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(de) [caravan99] Bericht vom PGA-Treffen in Bombay (en)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Sun, 22 Feb 2004 06:52:14 +0100 (CET)


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http://ainfos.ca/index24.html
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Ca. 40 PGA-Leute, die zum WSF oder den Parallelereignissen (Mumbai
Resistance 2004 und Peoples' Movements Encounter II) angereist waren,
hatten ein kurzes, aber produktives Treffen in Bombay am Abend des 20.
Januar. Unter den Anwesenden waren die asiatischen Convenors (die
Föderation der Bauern, Frauen, Indigenen und Landlosen Bangladesh
Krishok), die europäischen Convenors (DSM aus Serbien), VertreterInnen
vieler indischer Bauernbewegungen aus den Bundesstaaten und des ICC
(Indisches Koordinationskomitee der Bauernbewegungen, eine effektive
landesweite Koordination, die nach der ICC [Interkontinentale Karawane,
die u. a. am G8-Gipfel in Köln war, Üs.] ins Leben gerufen wurde), von
der landesweiten Vereinigung der Volksbewegungen (NAPM), unter anderem
von Narmada Bachao Andolan, vom nationalen und weltweiten
FischereiarbeiterInnenforum und dem nationalen LandarbeiterInnenforum,
von der nepalesischen Bauernföderation, von Intergalactica aus
Argentinien, VertreterInnen von Organisationen von Aotorea (Neuseeland),
Südafrika und ca. 15 andere Personen von verschiedenen Organisationen in
Europa und Nordamerika.

Zahlreiche Leute sagten anschließend, was für ein gutes Treffen es war.
Keine langatmigen Reden über offensichtliche Probleme. Die beschränkte
Zeit wurde genutzt, um kurz festzustellen, wo PGA heute steht, generell
und in Asien, um das gemeinsam empfundene Bedürfnis festzustellen, PGA
Asien einen neuen Anschub zu geben und etliche konkrete Entscheidungen
zu fällen, wie wir das machen werden. Kurz, aber süß!

Jetzt müssen wir alle bloß kräftig an den begonnenen Einsätzen
mitarbeiten, wenn wir über billige Kritik am Weltsozialforum hinausgehen
wollen...

Wir begannen mit sehr kurzen informellen Präsentationen über die Lage
auf jedem Kontinent und die gegenwärtigen regionalen Situationen von
PGA. Wir werden nicht versuchen, viel über diesen Punkt zu berichten, in
der Hoffnung, daß wir uns darüber wegen der Entscheidungen dieses
Treffens (siehe unten) viel effektiver austauschen werden!

Sehr kurz sollten wir nur berichten, daß es ein regionales PGA-Treffen
in Asien geben wird, von der bengalischen Krishok-Föderation in Dhakka
ausgerichtet, zu dem eine große Anzahl Basisorganisationen aus ganz
Asien kommen wollen (sie brauchen immer noch finanzielle Unterstützung
dafür, siehe unten).

Es wird ein regionales Treffen für Europa in Serbien im Juli 2004 geben.
Die lateinamerikanische PGA hatte ihr drittes regionales Treffen letzten
Juli in Panama. Die lateinamerikanischen PGA-Convenors, CONFEUNASSC
(ecuadorianische Bauernföderation), die dieses Frühjahr das
lateinamerikanische Sozialforum einberuft, beruft gleichzeitig ein
regionales PGA-Jugendtreffen. Es gibt auch einen Aufruf vom Netzwerk für
direkte Aktion (DAN), das schon für Seattle mobilisiert hatte, ein neues
Treffen der nordamerikanischen Organisationen unter den PGA-Grundsätzen
zu veranstalten. Schließlich arbeiten PGA-Leute an der Organisation
eines Netzwerks in Nordafrika und Nahost, besonders in Hinblick auf die
Palästinafrage.

Unter den Aktionen, über die berichtet wurde, war die entscheidende
Rolle unserer FreundInnen von der indischen ICC bei den
Verhandlungsblockaden in Doha und Cancún. Die Haltung der indischen
Regierung zur Landwirtschaft war dort von entscheidender Bedeutung, und
sie hat diese Haltung angenommen, weil sie mit ständigen Mobilisierungen
von ICC-Organisationen konfrontiert sind, die zu zehntausenden praktisch
ganzjährig durchgeführt werden. Die letzte war eine Demo von ca. 25.000
Bauern, die am 23. Dezember im ganzen Land Züge nach Delhi besetzten
(allein 5000 aus Karnataka, ca. 1500 Kilometer südlich!).

