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(de) Die Repression gegen die Arbeiter der staatlichen Werften geht weiter - Chronik der Ereignisse am 17. Februar 2004

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Thu, 19 Feb 2004 11:26:04 +0100 (CET)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
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http://ainfos.ca/index24.html
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Lokalföderation der Syndikate von Sevilla (CNT-IAA)
Heute gab es rund 50 Verletzte. Einige von ihnen mußten mit
unterschiedlichen Verletzungen ins Krankenhaus Virgen del Roció gebracht
werden. Die Auseinandersetzungen zwischen den staatlichen
"Ordnungskräften" und den ArbeiterInnen von IZAR begannen gegen 10 Uhr
vormittags. Die Härte, die die Polizei gegen die ArbeiterInnen an den
Tag legt, steigert sich fortlaufend, das Waffenarsenal, das sie benutzt
wird immer umfangreicher und ausgefeilter. Es zielt darauf ab, mehr
Verletzungen zu erzeugen. Die Arbeiter haben unter den Waffen die heute
eingesetzt wurden Patronenhülsen gefunden, von denen man nicht weiss, ob
sie zu Gummigeschossen oder zu scharfer Munition gehören. Wir fürchten,
dass es angesichts dieses Vorgehens irreparable Gesundheitsschäden bei
den Arbeitern geben kann.

Die "Ordnungskräfte" sind in die Fabrik eingedrungen und haben dabei ein
Menge Chaos produziert und sich selbst abgeschnitten. Die Polizei ist
auch auf den Parkplätzen aufmarschiert und hat mit ihren Gewehrkolben
die Scheiben an den Autos vieler ArbeiterInnen eingeschlagen und das
Blech zerbeult. Während das geschah, haben die ArbeiterInnen Notärzte
gerufen, damit diese sich um die Verletzten kümmern. Als die Ambulanzen
das Gelände Richtung Hospital verlassen wollten, wurden sie mit den
Verletzten an Bord lange Zeit an den Werkstoren aufgehalten und durchsucht.

Als sie das Werksgelände verlassen wollten, stellten die ArbeiterInnen
fest, dass es an den Toren Festnahmen zwecks Durchsuchung,
Personalienfeststellung und Verhören gibt. Angesichts dieser
demütigenden Behandlung und weil sie das Ganze nicht einschätzen
konnten, beschlossen die ArbeiterInnen wieder ins Werk zurück zu gehen.
Von drinnen versuchten sie bei der Guardia Civil anzurufen, die jedoch
nach mehreren Telefonaten lapidar mitteilte, dass sie mit der Sache
nichts zu tun habe und dass man sich an den Polizeichef con Sevilla
wenden solle.

Es war schließlich gegen 18 Uhr, als die ArbeiterInnen nach langen
Verhandlungen schließlich das Werk verließen. Jetzt wurden sie zwar
nicht aufgehalten, dafür wurden aber Fotos der Nummernschilder gemacht.

* Wir fordern, dass der Zivilgouverneur und der Polizeichef von
Sevilla ihres Amtes enthoben werden! Diese Repression war brutal, es die
Verantwortlichkeiten müssen klar gemacht werden, um weiteren
Machtmissbrauch und Repression gegen die ArbeiterInnen zu vermeiden.
* Wir fordern eine Lösung der Krise, die durch fehlendes
Arbeitaufkommen und die Verweigerung eines Kollektivvertrages provoziert
wurde.

[Originalquelle: http://www.cnt.es/sevilla/asti1.html]
[Deutsche Übersetzung für: http://www.fau.org/artikel/art_040218-23092]


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