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(de) Die Lebensgeschichte der Zenzl Muhsam

From faub2@anarch.fau.org (FAU Berlin 2)
Date Tue, 20 Jan 2004 22:17:49 +0100 (CET)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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Uschi Otten liest
Den Tagen, die kommen, gewachsen zu sein die Lebensgeschichte von Zenzl
Mühsam in Briefen und Dokumenten am Donnerstag, den 29. Januar 2004 um 20 Uhr
im Atelierhaus Kultur am Nauener Platz e.V. Schulstraße 35 (Fabrik)
13347 Berlin - Wedding U 9 , Bhf Nauener Platz
DEN TAGEN, DIE KOMMEN, GEWACHSEN ZU SEIN
Die Lebensgeschichte Zenzl Mühsams in Briefen und Dokumenten
von Uschi Otten
Der Name des anarchistischen Dichters und Revolutionärs Erich Mühsams mag
manchen im Gedächtnis sein, vielleicht auch sein Ende in einem deutschen KZ.
Kaum bekannt aber ist, in welchem Maße sein Leben und Wirken mit dem seiner
Frau Zenzl verbunden war, der wir auch die Überlieferung eines großen Teils
seiner Schriften verdanken.

Die bayerische Bauerntochter, die 1915 den jüdischen Apothekersohn zum Gatten
nahm, war Muse und ebenbürtige Gefährtin, die ohne ideologische Bindung, aus
eigener Lebenserfahrung ein Ziel mit ihm teilte: eine von Gewalt
und Unterdrückung befreite Menschheit.

Sie stand 1918 an Mühsams Seite, als er die Münchner Bevölkerung zur
Beendigung des Weltkriegs und zur Revolution aufrief und setzte sich während
seiner nachfolgenden Festungshaft für die Amnestie der Räterevolutionäre ein.

Nach Mühsams Ermordung 1934 floh sie mit seinem Nachlass nach Prag. Dieser
Ort wurde zum schicksalhaften Wendepunkt, der sie in eine zwanzigjährige
Odyssee durch den Stalinschen Gulag führte.
Erst 1955 gestattete man der 71jährigen Anarchistenwitwe die Rückkehr nach
Ost-Berlin, wo sich nicht nur für ihr Schicksal Verantwortliche in höchsten
Staatsfunktionen befanden, sondern auch frühere Weggefährten, auf deren
Unterstützung sie zählte.

Nach Öffnung zuvor gesperrter Archive lässt sich dieser blinde Fleck deutscher
Exilgeschichte erhellen und anhand von Briefen und Dokumenten der Lebensweg
einer unbeugsamen Frau nachvollziehen, der von den politischen Hoffnungen und
Niederlagen des Zwanzigsten Jahrhunderts gezeichnet ist.

Uschi Otten, freischaffende Autorin (VdS), Dramaturgin und Regisseurin,
veröffentlichte die Briefe Zenzl Mühsams; Gastvortrag an der Carl von
Ossietzky -Universität Oldenburg über Zenzl Mühsam. Radiofeatures: äIn
drei Monaten bin ich wieder in Pragô SFB/ORB sowie Deutschlandradio
Berlin: ôDie Lebensgeschichte Zenzl Mühsamsô Veröffent-lichungen: äDen
Tagen, die kommen, gewachsen zu sein.ô Zur Lebensgeschichte Zenzl Mühsams.
In: Der Bär von Berlin. Jahrbuch 2001 des Vereins für die Geschichte
Berlins. Berlin/ Bonn 2001;
Zenzl Mühsam in der Falle des Exilô
In: Jahrhundertschicksale - Frauen im sowjetischen Exil. Berlin 2003

Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin


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