Währenddessen haben in Ecuador und Bolivien die in PGA engagierten
Bauernbewegungen korrupte Regierungen gestürzt und üben ständigen Druck
von unten aus. In Europa herrscht zwar das Gefühl vor, daß die
PGA-Dynamik momentan schwach ist, aber es wurde aufgezeigt, daß nur das
Eingreifen von PGA-nahen Gruppen es ermöglicht hat, Bush und die G8 mit
entschlossenen Blockaden statt mit einer rein symbolischen Parade zu
empfangen. PGA als Netzwerk, auf dessen Namen in lokalen oder regionalen
Kämpfen grundsätzlich nicht Bezug genommen wird, bleibt größtenteils
unsichtbar. Aber natürlich sind Organisationen, die sich selbst in den
PGA-Prinzipien wiederfinden, immer dort zu präsent, wo Kämpfe
stattfinden!

Das bringt uns zum zweiten Teil der Diskussion:

Was ist der Zustand von PGA als weltweitem Netzwerk? Jetzt, wo die
Bewegung und die Praxis der weltweiten Aktionstage, die wir 1998
initiiert haben, so verbreitet ist und viele andere Netzwerke und
Aufrufe umfaßt, brauchen wir da überhaupt noch eine PGA? Wenn ja, wozu
genau? Was ist ihre Besonderheit? Was sind die Bedürfnisse der
verschiedenen Organisationen, die sie beantworten könnte?

Diese Fragen sind nicht rhetorisch.

Zustand von PGA: Obwohl (oder sogar weil) PGA-Organisationen auf lokaler
und regionaler Ebene sehr aktiv sind, ist PGA seit mehr als einem Jahr
auf der weltweiten Ebene eingeschlafen.

PGA hatte immer schon große Schwierigkeiten, die Kommunikation
aufrechtzuerhalten und wirklich funktionierende Beziehungen zwischen
Convenors zu entwickeln, gerade weil die Convenor-Organisationen keine
NGOs sind, sondern authentische Basisorganisationen (die in Indien zum
Beispiel auschließlich mit sehr wenigen unbezahlten AktivistInnen
arbeitet), die in großen, oft kritischen und sogar verzweifelten lokalen
Kämpfen engagiert sind. Da ist internationale Koordination für sie alle
nur ein letzter, vernachlässigter Punkt auf der Tagesordnung.

Die Sache ist praktisch hauptsächlich dank der Initiativen der
Unterstützungsgruppe und anderer Personen oder Organisationen im
Netzwerk noch nicht ganz auseinandergefallen. Das hat letztlich zu einer
unangenehmen Situation für die Unterstützungsgruppe geführt. Einige
Leute in Europa und in der Unterstützungsgruppe selbst haben gespürt,
daß die Unterstützungsgruppe, die aus europäischen Freiwilligen besteht,
eine zu starke Führungsrolle übernahm. Daß der Prozeß in Gefahr war,
eurozentrisch zu werden. Deshalb hörte die Unterstützungsgruppe auf,
Initiativen zum Vorantreiben des Prozesses zu ergreifen. Aber bisher
haben die Convenors oder andere südliche Organisationen ihren Platz
nicht eingenommen. Das Ergebnis war zum Beispiel, daß es erstmals zu
einem WTO-Gipfel (in Cancún) keinen PGA-Aufruf für einen weltweiten
Aktionstag gab (es gab allerdings kontinentale PGA-Aufrufe in Asien und
Lateinamerika). Wir haben auch keine Rückmeldungen über die Aktionen,
die auf diese Aufrufe hin erfolgt sind, oder z. B. vom
lateinamerikanischen Regionaltreffen bekommen.

Wie gesagt, wir sind Opfer unseres Erfolgs geworden. Globale Aktionstage
sind jetzt "in". WSF, Attac und alle Arten von Netzwerken starteten
Aufrufe für Cancún. Ist es da überhaupt noch nötig, daß PGA das auch
macht? Konsens im Treffen war, zu sagen: Ja. Ja, weil unsere Aufrufe
anders sind: weil ihre Perspektive radikal und antikapitalistisch sind
und auf der Stärkung der örtlichen Autonomie und der Macht des Volkes
beruhen – im Gegensatz zu den Paradigmen von Sozialdemokratie, Staat
oder einer "guten" Weltregierung; und weil sie konfrontativere Formen
direkter Aktion und zivilen Ungehorsams vorschlagen.

