser verständlich:

Systematisch alle bestrafen zu können, die auf den bösen Gedanken
kommen, Aktionen dieser Art durchzuführen. Wenn eine neue Rechtsprechung
dazu käme, diese Tat zu bestrafen, daß DemonstrantInnen in ein
öffentliches Gebäude eindringen, würde das offensichtlich in den Händen
des Staats eine zusätzliche juristische Waffe darstellen, um jeden
sozialen Protest zu bekämpfen. Und viele Leute davon abzuhalten,
irgendein Gebäude zu stürmen, wenn sie mal wieder von Latschdemos die
Schnauze voll haben. Das neue Gesetz, das die Besetzung von Räumen in
Gebäuden kriminalisiert, könnte auch zum selben Verwendungszweck dienen.

Dieses plötzliche juristische Wiederaufflackern gibt uns außerdem die
Gelegenheit, wieder mal auf die Situation von Werner Braeuner
hinzuweisen. Einen Monat nach der Besetzung des Dokumentationszentrums
der deutschen Botschaft wurde Werner Braeuner zu 12 Jahren Gefängnis
verurteilt, weil der den Arbeitsamtsdirektor getötet hatte, der ihm die
Arbeitslosenunterstützung gesperrt hatte (sein einziges Einkommen).

Heute sitzt Werner Braeuner im Gefängnis von Meppen (an der
niederländischen Grenze). Nach drei Jahren Knast ist es Zeit, ihn da
rauszuholen!

FÜR DIE SOFORTIGE FREILASSUNG VON WERNER BRAEUNER!

Verteidigen wir unsere Kampfmethoden: Verteidigen wir unser Recht,
öffentliche Gebäude zu besetzen, um sie uns wiederanzueignen!

TREFFPUNKT DIENSTAG, 20. JANUAR, 13:30 VOR DER 14. STRAFKAMMER (PARISER
JUSTIZPALAST, METRO CITÉ)

Ihr könnt Eure Solidarität mit Werner Braeuner zeigen, indem Ihr ihm
(auf deutsch, französisch oder englisch) an folgende Adresse schreibt:

Werner Braeuner, JVA Meppen, Grünfeldstr. 1, D-49716 Meppen

http://werner.braeuner.freeservers.com

xalinorias@hotmail.com


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