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(de) Argentinien: Dokument ueber den 19. und 20. Dezember 2001 (ca)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Fri, 17 Dec 2004 14:16:00 +0100 (CET)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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DER KAMPF GEHT WEITER
Drei Jahre sind vergangen seit dem Volksaufstand, der von den
beschäftigten und arbeitslosen ArbeiterInnen und vom armen Volk am 19.
und 20. Dezember 2001 durchgeführt wurde, mit dem sie durch die
Mobilisierung der Bevölkerung die amtierende Regierung stürzten und
danach noch vier weitere Präsidenten, was eine phänomenale Krise im
Inneren der Bourgeoisie auslöste.
Während des genannten Zeitraums kämpften die Volksmassen unerschrocken
gegen Hunger, Elend, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung, gegen die
Staatspolitik, die immer ungerechter wurde und auf dem Rücken der
ArbeiterInnen und des Volkes ausgetragen wurde.

Der hartnäckige Widerstand des Volkes hielt sie in vielen Fällen davon
zurück, die Elendswirtschaft der einfachen Leute hart zu treffen, und
das wurde erreicht durch die ständige Mobilisierung der ArbeiterInnen
und des einfachen Volkes.

Der Kampf ist nicht zu Ende, er hat vielmehr noch kaum begonnen.

Der Aufstieg Kirchners zur Präsidentschaft erzeugte bei der Masse des
einfachen Volkes während einer kurzen Zeit Erwartungen und Hoffnungen,
aber die Praxis hat gezeigt, daß diese völlig unbegründet waren, weil es
eben keinen Kapitalismus mit menschlichem Angesicht gibt, er ist wild,
und sein einziges Ziel ist es, für die kapitalistische Klasse mehr
Reichtümer zu erzeugen. Und darum ist im Land die Arbeitslosigkeit
gestiegen, die Kaufkraft der Löhne ist nachweislich gesunken, der Hunger
betrifft die Mehrzahl der Familien der ArbeiterInnen und kleinen Leute,
während sich die Bourgeoisie weiter am Leiden und am Blut der
Arbeiterschaft bereichert.

Es ist so, daß trotz der offiziellen optimistischen Propaganda, daß es
dem Land besser geht, daß das Volk seine Situation verbessert, und trotz
der verschiedenen "Versuchsballons" über magische Umkehrungen, die
verschiedene Nationen in Argentinien entwickelt haben, sie keinen
Konsens erreicht haben und die ArbeiterInnenkämpfe, die am Jahresanfang
zugenommen hatten, mit größerer Heftigkeit als je zuvor weitergingen.

Staatsangestellte, Lehrpersonal, Telekomangestellte, ArbeiterInnen der
U-Bahn und des Lebensmittelsektors, Arbeitssuchende usw., sind wahre
Beispiele dafür, daß der Kampfgeist, der am 19. und 20. Dezember
entzündet wurde, weiterlebt, trotz der großen Anstrengungen des Staates,
ihn vollständig auszurotten, mit dem ganzen Repressions- und sozialen
Herrschaftsapparat, den er besitzt, um den ArbeiterInnen- und
Volkswiderstand zu brechen.

Das Volk ist Zeuge davon – politische Gefangene des Kampfes, Tausende
von Verurteilten, Tote, Verletzte, all das ist das Ergebnis der
Repression, die der Staat gegen die arbeitenden Massen und das einfache
Volk ausübt.

Trotzdem ist die Bewegung des einfachen Volkes von der Repression des
Staates nicht besiegt worden.

Das ist so, das sieht man in letzter Zeit am Triumph des
Telefonica-Streiks, am hartnäckigen und unbeugsamen Kampf der
U-Bahn-ArbeiterInnen und des Lehrpersonals von Buenos Aires, der
Arbeitslosen und Beschäftigten in Santa Cruz, die trotz der erlittenen
brutalen Repression nicht niedergeschlagen werden konnten und weiter für
Lohn und Arbeit kämpfen, trotz der politischen und gewerkschaftlichen
Kampfpause, die die Gewerkschaftsbürokratien der drei Arbeiterzentralen
ausgerufen hatten.

Heute, drei Jahre nach dem Volksaufstand vom 19. und 20. Dezember 2001,
zahlt das Volk weiter für seinen unbeugsamen Geist mit mehr Blut unserer
Brüder und Söhne im gesamten Land. Wir trauern unsere Genossen, aber wir
kämpfen weiter, damit die Rebellion vom 19. und 20. sich entwickelt und
wir den Traum all der Gefallenen erfüllen, der Gefangenen, der
Verurteilten und des gesamten arbeitenden Volkes, nämlich die absolute
Emanzipation aller Unterdrückten zu erreichen.

Wir Libertären KommunistInnen kämpfen Schulter an Schulter mit dem
einfachen Volk, betonen die Notwendigkeit der Einheit der ArbeiterInnen
und des einfachen Volkes, bauen die ArbeiterInnen- und Volksmacht von
unten nach oben auf, ohne jegliche Delegation an irgendeinen politischen
Apparat, damit Basisversammlungen als strengste Ausübung der
Basisdemokratie entscheiden. Deswegen schlagen wir vor und kämpfen für:

* Die Freiheit aller politischen Gefangenen des Kampfes und die
Rehabilitierung der Tausenden von ArbeiterInnen und Arbeitslosen, die
für den Kampf verurteilt wurden.

* Für eine Erhöhung der Löhne und dafür, daß der Lohn dem Bedarf der
Familien entspricht, indiziert durch die monatliche Inflation.

* Für den Sechs-Stunden-Tag bei vollem Lohnausgleich.

* Für die Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung.

* Für die aktive Solidarität aller Kämpfe der ArbeiterInnen und des
einfachen Volkes, Fabrikbesetzungen usw., die sich entwickeln, und für
die Koordination aller erwähnten Kämpfe.

Diese grundsätzlichen Losungen, die vom CCL vorgeschlagen werden, können
nur von den ArbeiterInnen und dem einfachen Volk umgesetzt werden, indem
sie die Werkzeuge ihrer Basis anwenden, und nicht durch irgendeine
politische Vermittlung, sondern nur durch direkte Aktion und die
Konfrontation mit dem System, das uns unterdrückt.

COLECTIVO COMUNISTA LIBERTARIO
(Libertär-kommunistische Gruppe)
Buenos Aires, Dezember 2004.

http://www.geocities.com/ccomunista_libertario

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http://www.ainfos.ca/04/dec/ainfos00239.html
(ca) Argentina: Documento sobre el 19 y 20 de diciembre de 2001 (en)
>From Colectivo Comunista Libertario
<ccomnunista_libertario@yahoo.com.ar>
Date Wed, 15 Dec 2004 21:05:43 +0100 (CET)

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