Also muß PGA ihren Platz besetzen und sich bemühen, auf dem "Markt" der
Anti-Globalisierungs-Netzwerke sichtbar zu bleiben. Dennoch bestand auch
sofort Konsens, daß wir, wann immer möglich, am selben Tag wie WSF usw.
zu Aktionen aufrufen sollten, um die Spaltung der mobilisierten Kräfte
zu vermeiden, was eindeutig sektiererisch und negativ wäre.

Die Idee, Aufrufe zu bestimmten anderen Themen zu starten (Arundhati
Roys Vorschlag, einen Multi wie Coca Cola zu boykottieren, wurde
erwähnt) wurde vorangebracht, aber es war auch klar, daß die Themen, die
für die Organisationen am wichtigsten sind (WTO, Landwirtschaft, ...)
schon ihre Termine haben.

Konkret wurde beschlossen, einen globalen Aktionstag am 17. April
auszurufen, dem Tag des Bauern/der Bäuerin, mit folgenden besonderen
Aspekten:

a) Eine radikalere Sicht auf Landwirtschaft und Kapitalismus. So wie ich
es verstehe (es wurde auf dem Treffen nicht genau festgelegt) wird es z.
B. Aufrufe geben, die WTO in dieser Hinsicht zu reformieren oder das
Thema aus der WTO auszugliedern und der UNO zu unterstellen, usw. Der
PGA-Aufruf soll weiter gehen, um die Notwendigkeit der
Nahrungssouveränität in zwei Bedeutungen zu betonen: Daß lokale
Gemeinschaften in der Lage sein sollten, soviel wie möglich
anzupflanzen, um ihre eigenen Bedürfnisse zu decken, und daß es Sache
jedes Landes ist, zu entscheiden, was es importieren will und was nicht.
Zu sagen, daß "der internationale Handel von irgendeiner Organisation
reguliert werden muß", impliziert das Zugeständnis, daß lebenswichtige
Entscheidungen von einer Art Weltregierungsinstitution getroffen werden
müssen. Wieso?

Ein PGA-Aufruf könnte auch die ganze kapitalistische Vorstellung von
Entwicklung in Frage stellen, das voraussetzt, daß die große Mehrheit
der Weltbevölkerung dem westlichen Beispiel folgen muß und dazu die
Landwirtschaft aufgeben soll, um die immer knapper werdende Arbeit in
den Städten zu suchen, was die indischen FreundInnen
"Job-Verlust-Wachstum" nennen, usw.

b) Es wurde auch gesagt, daß der Aufruf vielleicht erweitert werden
soll, um auch allgemeine ökologische Themen zu umfassen, d. h.
allgemeiner gesunde Landwirtschaft als Schutz der Lebensformen auf der
Erde: Genmanipulierte Organismus natürlich, aber auch Klimaveränderung
(die jüngsten wissenschaftlichen Studien sprechen von der Auslöschung
von 25% aller lebenden Arten innerhalb dieses Jahrhunderts durch die
globale Erwärmung!), die wachsende Wasserkrise und sogar die
Notwendigkeit "negativen Wachstums", besonders im Norden, um eine
nachhaltige Zivilisation zu schaffen. Diese breitere Perspektive würde
auch Aktionen nichtlandwirtschaftlicher Gruppen erleichtern.

c) Aufruf zu direkter Aktion und zivilem Ungehorsam.

Andrej von DSM und Badrul von der Krishok-Föderation, als Convenors auf
dem Treffen anwesend, haben besondere Verantwortung, sehr schnell einen
Text vorzuschlagen. Die Form ist weniger wichtig als die
Geschwindigkeit. April ist quasi morgen, wenn wir ernsthaft wollen, daß
sich Organisationen Aktionen überlegen, aber sie können schon mal
anfangen, Pläne zu schmieden!

Globale Aktionstage vorbereiten... und weiter gehen

Aber es wurde auch gesagt, daß es heute nicht mehr an sich genügt,
globale Aktionstage zu organisieren. 1998 war es aufregend und
ermutigend, zu hören, daß koordinierte Aktionen an 65 verschiedenen
Orten rund um die Welt stattgefunden hatten. Heute weiß jedeR, daß
"Widerstand so transnational ist wie das Kapital", jedeR weiß, daß WTO,
Weltbank usw. korrupt sind und rund um die Welt gehaßt werden. Also muß
PGA als Netzwerk einen weiteren Schritt machen:

