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(de) Terror in den Gefaengnissen – Realitaet des portugiesischen Knastsystems – Zusammenfassung der Diskussion in Lissabon am 6. Februar (pt)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Tue, 10 Feb 2004 19:11:32 +0100 (CET)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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>From a-infos-pt@ainfos.ca
Date Mon, 9 Feb 2004 15:15:55 +0100 (CET)

Die Diskussion war von der Arbeiterbibliothek organisiert worden
(soziokulturelles Zentrum von [Lissabon]-Santos). Anwesend waren António
Grifão (Gefängnis- und Krankenhaussoziologe von Caxias) und António
Dores (Präsident der ACED, Portugiesische Assoziation gegen Ausgrenzung
und für Entwicklung) und die anarchistische Agentur für
Gegeninformation, Novilíngua, die ein besonderes Augenmerk auf die
Bekanntmachung dessen, was in den portugiesischen Knästen vor sich geht,
hat – durch die ACED oder durch Informationen, die sie von den
Gefangenen oder ihren Angehörigen sowie ca. zehn anderen Personen
erhält.

Bei einer Einführung in die Problematik der Gefängnisse, besonders der
portugiesischen, wurde die Tatsache bewußt, daß die Gesetze in den
portugiesischen Gesetzen nicht eingehalten werden.

Von der Tatsache, daß der Drogenmarkt so funktioniert, wie er in den
Gefängnissen funktioniert, bis zu Ungeheuerlichkeiten, die dort drinnen
begangen werden, die Repression und Grausamkeit, und selten sind die
"Selbstmorde" wirklich selbst begangen worden... die Verbrechen sind
mehr als zahlreich!

Zum Glück lassen sich nicht alle Gefangenen von diesem System
einschüchtern und arbeiten mit großem Mut, der mehr als einen schon das
Leben kostete, mit der ACED zusammen, berichten von den Übergriffen und
fordern GERECHTIGKEIT...

Die Angehörigen ihrerseits beginnen, das in Frage zu stellen, was in den
Knästen abgeht, und haben begonnen, juristisch gegen die Gefängnisse
vorzugehen, wenn die Leichen der Gefangenen, die sich umbringen,
Anzeichen schwerer Gewalteinwirkung zeigen... vielleicht Anzeichen von
Mord... das, wenn die Angehörigen die Leiche des Opfers überhaupt zu
Gesicht bekommen...
Auch die ACED ihrerseits ist schon von Verfolgung und Drohungen
betroffen...

António Grifão, der seit mehr als 25 Jahren Erfahrungen mit Gefangenen
hat, lenkte die Aufmerksamkeit darauf, daß die künftige Privatisierung
der portugiesischen Knäste (die bereits auf der Tagesordnung steht...)
die Situation der Gefangenen weiter verschlechtern wird...

Der Hauptgrund für Verurteilungen ist der Drogenkonsum, gefolgt von
Verurteilungen wegen Verkehrssünden/Autounfällen auf den portugiesischen
Straßen... außerdem sind es fast ausschließlich arme Menschen, die in
den portugiesischen Knästen landen.

Es wurde auch berichtet, daß viele Gefangene keine Beschäftigung haben,
weder Ausbildungsmöglichkeiten im Gefängnis, noch Arbeit.

Das System wurde auch angeprangert als Initiator eines Prozesses, der
praktisch nur dazu geeignet ist, Kriminelle zu fabrizieren...
schließlich "lernen" sie dort in den Gefängnissen die straflose
Gewalt...

Es herrschte Konsens darüber, daß die Gefängnisse Orte der Rache sind.
Unterwerfung. Und der Infantilisierung und Entmenschlichung der
Personen. Man lernt, die Erniedrigung hinzunehmen, Denunziant zu sein,
zu vergewaltigen, vergewaltigt zu werden... KASTRIERT!

Für die AnarchistInnen sind die Gefängnisse Orte, die abgeschafft werden
müssen, sie haben keinen Sinn in einer anderen Gesellschaft. Das wurde
von mehreren Anwesenden berichtet.

Zum Schluß wurde noch die Todesstrafe in Frage gestellt, die
angeprangert wurde, weil das System viel zu fehlbar ist, angesichts der
Verantwortung, die ein solcher Akt darstellt, z. B. in den USA, wo so
viele Justizirrtümer (ausschließlich in Fällen von Schwarzen oder armen
Weißen) Unschuldigen den Tod gebracht haben...
Sie sind praktisch alle Opfer dieses Scheißsystems... und andere haben
viel Geld...

Emília Cerqueira

(pt) O terror nas prisões-a realidade do sistema prisional português-
CONCLUSÕES DO DEBATE realizado em Lisboa,em 6 de Fevereiro passado.
http://www.ainfos.ca/04/feb/ainfos00145.html


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