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(de) Am Tag nach dem Streik in der Dominikanischen Republik (fr)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Sun, 16 Nov 2003 07:46:40 +0100 (CET)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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Der Streik war ein wahrer Erfolg. Es ist 20 Jahre her, dass das Land
einen solchen Stillstand erlebte, sagen einige Menschen hier.
Am Mittwoch Morgen, nach 24 Stunden Streiks und diverser
Auseinandersetzungen, kehrte die Normalität zurück ...
Die Nationale Koordination für Einheit und Kampf (NKEK) gibt der Regierung
einen Monat Zeit, auf die verschiedenen Forderungen [siehe
http://www.ainfos.ca/de/ainfos02027.html] zu antworten. Eine Zusammenkunft
der Mitglieder der Koordination ist für den 22. November vorgesehen, um neue
Aktionen gegen die Regierung in Angriff zu nehmen.
Was diesen Tag [des Streiks] am meisten geprägt hat, das ist die Gewalt von
der Polizei und Armee Zeugnis ablegten in der Repression gegen die
DemonstrantInnen. Die Zahlen sind genug: sieben Tote durch Schüsse allein am
Dienstag, mehrere Dutzend Verletzte (die Mehrheit durch Schüsse), noch immer
sind viele Hundert verhaftet und werden vor Gericht gestellt. Einigen wurde
gar ein Schnellverfahren bereitet.
Augenscheinlich zahlt allein die Bevölkerung mit Toten – abgesehen von einem
jungen Polizisten, der in Zivil auf einem Motorrad unterwegs war und von
Unbekannten erschossen wurde, und von einem jungen Soldaten in Zivil, der
von einem Polizisten erschossen wurde!
Es ist schwierig, mit brennenden Autoreifen, Molotowcocktails und selbst
gebauten Waffen gegen Polizisten und Militärs zu kämpfen, die bis an die
Zähne bewaffnet sind und agieren, als wären sie im Krieg.
Am Tag nach dem Generalstreik wird noch immer von Auseinandersetzungen
zwischen Polizisten und DemonstrantInnen berichtet, vor allem aus Navarrete,
im Norden des Landes, wo die Bevölkerung nicht der Regierung keine Atempause
gönnen will – so der lokale Leiter der FALPO ( Erweiterte Front des Kampfes
des Volkes). Noch einmal ist noch ein Mensch unter den Kugeln gefallen: eine
Arbeiterin der [vom Streik?] freien Zonen [„zones franches“??], die zur
Arbeit ging ...

Es ist also noch nichts gewonnen und die Bevölkerung ist weiterhin auf
Kriegsfuss. Die Angelegenheit sollte man im Auge behalten ...

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Originaltext von Narb (St. Domingo), bei a.infos, 14.11.2003,
http://www.ainfos.ca/fr/ainfos04189.html
Übersetzung vom sy.bi.le, 16.11.2003, www.fau.org/syndikate/bsy2/


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