Wir müssen fähig werden, mehr auszutauschen als nur die Nachricht, daß
wir eine Demo gemacht haben! Wir müssen unsere Erfahrungen, Probleme,
versuchte Kampfformen, Perspektiven des Widerstands und der sozialen
Organisation austauschen. Dieser Ideenaustauch ist entscheidend (wie es
mit den Ideen gewaltfreier direkter Aktion gegen die WTO geschehen ist,
die von KRRS in den Westen gebracht wurden, oder die Erfindung der
Straßenpartys durch Reclaim the Streets). Aber wir müssen viel weiter
gehen. Bisher war PGA eine fast ausschließlich mündliche Kultur und
tauscht sich hauptsächlich während sehr unvorbereiteten Konferenzen aus.
Diese Methode ist zu ineffektiv und zu langsam.

Der Vorschlag ist, ein elektronisches PGA-Journal auf der PGA-Webseite
einzurichten. Verschiedene Organisationen aus der ganzen Welt müssen
ihre Artikel über ihre Situation einschicken, so daß andere Bewegungen
vergleichen und voneinander lernen können und auch wirklich spüren, daß
sie in derselben Widerstandsbewegung sind und für dieselben Sachen
kämpfen. Zum Beispiel haben die auf Dörfern und traditionellen
Gemeinschaften basierenden Organisationen von Karnataka und Bolivien
viel gemeinsam, viel zu teilen. Und alternative Gruppen in entwickelten
städtischen Gebieten versuchen auch, Praktiken lokaler Autonomie zu
entwickeln. Wir müssen in der Lage sein, all das zu teilen! Das wird
Leben in die immer noch sehr kahle, abstrakte Struktur von PGA bringen.

Da wir beschlossen haben, einen Aufruf für eine Aktion zur
Landwirtschaft am 17. April zu machen, muß die erste "Ausgabe" dieses
elektronischen Journals sich um die Frage der Landwirtschaft drehen. Das
PGA-Asien-Treffen, ebenfalls im April, wäre auch schon gut vorbereitet,
wenn eine gewisse Anzahl von Texten zu diesem Thema im Voraus geteilt
werden kann. Die Texte müssen nicht lang oder originell sein. Die
meisten Eurer Organisationen müssen schon Texte haben, die dafür von
Belang sind. Wenn Ihr sie nur schnell (auf Englisch oder Spanisch)
einschickt, kann die Unterstützungsgruppe sich um alles übrige kümmern.

Bitte schließt Euch diesen Entscheidungen an! Die Zukunft von PGA als
weltweitem Netzwerk hängt an einer absoluten Notwendigkeit:
Organisationen aus dem Süden (Convenors, aber nicht nur Convenors)
müssen ein bißchen Zeit finden, um zu dem Prozeß beizutragen!!! Wenn Ihr
wirklich wollt, daß ein radikales Netzwerk existiert, müßt Ihr die
Kleinarbeit machen!

Regionalkonferenz Asien

Die Zeit (30 Minuten!) war zu kurz, um ins Detail zu gehen. Im
Wesentlichen erklärten die asiatischen Convenors die (hauptsächlich
finanziellen) Gründe für die lange Verzögerung bei der Organisation der
Konferenz. Die gute Nachricht ist, daß wir ungefähr 4/5 des nötigen
Betrags zusammenbekommen haben, so daß ein Aufruf für eine Konferenz in
Dhakka in Mumbai verbreitet werden könnte.

Dennoch müssen erst mal noch wenigstens 4-5000 Dollar aufgetrieben
werden. Vollständige Bewerbungen für Stiftungen usw. sind schon
vorbereitet, also, falls irgendjemand noch andere mögliche Quellen
vorschlagen kann (z. B. in Nordamerika oder Europa), muß er/sie bloß
jemand von der Unterstützungsgruppe (speziell Peter Custer oder Jon)
informieren, und sie werden die Bewerbung für die Krishok-Föderation
einschicken. Bitte versucht, herumzufragen, um Quellen zu finden!

Es wurde auch vorgeschlagen, daß TeilnehmerInnen aus dem Norden, die es
können, versuchen sollten, ein zweites Ticket für eineN asiatischeN
DelegierteN zu sponsern. (Ich denke, es ist allen klar, daß die
"Nordler" in PGA nicht reich sind, weil sie oft sehr wenig für Geld
arbeiten und ihre meiste Zeit für Aktivitäten aufwenden. Trotzdem ist
es, wenn sie vielleicht ihre lokalen Gruppen dazu bewegen können, nicht
so schwierig, ein Ticket – oder einen Teil davon – zu bezahlen.)

Angesichts der immer noch knappen Mittel kam die Idee auf, daß es nötig
werden könnte, das Treffen, das bisher für eine Woche geplant ist,
abzukürzen. Andererseits wurde betont, daß die Kosten für eine
Verlängerung der Konferenz sicher sehr niedrig sind, verglichen mit den
Reisekosten nach Bangladesh. Die Konferenzen sind eh schon immer zu
kurz, um die Diskussionen wirklich entwickeln zu können, besonders für
uns, die wir sie in demokratischer und respektvoller Weise führen
wollen. Es ist fast verschwenderisch, nur für ein paar Tage so viele
Leute zu bewegen (und die Stratosphäre zu verschmutzen).

Die Entscheidung wird letztlich vom Budget abhängen. Es bestehen
Aussichten, daß Krishok von ihren Mitgliedern Essen und einen Platz zum
Wohnen und Arbeiten (der sehr einfach sein kann) gratis bekommen könnte.

Die Convenors hatten keine Zeit, über das Programm zu sprechen,
abgesehen davon, daß sie die Wichtigkeit eines spezifischen zweitägigen
Programms über Gender (Geschlechterverhältnisse) und den Kampf gegen das
Patriarchat betonten.

(Der Aufruf zur Konferenz, der auf der PGA-Webseite www.agp.org steht,
legt fest, daß Organisationen möglichst zwei Personen schicken sollen,
von denen mindestens eine eine Frau sein sollte.)

Dank an alle für das herzliche und produktive Treffen!

Die Sekretäre: Olivier and Andrej

P.S. Nach Bombay fuhr ich (Olivier) nach Bangalore, um Professor
Nanjundaswamy zu besuchen, der, wie Ihr alle wißt, sehr krank ist, aber
wie immer kämpft. Obwohl er große Schwierigkeiten mit dem Atmen und
Sprechen hat, fand er die Kraft, um die Idee eines globalen
Aktionsaufrufs zu Nahrungssouveränität und den Schutz der
KleinbÄuerInnen entschieden zu befürworten, aber auch insbesondere die
Priorität, diesen auf den Kampf zur Verteidigung "aller Lebensformen" zu
erweitern.

Wir alle senden ihm unsere besten Hoffnungen und Gedanken für seine
Genesung.

Ein anderer Vorschlag zur Stärkung von PGA wurde auf dem Treffen kaum
thematisiert, aber wir möchten ihn trotzdem erwähnen, weil er spontan
aufkam, als ich anschließend das KRRS in Karnataka besuchte.

In der Realität ist bisher ein großer Teil der internationalen
Kommunikation und der gegenseitigen Unterstützung Ergebnis spontaner
informeller Kontakte gewesen, die von Einzelpersonen des PGA-Netzwerks
geknüpft wurden, indem sie reisen und bei anderen Organisationen in
Bolivien, Ecuador, Mittelamerika, Argentinien usw. leben. Die Idee wäre,
diese Art längerfristiger Kontakte zu ermutigen. Ihr Vorteil ist, daß
sie viel tiefer gehen können als Konferenzen und Karawanen. Das Problem
ist jetzt, daß sich das nur Leute aus dem Norden leisten können, und daß
FührerInnen von Organisationen für lange Besuche keine Zeit haben. Wir
wollen also diesen Prozeß ermutigen und, daß auch für jüngere
AktivistInnen aus Organisationen des Südens an dieser Sorte Austausch
teilnehmen.

In Karnataka hatten sie auch die Idee, daß es nötig sei, die
Organisation viel mehr zu bilden, an der Basis, was Globalisierung usw.
betrifft. Das Problem ist, daß die AktivistInnen allgemein zuerst mal
Englisch lernen müssen. Darum suchen sie AktivistInnen, die Englisch
können und für einen Monat oder zwei am Stück in eine ländliche Gegend,
nahe bei den Wohnungen der AktivistInnen, kommen könnten, um Englisch zu
lehren (mit Texten über Globalisierung als englische Textbücher). Wer
Interesse hat, soll sich bitte an Olivier wenden. Dies ist eine
fantastische Gelegenheit, eine der bemerkenswertesten Bewegungen der
Welt "an der Graswurzel" kennenzulernen.

Von: Oliver de Marcellus <elviejo-A-greenmail.ch>
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>From Worker <a-infos-en@ainfos.ca>
Date Thu, 29 Jan 2004 17:02:23 +0100 (CET)


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